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Letzte Woche tauschte ich meinen Arbeitsplatz bei cocodibu gegen einen Arbeitsplatz bei humedica in Kaufbeuren im schönen Allgäu: Denn für mich stand im Rahmen meines Volontariats ein Praktikum bei der internationalen Hilfsorganisation an.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ 🙂

Montagmorgen, 06:00 Uhr – ich kann mich nicht erinnern, wann mein Wecker mich zuletzt so früh aus dem Bett klingelte, denn ein Frühaufsteher bin ich keineswegs. Nach einer entspannten, aber doch längeren Fahrt Richtung Kaufbeuren, erreichte ich die humedica Zentrale im Stadtteil Neugablonz. Nach einer herzlichen Begrüßung durch das Kommunikationsteam Steffen, Lina, Heinke, Cecilia und Bea lernte ich beim ersten Meeting gleich den Geschäftsführer von humedica, Wolfgang Groß, kennen. Wolfgang Groß gründete gemeinsam mit seinem Bruder 1979 die Hilfsorganisation, die seither in über 90 Ländern weltweit medizinische Not- und Katastrophenhilfe leistet sowie mittel- bis langfristige Hilfsprojekte und Entwicklungszusammenarbeit durchführt.

Nach kurzer Besprechung der Woche und Kennenlernrunde durch die humedica Zentrale, textete ich gleich zum Relaunch der Website.  Seit Monaten arbeitet das Team nämlich an einer Überarbeitung der Website und wie es bei Deadlines so ist – die müssen eingehalten werden. Seid gespannt! Auch die restlichen Tage warteten Textverfassungen und -überarbeitungen für Newsletter und Blog auf meinem Schreibtisch – als Kommunikationsexpertin und coco-Volontärin (Danke dafür :)) für mich eine tolle Herausforderung – wenn auch die Thematik eine völlig andere ist als bei coco.

Ein dominierendes  Thema in der Woche bei humedica war  der Hurrikan „Matthew“, der kurz zuvor mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h über die Karibik fegte und eine Schneise der Zerstörung hinterließ. Vor allem Haiti traf der Wirbelsturm schwer. Als eine der ersten Hilfsorganisationen reagierte humedica extrem schnell und entsandte ein Erkundungsteam in das bitterarme Land, um den Menschen dort nach der Katastrophe zu helfen. Mittlerweile ist die Unterstützung auf ein zweites Team aus Medizinern, Pflegern und Koordinatoren angewachsen, die vor Ort die medizinische Versorgung der Betroffenen gewährleisten. Aufgrund dieses Ereignisses hatte ich die Möglichkeit einen Einblick in die Kommunikationsarbeit in Katastrophenfällen zu erhalten und zu sehen, wie das Team hinter humedica solch einen Einsatz kommunikativ begleitet.

Ein Packerl für jedes Kind

Die Woche stand außerdem ganz im Zeichen des Projekts „Geschenk mit Herz“. Seit 2003 gibt es die Weihnachtspäckchen-Aktion, die jedes Jahr durch hunderte engagierte Privatpersonen, Unternehmen, Kindergärten und Schulen bayernweit ermöglicht wird und so zehntausenden Kindern eine besondere Weihnachtsüberraschung bringt. Dieses Jahr ist Bad Reichenhall „Weihnachtspäckchen-Stadt“ – am 10. November wird dort die Aktion mit einem bunten Programm begleitet und viele „Geschenke mit Herz“ eingesammelt, die anschließend von Kaufbeuren aus in die Zielländer wie beispielsweise Kosovo, Litauen, Albanien und Ukraine etc. gebracht werden und ein Lächeln auf das Gesicht von in Armut lebenden Kinder zaubern. Auch cocodibu packt dieses Jahr einige Packerl – das Ergebnis zeigen wir euch dann gerne auf Social Media!

Geschenk mit herz

An meinem letzten Tag durfte ich Lina zu ihrem Vortrag „Rolle der Medien“ bei einem von humedica organisierten Einsatztraining für angehende ehrenamtliche Helfer begleiten. Meine Kollegin Esther gehörte zu der Gruppe der mutigen Helfer, die sich tatsächlich sechs Tage unter Einsatzbedingungen eines Katastrophen- oder Auslandseinsatz durch die Woche in Kaufbeuren schlugen – Respekt! Weitere Infos folgen demnächst dazu in einem Beitrag von Esther 🙂

Alles in allem war die Woche eine spannende Erfahrung. Ein super nettes Team, interessante Einblicke in die Kommunikationsarbeit einer humanitären Hilfsorganisation, viele neue Kontakte sowie spannende Einblicke in humanitäre Hilfsprojekte. Der Unterschied in der Kommunikationsarbeit von humedica und cocodibu? Bei einer humanitären Hilfsorganisation ist die Öffentlichkeitsarbeit wesentlich schwerer von anderen Kommunikationsmaßnahmen zu trennen –  da humedica zum Beispiel auf Spenden angewiesen ist, steht Fundraising hier an erster Stelle. Vor allem emotionale, hautnahe Beiträge und Geschichten  vor Ort bei Katastropheneinsätzen und Hilfsprojekten verkörpern das Wesen und die Zielsetzung einer NGO. Dadurch wird per se auch der Kommunikation einer Hilfsorganisation von den Medien ein großes Vertrauen entgegengebracht. In unserer Agentur  versuchen wir den Kunden und sein Produkt durch unsere Kommunikationsarbeit  in den Medien ins Gespräch zu bringen. Mögliche Ziele sind hier die Ansprache neuer Zielgruppen, Aufbau und/oder Veränderung des Images sowie das Erschließen weiterer Märkte. Hier funktioniert die Kommunikation vor allem durch sachliche und meist nüchterne Inhalte, die gerne mit Zahlen belegt werden sollen.

Danke humedica für die spannende Zeit!

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