Marion Koppitz, Geschäftsführerin von i-pointing.

Unser Kunde i-pointing ist Experte in Sachen Präsentationsdesign und richtet seit April 2017 regelmäßig das Event-Format „PowerPoint-Karaoke für Startups“ aus – wir berichteten über die Auftaktveranstaltung. Was Marion Koppitz, Geschäftsführerin von i-pointing, aus rund acht Monaten PowerPoint-Karaoke gelernt hat, hat sie uns in einem Interview erzählt.

  1. Frau Koppitz, wieso PowerPoint-Karaoke?
    Singen kann ich nicht – ne, Spaß beiseite: Wir suchten einen guten Grund, nette Leute in unser schönes Büro zu locken – und PowerPoint können wir, im Gegensatz zum Singen, ausgezeichnet.
  2. Das Format PowerPoint-Karaoke gibt es bereits seit 2008. Wie kamen Sie darauf, sich 2017 ausgerechnet auf die Zielgruppe „Startups“ zu spezialisieren? In München entwickelt sich gerade – trotz Unkenrufen – eine starke Startup-Szene. Wir wollten eine Bühne schaffen und den Kontakt zu unseren Kunden, die eher aus der Corporate-Welt stammen, herstellen. Außerdem finden das unsere jungen Kollegen sooo schick. 🙂
  3. i-pointing überarbeitet die Pitch-Präsentationen der Startups im Voraus. Welche PowerPoint-Fehler sind Ihnen besonders häufig aufgefallen? Die neuen Fehler sind die alten. Die Präsentatoren stecken so tief in der Thematik, dass Sie oft vergessen, den Zuhörer mit nachvollziehbaren Gedanken abzuholen.
  4. Welchen Rat würden Sie anderen Unternehmen mitgeben, die darüber nachdenken, eine eigene Event-Reihe auf die Beine zu stellen? Eine Frage muss zu Anfang und auch währenddessen befriedigend beantwortet werden: Warum mache ich das? Und dann zielgerichtet den Event darauf ausrichten.
  5. Welches Startup oder welches Thema hätten Sie bei einer der nächsten Veranstaltungen gern dabei? Unbedingt, passend zu unserem Behufe, mehr innovative neue (Grafik-)Design Themen – mal sehen wen oder was wir dazu noch finden.
  6. Bei welchem der präsentierten Startups würden Sie selber einsteigen bzw. investieren? Ehrlich? In fast alle, die bislang bei uns waren. Sehr eloquente und kundige Gründer. Aber Schuster, bleib bei deinen Leisten – ich investiere in i-pointing, einem 17 Jahre alten Startup, das immer noch sehr innovativ ist.

Alle Infos zur Veranstaltung und den nächsten Terminen gibt es auf www.reversed-pitching-by-i-pointing.de

Volles Haus beim PowerPoint-Karaoke

 

 

Treten Sie näher, treten Sie näher. Gar schauriges wird sich Ihnen offenbaren. Ein Blick reicht und Sie werden Ihren Augen nicht trauen. Nur die mutigsten Seelen unter Ihnen werden den Blicken der Grausamkeiten standhalten.

Wer jetzt Kuriositäten aus dem frühen 20. Jahrhundert erwartet, wird enttäuscht werden. Aber glücklicherweise mangelt es auch dem frischgeschlüpften 21. Jahrhundert nicht an Fragwürdigem. Und natürlich – wie sollte es anders sein – liegt der Ursprung im Internet. Genauer gesagt in den grauenvoll beliebten Stock-Foto-Datenbänken. Sie suchen ein Bild zum Thema Mitarbeiter? Ein Klick und zack, grinst Ihnen ein topmotiviertes Team entgegen, ein Mitarbeiter reckt auch noch freudestrahlend den Daumen nach oben. Oder das Team ist angeregt am Diskutieren, oder es blickt ganz verträumt, in trauter Einigkeit in den PC. So ein tolles Projekt. Nichts als strahlende Gesichter. Wie im echten Leben halt.

Roboter, Zahlen und die Farbe Blau

Wem diese Stock-Fotos schon die Tränen in die Augen treiben, der sollte jetzt eventuell auf einen anderen unserer Blog-Beiträge ausweichen. Denn: Hier kommt die Digitalisierung. Es gibt beinahe kein Medium, das sich nicht doch irgendwann einmal dazu verleiten ließe, eines dieser Fotos zu nutzen. Was ein richtig tolles Stock-Foto zum diesem Thema mitbringen muss? Definitiv die Farben blau und schwarz. Vor allem Zahlen. Definitiv Zahlen und Buchstaben. Das ist so 101001, total technologisch. Wie in Matrix. Außerdem – und das scheint sehr wichtig zu sein: ein menschlicher Schädel, am besten ohne Haare. Vielleicht sparen wir uns ja in Zukunft den Friseur. Oder Roboterschädel, die sich in Zahlen auflösen oder Gehirne. Gehirne in Form des Sonnensystems, leuchtend. Eine Supernova menschlicher Intelligenz. Oder einfach nur Roboter. Viele Roboter. Man fragt sich, was die Stockfoto-Industrie ohne den Film iRobot gemacht hätte. Will Smith sei Dank! Und noch besser: Wortwolken, blaue Wortwolken. Oder ein Tunnel aus Zahlen. Oder ein Mann, der sein Hemd aufreißt und darunter … blau leuchtende Zahlen, was sonst? Massen von Terminatoren durchstreifen das Netz. Arnold Schwarzenegger als Racheengel der Künstlichen Intelligenz.

Ebenfalls unangefochtener Teil der Hitliste des Grauens: der Datendiebstahl. Menschliche Silhouetten, ganz in schwarz und natürlich Zahlen im Hintergrund. Richtig brenzlig wird es aber erst, wenn ein ganz bestimmter Stock-Foto-Protagonist die Bühne betritt: der Mann mit Kapuze. Digitale Menschen, seid gewarnt. Jetzt kommt’s dick. Buh! Da wird einem schon recht unheimlich zumute.

Buttons und Michelangelo

Aber natürlich schenkt uns die Digitalisierung jede Menge Nutzwert und damit jede Menge Buttons und Touchscreens. Diese dürfen natürlich auch auf den Stockfotos nicht fehlen. Die Auswahl ist riesig: Ein Mann, der auf eine Reihe von Apps klickt, ein Mann der mit seinem Finger eine Glühbirne zum Leuchten bringt oder ein Mann, der das Wörtchen „Change“ anklickt. Besonders schön: Die Erschaffung Adams von Michelangelo – aber ohne Adam, dafür mit Roboter. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ok, Kreativität ist dann vielleicht doch schon zu viel gesagt. Sagen wir mal: Das Angebot ist groß – nur eben irgendwie bescheiden.

Zum Glück gibt es aber auch ein paar wirklich gute Alternativen, die eben nicht nur die typischen Fotos bieten, die schon von weitem: „Stockfoto!“ brüllen. Auch hier empfiehlt es sich wieder, nicht gleich auf die ersten Suchergebnisse zu klicken und andere Datenbanken auszuprobieren. Unsplash ist wohl die bekannteste der alternativen Fotoseiten. Aber auch Pexels und eine Reihe weiterer Seiten wie Jay Mantri (ohne Suchfunktion) bieten qualitativ hochwertige Fotos mit CC0-Lizenzen, fernab des Einerleis aus blauen Zahlen, Robotern und glücklichen Teams.

Endlich Freitag und das Wochenende naht. Ihr sehnt euch nach zwei stressfreien Tagen, in denen ihr alles nachholen werdet, wozu ihr unter der Woche wieder einmal keine Zeit hattet. Wohnungsputz, einkaufen und Wäsche waschen stehen ganz oben auf der To Do-Liste – die wöchentliche Belohnung für fünf arbeitsreiche Tage. Da fragt man sich doch wirklich, wo der Spaß bleibt.

Hartes Leben… Doch wisst ihr eigentlich, dass unser Felix Musiker geworden ist, nur um euch aus eurem Alltagstrott entführen zu können? Cocos Hahn im Korb rockt schon einige Jahre die verschiedensten Bühnen und seit letztem Jahr auch mit seiner Band The Largest Planet On Earth.

Ihr wollt die coolen Boys kennenlernen? Wie wäre es mit heute Abend? Lasst eure Staubwedel fallen, werft euch in Schale, hebt bei der Sparkasse noch schnell ein paar Mark ab, versammelt euch ab 20 Uhr im Feierwerk (München-Westend) und lauscht den Klängen des lieblichen Alternatives und Stoner-Rocks.

Was Euch erwartet? Schaut selbst:

„Karaoke? Ich singe ganz sicher nicht! Auch nicht nach zwei Gläsern Sekt!“ Jaja, wer kennt das nicht. Da trifft man sich nichtsahnend mit Freunden in einer Bar und wird plötzlich vors Mikro gezerrt. Unsere Kundin Marion Koppitz von i-pointing betreibt Karaoke mit Leidenschaft – doch anders als ihr denkt.

Zum fünften Mal veranstaltet i-pointing nun das sogenannte Reversed Pitching, auch als PowerPoint-Karaoke bekannt, in der Rosenheimer Straße in München. Hier muss glücklicherweise niemand singen, denn hier wird gepitcht! Drei Startups rücken mit ihren Unternehmenspräsentationen an, die i-pointing vorher aufgepimpt hat. Aber Momentchen mal, die Veranstaltung heißt doch PowerPoint-Karaoke? Richtig! Jetzt kommt der Clou: Die drei pitchenden Startups stellen dabei die Präsentationen ihrer Konkurrenten vor. Sprich, sie werben nicht für ihr Startup, sondern für das des anderen Karaoketeilnehmers. Und das mit einer Präsentation, die sie vorher noch nie gesehen haben. Da sind Improvisationstalent und Schlagfertigkeit gefragt.

Blut geleckt? Das Event steigt morgen, am 30.11., zum fünften Mal und freut sich immer über interessierte Zuschauer. Alle Informationen findet ihr auch nochmal auf der Homepage: http://www.reversed-pitching-by-i-pointing.de/

Genießt es – ob vor oder vielleicht sogar irgendwann auf der Bühne? 😉

Wie sieht der Journalismus von morgen aus? Was müssen Journalisten heute schon können? Und wie werden sie sich künftig finanzieren? Es passiert gerade ziemlich viel in der Medienwelt. Welche Richtung dies nimmt, weiß keiner so genau. Und trotzdem: Junge, talentierte Schreiber zieht es weiterhin in den Journalismus. Wir stellen sie in unserer Reihe Junge Journalisten vor: Redakteure, Reporter, Blogger und Publizisten unter 33, die sich schwerpunktmäßig vor allem mit der Online-Branche beschäftigen. Heute im Gespräch: Brian Rotter, Redaktionsassistenz in der Online Redaktion von t3n.

Brian Rotter

1. Seit wann steht für Dich der Berufswunsch Journalist fest? Was gab den Ausschlag?
Puh, gute Frage. Das war ein schleichender Prozess würde ich sagen. So mit 15 habe ich angefangen für die Lokalpresse Spielberichte meiner Handballmannschaft zu verfassen. Da saß ich dann immer auf den Rückfahrten von den Auswärtsspielen mit Block und Kugelschreiber im Bus und habe die Berichte geschrieben. Aber ausschlaggebend war vermutlich meine damalige Politiklehrerin, die meine Hausarbeit über Kroatiens EU-Beitritt nur mit einer Drei bewertete. Der Grund: Mein Sprachstil wäre journalistisch und nicht wissenschaftlich genug, sie könne sich aber vorstellen, dass ich später im Journalismus Erfolg haben könne. Da habe ich mir gedacht, okay, wieso eigentlich nicht und der Berufswunsch stand.

2. Ist Dein Arbeitsalltag wie Du ihn Dir vorgestellt hattest, oder gab es im positiven wie negativen Sinne Überraschungen?

So wie es momentan läuft kann ich mich echt nicht beklagen. Ich arbeite hier bei t3n mit einem motivierten, jungen Team zusammen und meine täglichen Aufgaben gestalten sich auch abwechslungsreich. Positive Überraschungen sind natürlich die Dinge die nicht alltäglich sind. Teamevents aller Art stehen bei uns hoch im Kurs, von Picknick-Ausflügen, einer Schnitzeljagd oder einfach einem spontanen Grillen in der Mittagspause haben wir hier schon jede Menge coole Dinge unternommen.

3. Was war Dein skurrilstes Erlebnis bisher in Deiner Berufslaufbahn?
Das war tatsächlich in meiner Zeit bei Antenne Niedersachsen. Für eine On-Air-Promotion bei der wir in ganz Niedersachsen Cabrios versteckt haben, war ich mit einem Kollegen mal wieder unterwegs. Unser Ziel war es die versteckten Kameras einzurichten, mit denen wir die späteren Gewinner filmten. Da das natürlich nicht tagsüber passieren konnte, stiefelte ich gegen vier Uhr morgens mit Kameraausrüstung, Mikrofon und Co. durchs Unterholz um den optimalen Platz für die Kameras zu finden, die den unter Heuballen versteckten Mini einfangen konnten. Dunkelheit, Bodenbeschaffenheit und meine eventuell vorhandene Tollpatschigkeit sorgten am Ende dafür, dass ich an irgendetwas hängen blieb und mit einem lauten Krachen im Unterholz verschwand. Aber das war nicht das Skurrile daran. Skurril wurde es erst als ich sah über was ich da gestolpert war. Mit Handytaschenlampe bewaffnet konnte ich die leicht verwesten Überreste eines Fuchses ausmachen in dessen Rippenbögen ich mich verfangen hatte. Das war tatsächlich ein sehr skurriles Erlebnis während der Arbeitszeit.

4. Inwieweit nutzt Du das Social Web für Themen-Recherche und -Inspiration?
Klar gibt es auch im Social Web immer mal wieder interessante Themen und Ansätze, aber aktiv suchen tue ich in diesem Bereich nicht. Da hole ich mir die Ideen eher aus meinem guten alten Feed-Reader.

5. Blogger werfen (bewusst) viele der althergebrachten Regeln über den Haufen. Sie schreiben viel subjektiver, kommentierender. Wie wird das den klassischen Fachjournalismus Deiner Meinung nach verändern?
Ich bin ein Freund von diesem Stil. Wichtig ist jedoch, dass man als Journalist seinen eigenen Stil entwickelt und dann unabhängig vom Medium wo die Artikel publiziert werden auch beibehält. Natürlich sollte gerade im Fachjournalismus eine gewisse Seriosität gewahrt werden, allerdings ist es für mich persönlich oft lesenswerter wenn Geschichten erzählt werden und nicht stumpf Fakten vermittelt werden.

6. Ein Artikel über Dich: Welche Überschrift müsste der haben?
„Große Klappe viel dahinter“ wäre denke ich passend. Ich bin nicht auf den Mund gefallen und spreche manchmal schneller als ich denken kann, aber dennoch hat alles was ich sage Sinn und Verstand. Meistens zumindest 😉

7. Was ist Dein Trick, um ruhig Blut vor dem Redaktionsschluss zu bewahren?
Eine gute Organisation ist für mich am Wichtigsten. Selbst wenn es stressig ist und kurzfristig Sachen umgeworfen werden, sollte man sich immer bewusst machen was die Hauptaufgaben sind und diese dann angehen. So ist bei uns am Ende immer alles rechtzeitig fertig gewesen. Gerade in der finalen Phase ist es auch wichtig, unwichtige Tasks abzugeben oder aufzuschieben um sich voll und ganz auf das Projekt konzentrieren zu können.

8. Wie schaltest Du vom Job ab, oder denkst Du rund um die Uhr an die Headline von morgen?
Das kommt immer ganz drauf an was gerade so auf meinem Schreibtisch liegt. Es gibt Tage da sitze ich in der Straßenbahn auf dem Weg nach Hause und plane schon den nächsten Tag durch, aber es gibt auch Tage wo ich mit dem ersten Schritt aus dem Büro Feierabend im Kopf habe. Noch habe ich mir auch noch keine Apps zugelegt die etwas mit der Arbeit zutun habe, auch um abschalten zu können, aber wer weiß wie lange das noch möglich ist. Ansonsten ist mein Abend und mein Wochenende fast immer verplant und ich bin viel unterwegs, da spielt die Arbeit dann auch keine große Rolle mehr und ich gehe motiviert in den nächsten Tag.

9. Wenn wir hier mal den besten Fachartikel küren würden: Welchen Deiner Berichte würdest Du einreichen? Und warum?
Dafür habe ich noch zu wenig Artikel geschrieben die ich hier einreichen könnte. Aber ich habe ein paar Ideen, ich kann mich ja nochmal melden wenn ich soweit bin 😉

10. Kein Mensch ist perfekt. Welchen Ratschlag wolltest Du Deinem Chefredakteur immer schon mal geben?
Wenn mir etwas auf dem Herzen liegt spreche ich das auch an, von daher habe ich gerade absolut nichts was ich ihm mit auf den Weg geben wollen würde 🙂

11. Was machst Du in fünf Jahren?
Wenn alles so läuft wie ich mir das wünsche bin ich irgendwo auf der Welt Sportjournalist. Aber selbst wenn das bis dahin nicht geklappt hat wäre ich schon zufrieden mit meinen dann immer noch jungen 28 Jahren einen festen Job in der Journalismusbranche zu haben.

Vor gesunder Ernährung ist niemand mehr sicher. Die breite Masse der Sport- und Ernährungspropheten predigt: Du bist, was du isst. In etwas abgewandelter Form gilt das auch für uns digitale Kommunikationsexperten. Unser Leitmotto: Du bist, was zu zeigst – ob online oder offline. Das klingt jetzt zunächst wie ein Ratschlag für all diejenigen, die ihr Glück als Influencer versuchen wollen, hat aber eine gänzlich andere Stoßrichtung. Unser Ziel im Web: die Social Media-Muskeln spielen lassen und für die Unternehmen repräsentative, informative und unterhaltsame (Social Media-) Kanäle aufzubauen, die weder langweilen noch zu aufdringlich sind. Die Relevanz einer ordentlichen Social Media-Präsenz ist inzwischen jedem klar. Der Zuspruch schwankt zwischen notwendigem Übel und willkommener Möglichkeit zur Kommunikation nach außen und innen.

Die digitale Vitamin-B-Bilanz aufpolieren

Nicht mehr ganz so rosig sehen das viele Kunden aber, wenn es um das Thema Blog geht. Sozusagen das digitale Äquivalent zum Spinat. Wenig beliebt, trotzdem ganz gut für die (digitale) Vitamin-B-Bilanz, also wichtig. So ist der Blog der Content Hub für alle Social Media-Aktivitäten und eine gar nicht mal so teure Möglichkeit für das Unternehmen nach außen zu kommunizieren, sich selbst darzustellen und ganz nebenbei auch eine SEO-Kur für die Webseite.
Entsprechend euphorisch preisen wir den Blog auch bei unseren Kunden an. Doch noch halten sich einige Vorurteile. Aber wieso ist das eigentlich so?

(Vermeintlich) ein riesiger Berg an Arbeit

Die scheinbare Hürde, die ein eigener Corporate Blog darstellt, lässt viele Kunden davor zurückschrecken. Als Begründung wird meist ein riesiger Berg an Arbeit angegeben, den die Verantwortlichen auf sich zurollen sehen. Das ist nur zu verständlich, schließlich weiß jeder, wie viel Zeit einem täglich für Zusatzarbeiten bleibt – so gut wie keine. Dass es so manch einem vor Spinat graut, mag wahr sein, dass Blogs zwangsläufig zu einem immensen Berg an Mehrarbeit führen, ist aber ein Mythos.
Jedes Unternehmen kann es mit oder ohne Hilfe schaffen, da alles eine Sache der Planung und der Erwartungen an den eigenen Blog ist. KPIs sollten deshalb nicht zu hoch angesetzt werden. Setzen Sie sich realistische Ziele und bestimmen Sie Ihre Zielgruppen. Manche Blogs sollen bestehende und potentielle Kunden ansprechen, andere potentiellen neue Mitarbeitern einen Einblick ins Unternehmen geben. Wiederum andere sollen in erster Linie Multiplikatoren – also Journalisten – ansprechen. Nur weil sich nicht aus jedem Blog-Beitrag sofort ein Lead oder neuer Kollege ergibt, heißt es nicht, dass Sie damit keinen wertvollen Beitrag in Ihrer Kommunikation leisten. Es kommt auf das große Ganze an, das Bild, das Sie nach außen darstellen.

Für jedes Problem eine Lösung

Sie müssen nicht in Dauerschleife Inhalte erstellen und das Rad neu erfinden. Ein bis zwei Beiträge in der Woche reichen schon aus. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter in die Pflicht. Wenn jeder etwas zum Blog beiträgt, verteilt sich die Last auf viele Schultern und bedeutet so nur einen minimalen Aufwand pro Person und Zeiteinheit. Natürlich schreibt nicht jeder gerne und manche ergreift die blanke Panik, wenn ein weißes Papier vor ihnen liegt. Aber das ist lösbar. Entwickeln Sie Formate, die regelmäßig auf dem Blog erscheinen. Das können Fragebögen, aber auch Rankings oder kurze, bildstarke Beiträge sein. Einen Fragebogen beantworten kann jeder und der Vorteil dabei ist, dass die meisten Menschen wesentlich lieber Interviews lesen – die sind schließlich authentischer. Fragebögen sind aber nicht nur etwas für Mitarbeiter. Nutzen Sie Ihre Community. Interviews mit anderen Experten schaffen Mehrwert und machen das Unternehmen sympathisch, denn nichts ist schlimmer als pausenlose Eigenwerbung.

Ist der erste Schritt einmal gemacht, verliert der Unternehmensblog schnell an Grauen. Der digitale Vitamin-B-Spiegel steigt und spätestens, wenn Sie der erste Kunde oder Bewerber auf Ihren gelungenen Blog anspricht, sind alle Strapazen vergessen. Gedruckte Visitenkarten reichen eben nicht mehr aus.

Egal ob Media-, Kreativ-, Digital-, PR-, Content- oder Social Media-Agentur: Der Wettbewerb in der Agenturbranche ist hart und intensiv. Wenn man als Agentur nicht in die Empfehlungsfalle tappen will („Wir verlassen uns weitestgehend darauf, dass uns zufriedene Kunden weiterempfehlen“), ist strategisches Eigenmarketing eine zwingende Basis für die Akquise von Neugeschäft. Theoretisch steht dafür auch das komplette Marketing-Instrumentarium zur Verfügung. Neben den Standards (PR, Suchmaschinenwerbung und eine mobil- und suchmaschinenoptimierten Webseite, Events, Webinare, Whitepaper & Co.) erwärmen sich viele Agenturen nur ungern oder zögerlich für die sogenannte Kaltakquise.  

Dabei kann man potentielle Kunden auf Xing anschreiben, handschriftliche Briefe oder ausführliche Mailings verfassen.Man kann aber auch den Hörer in die Hand nehmen. Christina Brandoni, Gründerin und Inhaberin der Firma Erstkontakter, ist seit gut zehn Jahren auf die Telefonakquise für Agenturen spezialisiert. Wir fragen sie, wie man in der Praxis vorgeht:

Christina Brandoni, Gründerin und Inhaberin von Erstkontakter, einem auf Telefonakquise für Agenturen spezialisierten Unternehmen

Christina, Du rufst einen Marketingleiter an, der hörbar schlechte Laune hat. Vielleicht hatte er Streit mit seiner Frau, vielleicht hat ihn sein Chef genervt. Wie eröffnest Du das Gespräch?

Christina Brandoni: Je nach Gesprächspartner intuitiv: Hallo Herr …, kann es sein, dass sie gerade nicht bester Dinge sind ;)? Die Sonne scheint :)! Erwische ich Sie ungünstig? Oder überrasche ich Sie mit meinem Anruf? Vielleicht stecken Sie gerade gedanklich in irgendwelchen Excel-Statistiken..? Kann ich Sie aufheitern 🙂 ? Oder soll ich zu einem späteren Zeitpunkt wieder anrufen?

Das klingt nach sonnigem Gemüt und freundlich. Jetzt arbeitet Ihr bei „Erstkontakter“ hauptsächlich in der Telefonakquise für Agenturen und Dienstleister aus dem Bereich Marketing? Ist die Werbung eine besonders schwierige Branche für Kaltakquise?

Christina Brandoni: Es ist eine besonders schöne Branche: Spannend, lebendig, dynamisch. Wir lieben es Menschen in „unserer Agenturlandschaft“ zu verbinden. Vor gut zehn Jahren habe ich mich bewusst für die Werbebranche entschieden und würde es genau so wieder machen!

Was muss Euch eine Agentur zuliefern, bevor ihr mit der Akquise für sie startet?

Christina Brandoni: Ein ausführliches Briefing mit klarer Positionierung, eventuell vorhandene Adressen, Präsentationen, einen Email-Account inkl. Signatur und eine Kalenderübersicht.

Und dann ruft Ihr einmal an und das Neugeschäft ist im Kasten, oder?

Christina Brandoni: Au ja! Das würde mir auch Spaß machen! Das ist aber eher ein Glückstreffer und die große Ausnahme. Ein erfolgreiches Akquiseergebnis ist das Resultat gut aufgebauter Kontakte und Beziehungen. Wir bleiben kontinuierlich, sympathisch und verbindlich dran und passen den richtigen Zeitpunkt ab. Beziehungsweise erinnert sich der potentielle Kunde bei Bedarf an uns und kommt auf uns zu. „Früher oder später kriegen wir euch“ – Welche Werbung war´s? 😉

Gerade gegoogelt! Darauf einen Fruchtzwerg ;-)! Trotzdem wollen Eure Kunden doch ziemlich sicher von Euch wissen, wie lange es im Schnitt dauert, bis der erste Neukunde im Kasten ist! Gibt es da einen Erfahrungswert?

Christina Brandoni: Das ist von vielen Faktoren abhängig. Je besser die potentiellen Kunden ausgewählt sind und zur Agentur passen und je überzeugender die Agentur beim Ersttermin ist, desto schneller ist ein Auftrag im Kasten.Das Erfolgsrezept ist der kontinuierliche und langfristige Aufbau der Kontakte. Auch weil die potentiellen Kunden nicht immer sofort bei Anruf Bedarf haben oder vielleicht noch in bestehenden Agenturverträgen stecken. Anhand unserer ausführlichen (und manchmal amüsanten) Gesprächsdokumentationen merken unsere Kunden sehr schnell, dass wir was bewegen und dass New Business kein Zufall sein muss!

Du hast Dich an der Stelle diplomatisch um eine konkrete Antwort gedrückt, deshalb geht’s jetzt an Eingemachte! Wie viel muss man monatlich investieren, damit sich der Erfolg einstellt? Und bekommt Ihr Provision für jeden Neukunden?

Christina Brandoni: Ab einem Volumen von 10 Stunden im Monat kann man uns zu einem fixen Stundensatz zzgl. einer Provision bei erfolgreichem Neugeschäft beauftragen.

Jetzt haben Agenturen ja oft eine ganz eigene Positionierung und Vorstellung davon, was sie kreativ und sonst so leisten. Wie nehmt Ihr den Auftraggebern die Skepsis, ob Ihr den USP der Agentur im Akquisegespräch auch wirklich rüberbringt?

Christina Brandoni: Am wenigsten oder gar nicht skeptisch sind Agenturen, die ihren USP kennen und diesen selbst gut vermitteln können! Je konkreter das Briefing und die Kernaussage desto einfacher ist es für uns, überzeugend und authentisch die Kompetenzen der jeweiligen Agentur zu transportieren. Manche Agenturen machen sich aufgrund der bevorstehenden Akquise noch mal konkret Gedanken über ihren USP. Im Zweifelsfall würden wir ihnen einen Workshop bei euch empfehlen 🙂

Wie wird man erfolgreiche Telefonakquisiteurin. Studieren kann man das ja wahrscheinlich nicht, oder?

Christina Brandoni: Die wichtigsten Eigenschaften als Erstkontakter sind: Authentizität, Schlagfertigkeit, Empathie um den Gesprächspartner zuhören zu können und sofort zu wissen, wo wir ihn gerade abholen. Echtes Interesse am Gegenüber! Außerdem eine schnelle Auffassungsgabe und Flexibilität für die Inhalte der einzelnen Projekte. Sympathische Beharrlichkeit ohne aufdringlich zu sein, Zuverlässigkeit und natürlich eine gute Ausdrucksweise inklusive angenehmer Telefonstimme.

Weil wir hauptsächlich Werbeagenturen und Kreativdienstleister bedienen, ist Knowhow im Bereich Marketing oder Agentur von Vorteil. Apropos: ich bin gerade auf der Suche nach weiteren Erstkontaktern! Falls sich jemand angesprochen fühlt und richtig Lust auf den Job hat, gerne eine Email an kontakt@erstkontakter.de

Dann danken wir für das Gespräch, Christina. Oder wie beendet man ein Gespräch am besten so, dass sich der Gesprächspartner gerne an einen erinnert?

Christina Brandoni: Auch Dankeschön für das Gespräch! Und ich freue mich schon auf´s nächste Mal 🙂

P.S.: Und wenn Telefonieren oder Mailen doch keinen Erfolg bringt, überrascht man den Kunden „auf Augenhöhe“ im Büro.

 

 

 

 

 

Es ist noch gar nicht lange her, da haben uns die Pressekollegen von humedica e.V. unsere Kollegin Esther weggeschnappt. Da wir aber nicht nachtragend sind, beteiligen wir uns natürlich auch dieses Jahr wieder mit zwei Päckchen bei der humedica-Weihnachtsaktion „Geschenk mit Herz“. Worum geht es dabei? Kindern, die unter normalen Umständen an Weihnachten kein Päckchen in den Händen halten würden, eine Freude zu bereiten und ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Die Päckchen erreichen unter anderem Kinder in Brasilien, in Indien, auf den Philippinen, auf Haiti, in Rumänien und natürlich auch bei uns in Deutschland.
Wie man mitmachen kann? Einfach einen schön verzierten Schuhkarton schnappen, Aufkleber festkleben, wie hier angegeben befüllen, Grußkarte ins Päckchen, Deckel drauf, Päckchen mit einem Gummiband verschließen und ab zu einer der bayernweiten Sammelstellen! Wem das jetzt irgendwie zu schnell ging, der schaut einfach Esther zu, die es sehr sympathisch noch einmal erklärt:

…und hier kommt auch schon der nächste Neuzugang bei den cocos: Hey, ich bin Anh. 23 Jahre alt und die neue Volontärin bei cocodibu.

Doch fangen wir einmal beim Urschleim an: Ich wurde in Halle an der Saale als Phuong Anh Nguyen geboren. Warum ich das so explizit sage? Naja, meine Eltern wollten mich eigentlich „Lien Xo“ nennen, was aus dem Vietnamesischen übersetzt „Sowjetunion“ bedeutet – dann lieber noch „Harper Seven“ oder „North West“. Jedenfalls verbrachte ich meine Kindheit und Schulzeit in diesem süßen Städtchen. Mit dem Abitur in der Tasche, entschied ich mich direkt im Anschluss, für mein Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaft nach Dresden zu ziehen. Dort angekommen, begann für mich das Studentenleben ganz nach dem Jodel-Post:

„Studieren ist wie Schlittenfahren.
Nur ohne Schlitten.
Und ohne Schnee.
Und ohne Spaß.
Aber geht bergab.“

Okay, ganz so dramatisch war’s nicht 😉 Neben der sehr effektiven Technik des Bulimielernens, wobei ich mich zwei Wochen vor der Klausurphase ins unterste Stockwerk der Bibliothek verkroch und „dahinvegetierte“, habe ich gelernt, dass es okay ist, Fehler zu machen. Denn selbst wenn Vorhaben nicht zum Erfolg führen, wird man doch um eine Erfahrung reicher und neue Perspektiven erschließen sich.

Wie ich zu cocodibu gekommen bin? Nachdem ich mein Studium im Juli so gut wie in der Tasche hatte, dachte ich, dass es mal wieder Zeit für frischen Wind wäre. Das Ziel war auch schon klar: Ab in den Süden! Es geht nach München! Dort wollte ich schon immer einmal leben. Denn zwischen den Bergen, so nah an Italien, fühlt es sich für mich dauerhaft wie Urlaub an. Da ich bereits einige Erfahrungen im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeitsarbeit gesammelt habe und mich dort pudelwohl fühle, kam für mich als nächste Karrierestation auch keine Alternative, als der PR-Bereich, in Frage. Hoch motiviert und offen für neue Herausforderungen ging es also für mich in die Bewerbungsphase. Besonders positiv fiel mir bei der Suche nach passenden Unternehmen das lustige coco-Video zum PR-Alltag und natürlich der Blog auf. Ehe ich mich versah, war ich schon mittendrin.

Und hier bin ich. Ich freue mich auf eine tolle Zeit bei cocodibu und hoffe, euch ab und an mit Blogbeiträgen unterhalten zu können. Bis dahin: haltet die Ohren steif! 🙂

Was tut ein Sales Manager, der bei der Telefonakquise einfach niemanden erreicht? Noch mehr Kontakte heraussuchen? Verzweifeln? Oder die beiden Brüder und Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vom St. Galler Atelier für Sonderaufgaben beauftragen. Die haben den Vertriebler der glas+raum AG nämlich einfach dort hingebracht, wo die potenziellen Kunden sitzen – inklusive seines Büros.

Was nach einem PR-Gag aussieht, ist ernst gemeint. Nach Aussage der Schweizer Konzeptkünstler ist der gezeigte Sales Manager jeden Freitag mit seinem Büro unterwegs, um neue Kunden zu finden – mit Erfolg.

Dass Marketing und Kommunikation von Unternehmen auch abseits von TV-Spots, Plakaten, Display Ads und Pressemitteilungen stattfinden können, hat die mittlerweile dritte UBX (Useful Brand Experience) Konferenz der Münchner Agentur Virtual Identity mit diesem und vielen anderen Beispielen eindrucksvoll bewiesen. Immer mit dem Ziel im Hinterkopf, dem Kunden ein nützliches Erlebnis zu bieten, zeigten Unternehmen wie BMW, Direct Line Group, die Techniker Krankenkasse und der FC Bayern München ihre UBX Cases. Daneben gab es sechs verschiedene Doing Sessions rund um Virtual und Augmented Reality, Future Trends, Little Bits, Daten, Content Marketing und Prototyping.

In den Doing Sessions

In der Content Marketing Session erläuterten zwei Vertreter von Telekom Entertain, welche Themen besonders gut funktionieren und ließen ihre Zuhörer per Handy-App raten, welcher von jeweils vier gezeigten Artikel-Teasern am häufigsten geklickt wurde. Die Moral von der Geschicht‘: Disney- und Horrorthemen funktioniert am besten – vielleicht eine Anregung für die nächsten Gastbeiträge von cocodibu?

Krönender Abschluss der eintägigen Konferenz war die Keynote von Rand Hindi, Data Scientist aus Paris. Er erläuterte in seinem Vortrag „How AI makes technology disappear“ eindringlich, welche Möglichkeiten künstliche Intelligenz uns eröffnet – und welche nicht. Denn diese habe ihre Grenzen, so der Gründer und CEO von Snips, einer Voice Platform für Connected Devices. Ziel von künstlicher Intelligenz sei es vorrangig, Technologie so in den Alltag zu integrieren, dass sie unsichtbar ist. Denn niemand würde sich düstere Zukunftsdystopien wünschen, wie sie in Filmen wie Das fünfte Element, Blade Runner oder Terminator gezeigt werden. Dass die Maschinen irgendwann intelligenter sein werden als wir, das sei seines Erachtens nicht möglich – wenn, dann nur in Kombination mit einem menschlichen Gehirn. Bleiben wir also gespannt, was die Zukunft bringt!

Rand Hindi erklärt das exponentielle Wachstum von Connected Devices und künstlicher Intelligenz.