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Die coco-Familie bekommt Zuwachs! Hallo zusammen, ich bin die Ly, 27 Jahre alt und die neue Volontärin bei cocodibu. Und bevor jemand fragt: Ja, mein Name ist wirklich so kurz. Ausgesprochen wird er übrigens „Li“, obwohl ich im Laufe der Zeit schon alle möglichen Variationen wie „Lai“, „Lu“ oder „Lü“ zu Ohren bekommen habe.

Als Münchner Kindl mit vietnamesischen Wurzeln habe ich die Studienzeit in meiner Heimatstadt verbracht. Denn: Warum soll man gehen, wenn’s hier doch am schönsten ist? 🙂
Während meines Studiums in Anglistik, Deutsch als Fremdsprache und Interkulturelle Kommunikation habe ich meine Zeit natürlich nicht nur an der Isar oder im Englischen Garten verbracht, sondern in einem EU-Forschungsprojekt fleißig PR-Erfahrungen gesammelt. Bevor ich bei cocodibu angekommen bin, hat es mich aber noch kurzfristig in die Lehre und sogar in den Vertrieb verschlagen. Doch schnell wurde mir klar: Nein ich möchte nichts anderes – PR it has to be.

Wie also begann meine Geschichte bei cocodibu? Nun, als mein Entschluss fest stand, begann erst einmal eine intensive Internet-Recherche über verschiedene Münchner-PR-Agenturen. Dabei bin ich auf cocodibu gestoßen und merkte sofort: Diese Agentur hebt sich von anderen PR-Agenturen ab! Dinge wie dieser Blog oder auch das Video zum Agentur-Alltag gaben einen ziemlich guten Einblick und passten so gar nicht in das gängige Agenturklischee. Kurzentschlossen schickte ich meine Bewerbung ab und hatte einige Tage später auch schon mein Bewerbungsgespräch. Direkt an der Tür wurde ich von meiner netten Kollegin Verena begrüßt und auch das Gespräch selbst verlief positiv. Stefan hat mich dann noch an der Tür verabschiedet und versprochen sich relativ bald zu melden. Und das Ende der Geschichte: Heute sitze ich hier in unserem Mädelsbüro mitten in Schwabing und werde so bald nicht verschwinden! 😉

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Die meisten Kommentare sind Mist! Ist zumindest mal ein Standpunkt. Und den braucht es, um einen Kommentar zu schreiben. Klingt auf den ersten Blick banal, ist in der Praxis aber verdammt schwer. Ein guter Kommentar ist wie ein Fisch, der gegen den Strom schwimmt, er ist die Antithese zum Mainstream, er polarisert und provoziert. Aber wer macht das schon gerne? Außer man heißt Thomas Koch. Viel lieber lullt man sich doch in die allgemeine Konsenskultur der Branche ein – getreu der Devise: Es ist schon alles gesagt, aber nicht von jedem.  „Content is king“, „Influencer Marketing wird immer wichtiger“, „Dialog auf Augenhöhe“, „Programmatic ist ein echter Gamechanger“ und, und, und. Wem angesichts dieser Buzzwords der Hut hochgeht und er erfolgreich vor digitaler Besoffenheit warnt, dem sind ein paar Schlagzeilen sicher. Die Antithese eben.

Und so ist ein guter Kommentar vor allem eines: ein ganzes Stück Arbeit. Abgedroschene Sprachbilder sind hier ebenso tabu wie die üblichen Branche-Floskeln. Vor allem aber: Man braucht echte Ahnung von dem Thema. Klingt einleuchtend, ist in der Praxis aber immer weniger machbar.  Weil wir uns ja alle angeblich permanent neu erfinden müssen und Kunden ja immer den neuesten heißen Scheiß hören wollen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn wahrscheinlich wird es dieses Jahr plötzlich genügend Experten geben, die uns klar machen, warum 45minütige Podcasts gerade das Ding sind.

Sollten wir Sie bis hierhin nicht abgeschreckt haben, es mal mit einem Kommentar zu versuchen, es gibt ein paar Regeln:

  1. Die Überschrift

Die Überschrift bildet den Eyecatcher des Kommentars. Besonders bei Meinungsbeiträgen ist es wichtig, prägnant, möglichst mit einer feinen reißerischen Spitze, den Leser zum Weiterlesen zu animieren. Versagt sie in ihrer Funktion, geht der kommende Fließtext vor die Hunde. Sie müssen Interesse wecken, den Nutzen in den Vordergrund stellen und Dringlichkeit erzeugen.

  1. Die These

Die Aufgabe einer These ist es, eine Behauptung aufzustellen, die im Laufe des Textes belegt werden sollte. Faustergel: Wenn Sie sich erst auf die Suche nach einem Standpunkt machen müssen, lassen Sie’s lieber. Im Zweifelsfall googeln Sie sich dann auch noch Ihre Argumentation zusammen.

  1. Die Argumentation

In diesem Teil des Kommentars werden alle relevanten Informationen zum Thema dargelegt. Der grobe Umriss des Sachverhaltes dient dazu, die Leser abzuholen und den Sachverhalt subjektiv und zugleich analytisch darzustellen. Das Ziel ist es, die eigene Meinung darzustellen und dadurch den Leser zum Nachdenken anzuregen. Je mehr stichhaltige Argumente aufgezeigt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Leser mit der Ansicht identifiziert oder zumindest über das Thema nachdenkt.

  1. Die Gegen-Argumente

Es gibt wohl keinen Sachverhalt, der nicht von mehreren Seiten beleuchtet werden kann. Erst durch das Abwägen des Für und Wider bekommt ein Kommentar die nötige Glaubwürdigkeit. Je besser es dabei gelingt die Gegenargumente zu entkräften, desto  stärker Ihr Kommentar.

  1. Schlussfolgerung mit Ausblick

Lassen Sie Ihre Leser nicht demoralisiert zurück. Nichts ist schlimmer als die Schlußfolgerung, dass die Welt schlecht und perspektivlos. Also ran: Wenn es eine konstruktive Lösung gibt, zaubern Sie die aus dem Hut.

Um das Content-Format „Kommentar“ zum Schluss noch einmal beispielhaft zu veranschaulichen, kommen hier vier Beispiele aus der Praxis:

„Influencer Marketing 2017: Warum wir Bibi und Sami den Laufpass geben sollten“ von TERRITORY webguerillas
„Weihnachts-Virals sind die neue Königsdisziplin“ von Neverest
„Warum Angela Merkel die dmexco besuchen sollte“ von Quantcast
„Seid Ihr noch zu retten, Online-Kreative“ von mediascale

Das war Teil 2 unserer Serie „Content-Formate in der B2B-Kommunikation„.  In Teil 1 haben wir uns der „Fallstudie“ gewidmet.

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Am 15. März wird in München eine der renommiertesten Auszeichnungen der deutschen Marketingbranche verliehen: Der Deutsche Mediapreis. Geehrt werden – wie immer – die Media-Persönlichkeit, die Media-Agentur, die beste Media-Strategie und die beste Media-Idee des Jahres. 2018 feiert die kleine, runde Kugel, die alle Preisträger erhalten, ein großes Jubiläum. Der Deutsche Mediapreis wird 20.

Quelle: w&v

Alle langjährigen Besucher wissen, dass mindestens drei Dinge zu einem launigen Mediapreis-Abend gehören:

  1. das unvergleichliche Dialogduo Wolfram Kons (Moderator) und Jochen Kalka (Chefredakteur w&v)
  2. der nunmehr Ex-Oberbürgermeister von München, Christian Ude, der den Saal oftmals zu Lachkrämpfen und Beifallsstürmen brachte
  3. und die außergewöhnliche Acrylkugel, die alle Preisträger voller Stolz mit nach Hause tragen 

Was die wenigsten Besucher und Preisträger wissen: Wer hat diese Kugel gestaltet? Was symbolisiert sie? Und wie und wo wird sie gefertigt? cocodibu-Gründer Christian Faltin hat mit seinem damaligen Redaktionsteam (mit Stefan Braunschweig und der leider viel zu früh verstorbenen Katja Pichler) den Deutschen Mediapreis gegründet. Die Trophäe verdankt die Fachwelt Professor Karl-Heinz Einberger. Wie er als Student den Preis entwarf und was er sich dabei dachte, verrät er im Interview:

Prof. Karl-Heinz Einberger, der Schöpfer des Deutschen Mediapreises

„Herr Professor Einberger, vor mehr als 20 Jahren habe ich (damals noch als Chefredakteur der Zeitschrift media & marketing) eine Ausschreibung an der Akademie der bildenden Künste in München gestartet. Gesucht wurde eine Trophäe für den Deutschen Mediapreis, dessen Premiere damals in Vorbereitung war. Erinnern Sie sich noch, was Sie sich gedacht haben, als Sie damals das Briefing bekommen haben?

Karl-Heinz Einberger: Klar, ich habe mir gedacht: Wenn ich gewinne, habe ich künftig jedes Jahr schon einen Teil der Ateliermiete herin 😉 Mich hatten aber schon damals konkrete räumliche Situationen mit ihren funktionalen Zwängen und sozialen Gegebenheiten künstlerisch interessiert – also die Reibung an speziellen Ausgangssituationen als Startpunkt für ein künstlerisches Projekt. Und die Aufgabenstellung für die Preistrophäe war für mich deshalb sehr reizvoll.

Ihr Entwurf hat uns damals nicht nur optisch begeistert (ob seiner Formen- und Farbenfreude), sondern vor allem konzeptionell. Sie haben, ich sag das jetzt mal als Laie, den RGB-Farbraum (Rot-Grün-Blau) für digitale Bilder (und Bildschirme) mit den CMYK-Farbraum (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz) für den Druck kombiniert. Und das in einer offenen Acrylglas-Kugel, die nicht nur die Farben, sondern auch Rundungen und Ecken miteinander kombiniert. Hab ich das halbwegs richtig erklärt? Oder was sagt der Künstler?

Einberger: Na, für einen Laien ist das aber schon ziemlich gut erklärt, finde ich. Bei der Formfindung ging ich von den damals noch üblicheren CD-ROMS als Größe für die Kreisscheiben aus und die äußeren Ecken der Würfelelemente berühren nun rechnerisch die Kugeloberfläche, die man sich zwischen den Kreisscheiben aufgespannt vorstellen kann. Trotz dieser mathematischen Klarheit liegt die Trophäe immer gekippt, dynamisch und trotzdem klar definiert auf dem Schreibtisch. Ich hatte mir die Trophäe als Briefbeschwerer für den Chef-Schreibtisch vorgestellt.

Von wegen Briefbeschwerer! Das hat für mich (und wahrscheinlich auch für die Preisträger) eher etwas mehr vom Reichsapfel, den Könige zum Zepter tragen. Und bei den Preisträgern dürfte der Mediapreis eher in der Vitrine am Empfang liegen. Erklären Sie doch mal bitte, wie ein Mediapreis entsteht. Wo in China werden die Teile gegossen?

Einberger: Was den Aufwand in der Herstellung angeht, liegt die Trophäe nun wirklich etwas näher am Reichsapfel als an einem Kunststoff-Guss aus einer chinesischen Junk-Toy-Fabrik. Wobei ja auch nicht alles aus China in dieser Billig-Liga spielt, wenn auch – als Spiegel unseres Konsumverhaltens – beschämend viel. In den zwanzig Jahren seiner Geschichte bin ich mittlerweile der Einzige, der an allen existierenden Exemplaren der Preistrophäe Hand angelegt hat. Alle anderen Beteiligten haben mittlerweile mal gewechselt. Die Fertigung der Kreisscheiben aus fluoreszierendem Plexiglas ist ein industrieller Prozess, das macht ein renommierter Fertigungsbetrieb für mich. Der übernimmt auch das Zusammenfügen der drei Kreisscheiben zur Grundform der Trophäe. Dass das nicht so ganz trivial ist, können Sie ja mal bei einem Bier mit drei runden Bierfilzel, wie die Bierdeckel hier in Bayern heißen, die Sie in der Mitte teilen, ausprobieren. Die acht farbigen Würfel für die CMYK-Komponente stellt eine andere Firma her, die sonst für die Uhrenindustrie arbeitet. Die sind alle glasklar. Da kommt dann mein Part ins Spiel: um materialbedingte Maßtoleranzen auszugleichen, kalibriere ich jeden einzelnen der etwa 100 Würfel, die in einem Jahr so benötigt werden, suche also möglichst passgenaue Partner und lege da schon die exakte Position jedes einzelnen Würfels für jede Trophäe fest. Dann werden die Rückseiten der Würfel, die an den Kreisscheiben anliegen, lackiert. Dabei sind bis zu 10 Schichten Lack pro Würfel erforderlich, da man ihn nur dünn auftragen kann und die einzelnen Lagen daher fast transparent bleiben. Durch das Lackieren der Rückseiten der transparenten Würfel entsteht das sprühende Lichterspiel in den Trophäen. Die Physik mit ihrem Phänomen der Totalreflexion sorgt dafür, dass die Würfel durchgefärbt erscheinen. Mittlerweile gehen die Kugel-Rohlinge zum Graveur und zum Schluss übernehme ich wieder die Endmontage, die Politur und Qualitätskontrolle. Sie sehen, auch mit dieser ausführlichen Beschreibung bleiben die Trophäen ähnlich fälschungssicher wie ein Reichsapfel.

Das klingt ziemlich aufwändig und kostet bestimmt eine Menge Zeit. Dürfen Sie verraten, was ein Mediapreis in der Erstellung kostet?

Einberger: Ich glaube, die Energie, die alle Beteiligten reinstecken, damit am Ende eine strahlende Trophäe da ist, ist eine gültigere Währung als der Euro. Der Deutsche Mediapreis hat einen Wert, aber keinen Preis.

Das hätte ich als PRler nicht schöner formulieren können. Schnöder Mammon! Apropos Mammon. 1997 waren Sie noch Student an der Akademie der Bildenden Künste. Heute sind Sie Professor für Künstlerische Praxis und Grundlagen der Gestaltung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Und das an der Fakultät für Landschaftsarchitektur. Was bitte schön, machen Sie da denn?

Einberger: Nun, die Lehre steht schon im Vordergrund: ich habe eine ganze Menge an Kolleg*innen, die fachspezifisch den Stadtraum, die Landschaft und die Ökologie thematisieren, da brauche ich also nicht in fremden Gärten wildern. Will man in all diesen Bereichen gut gestalten, tut man gut daran, die eigene Wahrnehmung zu sensibilisieren, Kreativität zu entwickeln und schon auch einen bewussteren Zugang zu den eigenen kulturellen Wurzeln zu bekommen. Dafür fühle ich mich zuständig.

Der Schwung für die Lehre kommt aber immer noch aus meiner eigenen künstlerischen Arbeit. Die steht gleichberechtigt neben dem was ich an der Hochschule mache und dreht sich weiterhin um den Raum, in dem wir Menschen uns bewegen.

Wenn Sie den Mediapreis heute in Zeiten des allgegenwärtigen Internets noch einmal gestalten müssten, wie würde er aussehen?

Einberger: Eine gute, eine gültige Antwort auf diese Frage kostet mindestens  1000 Euro. Denn ihr ernsthaft auf den Grund zu gehen ist, wie damals beim Entwurf ein richtiges Stück Arbeit. Wenn ich mir aber die jetzige Trophäe mit dieser Frage anschaue, schaut die gar nicht so alt aus. Das Körperlich-Reale und das Medial-Virtuelle sind immer noch die zwei Pole der Media-Welt und die sind über die beiden Farbsysteme in der Trophäe vereint. Klar, die 12 Zentimeter der CD-Kreisscheibe wären heute sicher kein wichtiger Anker im Entwurfsprozess mehr. Aber auch bei einer neuen Trophäe wäre es mir ganz recht, wenn sie wieder so markant und auch ein wenig sperrig würde wie die jetzige. Das sind Qualitäten, die in unseren Zeiten ganz gut zu gebrauchen sind.

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Mit den Buzzwords unserer Branche ist es ein bißchen wie mit dem Hype-Cyle der Technologien: Spricht man weniger oder nicht mehr über sie, sind sie entweder erfolgreich verdrängt oder aber im Alltag angekommen. Content Marketing war eines der Top-Buzzwords der vergangenen beiden Jahre. Um es kurz zu machen: Content Marketing ist mittlerweile für viele Unternehmen nicht nur Alltag, es wird im Marketing-Mix weiter an Gewicht gewinnen.

Als PR-Agentur betreiben wir seit Jahren erfolgreich Content Marketing für unsere Kunden, die vornehmlich aus dem B2B-Sektor kommen. Weil das Schlagwort „Content Marketing“ aber sehr abstrakt und wenig greifbar ist, wollen wir in unseren neuen Serie – das ganz Jahr 2018 über – Content Formate insbesondere für die Business-to-Business-Kommunikation mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Dabei wollen wir möglichst praxisnah, d.h. mit Beispielen hinterlegt, zeigen, welche Formate sich wofür eignen und wie Inhalte in den jeweiligen Formaten umgesetzt werden können. Ganz grob clustern wir die Inhalte in vier übergeordnete Kategorien: Text, Bild/Grafik, Video und Audio.

Also, freut Euch auf Content über Content Marketing. In den ersten drei Folgen werden wir uns den Formaten „Graphic Recording“, der „Fallstudie“ (alias Case Study) und dem „Social Post“ widmen. Viel Spaß bei der Lektüre und wir freuen uns auf Anregungen, Kommentare und Ergänzungen.  

 

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Weihnachtsfeiern sind ja so ein Ding: Je nach Firma changiert  das zwischen peinlich, langweilig, ungezwungen und exzessiv bis ganz nett und prima Klima. Wir bei cocodibu haben uns dieses Jahr entschieden, zum Lachen in den Keller zu gehen. Genauer gesagt: In den Escape-Room (nicht zu verwechseln mit dem Dark Room!) im Keller der Escape Game München (bei uns ums Eck in der Tengstr. 20).

Wer von Euch das Prinzip der Escape Rooms noch nicht kennt: 1 Raum, sechs Spieler, 60 Minuten. Die Gruppe wird in einen Raum eingeschlossen und soll zusammen Rätsel lösen. Am Ende soll die Gruppe alle Rätsel gelöst und nach 60 Minuten einen anderen Ausgang des Raums gefunden haben. Jeder Raum steht unter einem unterschiedlichen Motto: Wir waren im „Geisterhaus“ und entdeckten die „Kunst des Klauens“.

Um das Ende vorwegzunehmen: Es war mega! Spannend, lustig, intellektuell fordernd, toll in der Gruppe und teilweise auch gruselig. Kurz: Entertainment at its best. Solltet Ihr eine nette Idee für Eure Firmenfeier suchen: Wir können es nur empfehlen!

coco-Team 1 (Stefan, Sibylle, Christiane, Vera, Ann-Katrin und Felix) betätigte sich als Kunsträuber

coco Team 2 (Franzi, Karoline, Verena (sitzend), Nadine, Christian und Anh) gruselte sich unscharf und schemenhaft im Geisterhaus

Team cocodibu (v.l.n.r.) goes Osteria: Christian, Karoline, Stefan, Anh, Ann-Katrin, Verena, Christiane, Vera, Sibylle, Felix, Franzi, Nadine

Völlig ermattet von den wagenradgroßen Pizzen und erschöpft von den intellektuellen Anforderungen der Escape-Rooms verabschieden wir uns an dieser Stelle von allen Kunden, Partner, Journalisten und Freunden des Hauses. Wir wünschen Euch schöne Weihnachten, ein paar ruhige Tage zwischen den Jahren und jede Menge Spaß im neuen Jahr.

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Wie sieht der Journalismus von morgen aus? Was müssen Journalisten heute schon können? Und wie werden sie sich künftig finanzieren? Es passiert gerade ziemlich viel in der Medienwelt. Welche Richtung dies nimmt, weiß keiner so genau. Und trotzdem: Junge, talentierte Schreiber zieht es weiterhin in den Journalismus. Wir stellen sie in unserer Reihe Junge Journalisten vor: Redakteure, Reporter, Blogger und Publizisten unter 33, die sich schwerpunktmäßig vor allem mit der Online-Branche beschäftigen. Heute im Gespräch: Brian Rotter, Redaktionsassistenz in der Online Redaktion von t3n.

Brian Rotter

1. Seit wann steht für Dich der Berufswunsch Journalist fest? Was gab den Ausschlag?
Puh, gute Frage. Das war ein schleichender Prozess würde ich sagen. So mit 15 habe ich angefangen für die Lokalpresse Spielberichte meiner Handballmannschaft zu verfassen. Da saß ich dann immer auf den Rückfahrten von den Auswärtsspielen mit Block und Kugelschreiber im Bus und habe die Berichte geschrieben. Aber ausschlaggebend war vermutlich meine damalige Politiklehrerin, die meine Hausarbeit über Kroatiens EU-Beitritt nur mit einer Drei bewertete. Der Grund: Mein Sprachstil wäre journalistisch und nicht wissenschaftlich genug, sie könne sich aber vorstellen, dass ich später im Journalismus Erfolg haben könne. Da habe ich mir gedacht, okay, wieso eigentlich nicht und der Berufswunsch stand.

2. Ist Dein Arbeitsalltag wie Du ihn Dir vorgestellt hattest, oder gab es im positiven wie negativen Sinne Überraschungen?

So wie es momentan läuft kann ich mich echt nicht beklagen. Ich arbeite hier bei t3n mit einem motivierten, jungen Team zusammen und meine täglichen Aufgaben gestalten sich auch abwechslungsreich. Positive Überraschungen sind natürlich die Dinge die nicht alltäglich sind. Teamevents aller Art stehen bei uns hoch im Kurs, von Picknick-Ausflügen, einer Schnitzeljagd oder einfach einem spontanen Grillen in der Mittagspause haben wir hier schon jede Menge coole Dinge unternommen.

3. Was war Dein skurrilstes Erlebnis bisher in Deiner Berufslaufbahn?
Das war tatsächlich in meiner Zeit bei Antenne Niedersachsen. Für eine On-Air-Promotion bei der wir in ganz Niedersachsen Cabrios versteckt haben, war ich mit einem Kollegen mal wieder unterwegs. Unser Ziel war es die versteckten Kameras einzurichten, mit denen wir die späteren Gewinner filmten. Da das natürlich nicht tagsüber passieren konnte, stiefelte ich gegen vier Uhr morgens mit Kameraausrüstung, Mikrofon und Co. durchs Unterholz um den optimalen Platz für die Kameras zu finden, die den unter Heuballen versteckten Mini einfangen konnten. Dunkelheit, Bodenbeschaffenheit und meine eventuell vorhandene Tollpatschigkeit sorgten am Ende dafür, dass ich an irgendetwas hängen blieb und mit einem lauten Krachen im Unterholz verschwand. Aber das war nicht das Skurrile daran. Skurril wurde es erst als ich sah über was ich da gestolpert war. Mit Handytaschenlampe bewaffnet konnte ich die leicht verwesten Überreste eines Fuchses ausmachen in dessen Rippenbögen ich mich verfangen hatte. Das war tatsächlich ein sehr skurriles Erlebnis während der Arbeitszeit.

4. Inwieweit nutzt Du das Social Web für Themen-Recherche und -Inspiration?
Klar gibt es auch im Social Web immer mal wieder interessante Themen und Ansätze, aber aktiv suchen tue ich in diesem Bereich nicht. Da hole ich mir die Ideen eher aus meinem guten alten Feed-Reader.

5. Blogger werfen (bewusst) viele der althergebrachten Regeln über den Haufen. Sie schreiben viel subjektiver, kommentierender. Wie wird das den klassischen Fachjournalismus Deiner Meinung nach verändern?
Ich bin ein Freund von diesem Stil. Wichtig ist jedoch, dass man als Journalist seinen eigenen Stil entwickelt und dann unabhängig vom Medium wo die Artikel publiziert werden auch beibehält. Natürlich sollte gerade im Fachjournalismus eine gewisse Seriosität gewahrt werden, allerdings ist es für mich persönlich oft lesenswerter wenn Geschichten erzählt werden und nicht stumpf Fakten vermittelt werden.

6. Ein Artikel über Dich: Welche Überschrift müsste der haben?
„Große Klappe viel dahinter“ wäre denke ich passend. Ich bin nicht auf den Mund gefallen und spreche manchmal schneller als ich denken kann, aber dennoch hat alles was ich sage Sinn und Verstand. Meistens zumindest 😉

7. Was ist Dein Trick, um ruhig Blut vor dem Redaktionsschluss zu bewahren?
Eine gute Organisation ist für mich am Wichtigsten. Selbst wenn es stressig ist und kurzfristig Sachen umgeworfen werden, sollte man sich immer bewusst machen was die Hauptaufgaben sind und diese dann angehen. So ist bei uns am Ende immer alles rechtzeitig fertig gewesen. Gerade in der finalen Phase ist es auch wichtig, unwichtige Tasks abzugeben oder aufzuschieben um sich voll und ganz auf das Projekt konzentrieren zu können.

8. Wie schaltest Du vom Job ab, oder denkst Du rund um die Uhr an die Headline von morgen?
Das kommt immer ganz drauf an was gerade so auf meinem Schreibtisch liegt. Es gibt Tage da sitze ich in der Straßenbahn auf dem Weg nach Hause und plane schon den nächsten Tag durch, aber es gibt auch Tage wo ich mit dem ersten Schritt aus dem Büro Feierabend im Kopf habe. Noch habe ich mir auch noch keine Apps zugelegt die etwas mit der Arbeit zutun habe, auch um abschalten zu können, aber wer weiß wie lange das noch möglich ist. Ansonsten ist mein Abend und mein Wochenende fast immer verplant und ich bin viel unterwegs, da spielt die Arbeit dann auch keine große Rolle mehr und ich gehe motiviert in den nächsten Tag.

9. Wenn wir hier mal den besten Fachartikel küren würden: Welchen Deiner Berichte würdest Du einreichen? Und warum?
Dafür habe ich noch zu wenig Artikel geschrieben die ich hier einreichen könnte. Aber ich habe ein paar Ideen, ich kann mich ja nochmal melden wenn ich soweit bin 😉

10. Kein Mensch ist perfekt. Welchen Ratschlag wolltest Du Deinem Chefredakteur immer schon mal geben?
Wenn mir etwas auf dem Herzen liegt spreche ich das auch an, von daher habe ich gerade absolut nichts was ich ihm mit auf den Weg geben wollen würde 🙂

11. Was machst Du in fünf Jahren?
Wenn alles so läuft wie ich mir das wünsche bin ich irgendwo auf der Welt Sportjournalist. Aber selbst wenn das bis dahin nicht geklappt hat wäre ich schon zufrieden mit meinen dann immer noch jungen 28 Jahren einen festen Job in der Journalismusbranche zu haben.

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…und hier kommt auch schon der nächste Neuzugang bei den cocos: Hey, ich bin Anh. 23 Jahre alt und die neue Volontärin bei cocodibu.

Doch fangen wir einmal beim Urschleim an: Ich wurde in Halle an der Saale als Phuong Anh Nguyen geboren. Warum ich das so explizit sage? Naja, meine Eltern wollten mich eigentlich „Lien Xo“ nennen, was aus dem Vietnamesischen übersetzt „Sowjetunion“ bedeutet – dann lieber noch „Harper Seven“ oder „North West“. Jedenfalls verbrachte ich meine Kindheit und Schulzeit in diesem süßen Städtchen. Mit dem Abitur in der Tasche, entschied ich mich direkt im Anschluss, für mein Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaft nach Dresden zu ziehen. Dort angekommen, begann für mich das Studentenleben ganz nach dem Jodel-Post:

„Studieren ist wie Schlittenfahren.
Nur ohne Schlitten.
Und ohne Schnee.
Und ohne Spaß.
Aber geht bergab.“

Okay, ganz so dramatisch war’s nicht 😉 Neben der sehr effektiven Technik des Bulimielernens, wobei ich mich zwei Wochen vor der Klausurphase ins unterste Stockwerk der Bibliothek verkroch und „dahinvegetierte“, habe ich gelernt, dass es okay ist, Fehler zu machen. Denn selbst wenn Vorhaben nicht zum Erfolg führen, wird man doch um eine Erfahrung reicher und neue Perspektiven erschließen sich.

Wie ich zu cocodibu gekommen bin? Nachdem ich mein Studium im Juli so gut wie in der Tasche hatte, dachte ich, dass es mal wieder Zeit für frischen Wind wäre. Das Ziel war auch schon klar: Ab in den Süden! Es geht nach München! Dort wollte ich schon immer einmal leben. Denn zwischen den Bergen, so nah an Italien, fühlt es sich für mich dauerhaft wie Urlaub an. Da ich bereits einige Erfahrungen im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeitsarbeit gesammelt habe und mich dort pudelwohl fühle, kam für mich als nächste Karrierestation auch keine Alternative, als der PR-Bereich, in Frage. Hoch motiviert und offen für neue Herausforderungen ging es also für mich in die Bewerbungsphase. Besonders positiv fiel mir bei der Suche nach passenden Unternehmen das lustige coco-Video zum PR-Alltag und natürlich der Blog auf. Ehe ich mich versah, war ich schon mittendrin.

Und hier bin ich. Ich freue mich auf eine tolle Zeit bei cocodibu und hoffe, euch ab und an mit Blogbeiträgen unterhalten zu können. Bis dahin: haltet die Ohren steif! 🙂

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Reddit, die selbsternannte „Frontpage of the Internet“, lockt täglich Millionen Nutzer auf ihre Startseite. Ich bin einer davon und war deshalb umso überraschter heraus zu finden, dass viele meiner Kollegen die Seite überhaupt nicht kennen, geschweige denn selber nutzen. Dabei erfreut sich der Social-News-Aggregator bereits seit 2005 immer größerer Beliebtheit – auch hier in Deutschland. Hunderttausende Communities mit jeweils tausenden Mitgliedern kommunizieren heute auf der Seite mit Posts, eigenem Content und in den Kommentarbereichen – Tendenz steigend. So hatte das Reddit vor zwei Jahren noch einen geschätzten Wert von rund 500 Millionen Dollar. Dank der Unterstützung mehrerer Investoren in 2016 und 2017 wird der Wert der Webseite heute auf 1,8 Milliarden Dollar geschätzt. Obwohl die exakten Operationskosten für reddit.com nicht bekanntgegeben werden, lassen sich die jährlichen Kosten für die über 400 betriebenen Server der Seite alleine auf circa 3,8 Millionen Dollar schätzen. Hinzu kommen natürlich die über 70 Mitarbeiter des Unternehmens sowie weitere fixe Ausgaben. Die Finanzierung dieser Betriebskosten jedoch wirkt auf so manchen Beobachter rätselhaft. Wie funktioniert also die Geldbeschaffung im Reddit, das immerhin auf Platz 36 der meistbesuchten Webseiten weltweit steht? Die Antwort ist einfach: Investoren, Werbung und Reddit Gold.

Mit Investoren fing alles an

Das Reddit wurde 2005 von Steve Huffman und Alexis Ohanian mit einem Budget von 100.000 Dollar ins Leben gerufen und sieht optisch noch immer so aus als sei sie in den Anfängen des Internets stecken geblieben. Vergleicht man zehn Jahre alte Screenshots mit Bildern der Seite von heute, lassen sich kaum Unterschiede erkennen. Anfangs nur als ein weiteres Nischen-Diskussionsforum für Computernerds abgestempelt, überschritten die täglichen Seitenbesuche schnell die 500.000er Marke, weshalb die Seite nur ein Jahr später für 20 Millionen Dollar vom Condé-Nast-Verlag gekauft wurde. Im Februar 2011 erreichte die Website erstmals 1 Milliarde Aufrufe in einem einzigen Monat und im September desselben Jahres sogar 1,6 Milliarden. Das Reddit wurde daraufhin wieder aus dem Condé-Nast-Verlag ausgegliedert und als reddit.inc weitergeführt. In den darauffolgenden Jahren erhielt die Seite zahlreiche Investments von Unternehmen und Privatpersonen – darunter zum Beispiel vom US-Gründerzentrum Y Combinator, PayPal-Gründer Peter Thiel, Schauspieler und Musiker Jared Leto oder Hip-Hop-Legende Snoop Dogg.

Onlinewerbung muss sein

Nach vier Jahren der kompletten Werbefreiheit entschied sich Reddit Ende 2009 dazu, auch Werbeplätze auf der Seite zu verkaufen. Werbetreibende können seitdem „Self-Served-Ads“ bei einem Tausend-Kontakt-Preis von 5 Dollar bei Reddit kaufen. Kontrolle über die Präsentation und Darstellung der Werbung behält Reddit seinen Werbekunden allerdings vor. Die Anzeigen sind eindeutig als Werbung oder Sponsored Content gekennzeichnet, passen sich aber nahtlos als Posts in das Design der Seite ein. Werbeanzeigen können, wie auch jeder andere Beitrag auf der Seite, up- und downgevoted werden. Sogar die Kommentarfunktion bleibt für Werbung und Sponsored Content meistens aktiviert. Der Verzicht auf auffällige Werbeanzeigen in hoher Zahl führt dazu, dass reddit.com bei den meisten populären Ad-Blockern ge-whitelisted ist. Das bedeutet, dass selbst Nutzer die einen Werbeblocker im Browser aktiviert haben, die unauffälligen Werbeanzeigen auf reddit sehen können. Banner und bewegliche Flash-Werbung waren lange ein absolutes No-Go auf Reddit, mittlerweile bietet der rechte Rand der Startseite aber Platz für zwei bunte Flash-Banner.

Zwei Banner und ein Sponsored Post auf der Reddit-Startseite.

Wie für viele Webseiten sind Werbeanzeigen besonders für das Reddit ein zweischneidiges Schwert. Obwohl sie zur Generierung von Umsätzen essentiell sind, bringen sie zwei spezifische Probleme mit sich. Wie kein anderes soziales Medium ist reddit.com auf die Aktivität und das Wohlwollen der Nutzer – Redditors genannt – angewiesen. Bereits mehrmals gab es, als Reaktion auf die Erweiterung des Werbeangebotes auf der Seite, kleinere Proteste unter vielen anti-kommerziell eingestellten Redditors. Um die Community nicht abzuschrecken oder zu einer Alternative zu treiben, muss die Art und Anzahl der Werbung von Reddit selbst also streng moderiert werden. Das zweite Problem das sich bei Werbeanzeigen im Reddit ergibt, steht in Verbindung mit dem ältesten und wichtigsten Grundsatz der Community: alles und jeder ist anonym. Um einen Nutzer-Account zu erstellen, wird nicht einmal eine E-Mail-Adresse benötigt und es gibt keinerlei Aktivierungsprozesse oder Prüfverfahren um die Echtheit eines Accounts zu überprüfen. Das bedeutet, dass keine Nutzerdaten aufgezeichnet und für personalisierte Werbeanzeigen verwendet werden können. Durch den Verzicht auf Nutzerdatensammlung sowie Banner- und Pop-Up-Werbung mit hohen Tausendkontaktpreisen, ist es für das Unternehmen nahezu unmöglich sich nur durch Werbeeinnahmen zu finanzieren. Die Einnahmen durch mehr Anzeigen zu erhöhen, birgt hingegen die Gefahr langjährige Nutzer abzuschrecken. Es muss also ein Mittelweg gefunden werden, wie Mitarbeiter und Serverkosten bezahlt werden ohne die Grundprinzipien der Seite zu vernachlässigen.

Gold für mehr Geld

Als weitere Maßnahme zur Finanzierung der Seite wurde 2010 das Reddit Gold Feature eingeführt. Eine Premiummitgliedschaft kann für 3,99 Dollar im Monat oder 29,99 Dollar im Jahr erworben und zusätzlich unter den Nutzern für gute Posts und Kommentare verschenkt werden. Das Premiumfeature beinhaltet neben diversen Individualisierungsmöglichkeiten zum Beispiel auch die Möglichkeit alle Werbeanzeigen auf der Seite auszublenden. Das Gold Modell wird außerdem von Unternehmen zum Influencer-Marketing auf Reddit genutzt. Produkte und Services werden Gold Nutzern vergünstigt oder kostenlos angeboten, um die Markenbekanntheit innerhalb der Reddit-Community zu steigern. Es lässt sich vermuten, dass die Seite das Reddit Gold zukünftig gerne als alleinige Finanzierungsmethode positionieren möchte. Ob das funktioniert, muss sich erst noch zeigen.

Ideen die kommen und gehen

In der zehnjährigen Laufbahn des Reddit wurden diverse weitere Konzepte ins Leben gerufen, wie die Einnahmen der Webseite vorangetrieben werden können. So sind beispielsweise offizielle Reddit-Apps auf Android und iOS verfügbar, die wiederum In-App-Advertising und kostenpflichtige Premium-Varianten anbieten. Bis 2015 gab es einen Reddit Marketplace, der Merchandising-Produkte mit dem Logo oder Maskottchen des Unternehmens verkaufte. Die Unterseite Redditgifts veranstaltet Geschenkaktionen zu den unterschiedlichsten Themen und Anlässen – unter anderem findet hier jährlich das größte Weihnachtswichteln der Welt mit über 200.000 Teilnehmern statt. Mittlerweile werden auf Redditgifts aber keine eigenen Geschenkideen mehr angeboten, weshalb auch diese Unterseite nur noch durch Werbeanzeigen und Premiummitgliedschaften finanziert wird.

Fazit

Obwohl das Reddit längst nicht mehr nur eine Nischen-Webseite für Computernerds ist, ist das Management des Unternehmens nicht gerade eifrig dabei, die Monetarisierung der Seite zu maximieren. Mit einer Community, die so essenziell für die Existenz des Reddit ist aber sich gleichzeitig nur sehr zögerlich für große Veränderungen begeistern lässt, scheint es fast so, als wäre mit der Kombination aus Werbung und Reddit Gold bereits die ideale Finanzierungslösung gefunden. Doch der Eindruck täuscht darüber hinweg, dass bei Reddit gerade einiges in Bewegung ist: So ist die Webseite seit dem 1. September 2017 keine Open-Source-Plattform mehr und bietet den Nutzern keine vollständige Transparenz mehr, sich an der Entwicklung der Seite zu beteiligen oder eigene Software mit Reddit-Implementierungen zu programmieren. Bis zum Ende des Jahres soll außerdem ein umfassendes Re-Design des Reddit stattfinden, welches sich sicherlich auch stark mit den Fragen rund um Werbeanzeigen und Sponsored Content beschäftigen wird. Die Zukunft der „FrontPage of the Interenet“ bleibt also ungewiss und die nächsten zehn Jahre der Entwicklung einer der heute beliebtesten Seiten im World Wide Web werden ohne Zweifel mindestens so aufregend wie die letzten zehn Jahre.

von

Hallo Zusammen,

ich bin Felix, 24, und vor gut einer Woche bei cocodibu als Volontär an den Start gegangen. Eine gute Gelegenheit also, mich als frischesten Neuankömmling kurz vorzustellen, meine bisherige berufliche Laufbahn Revue passieren zu lassen und einen kleinen Ausblick auf meine Lebens-Chronik zu geben:

Meine Story beginnt im Münchener Süden, wo ich die ersten 18 Jahre meines Lebens in Unterhaching verbrachte. Danach startete ich in Bamberg mein Studium und nach drei fantastischen Jahren in Oberfranken folgte schließlich das unvermeidbare Comeback in die Landeshauptstadt. Voll bepackt mit haufenweise Lebenserfahrung und einem Bachelorabschluss kam ich also zurück. Zunächst als Praktikant in das Großraumbüro des Süßwarenherstellers Wrigley und danach als Freiwilliger in die kleine Regionalverwaltung der Johanniter Oberbayern. Und jetzt: zu den cocos natürlich.

Bevor ich mich aber in das Feld der Kommunikation und PR verguckt habe, hatte ich noch den ein oder anderen spaßigen Job in anderen Bereichen. Wie die meisten Studenten habe ich zeitweise in der Gastronomie gearbeitet, war in einem Callcenter und an der Tankstelle. Zu den ausgefalleneren Berufen gehört die Zeit in der ich nach der Schule von Tür zu Tür Hakawerk-Waschmittel verkauft habe, Betreuer in einer Kindertagesstätte war und für den Immissionsschutz Lautstärkemessungen bei Rockkonzerten in München durchgeführt habe. Ich war Skilehrer (zugegebenermaßen nur für eine Saison) und als Praktikant in der Redaktion von „Achtung Kontrolle! – Einsatz für die Ordnungshüter“. Ich habe im Bamberger Nachtclub Morph sonntagmorgens zwischen vier und acht Uhr sauber gemacht und bei Wöhrl Jeanshosen gefaltet. Ich habe mit mäßigem Erfolg Englisch-Nachhilfe und Gitarrenstunden gegeben, war Schülerlotse, habe Flyer verteilt und war einer der hartnäckigen Promoter, die vor Bars Rauchern gratis Zigaretten andrehen – „Du musst nur hier deine Daten angeben, weiter nichts…“. Kurzgesagt: Ich habe mich ein bisschen umgesehen.

Doch wieso bin ich nun hier? Sicherlich hat mein Studium in Kommunikationswissenschaft mich in diese Richtung gelenkt, aber ich denke einer der bedeutendste Tage auf meinem Weg in die Welt der digitalen Kommunikation war der erste Januar 2014. An diesem Tag ging mein Fernseher kaputt und ich habe beschlossen, keinen neuen zu besorgen. Vielmehr entschied ich, die linearen Medien hinter mir zu lassen und mich voll und ganz in die digitale Welt zu stürzen. Seitdem heißt mein primärer Unterhaltungssender YouTube und mein wichtigstes Informationsmedium heißt reddit. Die Jobausschreibung für ein Unternehmen, das „Digital Business“ schon im Namen trägt, kam für mich also wie gerufen.

Tja und jetzt bin ich also an einem neuen Schreibtisch angekommen und blicke voller Vorfreude in die Zukunft. Ich hoffe, fürs erste einen passenden Arbeitsplatz für mich gefunden zu haben und freue mich, die Kollegen und Blogleser etwas unterhalten zu können.

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Vor einer Woche startete „Emoji – Der Film“ in den deutschen Kinos. Den kann man jetzt gut finden, muss man aber nicht. Was aber richtig gut läuft, sind Emojis. Das beweist nicht nur gefühlt jede Mama mit täglichen Smiley-gespickten WhatsApp-Nachrichten. Lustige Zeichenkombinationen, die Gesichtern ähneln gibt es schon seit Ewigkeiten: das früheste Emoticon ist übrigens 🙂 – 1982 tauchte es zum ersten Mal auf. Emojis sind sozusagen die Emoticons 2.0. Sie gibt es schon seit Ende der 90er Jahre – aber sie stellen im Gegensatz zu ihren Vorläufern eben richtige Bildchen dar. Heute sind sie aus unserer alltäglichen Kommunikation nicht mehr wegzudenken, oder? 🤓 Sogar der Duden hat das Wort „Emoji“ jetzt offiziell aufgenommen.

Und wenn man die Zahlen betrachtet, kann man davon ausgehen, dass Emojis das nächste Trend-Thema in der Werbung werden 🙈. Laut einer Studie sind die Interaktionsraten auf Instagram-Posts 17 Prozent höher, wenn Emojis genutzt werden. Mittlerweile nutzen über 90 Prozent aller Internetuser Emojis für ihre Kommunikation im Netz.

Vorsicht bei Gemüse

Angesichts solcher Zahlen sollte es für Marken und Unternehmen eigentlich auf der Hand liegen, sich die bunten Bildchen mal ein bisschen näher anzusehen. Allerdings gibt es wie bei allen neuen Marketingformen natürlich auch beim Emoji Marketing einige Stolperfallen, die es zu meiden gilt.

So ist es zum Beispiel nicht wirklich cool, einen gesamten Post mit möglichst vielen Emojis vollzuknallen. Ja, wir haben verstanden, dass Emojis gut sind – aber bitte nicht übertreiben. Und bitte setzt die Emojis nicht nur aus dem Grund ein, dass sie bei den jungen Leuten gerade angesagt sind. Denn das ist ungefähr genauso gekonnt, wie Waschmittel von Influencern in Federbetten bewerben zu lassen.

Aus der Kategorie überflüssig, unpassend und verwirrend: eine Pressemitteilung von Chevrolet.

chevrolet-pressemitteilung

Ist total klar, was gemeint ist, oder? Wer den Code jetzt auf die Schnelle nicht ganz knacken konnte, bekommt hier  die Übersetzung. In diesem Fall wäre weniger aber definitiv mehr gewesen.

In die gleiche Falle tappte auch Goldman Sachs. Die spickten einen Tweet zur Veröffentlichung einer Studie zu Millenials einfach mal mit ein paar total sinnvollen Emojis. Schließlich bewegen sich diese Millenials ja den ganzen Tag im Netz und kommunizieren ausschließlich über Nachrichten mit kleinen Bildchen. Diese Einstellung ging aber ziemlich nach hinten los – und sorgte für viel Hohn und Spott bei Twitter.

goldmansachs-tweet

 

Gerade global tätige Unternehmen tun gut damit, Emoji-Kampagnen möglichst national auszuspielen. Denn viele Emojis haben in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedliche Bedeutungen. Das Emoji, das wir normalerweise als trauriges Emoji 😪 kennen, bedeutet in Japan „schlafen“. Und wo wir gerade bei unterschiedlichen Bedeutungen sind: Vorsicht, bei der Verwendung von Gemüse-Emojis! Denn sagen wir es mal so: wirbt ein Bioladen mit einem Auberginen-Emoji 🍆, wird sich möglicherweise die falsche Zielgruppe angesprochen fühlen.

Emoji Marketing: So geht’s richtig

Ein Beispiel für gelungenes Emoji Marketing kommt von Domino’s Pizza. Die machten ihr Lieblings-Emoji nämlich kurzerhand zum Gegenstand einer interaktiven Werbekampagne. Schickte man auf Twitter ein Pizzastück-Emoji 🍕 an die US-amerikanische Kette, bestellt man automatisch eine Pizza (natürlich vorausgesetzt, man hatte einen Domino‘s Account, in dem der eigene Twitter-Handle hinterlegt war). Für die Kampagne gab es 2015 sogar den Sieg im Titanium Grand Prix in Cannes. Für die faulen Couchpotatoes unter uns ist das eine ziemlich geniale Idee.

Auch ziemlich erfolgreich im Emoji Marketing ist Coca Cola. Das Unternehmen macht immer mal wieder mit eigens kreierten Emoji-Hashtag Kombinationen von sich reden. 2015 waren sie die erste Marke, die auf Twitter einen eigenen Emoji bekam. Posteten User den Hashtag „#ShareaCoke“, erschienen dahinter zwei Glasflaschen im bekannten Cola-Look. Mit Erfolg: Die Kampagne generierte 170,500 Erwähnungen auf Twitter – innerhalb eines Tages.

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Meine Lieblings-Emoji-Kampagne kam zum Filmstart von Deadpool raus. Auf großen Billboards in Städten und an Highways in den USA wurde nämlich folgendermaßen für den Film getrommelt:

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Screenshot: Adweek.com

Zugegeben, es hat ein bisschen gedauert, die Botschaft zu entschlüsseln – aber der Lacher danach war umso größer. Für alle, die keine Lust auf entschlüsseln haben: Die Kombination liest sich auf englisch Dead+Poo+L. Und die frechen Emojis passen perfekt zum Film – denn der ist schließlich alles andere als brav und angepasst.

Generell sind Emojis also eine gute Sache im Marketing. Und sie haben einen riesigen Vorteil gegenüber unserer Schriftsprache: sie werden fast überall verstanden. Außerdem sind sie wunderbare Eyecatcher – und steigern so nachweislich die Interaktion mit Social Media Posts des Unternehmens.
Für diese lohnt sich der Einsatz von Emojis genau dann, wenn ein bestimmtes Emoji mit der eigenen Marke assoziiert wird. Dann fungiert nämlich jeder Nutzer als Markenbotschafter. Das ist vor allem bei großen Marken der Fall – kleine Marken müssen da schon ein bisschen mehr Hirnschmalz in die Kampagnen stecken.