Nach 90 Posts und 69 Stories mit unzähligen Hashtags und Markierungen ziehe ich heute eine Zwischenbilanz aus dem Leben einer Schwabinger PR-Agentur auf Instagram.

Neben Schnappschüssen am Rande von Events, Kundenmeetings und Team-Bildern posten wir vor allem softere Beiträge wie unsere süßen Agenturhunde, Food Content aller Art sowie inspirierende Eindrücke aus unserem Alltag bei cocodibu.

Da ich selbst ein Instagram-Junkie bin und regelmäßig Inhalte auf meinem eignen Profil poste, lag es nahe, dass ich den coco-Account nach dem Abschied unserer Kollegin Nadine im Mai übernehme. Denn in meiner Bewerbungsphase war es mir selbst sehr wichtig, dass die Unternehmen, bei denen ich mich beworben habe, auf den sozialen Netzwerken vertreten waren und ihre Accounts auch gut pflegten. Dadurch bekam ich wertvolle Backstage-Eindrücke des potenziellen Arbeitgebers. Damit das auch für unsere nachfolgenden Cocollegen gewährleistet ist, bin ich nun die Instagram-Beauftragte von cocodibu 🙂

cocodibu-Account auf Instagram

Closeup: coco-Content

Natürlich ist nicht jedes (spontane) Foto oder Video für Instagram geeignet. So achte ich besonders auf die Bildqualität und -komposition sowie unterschiedliche Bilderkategorien. Denn unscharfe oder verwackelte Bilder sowie viel zu schnell gefilmte Videos stören den Flow.

Hier meine Tipps:

  1. Weniger ist mehr: Ich versuche die Bilder so natürlich wie möglich zu posten. Denn legt man fünf Filter über ein Bild werden die Farben verfälscht und das Bild wirkt super unauthentisch.
  2. Nutzt den berühmten „Goldenen Schnitt“: Um einen spannenden Bildaufbau zu erzeugen, kommt es wesentlich auf die Bildkomposition an. Durch diese Methode wirkt das Bild dynamischer und ausgewogener zugleich.
  3. Legt Bilderkategorien fest: Als Agentur haben wir viel zu erzählen. Ein Pressefrühstück hier, ein Team-Event dort. Um das Interesse unserer Follower zu wecken, zeigen wir viele Insights aus unserer Arbeit. So haben wir beispielsweise die Rubriken „coco on tour“, Food- und Dog Content sowie besondere Anlässe, wie Geburtstage, Promi-Treff und Mitarbeiterabschiede, in die wir unseren Instagram-Account aufgliedern.
  4. Teamwork makes the Dream Work: Aber natürlich bin ich nicht immer überall dabei und habe unbegrenzt Zeit. Sind meine Kollegen beispielsweise auf einem spannenden Event, übernehmen sie den coco-Account und berichten in Echtzeit über Trends und Themen.

Content-Ranking: Welche Posts ziehen am besten?

Den mit Abstand größten Traffic generierte die coco-Stellenanzeige Ende Februar. Auf der Suche nach einem „PR-Fuzzi“ oder einer „PR-Trulla“ bekam dieser Beitrag 249 Likes und 50 Kommentare. Gefolgt wird der Insta-Favorit von Posts mit Promis wie Jérôme Boateng, Nico Rosberg und der Beauty-Youtuberin Tara vom Kanal tamtambeauty. Aber auch unsere Teamfotos, Dog Content und unser Sektfreitag schnitten ziemlich gut ab. So bekamen die Bilder durchgängig im Schnitt 30 bis 40 Likes.

coco-Stellenanzeige

Stefan Krüger beim Presse-Event von Boateng zum Launch von BOA

coco-Teamfoto

Wie könnten wir unseren Account noch verbessern?

Luft nach oben gibt es immer! So könnte noch an der einheitlichen Bildsprache gefeilt werden. Unsere Posts könnte durch einen einheitlichen Rahmen geschmückt werden oder die einzelnen Kategorien, wie Events und Konferenzen, Team- und Hundebilder, deutlicher voneinander abgegrenzt werden. Um mehr Follower zu generieren und eine höhere Reichweite zu erzielen, müssten wir außerdem in regelmäßigeren Abständen posten. Ein gutes Beispiel ist hierfür gyro Munich.

Unser Fazit

Als Recruiting-Plattform ist Instagram für uns optimal geeignet. Neben Xing, LinkedIn und den Berufsportalen können wir uns und unseren Agenturalltag hier super präsentieren. Der Unterschied zu reinen Business-Plattformen ist, dass es hier die Möglichkeit gibt, das eigene Unternehmen persönlicher darzustellen. Wer sind die Mitarbeiter im Unternehmen? Wie ist die Unternehmenskultur? Und was gibt die Firma überhaupt von sich Preis? All diese Fragen lassen sich wunderbar über Instagram beantworten. Kein Wunder also, dass der Bilderdienst mittlerweile über eine Milliarde Nutzer zählt und auch bei B2B-Unternehmen immer beliebter wird.

 

Nachdem die erste DSGVO-Welle vorbeigerauscht ist, hat euer Mail-Postfach hoffentlich wieder Kapazität für ein paar neue Newsletter. Diesmal geht es um Wissenwertes zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) bzw. Artificial Intelligence (AI). Wir haben für Euch sechs Newsletter rausgesucht, die man unseres Erachtens als Marketing- bzw. Media-Entscheider abonnieren kann:

1. KI im Marketing

Der Fachjournalist Helmut van Rinsum kuratiert seit Juni 2018 einen deutschsprachigen wöchentlichen Newsletter, der immer mittwochs spannende Nachrichten aus der Welt der Künstlichen Intelligenz sammelt. Dabei geht es insbesondere um die Anwendung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen im Marketing: Von neuen Biersorten mit KI  bis zum Strategiepapier der Bundesregierung für den Standort Deutschland. Unseres Erachtens müßte das bisher der einzige deutschsprachige Newsletter sein, der sich auf das Thema KI und Marketing spezialisiert hat.Besonders hilfreich: Die Übersicht zu aktuellen Studien rund um das Thema.

2. AI Weekly

Schon seit 2015 informiert Unternehmer David Lissmyr in AI Weekly über Wissenswertes rund um Künstliche Intelligenz. Der englischsprachige, wöchentliche Newsletter kuratiert News aus der Welt von Artificial Intelligence – von der Medizin über Games und Politik bis hin zu wichtigen Personalien und Events. Das Besondere an AI Weekly: Interessante Stellenzeigen aus dem Bereich. Ein prima Zusatzservice: Alte Ausgaben des Newsletters sind weiter online verfügbar.

3. The Algorithm

„Artificial intelligence, demystified“ verspricht The Algorithm, ein englischsprachiger Newsletter des MIT. Zweimal wöchentlich verfassen die Autoren längere eigene Geschichten,die zur besseren Einordnung des Themas in Wirtschaft und Politik helfen. Unser Fazit: Eine gute Ergänzung zu den kuratierten Newssammlungen.   

4. VRODO

Eigentlich beschäftigt sich VRODO, das Online-Magazin für Mixed Reality, schwerpunktmäßig mit Virtual (VR) und Augmented Reality (AR). Da aber auch immer wieder interessante KI-Geschichten Teil des VRODO-Newsletters sind, ist er uns auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Die Redaktion um Carolin Albrand, Matthias Bastian und Tomislav Bezmalinovic publiziert auch einen eigenen Podcast.

5. KI-Briefing

Seit Ende September 2018 gibt der ehemalige Chefredakteur von Wired-Deutschland, Nikolaus Röttger, das deutschsprachige KI-Briefing heraus. Die wöchentliche Presseschau fasst in mehreren  Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft lesenswerte Artikel zur Künstlichen Intelligenz zusammen und verlinkt auch auf längere Lesestücke. Ältere Ausgaben des Newsletters stehen auf der Website zur Verfügung.   

6. Emerj

Das Beratungsunternehmen Emerj bietet deutlich mehr als einen wöchentlichen Newsletter an. Da sich das Unternehmen von Gründer Daniel Faggella auf C-Level-Beratung spezialisiert hat, stehen vor allem Studien und Praxis-Cases für Entscheider im Mittelpunkt des Angebots. Der eigene Anspruch lautet: „We help leaders survive and thrive in an era of artificial intelligence disruption.“ Und zum Angebot gehört auch ein Podcast, für den Daniel Fagella Entscheider, Investoren und Kenner der Branche interviewt.

Euch fehlen spannende KI/AI-Newsletter, die es verdient hätten, in dieser Auflistung zu stehen? Dann hinterlasst uns Euren Tipp und wir schauen uns den  Newsletter gerne an.

Bald ist Weihnacht (auch in Bayern),
welch wunderbarer Grund zu feiern!
Doch 14 coco-Arbeitsbienen
sollten Bier und Wein sich erst verdienen.

Also los zum Escape Room,
da gab es einiges zu tun:
Nen Banktresor knacken mit vielen Zahlen,
wer Mathe kann, kam hier zum Strahlen.
Dank Rechner und dem Christian
kamen wir schließlich an die Lösung ran.
Am Ende gab’s nen Edelstein –
einen Diamanten, um genau zu sein.

Doch nebenan im Nachbarraum
ging‘s zu wie in nem schlechten Traum.
Schreie, markerschütternd, laut und schrill,
da blieb niemand lange still.
Das Ziel, das war der Trank des Lebens,
die Suche, die war nicht vergebens.

Nach Fragen, Rätseln, Abenteuern,
durften wir endlich das Wirtshaus ansteuern.
Beim Weinbauern war es sehr gemütlich,
an Wein und Schnitzeln taten wir uns gütlich.

Für Freude sorgte Instagram
mit all dem Filter-Foto-Kram.
Auch die Chefs blieben nicht verschont,
und wurden mit herrlichen Bildern belohnt.

Danke, liebe cocollegen,
der Abend war ein großes Vergnügen.
Nach all der vielen Kundenarbeit
wird’s sicher eine wunderbare Weihnachtszeit!

Erstmals 2009 im irischen Dublin organisiert, hat sich der WebSummit innerhalb von zehn Jahren von einer kleinen lokalen Veranstaltung zu einer der größten Digitalkonferenzen entwickelt. Vom 5. bis 8. November lockten die Organisatoren 70.000 Teilnehmer aus 160 Nationen nach Lissabon, um gemeinsam mit großen Playern wie Apple, Microsoft oder den Vereinten Nationen über die wichtigsten Themen der Zukunft zu diskutieren.

Auch Esther Schwan, Marketing & Communcations Managerin bei der trbo GmbH, war vor Ort. Von ihren Eindrücke und Erfahrungen berichtet sie in ihrem Event-Report:

Tech-Konferenz der Superlative – Das war der WebSummit 2018

Superlative über Superlative. Die größte europäische Tech-Konferenz, die Hauptbühne in einer Fußballstadion-großen Arena, 1.000 Speaker, 2.000 Start-Ups, 70.000 Besucher: Der WebSummit sucht in Europa definitiv seinesgleichen. Aber bei allen Superlativen stellt sich dennoch die Frage: was kommt wirklich dabei heraus? Für uns war die Antwort leider: wenig. Aber dazu später mehr.

Mittlerweile zum dritten Mal fand der WebSummit in Lissabon statt. Gestartet als Tech-Konferenz mit 400 Besuchern in Dublin drängelten sich Anfang November Woche 70.000 Menschen durch Lissabon. Das bedeutet einen riesigen Organisationsaufwand, sowohl für die Veranstalter, als auch für die Stadt Lissabon selbst. Bis auf ein paar Kleinigkeiten lief die Organisation erstaunlich reibungslos. Hier können sich die Veranstalter anderer großer Digitalmessen sicherlich noch etwas abschauen.

Der erste positive Eindruck des WebSummits entstand am Flughafen – hier lief die Registrierung absolut unkompliziert und schnell. Einfach App mit Ticketcode und Ausweis vorgezeigt – schon hatte man das Teilnehmerbändchen ums Handgelenk und den Teilnehmerausweis um den Hals. Das Ganze in weniger als fünf Minuten.

Fußballstadion-Atmosphäre in der Center Stage

Am Montagabend ging es dann zur Eröffnung – mit einigen Umwegen. Die Anreise zum WebSummit lief per Uber oder Taxi problemlos – einen richtigen Stau gab es erstaunlicherweise an keinem der Veranstaltungstage. Die Wege vor Ort erinnerten dann aber doch ein wenig an „Das Haus, das Verrückte macht“ aus Asterix und Obelix. Die gleiche Strecke ging es mehrmals hin und her – erst auf der einen, dann auf der anderen Seite des Bauzauns, der die Besucher vom Rest der Welt trennte. Auf dem Sitzplatz in der Center Stage angekommen, verriet der Blick auf den Schrittzähler: ganze drei Kilometer gelaufen. Endlich kommen die Kellerkinder mal an die frische Luft!

Die Hauptbühne des WebSummit nimmt eine der insgesamt fünf Hallen bzw. eine Arena ein: die Altice Arena. Sie bietet Platz für 20.000 Menschen und war bei der Eröffnung bis fast auf den letzten Platz besetzt. Eine beeindruckende Kulisse. Auch bezüglich der Eröffnungsredner hatte sich der WebSummit nicht lumpen lassen. So war es doch passend, dass Tim Berners-Lee, der Erfinder des Internets himself, den ersten Vortrag des Abends hielt. Er stellte seinen Vertrag für das Web #ForTheWeb vor. Er soll das Internet vor Manipulation, Hass und Spaltung retten. Eine gute Idee, die aber nach einigen Minuten in einen etwas konfusen Vortrag abdriftete, bei dem es immer schwieriger wurde, zuzuhören. Es folgten Vorträge von Apple und Google – beide Firmen durften in ihren Vorträgen vor allem sich selbst loben. Apple arbeitet jetzt nachhaltig und umweltfreundlich, Google setzt sich für Frauen ein. Da waren die mahnenden Worte zu Herausforderungen und Risiken von Technologie von Antonio Guterres, UN-Generalsekretär, eine echte Erfrischung.

Foto: Esther Schwan

Zum Glück funktioniert das WLAN

Am Dienstag startete der WebSummit dann in den ersten vollen Tag. Der Einlass funktionierte trotz des großen Andrangs sehr reibungslos und schnell. Allerdings nur für diejenigen, die den QR-Code auf ihrem Teilnehmerausweis vorzeigen können – denn dieser wird überall gescannt (er dient übrigens gleichzeitig auch zum netzwerken – ein interessantes Feature). Aber: der Vorname meiner Kollegin Anna-Katharina war leider zu lang, weshalb der QR-Code nicht mehr auf das Badge passte. Sie musste also immer die WebSummit-App öffnen, den QR-Code laden und scannen lassen. Das stellte sich als etwas nervig heraus. Zum Glück funktioniert das WLAN auf dem Gelände aber stabil und erstaunlich schnell. Bei 70.000 Teilnehmern eine echte Leistung. Da können sich andere große Digitalmessen noch eine Scheibe abschneiden.

Hochkarätige Speaker – wenig Inhalt

Wer einmal das Programm mit 2.000 Speakern durcharbeitet, der stolpert über unzählige große Namen und spannend klingende Vorträge. Ein paar haben wir uns angesehen, aber scheinbar haben wir die falschen erwischt. Denn allzu oft drifteten die Inhalte ins Banale ab. Selbst die Vorträge auf kleineren Bühnen wie SaaS Monster oder der Startup University. Hier zum Beispiel das Panel „How to become an UXpert“ – klang erstmal gut. Die Tipps des Panels waren aber eher halbgar. Man solle doch am besten eine Testperson vor die Website setzen und eine Aufgabe ausführen lassen. Dabei sollte man ganz genau und persönlich zusehen, wie schwer sie sich tun. Aha.

Dann also raus aus dem Vortrag und rein ins Getümmel, die Stände in den vier Hallen ansehen. Und hier wurde uns klar, dass die Veranstaltung für unser Unternehmen einfach nicht relevant ist. Wer kein Early Stage Start Up und nicht auf der Suche nach Entwicklern oder Investoren ist, hat nicht viel zu besuchen.

Ein Paradies für Start Ups, Entwickler und Investoren

Für kleiner Start Ups, die abklopfen möchten, ob ihr Produkt wirklich für den Markt geeignet ist, oder die nach Investoren suchen, lohnt sich der Web Summit definitiv. Die täglich wechselnden Start Up-Stände waren mit Abstand am besten besucht, hier herrschte teilweise großes Gedränge. Auch Unternehmen, die nach Entwicklern suchen, werden unter den 70.000 Teilnehmern sicherlich fündig geworden sein. Allerdings konnte man an den größeren Ständen viel zu oft gelangweilt auf dem Smartphone daddelnde Aussteller beobachten, die kaum Laufkundschaft bekamen. Ohne auffälliges Standdesign gehen die Unternehmen in der Masse des Angebots und der Masse an Teilnehmern, die sich durch die Gänge schieben, einfach unter.

Netzwerk-Gelegenheit Side Events und Parties

Wie so oft, lohnen sich auch auf dem WebSummit vor allem die Side Events und Parties zum netzwerken. Denn für wirklich gute Gespräche ist die eigentliche Veranstaltung einfach zu voll. So besuchten wir beispielsweise das German Appartment von fischer Appelt. Hier lernten wir einige interessante Leute kennen und konnten gute Gespräche führen – so war die Reise nach Lissabon (abseits der Parties) also nicht ganz umsonst.

An Tag eins wurde bekannt gegeben, dass der WebSummit für die nächsten zehn Jahre in Lissabon stattfinden wird. In den nächsten Jahren allerdings wohl eher ohne uns. Bei geplanten 100.000 Besuchern für 2020 ist das für die Veranstalter aber sicherlich zu verschmerzen.

Adieu To-Do-Listen und hallo Trello. Das Tool basiert auf der Kanban-Methode und ist praktisch nichts weiter, als eine digitale Aufgabenliste, bei der es darum geht, sich nicht nur allein, sondern auch im Team Überblick über alle anfallenden Tasks zu verschaffen. In der einfachsten Anwendung lassen sich Aufgaben auf einem Board in einer To-Do-Liste sammeln, bei Bearbeitung in die Doing-Spalte verschieben und schließlich nach Erledigung bei Done ablegen.

Doch auch umfangreiche Projekte mit mehreren Beteiligten eignen sich bestens für Trello. Ob die Verwaltung von Redaktionsplänen, Jahres- und Wochenübersichten oder generelle Prozesse und Workflows, alles lässt sich einfach und übersichtlich in Boards, Listen und Cards visualisieren. Man kann sich das Tool dann wie einen gut organisierten Aktenschrank vorstellen. Das Board ist in diesem Fall der Aktenschrank, die Listen sind die einzelnen Ordner und die Cards, die mit Einlegern voneinander getrennten Aufgaben.

Doch zusätzlich lässt sich auf den Cards noch festlegen, wer zuständig ist und bis wann die Aufgabe erledigt sein soll. Checklisten sowie die Kommentarfunktion sorgen dafür, dass sich jeder immer einen Überblick über den jeweiligen Projektstand verschaffen kann. Voraussetzung natürlich immer: Aktualität und Gewissenhaftigkeit. Aufgaben, Absprachen sowie Fortschritte müssen auch immer eingetragen sowie angepasst werden, ansonsten droht Kontrollverlust und Chaos.

Pro

  • Die Bedienung von Trello ist einfach, intuitiv, transparent und flexibel. Alle Daten werden zentral gespeichert und sind damit zu jeder Zeit für alle Beteiligte auf dem aktuellsten Stand.
  • Trello eignet sich sowohl für die Eigenorganisation (simple Wochen-To-Do-Listen) als auch komplexe Projekte mit großen Teams.
  • Trello ist sowohl als kostenlose als auch kostenpflichtige Version erhältlich. Selbst in der kostenlosen Variante lassen sich unbegrenzt Boards, Listen, Karten sowie Mitglieder anlegen und einbinden.  
  • Trello ermöglicht die Integration von weiteren Tools, wie beispielsweise Slack, Google Drive, Dropbox, MailChimp oder Survey Monkey. Einiges lässt sich allerdings erst in der kostenpflichtigen Version einbinden.
  • Daten lassen sich nicht löschen, nur archivieren. Ist eine Karte abgearbeitet, kann sie in das Archiv verschoben werden und ist jederzeit über die Suchfunktion wieder auffindbar. Kommen also nach Projektabschluss nochmal Fragen auf, lassen sich diese schnell beantworten.

Contra

  • Trello ermöglicht keine Real-Time-Kommunikation. Die Kommentarfunktion eignet sich nur für Anweisungen und Updates.
  • Die Daten lagern auf US-Servern und unterliegen damit nicht dem europäischen Datenschutz. Gerade bei sensiblen Daten ein nicht zu unterschätzendes Problem. Hier bietet sich MeisterTask an. Die Funktions- und Arbeitsweise entspricht Trello, allerdings befinden sich die Server des bayrischen Unternehmens in Frankfurt am Main.
  • Die Arbeit mit Trello erfordert von allen Beteiligten Disziplin, ihre Aufgaben und Projekte stets auf dem neuesten Stand zu halten. Ansonsten „verstauben“ die Karten und keiner fühlt sich für deren Bearbeitung zuständig bzw. der Projektüberblick geht verloren.
  • Auch die generelle Mitarbeit erfordert Disziplin. Aufgaben inklusive Deadlines können zwar einfach zugewiesen werden, doch fehlt die Feedbackmöglichkeit, ob der Betreffende diese auch übernimmt und bearbeitet.

Mein Fazit zu Trello

Das Pro überwiegt ganz eindeutig. Weg mit To-Do-Listen aus Papier, Verteilung von Zuständigkeiten auf Zuruf oder fragenden Gesichtern, wenn es um den aktuellen Projektstand geht. Innerhalb der Agentur ermöglicht Trello Projekttransparenz, verkürzt Abstimmungsschleifen und bietet einen Überblick zu Deadlines sowie Auslastungen und Kapazitäten der Beteiligten.

In der Zusammenarbeit mit einem Kunden würde ich allerdings auf Asana ausweichen. Asana bietet in diesem Vergleich deutlich mehr Funktionalitäten und lässt eine einfachere Darstellung von Projekten mit vielen Aufgaben und Unteraufgaben zu. Das bietet weit mehr Transparenz und Kleinteiligkeit der Projekte und Zuständigkeiten.

Dass ich aus dem tiefsten Sachsen komme, sorgt immer wieder für Verwunderung. Meist heißt es von meinem Gegenüber: „Das hört man aber gar nicht.“ Stimmt. Nur wenn ich fluche, kommt mein Dialekt zum Vorschein. Mein absolutes sächsisches Lieblingswort ist übrigens „Hitsche“. Wer weiß, was sich dahinter verbirgt, schreibt es gern in die Kommentare. Ich bin gespannt…

Von Freiberg aus führte es mich zuerst nach Dresden zum Studium, nach Leipzig in einen Verlag und schließlich über die Landesgrenzen hinaus in das Rhein-Main-Gebiet. Hier habe ich nicht nur fleißig versucht alle Vorurteile gegen Offenbach zu entkräften und Ebbelwoi lieben gelernt, sondern auch im PR-Bereich sowie im Marketing diverse Projekte und Kunden betreut – von Haushaltsgeräten über E-Commerce-Dienstleister hin zum Pharmabereich, Chemieindustrie und Edelmetallen.

Und warum jetzt cocodibu? Dafür gibt´s zwei Gründe. Einmal die Stadt an sich, nach München hat es mich der Liebe wegen hin verschlagen, und weil cocodibu nicht so ist, wie andere Agenturen. Das hat mich auch dazu gebracht sofort vom thailändischen Strand aus meine Bewerbung zu verschicken, als die Stellenausschreibung in meinem News-Feed aufgetaucht ist. Bei dem sympathischen Firmen- und Kundenprofil wollte ich keinen Moment zögern. Und gleich am Tag nach meiner Rückkehr saß ich mit Jetlag beim Bewerbungsgespräch und wusste danach sicher: „Hier will ich arbeiten!“

In unregelmäßigen Abständen laden wir uns Gäste für unser Montagsmeeting ein, um Einblicke in verschiedene Bereiche der digitalen Wirtschaft zu bekommen. Mit unserem letzten Gast hatten wir besonders Glück: Alexander Wunschel, einer der deutschen Podcast-Pioniere, gab uns die Ehre. 2005 begann Onkel Alex, wie er sich selbst auf Twitter nennt, in seinem Schlafzimmer, seinen ersten Podcast über die Welt des Marketings aufzuzeichnen – vier weitere Podcasts gab es zu der Zeit erst in Deutschland. Mit Eierkartons an der Wand, um Studioqualität zu erzeugen, rief Alex den „Blick über den Tellerand“ ins Leben. Seitdem sind über 300 Episoden  allein für diesen Podcast und über 750 insgesamt, 7,5 Millionen Downloads und unzählige Stunden Arbeit zusammengekommen. Seit Sommer 2018 ist Alex Wunschel zusammen mit Prof. Katja Nettesheim auch der Host des DMEXCO-Podcasts. Jede Menge Gründe also, mit ihm über das Thema Podcasting zu plaudern.

Alexander Wunschel, Podcast-Pionier, Podpimp und Co-Host des DMEXCO-Podcasts (Foto: Alex Wunschel)

 

Alex, wie beurteilst Du als Pionier die aktuelle Podcast-Szene. Hat sie sich in den vergangenen Jahren verändert? Und wenn ja, wie?

Alex Wunschel: Ja, auf jeden Fall. Ungefähr seit 2013 rückt der Podcast wieder mehr ins Bewusstsein der Nutzer. Die meisten User sind heute „always on“ und werden mit Informationen und Inhalten überflutet. Das Revival des Podcast ist eine Konsequenz daraus, dass die Nutzer nach Entschleunigung suchen: Sie ziehen quasi die Content-Notbremse, in dem sie sich „nur“ auf Hören konzentrieren. Die Zahl der Podcast-Hörer hat sich in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt. Das Angebot aber auch. Deshalb setzt jetzt eine Selektion ein, bei der nur die wirklich guten Podcasts wirklich hohe Download-Zahlen erzielen können.

Diese Entwicklung gilt auch für Corporate Podcasts. Jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, startet seinen eigenen Audio-Kanal. Das führt zu einem Boom an Podcasts. Das wird Euch jetzt nicht wirklich überraschen:  Funktionieren kann das nur, wenn die Audio-Angebote gut gemacht sind. Akustisches Storytelling ist dabei besonders wichtig, aber auch der Mut, neue Formate auszuprobieren.

Welche Podcasts – außer den von Dir moderierten – kannst Du uns empfehlen und warum?

Alex Wunschel: Ich liebe episodische Formate. Momentan höre ich den Antenne Bayern-Podcast „Dunkle Heimat“. In mehreren Folgen untersucht ein Redakteur dort einen Mehrfachmord auf einem Hof im bayerischen Hinterkaifeck. Das Ganze ist zwar schon fast 100 Jahre her, beschäftigt aber immer noch eine Menge Menschen. Der Podcast fängt diese Stimmung wunderbar ein, der Redakteur ist vor Ort, spricht mit Einheimischen und Experten und lässt das Ganze zu einer akustischen Reise werden. Das hat Hörspiel-Charakter. Super finde ich außerdem Christian Bischof mit seinem Motivations-Podcast, weil er seine Themen in klare Botschaften pakt und diese packend wegmoderiert. Für unsere Branche will ich gerne auch den t3n– oder  OMR-Podcast erwähnen – super Interviewpartner, gute Themen.

Du als Interview-Profi: Wie zähmst oder motivierst Du Deine Gesprächspartner? Und wie sieht ein Wunschinterview-Partner für Dich aus?

Alex Wunschel: Mit den Gesprächspartnern ist es ganz unterschiedlich. Manche Menschen kann man einfach laufen lassen, andere muss man immer wieder einfangen. Eine klare Gesprächsführung anhand eines Leitfadens hilft sehr. Interviewen würde ich sehr gerne einmal Mirko Kaminski, den Chef der Agentur Achtung. Zu einen, weil er polarisiert und keine Hemmungen hat auch mal Klartext zu reden, zum anderen, weil er selbst konsequent Inhalte produziert. Das ist nicht selbstverständlich und ich  würde da gerne mal den Interviewer interviewen.

Wie ist das mit der Interaktion zwischen Dir und Deiner Community?

Alex Wunschel: Inzwischen bekommen wir Podcaster sehr harte Zahlen über das Verhalten unserer Hörer. Ich kann über die Download-Zahlen ganz genau sehen, wie groß meine Reichweite ist. Die Response-Rate, also das, was an Hörerresonanz im Endeffekt wirklich bei mir ankommt, liegt bei nur bei ein bis zwei Prozent. Bei anderen Podcasts ist das ähnlich. Ganz zu Anfang habe ich mir sogar noch Fotos meiner Hörer ausgedruckt und und um den Bildschirm meines Rechners geklebt, um zu visualisieren, für wen ich den Podcast mache – das Gefühl, ins Nichts zu moderieren ist nämlich sehr gewöhnungsbedürftig. Podcasts sollten allgemein darauf achten, die Hörer viel stärker einzubinden und Ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie dabei sind. Wer nur im Broadcast-Modus sendet, wird es schwer haben, eine Community aufzubauen.  

Wir beschäftigen uns für viele unserer Kunden mit Marketing-Themen. Wie siehst Du den Podcast als Werbemedium?

Alex Wunschel: Jedes Medium wird früher oder später auch als Werbeträger entdeckt. Vermarkter haben schon gemerkt, dass im Podcast-Bereich mitunter große Reichweiten entstehen oder interessante Nischen-Zielgruppen erreicht  werden. Und Reichweite entspricht im Marketing nun einmal Mediawährung. Podcasts bieten dabei eine Kontaktfläche, die an Intimität fast nicht zu überbieten ist. Auch wenn die konkrete Werbewirkung des Trägermediums Podcast noch nicht so genau analysiert wurde, kann ich aus eigener Erfahrung jedoch sagen, dass die Hörer Audio-Inhalte viel intensiver wahrnehmen und sich besser erinnern. Und selbst Radiovermarkter wie die RMS vermarkten Podcasts inzwischen ja  professionell.  Je umfassender das Angebot an Inhalten und je größer die Reichweite, umso attraktiver werden Podcasts auch für Werbungtreibende.

Weihnachten ist nicht mehr weit, was wünscht du Dir für die Podcast-Szene 2019 in Deutschland?

Alex Wunschel: Mehr Empathie, mehr Mut, mehr Kreativität, mehr Authentizität. Bald hat Jeder Jeden zu Allem interviewt, und dann werden wir merken, dass es keine Grundrecht auf Aufmerksamkeit und Reichweite  gibt. Manch digital-akustische Umweltverschmutzung wird dann das Medium Podcast eher belasten als befruchten. Für begeisterte Zuhörer braucht es auch begeisternde Audio-Formate.

Danke für den Austausch: Team cocodibu mit Alex Wunschel (Mitte)

Diese Woche fanden in München die 32. Medientage statt. Für mich persönlich war es mindestens die 25. Ausgabe, die ich gerne und voller Motivation angegangen bin. Bei der Anfahrt mit dem eigenen PKW strandete man allerdings gleich mal auf einem geschotterten Außenparkplatz der Messe. Und dieser erste atmosphärische Eindruck setzte sich leider fort: Der Umzug innerhalb der Messe München ist den Medientagen  nicht wirklich gut bekommen.

Ja, die neue Halle ist hell, aber wenn in der Main Stage das Pfeifen des Windes (die Windstärke konnte ich nicht exakt bestimmmen und Jörg Kachelmann war nicht vor Ort) die Speaker überlagert, dann ist das ärgerlich. Das „alte“ ICM mag in die Jahre gekommen sein, aber was Flaggen, Flair und Entree betrifft, kann die neue Halle bei weitem nicht mithalten. Und ja, man merkt, dass das neue Orga-Team der Medientage vieles anders gemacht hat und dabei viele alten Zöpfe abgeschnitten hat. Statt Elefantenrunde gabs beispielsweise am allerersten Vormittag lockeren TV-Studio ähnlichen Smalltalk mit Klaas Heufer-Umlauf – mit deutlich mehr Dynamik, weil alle 20 Minuten die Speaker wechselten.  Und ja, es gab ein gutes Programm und auch deutlich mehr internationale Referenten. Die mussten aber leider allzu häufig vor leeren Sitzen performen.

Die neue „Main Stage“ der Medientage: Wo früher Medien-Elefanten Konzernsprech trompeteten, verdüsterte diesmal Keynote-Speaker Andrew Keen die Gemüter

Mein persönliches Highlight im Kongress war der Vortrag von Wiwo-Herausgeberin Miriam Meckel, die sich mit Brainhacking beschäftigte und – anders als der Keynote Speaker Andrew Keen – der digitalen Zukunft durchaus Positives abgewinnen kann: „Wir haben unser Telefon ans Internet angeschlossen, unseren Computer, unser Auto, das Buch, unsere Kühlschränke und Lichtanlagen, unsere Hörgeräte und Kontaktlinsen. Es gibt kein Argument, warum wir nicht unseren Kopf an das Internet anschliessen sollten.“    

Allzu viele inhaltliche Würdigungen der neuen Medientage gibt es derzeit – Stand Freitag 26.10. – 14:30 Uhr – noch nicht. meedia spricht von einer „vertanen Chance für einen Neustart“ (Nachtrag: Auch Horizont wertet den Event als „mauen Relaunch“). w&v sieht die Medientage „so attraktiv wie schon lange nicht mehr„. Zwischen diesen menschlichen Beurteilungen liegt nun eine ganz erhebliche Spanne, die man heute noch persönliche Meinung nennt. In Zukunft, also vielleicht schon bei den Medientagen 2025, wird die KI aber – unterstützt von Drohnen, Sensoren, Trackern – ein wesentlich umfassenderes, weil datengestützes Bild auch von Veranstaltungen zeichnen.  Vielleicht war 2018 unter diesen Vorzeichen ja eher ein Neustart mit Anlaufschwierigkeiten. 

Wilder Westen in Bayerns Süden: Auf dem Mediencampus Bayern herrschte Saloon-Atmosphäre.

Die neue Volontärin bei cocodibu heißt Noёlle Bölling

In unserer Blog-Reihe „My way to cocodibu“ befragen wir regelmäßig Kolleginnen zu ihrem Volontariat bei cocodibu. Heute berichtet Noёlle, die seit Mai 2018 zu unserem Team gehört, von ihrem Einstieg in die PR-Welt. Vorher studierte sie Deutsche und Englische Philologie an der Uni Göttingen.

1. Warum hast du Dich bei cocodibu beworben?

Dass ich gerne schreibe, wusste ich schon immer. Mein Studium der Deutschen und Englischen Philologie eröffnete mir außerdem viele neue Perspektiven, die ich durch zwei Praktika und meine freie Mitarbeit bei verschiedenen Magazinen noch weiter ausbauen konnte. Hier merkte ich auch, dass ich mich für viele Themen begeistern kann – da muss es nicht immer um die offensichtlichen Probleme des Alltags gehen.
Auf cocodibu stieß ich am Ende meines Masters eher durch Zufall. Da ich München schon lange als neue Wahlheimat für mich auserkoren hatte, machte ich mich frühzeitig auf die Suche nach passenden Unternehmen und stolperte dabei über die humorvolle und inzwischen ziemlich berühmte Stellenausschreibung von cocodibu, in der sie nach einer „PR-Trulla“ suchten. Nach all den immer gleich klingenden Job-Floskeln war das eine willkommene Abwechslung und so war schnell klar: Da will ich mich bewerben! Meine fehlenden Vorkenntnisse, was das Digitale betrifft, waren für mich überhaupt kein Hindernis. Ganz im Gegenteil: Der neue Themenbereich weckte meine Neugier und versprach, wieder etwas ganz anderes dazu lernen zu können.

2. Wie war Dein Bewerbungsgespräch?

Aufregend – so wie Bewerbungsgespräche nun einmal sind. Zum Glück gaben die beiden Chefs mir von Anfang an ein sehr angenehmes Gefühl, sodass sich meine Anspannung schnell legte. Am tollsten für mich war, auch direkt einige meiner (vielleicht) zukünftigen Kolleginnen kennenlernen zu dürfen. Das fehlt bei vielen anderen Vorstellungsgesprächen ja leider komplett. Bei cocodibu war das aber ganz anders und so fiel es mir die Vorstellung nicht schwer, bald selbst an einem der Bürotische zu sitzen.

3. Was hast Du in Deinem Volontariat gelernt?

Telefonieren, telefonieren, telefonieren – und dabei cool zu bleiben. Obwohl mir ansonsten das Schreiben sehr viel leichter fällt, ist auch das nach sechs Monaten bei cocodibu (fast) kein Problem mehr für mich. Inzwischen führe ich sogar einmal die Woche einen Call auf Englisch, wodurch meine leicht eingerosteten Uni-Skills gut in Übung bleiben.

4. Was hast Du noch nicht gelernt?

Einen Kunden als Speaker auf einem Event zu platzieren zum Beispiel.

5. Was war Dein Lieblingsprojekt während des Volontariats?

Die Wiesn ist natürlich immer ein Erlebnis. Deshalb war es cool, für unseren Kunden Nano Interactive das alljährliche Journalistentreffen anlässlich des Oktoberfests zu planen – und am Ende sogar mit dabei zu sein.

6. Wenn Du Chef von cocodibu wärst, dann …

… würde ich jedem Mitarbeiter eine Welpentherapie sponsorn – und zwar mindestens einmal im Monat!

7. Wie hat sich durch Dein Volontariat der Blick auf das Berufsleben verändert?

Nach der Uni hat man ja immer irgendwie Angst vor dem „Ernst des Lebens“, doch im Alltag stellt sich schnell die Erkenntnis ein, dass auch hier nur mit Wasser gekocht wird. Tatsächlich muss nicht immer alles bierernst sein. Zumindest mit meinen Kolleginnen gehört der ein oder andere Spaß definitiv dazu.

8. Was machst Du in zehn Jahren?

Hoffentlich auf einem Kreuzfahrtschiff in den Sonnenuntergang schippern und meinen 15. Bestsellerroman schreiben. Nein, Quatsch, Spaß beiseite! Wer weiß schon, was in zehn Jahren ist? Heute vor zehn Jahren saß ich vermutlich am PC und habe via ICQ mit meinen Freundinnen über die letzte Folge von „Deutschland sucht den Superstar“ gechattet. Damals hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich heute im schönen München lebe. Auf jeden Fall hoffe ich, dann immer noch etwas zu machen, das mir viel Freude bereitet.

9. Welcher Ordnungstyp bist Du?

Wie heißt es so schön? Das Genie überblickt das Chaos. Dabei bin ich eigentlich gar nicht mal sooo unordentlich. Es häuft sich einfach immer irgendwie alles an – Papierberg hier, Kaffee- und Teetasse da und den üblichen Kleinkram wie Taschentücher, Handcreme und Co. muss man als Frau natürlich auch immer parat haben. Um nichts aus den Augen zu verlieren, bin auch ich ein großer Fan von Notizblöcken und To-Do-Listen und damit fahre ich zum Glück auch ganz gut.

10. Du in den Augen Deiner Bürokollegen?

Anh: Noëlle war mir vom ersten Tag an sympathisch. Als ich ihr „damals“ die Tür öffnete und sie fragte, ob sie aufgeregt sei, bekam ich prompt die Antwort: „Ich hab‘ schon einen Herzinfarkt hinter mir. Jetzt geht’s aber.“ Damit war unsere Zusammenarbeit besiegelt. Seither unterstützt mich die Kommata-Expertin bei allen kleinen und großen Eskapaden des Arbeitsalltags.

Tea: Noëlle und ich sitzen uns gegenüber. Wenn sie nicht gerade mit Phrasen der deutschen Sprache jongliert, neigt sie schon mal dazu, im Duo bzw. Trio Balladen des ballermann’schen Klassikensembles zu trällern. Dies führt dazu, dass sämtliche Lachmuskeln aktiviert werden und wir uns kurzzeitig über unsere Bildschirme hinweg Face-to-Face auch mal sehen können.  Zudem besitzt sie einen unglaublich lustig-trockenen Humor. Avocado, Avocado. Das ist hier die Frage.

Habt ihr schon einmal in einem sehr großen Projekt zusammengearbeitet? Also einem wirklich großen? Dann wisst ihr sicher auch wie viel Zeit mit der Organisation drauf geht, mit Mails, Calls und Abstimmungsschleifen. Viele kleine Projekte laufen zu einem großen Projekt zusammen und falls es ganz übel kommt, müssen auch noch Dienstleister im zweistelligen Bereich koordiniert werden. Wie die Menschen das früher geschafft haben? Ganz ehrlich, keine Ahnung. Wie Menschen das heute schaffen lest ihr in unseren Tool-Checks. Meine Kolleginnen Christiane und Ann-Katrin haben bereits Google Drive und Microsoft Teams vorgestellt. Ich werde euch heute das Tool Asana näherbringen.

Große Projekte mit der Ruhe eines Yogis steuern

Laut der Unternehmenswebsite von Asana untersützt das Tool bei drei Dingen: „bessere Organisation“, „zielgerichtet Arbeiten“ und „Fristen einhalten“. Ziel ist es, die Menschen eine möglichst mühelose Zusammenarbeit zu ermöglichen. Kein Wunder also, dass sich der Name des Kollaborations-Tools an den Begriff für einzelne (ruhende) Yoga-Körperstellungen anlehnt. Und es stimmt wirklich: Asana bringt Ruhe in allzu vielseitige, unübersichtliche Projekte an denen viele Menschen aus vielen unterschiedlichen Abteilungen oder Bereichen beteiligt sind.

Von Skepsis zu Begeisterung

Für ein sehr großes Kundenprojekt habe ich in den letzten Monaten täglich mit Asana gearbeitet und ich gebe es zu, am Anfang war ich sehr skeptisch. Zwar empfinde ich Asana inzwischen als sehr intuitiv. Es dauert aber ein paar Tage – in denen man sich intensiv mit den Funktionen beschäftigen muss – um reinzukommen. Die Möglichkeiten sind einfach sehr zahlreich. Inzwischen kann ich mir aber gar nicht mehr vorstellen wie man das Projekt anders hätte organisieren sollen. Mit Mails und Telefonaten? Das hätte den Organisationsaufwand sicher verdoppelt.

Wie es funktioniert

Man kann sich Asana wie einen Stammbaum vorstellen. Über allem steht das eine große Projekt auf das alle hinarbeiten, darunter finden sich viele Teilprojekte, die wiederum in kleinere Projekte aufgespalten werden können. Das kann zum Beispiel das Großprojekt Unternehmenskommunikation sein, darunter befindet sich beispielsweise das Projekt „PR-Aktivitäten“, darunter dann die einzelnen Maßnahmen, z.B. „Pressemitteilung Etatgewinn xy“. Diese werden dann wiederum in die einzelnen Aufgaben gesplittet, z.B. „Pressemitteilung Input“, „Pressemitteilung Text“, „Pressemitteilung Freigabe“, „Pressemitteilung Übersetzung“ und „Pressemitteilung Versand“. Alle diese Aufgaben kann ich der jeweils zuständigen Person zuweisen, die wiederum die Aufgabe einer weiteren verantwortlichen Person zuweisen oder als erledigt markieren kann. Sind alle Unteraufgaben erledigt, kann die Aufgabe dann gesammelt als erledigt markiert werden und verschwindet aus der To do-Liste. Auf den Punkt „Fristen einhalten“ zahlt die Datumsfunktion bei Asana ein. Hier legt man für jede Aufgabe ein Fristdatum fest, bis wann diese erledigt sein muss. Außerdem gibt es bei allen Aufgaben sowohl ein Beschreibungsfeld als auch eine Kommentarfunktion und man kann bestimmten Aufgaben oder Projekten folgen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Passiert dort etwas oder ist eine meiner Aufgaben fällig, landet die Info in meiner Inbox. Wer möchte, kann sich auch Benachrichtigungen per Mail schicken lassen. Bei sehr umfangreichen Projekten würde ich aber wegen der E-Mail-Flut davon abraten.

Pro

  • Mit Asana ist es fast unmöglich den Überblick über ein Projekt zu verlieren
  • Ganz nach dem Prinzip von agilem Arbeiten ist Asana sehr transparent (alle Projektteilnehmer können zur selben Zeit über alle Informationen verfügen)
  • Asana verbindet sehr große Teams, egal wo sie arbeiten, aus welchen Bereichen sie kommen und wie viele Dienstleister beteiligt sind
  • Ermutigt dazu Projekte in kleinere Aufgaben aufzuteilen und gemeinsam daran zu arbeiten
  • Nach Einarbeitung sehr einfache Handhabung
  • Erspart bei konsequenter Nutzung unnötige Schleifen in der Kommunikation

Contra

  • Keine Messaging-Funktion, man ist daher auf weitere Tools wie z.B. Slack oder E-Mail angewiesen
  • Gefahr des Weiterdelegierens an andere Team-Mitglieder
  • Jeder kann Aufgaben als erledigt markieren oder Beschreibungstexte ändern; das kann zu Fehlern führen
  • Für kleine Projekte zu großer administrativer Aufwand
  • Mitglieder müssen sich an klare Kommunikationsregeln halten und das Tool konsequent nutzen
  • Keine Kontrolle durch z.B. Lesebestätigung, ob das Gegenüber die Aufgabe zugewiesene Aufgabe auf dem Schirm hat

Mein Fazit zu Asana

Gleichstand bei Pro und Contra! Dennoch überwiegen aus meiner Sicht die Pro-Argumente. Asana ist einfach praktisch, und ich bin begeistert von der Transparenz, die es gerade mir als Agenturmitarbeiterin und damit Dienstleisterin ermöglicht einen Überblick zu bekommen, was beim Kunden gerade passiert und welche Projekte gerade anstehen oder in der nächsten Zeit auf mich zukommen werden. Wer ein großes Projekt vor sich hat, der sollte auf jeden Fall auf die Funktionen des Tools zugreifen und sich damit unnötigen Organisationsaufwand ersparen. Was Asana aber dennoch nicht kann? Die interne Kommunikation ersetzen. Es kann sie bestenfalls unterstützen.