„Ich bin bis einschließlich 27. August  nicht in der Agentur.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Krüger“

Diese hoch emotionale Antwort bekommen derzeit alle, die unserem Geschäftsführer Stefan Krüger eine Mail schreiben. Nicht nur Stefan ist in Urlaub. Wir befinden uns gerade mitten in der Abwesenheitsnotiz-Hochsaison und man hat als Mail-Verfasser das Gefühl, der einzige Mensch weit und breit zu sein, der seine Tage vor dem Computer fristen muss. Beinahe jede gründlich durchdachte, strategisch wertvoll aufgebaute Mail, wird mit einer automatischen Antwort gekontert – nicht selten mit dem Zusatz „ggf. komme ich nach meiner Rückkehr auf Sie zu“. Und man munkelt, es gäbe auch Menschen, die kategorisch alle Nachrichten löschen, die sie während ihrer Abwesenheit erreichen. Manche geben sogar offen zu, keine einzige davon zu lesen! Na, das sind ja glänzende Aussichten!

Während die Daheimgebliebenen sich also in ihrem Fernweh, das sich mit jeder empfangenen Abwesenheitsnotiz ins Unermessliche steigert, suhlen, lacht sich so manch ein urlaubender Absender ins cocktailbestückte Fäustchen: Schmort doch vor eurem PC, ihr Nervensägen!

Quelle: Pinterest

Ein bisschen was zu Lachen, gibt es aber auch für diejenigen, die bei den hohen Temperaturen nicht im Pool, sondern am Schreibtisch sitzen, denn einige Abwesenheitsnotizen haben es in sich. Es folgt nun eine kurze Typologie:

Ab ǀ  we ǀ sen ǀ heits ǀ no ǀ tiz, die; [aus d. neuarbeitsdeutschen]; (Plur. Abwesenheitsnotizen) beschreibt die meist unter Urlaubsvorfreude eingestellte Nachricht, die Verfasser von elektronischer Post in Kenntnis setzen soll, dass der oder die Angesprochene die Nachricht in einem bestimmten Zeitraum nicht lesen wird und gerade mit wesentlich Besserem beschäftigt ist.

So ähnlich könnte ein Lexikon-Eintrag für die Abwesenheitsnotiz klingen. Zu beachten ist dabei außerdem, dass die automatische Nachricht einige Hindernisse in den Weg legt und viel über deren Absender aussagt:

  1. Melden Sie sich gerne wieder bei mir … in einem Jahr

Hat nicht jeder schon einmal eine Abwesenheitsnotiz bekommen, die einen – rein physikalisch gesehen – vor eine Raum-Zeit-Herausforderung gestellt hat? Da wird aus dem Jahr 2017 gerne mal 2016 – beam me up, Scotty – oder man erhält am 22.08. die Nachricht, die betreffende Person sei bis einschließlich Juli im Urlaub … Das muss ja dann eher eine Weltreise sein. Wahrscheinlicher ist aber eher der Fall, dass derjenige vergessen hat, die Abwesenheitsnotiz einfach wieder auszuschalten. Shit happens! 🙂

  1. Schrödingers E-Mail

Wohl so ziemlich jeder, der einmal Big Bang-Theorie gesehen hat, kennt Schrödingers Katze. Selbiges Prinzip kann man auch auf Bankkonten („So lange ich mir keinen Kontoauszug hole, ist mein Konto auch nicht leer“) anwenden – oder eben auch bei Abwesenheitsnotizen und zwar nach dem Motto: „Ich bin zwar EIGENTLICH nicht da, aber ab und zu schaue ich in meine Mails – nur um sicher zu gehen.“ Da stellt sich die Frage: Ist der Abwesenheitsnotizler nun erreichbar oder nicht?

  1. Den Ersatzansprechpartner erreichen Sie mit Passierschein A38

Wer liebt sie nicht, die Passierschein A38-Szene aus „Asterix erobert Rom“? Genau wie die beiden Comic-Helden „im Haus, das verrückt macht“, kommt man sich auch manchmal vor, wenn man versucht einen anderen, vertretenden Ansprechpartner zu finden, nachdem man eine Abwesenheitsnotiz erhalten hat. Das passiert nämlich immer genau dann, wenn Absender A, Ansprechpartner B in der Mail als Ersatz nennt und dann ausgerechnet Ansprechpartner B den Absender A als Urlaubsvertretung für denselben Zeitraum angibt. Die Verwirrung ist ihrem Höhenpunkt und man fragt sich, ganz wie Obelix: „Wer soll sich denn da zurechtfinden?“.

  1. Her Majesty Elizabeth the Second, by the Grace of God, of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and of her other realms and territories Queen, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith – oder 3. Person Singular

Wie man in seiner Abwesenheitsnotiz ebenfalls heraussticht? Wenn man sich mal ganz blaublütig gibt und kein flapsiges „ich“ benutzt – das kann ja schließlich jeder –, sondern einfach mal in der dritten Person von sich spricht: „Wir sind nicht da!“. Ganz unvermittelt zieht so ein Hauch von Glamour auf, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

  1. Der mehrsprachige Abwesenheitsnotizler von Welt

Ehrfürchtig blicken wir mit unseren hauptsächlich nationalen Kunden und Kontakten auf die Personen, deren zwei- oder fünf(!)sprachige Abwesenheitsnotizen uns erreichen. Mensch, denken wir uns, E-Mail-Verkehr mit der ganzen Welt müsste man haben. Dann könnte man auch endlich mal ein schönes „Dear all“ in die Nachricht schreiben.

  1. FNK – Freie Nachrichten Kultur

Jeder hat ja so seine eigenen Gründe für die Abwesenheitsnotiz: Manche urlauben auf Balkonien, am Strand von Bali, auf einem norwegischen Postschiff oder nutzen die freie Zeit für Praktisches, Umzüge oder Renovierungsarbeiten am Haus. Einige ziehen dann sogar blank und lassen auch die Mail-Absender an ihren Urlaubsfreuden teilhaben. Manche bitten den Leser sogar um mentale Unterstützung beim Angeln an der Nordsee (Ein paar Flundern wären nett) oder hoffen auf gute Wellen in Portugal. Man stellt sich das Gegenüber prompt in Watthosen und Gummistiefeln oder im hautengem Neoprenanzug vor – ob man will oder nicht. Einen Vorteil hat die FNK-Notiz: Man sammelt die unterschiedlichsten Urlaubsideen – ganz ohne Mérian, National Geographic und Co.

Hat man all diese Punkte gelesen, kommt man zu dem Schluss, dass Stefans Abwesenheitsnotiz ein gelungenes Meisterwerk ist – nicht zu viel, nicht zu wenig, auf den Punkt – die wortgewordene Essenz eines langjährigen Journalistenlebens. Oder das kleine Schwarze unter den Abwesenheitsnotizen. In diesem Sinne, wünschen wir: schöne Ferien, viel Freude und Entspannung und möge Sie Muse bei der nächsten Abwesenheitsnotiz küssen!

Im Dezember hat das gesamte cocodibu-Team ja schon einen Einblick in seine Office-Playlists gegeben. Jetzt wird es noch persönlicher: Wir verraten unsere Klingelton-Dauerbrenner, schließlich offenbaren diese ja eine Menge über den Smartphone-Besitzer. Den Anfang machen Marvin und Verena.

Marvin – Titelsong „Parks and Recreation“

Mein Klingelton ist seit Jahren der Titelsong meiner Lieblingsserie Parks and Recreation. Die Comedy-Serie erinnert stark an The Office und begleitet eine Gruppe Beamter in der amerikanischen Provinz. In Deutschland lief die Serie mit mäßigem Erfolg, wahrscheinlich kann man sich hier einfach nicht vorstellen, dass Beamte lustig sein können. Können sie aber, zum Beweis einfach mal Ron Swanson bei Youtube eingeben. Vielleicht steht Parks and Recreation der große Durchbruch hier auch noch bevor, schließlich hat mit Chris Pratt einer der Darsteller in Hollywood mittlerweile den großen Durchbruch geschafft.

Der Song selbst ist ein lockerer Jingle ohne Vocals, ein typisches Serien-Intro eben. Gut gelaunt, aber unaufdringlich, genau richtig für die S-Bahn. An dieser Stelle ein kleiner Insider-Tipp für alle Klingelton-Amateure: Wählt als Rufton niemals euren Lieblingssong – denn egal wie cool er ist, über Handylautsprecher hat er das Swagniveau von Sandalen mit Socken.

Verena – Should I Stay or Should I Go

Im Moment habe ich keinen richtigen Klingelton, sondern eine eher uninspirierte Melodie aus der Klingeltonliste meines Handys. Dieser Blogbeitrag ist aber ein guter Anstoß, um aus dem Klingelton-Einerlei auszubrechen und endlich wieder einen richtigen Song durch die S-Bahnen dieser Welt schallen zu lassen. Schließlich muss ich mir auf meinem Arbeitsweg oft genug „Lieder“ anhören, die sich auf einer Skala zwischen Barbie Girl und You’re beautiful befinden. Man ahnt: Meine Mit-Pendler sind nicht die Zurechnungsfähigsten unter den Musikfans.

Grund genug für mich, den Spieß umzudrehen und anderen meine Musik auf‘s Auge – oder eben Ohr – zu drücken. Ich entscheide mich für Should I Stay or Should I Go von The Clash. Das Lied ist eines meiner absoluten Gute-Laune-Lieder und eine meiner ersten Berührungen mit Punkmusik, an die ich mich erinnern kann. Die Riffs zu Beginn, das „Wuu!“ und der frühe Text eignen sich perfekt als Klingelton. Ich bin nämlich nicht die Schnellste, wenn es um das Annehmen von Anrufen geht (natürlich nur privat!). Meistens merke ich das Handy erst, wenn es schon zu spät ist.

Ähnlich wie bei Marvin, erinnert mich das Lied außerdem an eine meiner Lieblingsserien: Stranger Things. Der Song Should I Stay or Should I Go spielt in der Serie eine kleine Nebenrolle und ist immer wieder zu hören.

Chatbot ZeichnungZum 1. April haben wir ja unseren eigenen Chatbot „Chad Bott“ gelauncht.  Das ist ein guter Anlass einmal den Blick auf das vielseitige Chat-Bot-Angebot der Konkurrenz zu werfen und die Tasten glühen zu lassen. Die letzten Tage habe ich mir Tipps geben lassen, gequizzt, Rezepte vorschlagen lassen, mich über aktuelle Nachrichten informiert, anderen Menschen beim Treffen von Entscheidungen geholfen, mir Flüge und Outfits vorschlagen lassen, immer wieder „Los geht’s“ geklickt oder „Hallo“ geschrieben und bin mir dabei irgendwie immer vorgekommen wie im Gespräch mit meinem Freund während ein Bundesliga-Spiel im Fernsehen läuft. Die Antworten kamen entweder gar nicht,  stark verzögert oder beantworteten meistens gar nicht die gestellte Frage. Natürlich gibt es einige Ausnahmen, die wirklich Spaß machen oder hinter denen Idee und Umsetzung nicht nur stimmen, sondern auch einen Mehrwert bieten. Für den Großteil der Chatbots trifft das aber nicht zu.

Besonders im letzten Jahr haben immer mehr Unternehmen ihre eigenen virtuellen Assistenten präsentiert. Chatbots sind aber keine Erfindung des Jahres 2016. Der erste Chatbot erblickte schon 1966 die Welt, Name: Eliza. In ihrem Können ist Eliza sehr eingeschränkt, Spaß macht eine Therapiestunde mit ihr aber trotzdem. Die Mutter aller Chatbots ist nämlich Psychotherapeutin. Namensgeberin ist die Blumenverkäuferin Eliza Doolittle, aus dem Stück „Pygmalion“ von George Bernard Shaw, die nur durch sprachliche „Erziehung“ durch den Professor Henry Higgins zu einer Herzogin gemacht wird. Joseph Weizenbaum, Elizas Erfinder, wollte Mensch und Computer erstmals in natürlicher Art und Weise kommunizieren lassen – aus der elektronischen Datenverarbeitungsanlage eine Therapeutin machen.

Heute können Chatbots schon mehr: Sie spielen in Echtzeit Informationen aus, schicken personalisierte Bewegtbilder oder leiten den Kunden durch den Einkauf im Webshop. Hier sind drei Beispiele für Messenger-Bots, bei denen sich eine Nachricht durchaus lohnt:

  1. Der Bote der Sparkasse alias Der Rüpel unter den Boten
Screenshot Facebook Sparkassen-Bot

Screenshot Facebook

Um die Bezahl-App Kwitt zur bewerben, schickte die Sparkasse Anfang Februar ein äußerst sympathisches Kerlchen los. Der muskelbepackte, tätowierte Riese mit der Türen-Allergie soll Freunde daran erinnern, Schulden zu begleichen oder sich einfach mal wieder zu melden. Anhand von festen Auswahlmöglichkeiten wird man durch das virtuelle Auftragsgespräch geleitet. Besonders lustig dabei: Der Chatbot macht auch Autokorrektur-Fehler, regt sich dann über das Ergebnis auf („Alles klar, Schulden eintreiben is mein Spekulatius. F*** Autokorrektur Spekulatius = Spezialgebiet“) und hat das ein oder andere derbe Schimpfwort in petto. Diese nonchalante Art ist einfach sympathisch, zumal der Chatbot von einer Sparkasse kommt und die ja nicht gerade bekannt dafür sind besonders lässig zu sein.

Nachdem der Chatbot die Summe der Schulden und den Vornamen des Sünders erfragt hat, klopft er noch schnell einen Spruch über genau diesen („HAHA!!! Ich hatte mal n Schmusekätzchen, das hieß auch so.“) und erstellt ein personalisiertes Video, bei dem man als Schuldeneintreib-Auftraggeber auch noch die Möglichkeit hat, eine persönliche Nachricht zu hinterlassen. Schließlich gibt es noch ein GIF vom Boten und dann ist das Video auch schon fertig. Im Video wütet der Koloss durch ein Haus, bricht durch die Wand und fordert den Schuldner mittels passendem Tattoo auf, das Geld endlich zurückzugeben, natürlich über die Sparkassen-App. Als der Bote dann das Handy mit geöffneter App in die Kamera hält, ruft Mutti an und der Muskelprotz wird ganz kleinlaut. Das Video kann ich dann an denjenigen schicken und teilen.

Das ist selbstironisches, gelungenes Storytelling und macht einfach Spaß! Im Gegensatz zu anderen Bots hatte ich hier das Gefühl mit einem echten Schuldeinetreiber-Hulk zu chatten – auch wenn die Konversation von meiner Seite hauptsächlich aus der Auswahl von Antwortmöglichkeiten bestand. Das nehme ich aber gerne in Kauf, wenn das Ergebnis so gut ist.

  1. Lufthansa Best Price Mildred alias Die nette, aber ein bisschen verpeilte Reisebüro-Angestellte
Screenshot Facebook Lufthansa Chatbot

Screenshot Facebook

Bei diesem Chatbot hat mir die Idee besser gefallen als die tatsächliche Umsetzung. Mildred, die Assistentin mit den lila Haaren, hilft per Facebook-Messenger passende Lufthansa-Flüge zu finden. Zum Test habe ich nach Flügen von München nach London und zurück gesucht. Allerdings scheint Mildred ein bisschen verplant zu sein und umgeht dann gerne wichtige Fragen, wie „Wann möchtest du nach London fliegen?“. Mildred sucht nämlich einfach nach dem einen, billigsten Flug in den nächsten 12 Monaten mit einer Aufenthaltsdauer von einer Woche. Das ist zwar nett, aber in der Wirklichkeit oft schlecht umsetzbar. Schließlich schwebt einem meistens schon ein konkretes Reisedatum mit Hin- und Rückflug vor, Städtetrips dauern auch gerne mal nur ein paar Tage statt einer ganzen Woche. Schlägt man Mildred dann einen anderen Monat für die Reise vor, hat sie auch schon wieder das Reiseziel vergessen und macht aus „London“ ganz fix – wieso auch immer – „Karlsruhe“.

Positiv war aber, dass sie mir nachdem ich noch einmal gesammelt „München – London Mai“ eingegeben habe, tatsächlich sehr günstige Hin- und Rückflüge ausgespielt hat – verkürzen von sieben auf 4 Tage, das hat sie allerdings nicht geschafft.

Bei diesem Bot finde ich die Idee toll und das Vorhaben sehr rühmlich den Fluggästen diesen Service zu bieten. Findet man den Flug passend, leitet sie einen sofort zur Buchungsseite weiter und wenn ich Glück habe, hat der ganze Prozess dann nur rund fünf Minuten gedauert. Natürlich kann ich das auch einfach über die Website machen, einen Flug über einen Chatbot zu buchen, ist aber trotzdem eine nette Abwechslung.

  1. Tommy Hilfiger alias Hipp, hipper, happy shopping!
Screenshot Facebook Tommy Hilfiger Facebook

Screenshot Facebook

Ein besonders gutes Beispiel für einen eCommerce-Chatbot ist der von Tommy Hilfiger. Wer keine Zeit hat, die neusten Teile im Laden zu bestaunen und genervt ist vom Durchklicken durch die Website, der ist hier richtig. Die drei Menü-Optionen „Shop Collection“, „Find your New Look“ und „Customer Service“ sind auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten. Besonders gut fand ich die Option „Find Your New Look“, hier werden anhand von fünf Fragen zum persönlichen Style und Anlass drei unterschiedliche Look-Vorschläge gemacht. Bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden oder habe unterschiedliche Anlässe, kann ich die Suche auch wieder modifizieren.

Der Chatbot ist zwar auch hier relativ beschränkt in seinen Fähigkeiten und mein Shopping-Verhalten wird er zwar nicht für immer verändern, eine coole Aktion für die User ist es aber trotzdem.

Spiel, Spaß und wenig Revolution

In den letzten Wochen habe ich ziemlich oft gelesen, dass Chatbots die Kommunikation mit dem Kunden  grundsätzlich verändern werden. Das mag in ferner Zukunft so sein, aktuell funktionieren die virtuellen Assistenten aber noch viel zu ungenau und ersetzen nicht den Besuch der jeweiligen Websites oder den Kontakt mit echten Menschen.

Aktionen wie virtuelle Steuereintreiber sind Gags, die den Büroalltag versüßen und Marken die Möglichkeit geben, eine andere Seite von sich zu zeigen. Eine Revolution sieht aber anders aus.

P.S.: Für alle, die noch mehr über Chatbots wissen wollen und Interesse an einem richtig guten Nachrichten-Bot haben, gibt es nächste Woche einen Blog-Beitrag über Resi von meiner Kollegin Esther.

In unserer Blog-Reihe „My way to cocodibu“ befragen wir regelmäßig Kolleginnen zu ihrem Volontariat bei cocodibu. Heute berichtet Verena von ihrem Einstieg in die PR-Welt. Verena studierte Germanistik und Buchwissenschaft und gehört seit September 2016 zu unserem Team.

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1. Warum hast du Dich bei cocodibu beworben?

Während meines Master-Studiums – eher etwas Ausgefallenes nämlich Buchwissenschaft (Verlagspraxis) –  und den dazugehörigen Praktika, merkte ich, dass mir Pressearbeit Spaß macht und meinem Naturell entspricht: Ich bin sehr kommunikativ, und ich bringe Themen auch gerne zu Papier.

Als ich dann kurz vor Beginn der Masterarbeit in minimale Bewerbungspanik verfiel, konterte ich mit einer ausführlichen Online-Recherche, stieß dabei unter anderem auf cocodibu und war gleich hin und weg. Der Blog, der mit genau solchen Beiträgen, wie den, den ich hier gerade schreibe, direkt meine Fragen als PR-Einsteigerin beantwortete, das Video mit Augenzwinkern und die Themen der Agentur, das alles gefiel mir sehr gut.

Die Frage war nur, ob ich mit meinem bisherigen, eher verlagsgeprägtem Lebenslauf auch auf das Profil der Agentur passen würde. Wer sich gar nicht erst bewirbt, der hat die Chance aber bekanntlich schon verpasst, also schickte ich initiativ eine Bewerbung ab – mit Erfolg!

2. Wie war Dein Bewerbungsgespräch?

Mein Bewerbungsgespräch war sehr angenehm und der Einstieg eher ungewöhnlich – es ging nämlich um meine musikalischen Vorlieben (Ich höre am liebsten Rock- und Punk, gerne älter als ich.). Das war ganz anders als meine bisherigen Vorstellungsgespräche und so sympathisch, dass ich das Vorstellungsgespräch für den nächsten Tag gleich absagte. Vielleicht ein bisschen zu mutig, aber letztendlich habe ich das Volontariat ja bekommen. 🙂

3. Was hast Du in Deinem Volontariat gelernt?

Das schöne ist, hier lernt man jeden Tag etwas dazu. Ich darf an den verschiedensten Projekten mitarbeiten und auch meine eigenen kleinen Projekte betreuen. Gelernt habe ich bisher auf jeden Fall wie man verschiedene Text-Sorten verfasst, auf was es bei einem guten Text ankommt und eine Menge aus den Fachgebieten unserer Kunden wie Programmatic Advertising, Content Marketing, New Work und SEO. Da kommt aber mit Sicherheit auch noch einiges auf mich zu!

4. Was hast Du noch nicht gelernt?

Konzepte erstellen, Journalistengespräche begleiten, Veranstaltungen planen… da fällt mir schon noch einiges für die nächsten Monate ein!

5. Was war Dein Lieblingsprojekt während des Volontariats?

Da es wirklich viele Projekte gibt, die sehr Spaß machen, finde ich es ziemlich schwierig mich für ein Lieblingsprojekt zu entscheiden. Mein Lieblingsprojekt aktuell ist das Journalisten-Event, das wir für unseren Kunden QUISMA auf die Beine stellen und so viel kann ich verraten: Es geht um die Wurst!

Generell steht Texte schreiben aber immer ganz oben auf meiner persönlichen Lieblings-To-Dos-Liste.

6. Wenn Du Chef von cocodibu wärst, dann …

… würde ich am Freitag ein bisschen früher Schluss machen.

7. Wie hat sich durch Dein Volontariat der Blick auf das Berufsleben verändert?

Eigentlich gar nicht. Ich habe im Bachelor schon angefangen Praktika zu machen und nebenbei als Werkstudentin gearbeitet. Das längste Praktikum dauerte acht Monate, da hat man schon einen guten Einblick wie das im Berufsleben so läuft. Obwohl ich immer gerne studiert habe, habe ich mich zum Schluss des Studiums aber richtig auf das Berufsleben gefreut.

8. Was machst Du in zehn Jahren?

Hoffentlich immer noch etwas, das ich gerne mache. Ob ich dann in Gummistiefeln auf meiner eigenen Lama-Farm stehe, PR für Bücher oder Rock-Bands mache oder mich als Autorin versuche, das kann ich jetzt noch nicht sagen. Und das macht es ja so spannend.

9. Welcher Ordnungstyp bist Du?

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Ich würde mich als ganz ordentlich beschreiben. To Do-Listen erleichtern mir meinen Arbeitsalltag und ich weiß in 99% der Fälle, wo ich was finde. Angrenzend an meinen Schreibtisch, findet man aber einen um einiges ordentlicheren Schreibtisch – den von meiner Kollegin Christiane, der inoffiziellen (selbsternannten) Ordnungsbeauftragten der Agentur. 🙂

10. Du in den Augen Deiner Bürokollegen?

Marvin: Wenn man ihre Fütterungszeiten einhält, ist Verena eine Vorzeigevolontärin. Erstaunlicherweise kann man mit ihr trotz Bücherwurmhaftigkeit sehr viel Spaß haben – so war sie gleich Feuer und Flamme dafür, ein Mini-Air Hockey fürs Büro zu kaufen.

Christiane: Verena hat sich sehr schnell integriert – sowohl persönlich als auch arbeitstechnisch. Sie lernt fix dazu, arbeitet selbstständig und hat eine super Auffassungsgabe. Ihr Alter Ego Vanesa Reisner bringt immer jede Menge Schwung und gute Laune in den Arbeitsalltag!

Als Münchner PR-Agentur befinden wir uns nun offiziell in der bayerischen fünften Jahreszeit. Seit fast zwei Wochen strömen wieder täglich tausende Trachtler und Touristen auf die Wiesn (Fia olle Zuagreisdn: zum Oktoberfest). Grund genug für uns, einmal den Blick über die manchmal mehr, manchmal weniger gelungenen Werbeaktionen rund um das größte Volksfest der Welt, schweifen zu lassen. Und natürlich möchte jedes Unternehmen von dem Besucherstrom aus der Ferne profitieren – was für ein Geschäftsmann müsste man sein, so eine Chance vorbeiziehen zu lassen?

Doch die Wiesn-Werbe-Wut macht weder an der Münchener Stadtgrenze halt, noch scheut sie sich, den Weißwurstäquator zu überqueren. So springen auch einige Werbetreibende auf den Wiesn-Zug auf, die – ganz nüchtern betrachtet – nichts mit der bayerischen Folklore gemein haben – vor allem auf Facebook.

Hier einige Beispiele:

Da postet Star Wars – sonst eher bekannt für den Kampf zwischen Gut und Böse im Weltraum – ein Lebkuchenherzal mit einem zuckrigen BB-8 und erkundigt sich, wen es denn aus einer fernen Galaxie auf das Oktoberfest verschlüge?

Post aus dem Weltall in Richtung München, Foto: Facebook

Post aus dem Weltall in Richtung München, Foto: Facebook

Der Post der Sternenkrieger lässt uns etwas ratlos zurück. Sollten wir vielleicht mal die in München gastierende Ausstellung „Star Wars Identities“ besuchen?

Was macht ein Wiesn-Wochenende so richtig perfekt? Ein Besuch bei „Star Wars Identities“ natürlich. Foto: Star Wars Identities

Was macht ein Wiesn-Wochenende so richtig perfekt? Ein Besuch bei „Star Wars Identities“ natürlich. Foto: Star Wars Identities

Auch die Bonner Restaurantkette Vapiano, die statt Weißwurst und Brezen italienische Speisen serviert, wirbt auf Facebook mit einem eigens für die Wiesn erstellten „Oktoberfest-Guide“, der in Zusammenarbeit mit drei Münchener Bloggerinnen entstand.

Höchstens noch am Italiener-Wochenende einleuchtend, Foto: Facebook

Höchstens noch am Italiener-Wochenende einleuchtend, Foto: Facebook

Wo hier der thematische Zusammenhang zwischen Unternehmen und Oktoberfest besteht, das weiß wohl nur Vapiano selbst. Immerhin gibt es ein Vapiano-Restaurant an der Haltestelle Hackerbrücke – ein hochfrequentierter Umschlagspunkt für angeheiterte Wiesn-Besucher – aber ob denen nach drei Brezen und einem Hendl noch nach Nudeln und Pizza zumute ist, bleibt fraglich.

Auch der Telefonanbieter o2 hofft, dass ihm angeheiterte Oktoberfestbesucher ins Netz gehen. Trotz eines maßgeschneiderten Wiesn-Gewinnspiels in dem virtuell Herzerl an den Mann und die Frau gebracht werden sollen, bleibt dies eher unwahrscheinlich, denn guter Empfang ist auf der Wiesn eher Mangelware.

Sogar Telefonanbieter lassen sich von der Oktoberfest-Romantik anstecken. Foto: Facebook

Sogar Telefonanbieter lassen sich von der Oktoberfest-Romantik anstecken. Foto: Facebook

Unsere Hitliste der zusammenhanglosesten Werbeaktionen rund um das größte Volksfest der Welt führt aber die Kinder Schokolade an. Bereits 2015 runzelten wir die Stirn ob des quietsch-bayerischen Oktoberfest-Gewinnspiels mit den beiden Hauptdarstellern Milch und Schokolade – er in Lederhosen und sie mit Herzerl-Anhänger und Blumenkranz. 2016: ein Revival. Auf allen Kanälen springt die Kampagne dem Betrachter entgegen.

Das Gewinnspiel und die beiden bajuwarisierten Testimonials, Foto: Kinder Riegel

Das Gewinnspiel und die beiden bajuwarisierten Testimonials, Foto: Kinder Riegel

Wer auf der Kinderriegel-Facebookseite unterwegs ist und Milch und Schokolade vergnügt am Eisbach surfen sieht oder ein Selfie der beiden vor dem Münchener Rathaus bestaunt und immer noch nicht weiß, was das mit der Wiesn zu tun hat, den erleuchtet dann hoffentlich der „Zillertaler Hochzeitsmarsch“, der durch alle Videos in Zusammenhang mit dem Oktoberfest-Gewinnspiel dudelt – ob im TV oder auf YouTube. Mein persönliches Aha-Erlebnis: Die Schokolade kann schuhplattln. Unklar ist mir aber immer noch, wo denn jetzt der Zusammenhang zwischen Schokoladenriegel und Oktoberfest liegt.

Münchner Eisbach, Foto: Facebook

Münchner Eisbach, Foto: Facebook

Da verabschieden wir uns doch lieber auf die Wiesn, fernab von Pizza, Schokolade und Co. und vielleicht entlockt uns der „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ das ein oder andere Zucken …

foto_verenaHallo, mein Name ist Verena Reiser, ich bin 24 Jahre alt und seit September Volontärin bei cocodibu. Wieso ich mich für ein PR-Volontariat entschieden habe? Das liegt zum einen an den Erfahrungen, die ich während meines Studiums, den Praktika und Werkstudententätigkeiten sammeln konnte und zum anderen an meiner – sagen wir mal – ausgeprägten Kommunikationsfähigkeit.

Auf cocodibu fiel meine Entscheidung schnell. Zu Beginn meiner Masterarbeit überfiel mich ein klitzekleiner Anflug von Panik: Noch knapp fünf Monate bis zum Ende des Studiums und noch keinen Plan für die Zeit danach! Und wie wird man eine Panikattacke los? Durch eine ausführliche Recherche natürlich! Während ich mich also Indianer Jones gleich durch den virtuellen PR-Agenturen-Dschungel schlug, stieß ich auf die Website von cocodibu und auf den zugehörigen Blog, der für mich als Berufseinsteiger die richtigen Themen behandelt und einen Nerv traf – nette, motivierte Kollegen und Chefs, die sich auch gerne der Frage „Wenn du Chef von cocodibu wärst, dann …“ stellen (Dieser positive Eindruck der Kollegen und Chefs hat sich übrigens bisher bestätigt.) und eine Vielfalt von verschiedensten Themen rund um das digital bussiness.

Kurzum, der Funke sprang bereits auf der Website über und nach dem sympathischen Vorstellungsgespräch, das mit der Frage „In Ihrem Lebenslauf schreiben Sie ja, dass Sie gerne Rock-Konzerte besuchen. Welche sind das denn?“ und einer 10-minütigen Unterhaltung über AC/DC und Konsorten begann, war für mich klar: Dort will ich arbeiten! Natürlich musste ich mich auch kniffligeren Fragen, wie: „Wieso PR und nicht Journalismus?“, stellen. Beworben habe ich mich übrigens nicht auf eine ausgeschriebene Stelle, sondern über eine Initiativbewerbung.

Doch nun zurück zum Anfang: Mein Weg führte mich nicht direkt in die Kommunikationsbranche, sondern begann mit einem Germanistik Bachelor und einem Masterstudiengang namens „Buchwissenschaft: Verlagspraxis“. Während meiner Praktika in Verlagen und Uni-Seminaren zum Thema PR merkte ich: Das kann ich! Also tauschte ich am 1. September Studium und Werkstudententätigkeit in der E-Book-Herstellung des Gräfe und Unzer Verlags gegen ein Volontariat bei cocodibu.

Der erste Tag begann mit schallendem Applaus der Kolleginnen und einem herzlichen Empfang, inklusive Blumenstrauß und endete meinerseits sehr zufrieden, da ich mich sofort sehr wohlfühlte. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich immer das Gefühl habe meine Kollegen mit Fragen bombardieren zu dürfen, von Anfang an verschiedenste Aufgaben übernehmen darf und neben Horst sitze – unserer hoffentlich langlebigen Büropalme (ein kleiner Beitrag über Horst ist schon in der Arbeit!).