Mit PLAN W, dem neuen Supplement der Süddeutschen Zeitung, gibt es seit letzten Samstag ein neues Magazin für karrierebewusste Frauen. Mit einer Auflage von 460.000 Exemplaren erscheint dieses künftig viermal im Jahr. Das Magazin soll Frauen im Berufsleben ansprechen, die sich weiterentwickeln möchten und Führungspositionen in der Wirtschaft anstreben – passender könnte der dazugehörige Claim des Supplements nicht sein:  „Frauen verändern Wirtschaft“.

PLAN W

Intelligente und schöne Cover-Idee: Die Premierenausgabe des SZ-Wirtschafts-Supplements für Frauen.

Klingt alles sehr vielversprechend, aber meiner Meinung nach, trifft nicht jeder Text den Zahn der Zeit. Wie sich Frau im Büro angemessen und trotzdem modisch kleiden sollte, ist bekannt. Dass Frauen in Ländern wie Frankreich und Italien den femininen, eleganten Business-Look besser beherrschen als wir, auch. Die Diskussion in Deutschland, Frauen in hochrangigen Positionen und in der Öffentlichkeit sollten nicht zu viel Bein zeigen, ist daher auch eher ein leidiges Thema. Hingegen sind die Portraits und Erfolgsgeschichten wirklich spannend. Gerade für junge Frauen, die eine hochrangige Karriere anstreben, sind die Artikel sehr interessant und ermutigend geschrieben. Sie geben Einblicke wie der Weg nach ganz oben auch von Frauen gemeistert werden kann.

So berichten unter anderem erfolgreiche Frauen aus Politik und Wirtschaft im Magazin, wie sie es mit Mut, Stärke und harter Arbeit geschafft haben. Ob Startup-Gründerin, Politikerin oder Führungskraft – PLAN W lässt die unterschiedlichsten Frauen zu Wort kommen.

In der ersten Ausgabe des Magazins erzählt Julia Bösch, Gründerin von Outfittery, einem Onlineshop für Männer mit persönlicher Stilberatung, wie ihr das Auslandsstudium im weltoffenen Amerika zur Unternehmensgründung verhalf. Auch die politischen Spitzenämter im US-Bundesstaat New Hampshire werden genauer betrachtet: hier sitzen fast nur Frauen.  Der kleine Bundesstaat nimmt als einer der konservativsten Staaten eine Vorreiterrolle in der feministischen Revolution ein. Dabei wird anregend erzählt, wie Frauen in Spitzenpositionen Machtkämpfen mit männlichen Kollegen trotzen, den Blick nach vorne richten und weiter am Erfolg arbeiten. Nebst einem Portrait über die mächtigste Frau Deutschlands – Angela Merkel – werden auch Styling-und Networking-Tipps für ein erfolgreiches Auftreten von Experten gegeben.

Fazit: Ein Magazin, das in der langwierigen Debatte um Frauen in Führungspositionen, keine neuen Argumente bringt oder Vorurteile beseitigt, aber spannende Geschichten erzählt. Ich werde PLAN W auch zukünftig weiterlesen!

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