Üblicherweise geht's an dieser Stelle um Display-Ads, Re-Targeting, Affiliate-Marketing. Nicht so heute. Unsere kleine Zeitreise führt uns diemal nicht geradewegs in die Zukunft, sondern ein Stück weit in die Vergangenheit. Genauer gesagt in die 50er und 60er Jahre.

Das Digital Media- und Technologie-Nachrichtenmagazin „OWNI.eu“ zeigt diese Woche 48 Printmotive, die mit größter Wahrscheinlichkeit heutzutage keinen Platz mehr in Zeitschriften und Magazinen finden würden – oder zumindest bei Veröffentlichung eine kräftige Rüge vom Werberat kassiert hätten.

Sicher gehört das – mehr oder weniger gekonnte – Spiel mit den Rollen-Klischees seit jeher zum Handwerk der Werber. Die Art und Weise, wie dies vor rund 50 Jahren praktiziert wurde, lässt einen  heute  allerdings – je nach Gemütsverfassung – lächeln oder erschaudern. Aber keineswegs kalt (wie es bei der modernen klassischen Werbung ja häufig der Fall ist).

Exemplarisch dafür alle Produkte rund um das Thema Haushalt. – also solche,  die es Frauen erleichtern sollten, die Arbeit im Haushalt zu erledigen. Fertigprodukte für die Küche, Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Mixer, Waschmaschinen und Bügeleisen. Alles sollte die Hausfrau bei ihrer Tätigkeit unterstützen, so dass sie mehr Zeit für die Familie und vor allem den Mann aufbringen konnte.

Bis weit über die 50er Jahre hinaus vermittelt die Werbung ein klares Rollenbild: der Haushalt ist einzig und allein die Sache der Frau – Männer bei der Hausarbeit erscheinen überwiegend als Fehlbesetzung. Gewiss ist letzteres auch heute noch für den oder anderen Haushalt zutreffend.

Hoffen wir allerdings, dass sich die folgenden Szenen -vorallem unterm Weihnachtsbaum- im Jahr 2010 so nicht abspielen.

 

Collagefrauwerbung
An dieser Stelle sei noch einmal betont:

Liebe Männer, beim Kauf der Weihnachtsgeschenke bitte nicht von der Werbung aus den 50er Jahren inspirieren lassen. Patricia Langen

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