Dass Nutzerorientierung das A und O von Facebook ist, das liegt auf der Hand. Dass angemeldete Nutzer vor diesem Hintergrund analysiert werden, ebenso.

So interessiert nicht nur, bei welchen Bildern und Seiten der Nutzer den weltbekannten „Daumen hoch“ vergibt, sondern auch, welche News und Werbung den Nutzer anhand seines Surf- und Klickverhaltens interessieren könnten. All das und vieles mehr fragt der Social-Media-Riese und versucht sein Angebot sukzessive an die Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Reinen Altruismus kann man dem Unternehmen aber nicht unterstellen. So dient ein interessantes Angebot vielmehr der Attraktivität des Netzwerks, um größtmögliche Datenmengen sammeln und sie für Werbungtreibende nutzen zu können. Doch was sagen die Nutzer dazu?

Daniela Annaberger, Studentin der Hochschule Augsburg, hat die Social-Media-Nutzung ihrer Altersgruppe im Rahmen eines Seminars einmal genauer unter die Lupe genommen. Dafür hat sie 97 Mitstudenten befragt. Unter den Personen waren 53 Prozent Frauen und 47 Prozent Männer – das Altersmittel betrug 22 Jahre. Die Befragung zielte darauf ab, die Studenten nach ihren meist genutzten und weniger genutzten Social-Media-Kanälen zu befragen: Das Ergebnis ist ein ziemlich interessanter Trend, der Facebooks großen Aufwand in Sachen Nutzerorientierung und Nutzergewinnung in Frage stellen könnte.

Aber zuerst einmal eine gute – wenn auch wenig überraschende – Nachricht für Herrn Zuckerberg: Facebook ist mit 97,5% vor YouTube (82,7 Prozent) und Instagram (40,7 Prozent) das am meisten verbreitete Social Medium für die Twens. Weniger gut sieht es dann schon aus, wenn es darum geht, welcher Kanal vermehrt genutzt wird: Mit 34,6 Prozent bieten sich Instagram und Facebook ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Für den Marktführer sprechen die gute Verfügbarkeit über das Smartphone und die hohe Reichweite („alle haben es“).  Sieht ja trotz des Aufkommens neuer Kanäle gar nicht so schlecht aus für Facebook,  möchte man da meinen. Wäre da nicht die Frage nach der verminderten Nutzung gewesen: 48,1 Prozent der Studenten geben an, Facebook mittlerweile weniger zu nutzen, 22 Prozent haben YouTube durchgesurft (geht das?) und jeweils 4,8 Prozent finden Twitter, Xing und Instagram immer weniger reizvoll. Fragt man nach einer Begründung für den Fall des Riesen, so werden uninteressante Inhalte und zu viel Werbung angeführt.

Auch die cocodibu-Jury hat ihr Urteil gefällt: So nutzen wir alle Facebook, YouTube, Instagram und Xing (FYI – bei den Studenten sind es 18,5 Prozent). Müssten wir uns aber für einen Favoriten entscheiden, so geht bei vier von sechs Befragten die Stimme an YouTube, drei Personen zählen Instagram zu ihren Favoriten und Facebook erhält genau wie Snapchat zwei unserer Stimmen. Warum das so ist? Auch hier geben vier aus unserem Team den eintönigen und uninteressanten Facebook-Stream als Grund dafür an, warum Facebooks Alleinherrschaft zu bröckeln beginnt. Eine Kollegin ging sogar so weit zu sagen, Facebook nur noch als Veranstaltungskalender zu nutzen – oops.

Hat Facebook also an seinen Nutzern vorbeianalysiert? Meiner Meinung nach lautet die Antwort – wie sagten Fanta Vier so schön – jein! Nein, da ich seit Monaten bemerke, dass Facebook meine Inhalte filtert und nur noch News ausgewählter Freunde und Pages in meinem Newsfeed anzeigt. Ja, schon, da die bisherige Analyse-Methode insgesamt nicht wirklich zu Gunsten meiner Bedürfnisse ausfällt und es definitiv weiteren Analysebedarf gibt: Es werden News und Statusaktualisierungen meiner „Freunde“ angezeigt, von denen ich nicht einmal wusste, dass wir befreundet sind (eindeutig schuldig!). Verlobt sich eine gute Bekannte mit ihrem Partner, erfahre ich das eher durch  Rauchzeichen als durch Facebook. Der Versuch, das Medium interessanter und ansprechender für die Nutzer zu gestalten, ist, was mich betrifft, eindeutig nach hinten losgegangen. Öffne ich Facebook, so erwartet mich inzwischen eine unüberschaubare Menge an kurzen und langen Videos, sei es von YouTube oder von Werbungtreibenden (bitte keine Eiweiß-Shakes mehr!). Ich sehe unzählige Nachrichten darüber, welcher Bekannte einen „Daumen hoch“ auf irgendeine Spaß-Seite setzt und bin dabei tatsächlich dankbar, dass die obszönen Likes einer meiner „Freunde“ nach ein paar Monaten nun nicht mehr meinen Feed dominieren.

Es bleibt offen, ob Facebook in Sachen Nutzerzufriedenheit noch die Kurve kriegt. Ich für meinen Teil habe unter diesen Bedingungen aber keine Lust, meine Datenspuren zu hinterlassen und schau lieber schöne Bilder auf Instagram.

Anlässlich einer Pressekonferenz zu den neuen DriveSafe Brillengläsern aus dem Hause ZEISS organisierte cocodibu am 4. November in der Nähe von Stuttgart einen kleinen Fahrspaß für Journalisten mit dem ehemaligen Automobilrennfahrer Christian Danner. Danner, der nicht nur Formel 1-Experte und Fahrsicherheits-Profi ist,  sondern auch Testimonial für die neuen Brillengläser von ZEISS, nutzte den Verkehrsübungsplatz in Birkhau für ein spannendes Fahrsicherheitstraining mit den geladenen Gästen.

Location des Events: Der ADAC Verkehrsübungsplatzes Birkhau

„Besonders die richtige Sitzposition sowie die Lenkradhaltung sind wichtige, aber oft vergessene Bestandteile der Fahrsicherheit“, so Christian Danner, der die Sitzhaltung der Gäste ganz genau unter die Lupe nahm.

Die richtige Sitzposition ist ein entscheidender Faktor für das sichere Fahren.

So lernten wir auch, dass es sich bei der „Häschenhaltung“ nicht um eine Position im Yoga, sondern um ein Umklammern der oberen Lenkradmitte mit beiden Händen handelt, welches das starke Einschlagen des Lenkrads in Gefahrensituationen behindern kann.no_rabbits

Nachdem jeder Fahrer seine richtige Position für Gurt, Sitz- und Lenkhaltung gefunden hatte, ging es auf die Strecke. Es galt eine Kreisbahn zu befahren sowie seine Lenk- und Bremskünste im sportlichen Slalom zu demonstrieren. Im Anschluss an  jede Runde gab es Feedback und neue Instruktionen vom Experten, der die Tipps mit einer großen Portion Charme, Humor und Interaktivität an die Fahrer weitergab.

Nach jeder Runde gab es Feedback durch den Experten

Nachdem alle Gäste in den Genuss einer Individualbetreuung durch Christian Danner gekommen waren, wurden die Sonnenstrahlen des letzten goldenen Herbsttages (gut, es folgten dann doch noch einige) sowie leckere italienischen Nachspeisen genossen.

Und dann wurde die Gunst der Stunde für zahlreiche Bilder mit Christian Danner und Fragen rund um den Formel1-Sport genutzt. Da wollte ich natürlich auch nicht vor bleiben.

 

Unsere Volontärin Nadine mit Christian Danner

 

 

 

 

Wo kann man besser tagen, intensiver pauken und schwitzen als im idyllischen Kloster Seeon im wunderschönen Chiemgau? Geschwitzt haben wir wirklich, aber das war wohl eher auf die bajuwarisch weißblaue Himmelsbemalung plus gelbem Heizpilz sowie Christians fast steigungslose, kurze Radlstrecke quer durch den Chiemgau zurückzuführen. Wie auch immer. Beginnen wir von vorn.

Dem organisatorischen Händchen unserer guten Agenturfee Claudia hatten wir zu verdanken, dass wir uns trotz der immensen Mitarbeiteranzahl von 10 Personen überhaupt auf einen gemeinsamen Termin im Sommer einigen konnten. So stopften wir also am Sonntag sämtliches Übergepäck in die Autos unserer Chefs, nachdem alle Mädels noch einmal „den Lippenstift nachgezogen“ und die E-Mail-Weiterleitung eingerichtet hatten. Leicht zeitversetzt sind die Autos dann auch sicher an ihrem Ziel angekommen (derart schöne Landstraßen sind ausschließlich langsam zu befahren!- und mit der Cabrio-affinen musikalischen Untermalung durch AC/DC), bevor es dann schnell auf die Klosterkemenaten ging, um sich „jetzt dann“ unten im schönen Innenhof zum Welcome-Drink zu treffen. Trotz der vagen Zeitangabe haben alle irgendwann ihren Weg zum Treffpunkt gefunden: Ein guter Anlass für ein Beweisbild aller an der Radtour teilnehmenden Personen (dann kann man hinterher besser durchzählen).

 

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das cocodibu-Team 2015

 

Nach rund 12 Bergen (wirklich!), allesamt mit gefühlt 70 prozentiger Steigung, erreichten wir mit letzter Kraft nach 9 Kilometern das schöne Hartseestüberl in Eggstätt. Höchste Zeit für das eine oder andere Radler (sic!), sowie knackigen Blattsalat oder deftigen Schweizer Wurstsalat. Gestärkt und mit der Aussicht auf ein Eis (so ist das, wenn die Mädels in der Überzahl sind) ging es dann Richtung Chiemsee (gar nicht so einfach in Seebruck ein Gelato zu finden) und dann zurück ins Klosterhotel. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass wir mit der Cruiserei auf sage und schreibe 29km Gesamtstrecke gekommen sind (wir sind jetzt noch ganz aus dem Häuschen).

Kollegin Caro im weißen Trikot der besten Nachwuchs-Fahrerin

Kollegin Caro im weißen Trikot der besten Nachwuchs-Fahrerin an einer der vielen Bergwertungen

Die günstige Lage unserer Tagungsstätte erlaubte es dann auch, eine wohlverdiente Abkühlung im Seeoner Klostersee genießen zu können.

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Danach wurde es – wie bei einem Workshop zu erwarten –  stressig. Wir hatten nur 30min Zeit, um uns nach dem Seebad neu herzurichten. Normalerweise brauchen wir wesentlich mehr Zeit allein fürs Föhnen, aber lassen wir das. Schließlich sollten wir uns pünktlich zur Abfahrt zum Abendessen im Innenhof zusammenfinden. Gespeist wurde im 8km entfernten Restaurant Malerwinkel, das nicht nur mit einer grandiosen Lage am Chiemsee, sondern auch mit einer gleichwertigen Auswahl auf der Speisekarte überzeugte.

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Traumhafte Atmosphäre im wirklich pittoresken Restaurant Malerwinkel

Am zweiten Workshop-Tag ging es dann zum gemütlicheren Teil unserer Veranstaltung über. Nach einem ausgewogenem Frühstück im Refektorium fanden wir uns im hauseigenen Seminarraum „Romanus“ ein, um fast wie im alten Rom über tiefgründige Dinge (Wir, der Markt, unsere Medien, unsere Kunden, unsere Zukunft) zu philosophieren. Darunter unter anderem auch die Frage, wie wir folgendes Ergebnis unserer Kundenzufriedenheitsumfrage 2015 noch steigern können (bei Vorschlägen sind wir Montag bis Freitag von 9.00h bis 18.00h zu erreichen, bei Lob auch samstags).

Stefan präsentiert uns stolz das erfreuliche Ergebnis unserer Kundenzufriedenheitsumfrage

Unser Workshop endete nach der romanischen Klausur, was uns dazu zwang, die wunderschönen Hotelräumlichkeiten für die Heimreise zu verlassen.

Wir blicken auf zwei tolle Tage im malerischen Chiemgau zurück, in denen wir viel gestrampelt, diskutiert und gelacht haben (Zur Beruhigung: die einen oder anderen Learnings waren natürlich auch dabei!). An dieser Stelle bedanken wir uns nicht nur bei den Organisatoren des Events, sondern auch bei Petrus, der uns zu keiner Zeit im Stich gelassen hat! Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt – da kümmern wir uns dann aber um die Organisation von E-Bikes ;)!

Nun gibt’s noch was auf die Augen. Völlig unzensiert!

 

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(v.l.n.r.) Taisija, Caro, Steffy, Sibylle

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(v.l.n.r die coco-Volos) Nadine, Taisija, Caro

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Maren und Franzi

Der wohl erfolgreichste Periscope-Livestream in Deutschland bisher: Die PK-Übertragung des BVB zm Ausstieg von Jürgen Klopp. Foto: BVB/Screenshot

Der wohl erfolgreichste Periscope-Livestream in Deutschland bisher: Die PK-Übertragung des BVB zm Ausstieg von Jürgen Klopp. Foto: BVB/Screenshot

Am Arbeitsplatz sitzen, das Handy neben sich, und (gemeinsam mit bis zu 600 Usern) die Pressekonferenz zum Ausstieg von Jürgen Klopp bei Borussia Dortmund im Live-Stream verfolgen. Faszinierende Sache. Oder: Sich mal eben von SPON-Netzwelt Reporter Matthias Kremp in zehn Minuten in bewegten Bildern auf dem Smartphone seine Erfahrungen mit der Apple Watch schildern lassen. Alles kein Problem, und mit maximal drei Klicks nutzbar durch den LiveStreaming-Dienst Periscope. Und: Periscope ist nicht alleine, der Wettbwerber heißt Meerkat (engl. für Erdmännchen).

Aber beginnen wir von vorne: Anfang 2015 wurde den Twitter-Usern  in aller Welt mittels Meerkat eine völlig neue Form des Video-Micro-Bloggings eröffnet. Fortan konnte man nicht nur Tweets senden, Videos hochladen und retweeten, sondern auch seine Follower mit einem Live-Stream des eigenen Smartphones in Real-Time über persönliche Geschehnisse auf dem Laufenden halten. Jetzt mag manch einer gähnen: „Was bringt mir diese Funktion im Vergleich zum gewohnten Versenden von Videos?“. Eine ganze Menge sogar! Meerkat lässt jeden, der die App im App-Store herunterlädt (Geduld, liebe Android-Nutzer), zum Echtzeit-Reporter werden. Nach einer kurzen Betitelung des folgenden Live-Streams und der Bestätigung des Kamera-Buttons innerhalb der App, wird ein Link zum Stream direkt an die Twitter-Follower geschickt. Interessierte Follower können also in Echtzeit am aktuellen Geschehen teilnehmen. Der Clou: Dank der eingebauten Kommentarfunktion, können die Zuschauer mittels Anmerkungen, Fragen etc. direkt auf das Video oder den Filmenden Einfluss nehmen. Stört den Nutzer also die Kamera-Einstellung, so dürfte das Problem durch einen Kommentar und einen einsichtigen „Kameramann“ schnell gelöst sein. Beinhaltet der Stream ein Gespräch wie zum Beispiel ein Interview, so kann man als Zuschauer die Fragen in abgetippter Form live senden. Cool oder?

Genau das hat sich Twitter auch gedacht…

… und startet mit der für 100 Mio. Dollar aufgekauften App Periscope sogleich einen Angriff auf Meerkat. Mit Periscope und zahlreichen erweiterten Funktionen im Vergleich zum Kontrahenten stößt nun auch die Twitter-eigene App allmählich auf großen Zuspruch in der Community. Periscope erlaubt dem Nutzer nämlich nicht nur das Video live zu streamen, sondern es ebenso bis zu 24h zu speichern. Im Home-Bereich der App werden nicht nur die aktuellen Streams der eigenen Zwitscher-Freunde angezeigt, sondern auch alle anderen gerade laufenden Streams. Gefällt einem das Video, so drückt man ganz in Instagram-Manier mittels eines Finger-Tips auf das Video seinen Zuspruch für das Gesehene aus. Die Folge ist eine Herzerl-Wolke, die die positive Resonanz auch bei den anderen Zuschauern verbildlicht. Periscope dürfte den Wettbewerber aber nicht nur wegen der Updates, zum Beispiel der Schutzfunktion gegen feindliche Kommentare, zahlen- und usermäßig bald überholen. Die bessere Streaming-Qualität und die höhere Datenrate, dürfte ihnen dabei auch positiv in die Karten spielen.

Twitter überlässt trotz vermeintlich technischer Überlegenheit in diesem Duell jedoch nichts dem Zufall und hat dem Antipoden gleich einmal neue Spielregeln diktiert: Twitter hat Meercat gegenüber die offene Programmschnittstelle API, die das Auslesen von Nutzerdaten bei Twitter bisher erlaubte, gekappt. Meerkat-Usern ist es also fortan nicht mehr möglich, die Live-Streams automatisch an die eigenen Twitter-Kontakte zu senden.

Richard Gutjahr hat den Konkurrenzkampf visualisiert (Quelle: www.gutjahr.biz)

Richard Gutjahr hat den Konkurrenzkampf  der beiden Apps visualisiert. (Quelle: www.gutjahr.biz)

Video-Live-Streaming über Twitter eröffnet für Unternehmen faszinierende Möglichkeiten: Pressekonferenzen können so einfach für nicht anwesende Journalisten übertragen werden. Live-Berichte von Markenevents sind genauso denkbar wie kurze Blicke hinter die Kulissen. Gestern streamte ein User auf Periscope gleich mal eine Predigt aus dem Mailänder Dom. Und damit sind wir – typisch deutsche Bedenkenträger – beim Problem der Live-Streamerei angelangt: den Urheberrechten. Denn seitdem Mitte April vier bisher unveröffentlichte Folgen der US-Kultserie „Game of Thrones“ live gestreamt wurden, befürchten Produzenten und Urheber weltweit die massenhafte Verletzung von Copyrights. Die  Landesmedienanstalten haben bereits die Frage in den Raum gestellt, ob auf Live-Streams Rundfunkgebühren zu erheben sind. Schließlich könne bei einer Followerzahl von über tausend Usern nicht mehr wirklich von einer Vervielfältigung des Materials im privaten Sinne gesprochen werden.

Mal schauen, was die Juristen so ausbrüten. In der Zwischenzeit können Marken munter mit Meerkat oder Periscope und den vielfältigen Möglichkeiten des Easy-Live-Streamings experimentieren.

München, 01. April 2014 – Wenn am 24. April der Verkauf der Apple Smartwatch in Deutschland startet, wird es eine besondere Health-Anwendung zum Start geben: die Apple-App. Nach dem Motto „An Apple a day, keeps the doctor away“ misst die Apple-App, wie häufig der Träger der Uhr pro Woche Äpfel isst. Gemessen wird der Konsum dabei vollautomatisch über den Pektin-Spiegel im abgesonderten Hautschweiß. Entwickelt hat die App die Münchner Digitalagentur cocodibu.

4 Äpfel

© Klaus Eppele

Pro Woche werden in der Apple-App sieben Äpfel auf dem Display der Smartwatch dargestellt. Dabei kann der User selbst wählen, welche der zur Auswahl stehenden sieben Sorten (Boskop, Elstar, Golden Delicious, Granny Smith, Jonagold, Pink lady, Topaz) angezeigt werden sollen. Wird ein Apfel im realen Leben gegessen, mutiert der Apfel auf der Anzeige zum Apfelbutzen. Wer weniger als die Hälfte der Äpfel pro Woche zu sich nimmt, erhält einen automatischen Apple-Alert. Wer fleißig is(s)t, wird hingegen belohnt: Ähnlich, wie man es bereits von bekannten deutschen Bonusprogrammen kennt, sammelt man auch bei der „Apple-App“ wertvolle Punkte, alias Kerne, die man bei zukünftigen Einkäufen in teilnehmenden Obst-und Lebensmittelläden einlösen kann.

„Unsere App ist nicht nur für Apfel-Liebhaber ein Muss. Auch Fans gesunder Ernährung bekommen mit der Apple-App eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Health-Angeboten“, erläutert cocodibu-Geschäftsführer Christian Faltin. Derzeit, so Faltin, werde noch mit bekannten Obstanbau-Gebieten über eine Lizenzierung der Apple-App verhandelt.

Der Apfel ist ein wahres Multitalent unter den Obstsorten. Er enthält über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente, reguliert Wasserhaushalt und Darmtätigkeit und kann den Cholesterinspiegel senken.

Die Apple-App wird ab dem 24. April zum Preis von einem Kilo Äpfel im App-Store erhältlich sein.

Mit „Hello“ begrüßt Firefox seine Nutzer seit kurzem mit einer neuen Form der Videotelefonie – und jagt der Konkurrenz damit einen mächtigen Schrecken ein. Ganz ohne Voranmeldung, Download oder Registrierung mit seinen wenig technik-affinen Verwandten ein Videotelefonat führen – das ist ein lang gehegter Wunsch aller, deren potentieller Videotelefonie-Partner weder im Besitz eines Google+-Kontos ist, noch fähig zu sein scheint, das Log-In für Skype im Kopf zu behalten. Mit „Hello“ stellen Firefox und Telefonica ihren Nutzern nun ein Tool zur einfachen Videotelefonie zur Verfügung.

 

FireFox Hello

FireFox Hello

Das Besondere: Um via „Hello“ mit seinem Gesprächspartner über das Internet zu telefonieren, muss lediglich die  aktuelle  Version des Firefox Browsers installiert sein. Eine Voranmeldung oder Registrierung ist im Gegensatz zu den anderen Anbietern nicht nötig. Man wählt lediglich im Menü-Reiter die Funktion „Hello“ aus, wodurch sich automatisch ein Link öffnet.  Möchte man ein Telefonat starten, so kann man den Link gleich innerhalb dieses Fensters per Mail an den gewünschten Gesprächspartner senden oder man kopiert diesen, um selbstständig  einen anderen Sendungsweg zu veranlassen. Erhält der gewünschte Gesprächspartner den Link, so genügt ein Klick auf den selbigen und auf die Zugriffsberechtigung von „Hello“  für Kamera und Mikrofon. Dabei ist für eine Annahme des Telefonats auf Seiten des Empfängers nicht einmal Firefox vonnöten. Man braucht lediglich einen kompatiblen Browser. Kompatibel ist ein Browser, wenn er WebRTC (Real Time Communication) unterstützt: Diese Technologie erlaubt Kommunikation zwischen verschiedenen Browsern ganz ohne Software und ist bisher bei Google Chrome, Firefox und Opera zu finden.

Mit „Hello“ starten Firefox und Telefonica einen Angriff auf die etablierten Anwendungen für Videotelefonie. Sei es MSN, Skype oder Google + Hangouts – all diese Anbieter fordern eine vorherige Anmeldung bzw. Registrierung, damit der Nutzer in den Genuss der Sprach-, Chat- oder Videofunktion kommen kann. Bei Firefox ist eine Registrierung  lediglich notwendig, wenn man die erweiterten Funktionen von „Hello“,  wie zum Beispiel ein Adressbuch, nutzen möchte. Dieses erlaubt dann, die Kontakte zu listen, zu verwalten und ihnen Mail-Adressen sowie Profilbilder zuzuweisen. Der Vorteil: Mit nur einem Klick sind die im Adressbuch aufgelisteten Kontakte zu erreichen. Möchte man als registrierter und eingeloggter Nutzer zeitweise nicht erreicht werden, so bietet das Statusmenü auch den „Bitte nicht stören“-Modus.

Da fragt man sich natürlich, wo der Haken ist. Und ja, es gibt einen: Eine einfache Funktion zum Senden von schriftlichen Nachrichten gibt es in der anmeldungsfreien Version von „Hello“ nicht. Fans von Apps oder einer mobilen Nutzung schauen ebenso in die Röhre – die Beta-Version der Anwendung ist bisher nur in der Desktop-Version verfügbar. Außerdem bieten Skype und Co. im Gegensatz zu „Hello“ die Möglichkeit, Gruppen-Gespräche zu führen, Videonachrichten zu verschicken, kostengünstige Festnetzanrufe zu tätigen oder im Rahmen der kostenpflichtigen „Skype-In“-Funktion, weltweit externe Anrufe entgegennehmen zu können.

Alles in allem sind die etablierten Anbieter mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten gerade für exzessive Nutzer dieser Funktion die attraktivere Alternative. Jedoch dürften sich vor allem jene Nutzer freuen, die eine Anmeldung aus Datenschutzgründen generell eher vermeiden möchten. Firefox versichert seinen Nutzern, Browser-Informationen für die Herstellung der Verbindung lediglich verschlüsselt zu versenden und diese nach der Beendigung gleich wieder zu löschen. Ein Update der Beta-Version im Februar 2015 brachte schließlich die Screensharing-Funktion mit sich – man darf also gespannt sein, inwiefern Firefox und Telefonica den bequemen und unverbindlichen Service weiter ausbauen werden.

Jetzt geht’s los: Nach meinem Studium der Kommunikationswissenschaft und der Psychologie in München, starte ich als kölsches Mädsche endlich in das RICHTIGE Münchner Agenturleben. Vorbei die zahllosen Stunden des Grübelns über Theorien und Gegentheorien – mit dem Volontariat bei cocodibu wird ab sofort das gesammelte Wissen in die Tat umgesetzt.

Nadine Dübbel - PR Volontärin bei cocodibu

Nadine Dübbel – PR Volontärin bei cocodibu

Verantwortlich für mein großes Interesse für die Branche war ein mehrwöchiges Praktikum in der wunderschönen Provence. Dort hat sich bei mir nicht nur die Liebe zu Frankreich, dem guten Essen und der französischen art de vivre entwickelt, sondern ebenso der Drang in die PR. Sehr jung und – zugegebenermaßen – des südfranzösischen Slangs noch nicht ganz mächtig, wurde ich mit der Bedeutung und den Herausforderungen einer guten Öffentlichkeitsarbeit für ein Start-Up-Unternehmen konfrontiert. Seither standen mein Interesse für die PR fest und folglich auch der Entschluss für das Studium der Kommunikationswissenschaft. Dass es mich dann vom (auch sehr schönen) Rheinland nach München gezogen hat, liegt an den zahlreichen Möglichkeiten, die eine dynamische Stadt wie München abenteuerlustigen und lebensfrohen jungen Menschen –  gerade auch im wachsenden Online-Kommunikationsbereich –  bietet. Deshalb freue ich mich jetzt auf eine erfahrungsreiche Zeit mit tollem Teamwork und spannenden Herausforderungen – offline wie auch online – als Volontärin bei cocodibu.

#losgehts!