Marketing im Dark Social, also die Distribution von Markeninhalten über Messaging-Dienste, ist relativ neu. Doch die Sache hat einen Haken: Was privat über Kanäle wie WhatsApp und Facebook Messenger geteilt wird, ist nicht direkt messbar. Wohl auch deshalb zögern viele Unternehmen noch. Ein Fehler.

Vor allem die Sport- und Musikbranche ist bereits einen Schritt weiter: Adidas etwa baute in 15 Großstädten weltweit sogenannte Squads auf – Netzwerke, die aus jungen, fußballbegeisterten Influencern bestehen. Die hier vorgestellten News verbreiteten die Markenfans wiederum an ihre Anhänger. Eigentlich klassisches Influencer Marketing – mit dem Unterschied, dass der Sportartikelriese keinen großen Wert darauf legt, dass die Inhalte öffentlich geteilt werden. As Kalkül: Content, der nur privat geshared wird, ist exklusiv und und hat damit einen höheren Stellenwert beim Rezipienten. Ein Mechanismus, der auch in der Musikbranche gerade en vogue ist: Die Sängerin Rihanna und ebenso der Rapper Drake nutzten Dark Social bereits, um ihre aktuellen Alben zu promoten. Rihanna etwa teilte zusammen mit ihrem Sponsor Samsung lediglich Hinweise mit einer ausgewählten Gruppe von Fans, bevor sie schließlich den aktuellen Link ihres Videos mit all ihren Fans teilte. Alles sollte so privat wie möglich wirken.

Dieses Konzept der vertraulichen Kommunikation wird auch „Tribecasting“ genannt. Damit gemeint ist das frühe Einbinden einer ausgesuchten Kerngruppe von Fans – und zwar die Passioniertesten unter ihnen –, die das exklusive Material nach und nach über ihre privaten Kanäle – also im Dark Social – teilen und so gezielt die Neugier von Influencern und im zweiten Schritt auch die der breiten Masse wecken. Ziel ist dabei den Spannungsbogen über einen längeren Zeitraum möglichst hoch zu halten.

Die Mediaagentur MediaCom – Kunde von cocodibu – empfiehlt für den Einsatz von Dark Social werbungtreibender Unternehmen in den Bereichen Kreation und Distribution folgende drei Punkte:

  • Speziellen Content, der an Dark Social bzw. Light Social angepasst ist
  • Personalisierte Nachrichten, die auf die für das Dark Social ausgewählte Anhängerschaft ausgerichtet sind
  • First Release Channels, auf denen eine besondere Fangemeinschaft Zugang zu ausgewähltem Content hat

Was macht man eigentlich als PR-Beraterin bei cocodibu? Für alle, die sich das schon einmal gefragt haben, gibt es jetzt die Antwort auf watchado.

Als wir durch die XING New Work Awards auf das Portal watchado aufmerksam geworden sind, waren wir gleich begeistert: Menschen aus allen (un-)vorstellbaren Berufen erzählen über ihre Arbeit und ihren Werdegang, um jungen Leuten bei der Berufsorientierung zu helfen. Coole Sache – aber halt, da fehlt doch noch etwas! Aus dem Bereich PR und Kommunikation gab es zwar schon einige Videos, aber kein PR-Berater aus einer Agentur hatte bisher seinen Job vorgestellt. Komisch… Das musste natürlich sofort geändert werden!

Also wurde Bene von Flamboyant Media samt Kamera und Beleuchtung engagiert und schon ging es los. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:

In den letzten Wochen haben uns Christiane und Johanna sowie Nadine und Ann-Katrin schon ihre Lieblings-Klingeltöne vorgestellt. Heute sind Vera und Esther an der Reihe und verraten ihre (früheren) Klingeltöne.

Vera und Esther

Vera: Mr. Bombastic

Mmhh, Mr. Lover Lover… Throwback to 2006, als Mr. Bombastic von Shaggy bei jedem Anruf aus meinem Samsung SGH-E350 schrillte. Warum genau dieser Song? Ich weiß es nicht mehr… An die peinlichen Situationen, wenn das Handy in der Bahn oder sogar einmal im Unterricht klingelte, erinnere ich mich allerdings noch sehr gut. Er hat die Leute um mich herum auf jeden Fall immer zum Lachen gebracht – und mir einen roten Kopf beschert. 😉 Dieser Ton war übrigens gefolgt von Bibi Blocksbergs „Hex Hex“. Mittlerweile bin ich aber auf die weniger spektakuläre Standard-Variante Xylophon von Apple umgestiegen.

Esther: The Imperial March (Darth Vader’s Theme) 

Komische Blicke in den Öffentlichen (oder gerne auch mal an der Supermarktkasse) ernte ich ziemlich oft. Mit komisch meine ich auch eigentlich eher verschreckt. Sobald aus meinem Handy in voller Lautstärke der Imperial March aus Star Wars schallt, scheinen einige Leute damit zu rechnen, dass gleich Darth Vader um die Ecke gebogen kommt. Dementsprechend hektisch schauen sie sich dann auch nach der Quelle um – und siehe da, statt Vader ist es dann doch nur ein weniger erschreckendes Mädel mit Yoda-Handyhülle. Die Kombination führt dann meistens dazu, dass sich das hektische Umdrehen nach einem möglichen „Ich bin dein Vater“-Flüstern ziemlich schnell in ein Grinsen verwandelt. Wenn ich nachts mal alleine im Dunkeln unterwegs bin, schalte ich mein Handy lieber auf Vibrationsalarm – sonst erschrecke ich mich noch selbst.

… die neue Volontärin bei den cocos.

Ich beherrsche zwar auch die korrekte deutsche Rechtschreibung und Grammatik, jedoch möchte ich auch ein wenig mit dem Geist der Zeit gehen – auf rosa Glitzerwolken hinter dem bunten Regenbogen beispielsweise. 🦄 🦄 🦄

Aber jetzt nochmal a gscheids Servus!

Ich heiße Bianca und auch wenn man es mir nicht anhört, bin ich geborene Münchnerin. Von klein auf wohne ich in der schönen Stadt an der Isar und bis auf ein paar Auslandsaufenthalte hat es mich nie irgendwo anders hingezogen – zumindest nicht für längere Zeit.

Nur ein paar Monate bin ich nach dem Abi in der Weltgeschichte rumgegurkt. In Thailand habe ich drei Monate versucht, kleinen Kindern Englisch beizubringen – so semi-erfolgreich, aber die Erfahrung war es wert. Und das Land, das ich in diesen drei Monaten kennenlernen durfte, sowieso. Danach ging es nach Down Under, wo mich – back to civilisation – zwei Monate lang die australische Ostküste faszinierte (so wie gefühlt 5 Mio. andere Deutsche auch).

Was ich sonst so treibe, wenn ich nicht unterwegs bin? Ich lese sehr gerne, vor allem in meinem kuscheligen Lesesessel. Sonst unternehme ich viel mit meinen Freundinnen und bei schönem Wetter wird stets das Radl rausgeholt und an der Isar das Life genossen – #wasistdasfür1life.

Studiert habe ich übrigens auch: Germanistik. Denn Sprachen haben mich schon immer interessiert und das Studium der deutschen Sprache schien mir damals am sinnvollsten. Obwohl meine Liebe ja eigentlich mehr dem Italienischen gilt, wovon ich mir aber eher nicht so viel Fame versprach. Da die Anzahl der Stunden, die ich in der Uni verbringen musste, relativ gering war, konnte ich mich nebenbei in ein paar Werkstudenten-Jobs ausprobieren, war mal in einer Redaktion und mal im E-Mail-Marketing tätig. So habe ich nochmal mehr gemerkt, dass Schreiben der Shit ist – also auf zu neuen Abenteuern!

Mit Hunger nach mehr Praxiserfahrung und etwas Herausforderung führte mein Weg dann quer durch den Bewerbungsdschungel zu cocodibu, denn ein eventuelles Masterstudium wollte ich erstmal hinten anstellen. Zudem hörte sich PR für mich nach der perfekten Abwechslung von Texten, Telefonieren und, ehm, allem anderen an – und nicht ganz so fern von dem, was ich bereits ausprobiert habe. So hoffe ich, hier meine Erfahrungen einbringen zu können, meine Fähigkeiten auszubauen und vor allem, viel zu lernen.

Als die neue PR-Volontärin freue mich nun auf viele spannende Aufgaben. Das super Team ist schon mal die beste Voraussetzung für eine grandiose Zeit!✨

Nachdem Christiane und Johanna in der letzten Woche ihre aktuellen Top-Klingeltöne zum Besten gegeben haben, zeigen uns heute Nadine und Ann-Katrin, welche Melodie ertönt, wenn mal wieder das Handy klingelt.

 

 

Nadine: Tove lo – Habits (stay high)

„You are gone and I gotta stay high..all the time to keep you off my mind. Ohhho-Ohhho“, kennen Sie den Song noch? Vor zwei Jahren war das Radio regelrecht „high“ davon. Ich erinnere mich noch zu gut, wie er in sämtlichen Münchner Mainstream-Sendern rauf und runter lief. Meine liebe Kollegin Johanna schrieb in ihren vorangegangenen Beitrag, dass sie absichtlich keine Lieblingssongs als Handyklingelton umfunktioniere, damit sich die Wirkung nicht abnudelt – das versteh ich vollkommen. Allerdings hat sich dieser Effekt bei „Habits (stay high)“  auch nach zwei Jahren noch nicht bei mir eingestellt. Wahrscheinlich hab ich das aber auch dem häufig aktivierten Vibrationsalarm zu verdanken…

Ann-Katrin: And we danced von Macklemore

Mein Klingelton erinnert mich an meine Studentenzeit, denn Macklemore hat damals auf keiner Party-Playlist gefehlt. Das Lied begleitet mich tatsächlich schon seit einigen Jahren, allerdings höre ich es nur selten, da mein Handy meistens auf lautlos gestellt ist. Trotz alledem hat mich der peinliche Moment schon oft ereilt: im REWE an der Kasse. Mein Handy klingelt. Die Bridge des Liedes wird abgespielt und Macklemores Stimme dröhnt durch den kompletten Supermarkt. Das ist dann immer der Zeitpunkt, bei dem ich hektisch anfange meine Handtasche auszukippen, um nach dem Störenfried zu suchen. Zugegebenermaßen stelle ich mir auch jedes Mal vor wie es wäre, wenn ich singend und tanzend aufs Kassenband springen würde um dem Lied die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Irgendwann werde ich es vielleicht mal ausprobieren!

Nachdem Verena und Marvin letzte Woche die cocodibu Klingelton-Charts gestartet haben, legen diese Woche Johanna und Christiane mit ihren persönlichen Bimmelims nach.

Christiane – Coldplay “Viva la Vida”

Ein treibender, erwartungsfroher Rhythmus, gespielt von Streichern – die ersten Takte von Coldplays „Viva la Vida“ waren für mich die perfekten Töne, um mich kurz von meinem Handy aus dem Alltag reißen zu lassen. Spätestens, seit ich die sympathischen Briten im Sommer 2009 Open Air bei ihrer Viva la Vida-Tour in Hannover erleben durfte, bin ich großer Fan – und kann jedem Musikliebhaber einen Konzertbesuch ans Herz legen. Das Problem bei dem Song: Er gefällt mir auch nach Jahren immer noch so gut, dass ich ihn mir lieber anhöre, anstatt ans Telefon zu gehen…

Daher bin ich vor einiger Zeit dann doch auf einen Apple Standard-Klingelton umgestiegen. „An der Strandpromenade“. hat zwar was von Fahrstuhlmusik, aber die gefällt mir ja ziemlich gut, wie bereits im Dezember bei meinen liebsten Arbeits-Songs erwähnt. Wer Lust auf die zehnminütige Dauerschleife hat, dem sei dieses YouTube-Video ans Herz gelegt:


Johanna – Apple iPhone „Auftakt“

 Die Apple-Klingeltöne gefallen mir immer ganz gut, weil sie schlicht und unauffällig sind. Das sind die einzigen Ansprüche, die ich an Klingeltöne habe. Früher mochte ich „Save tonight“ von Eagle Eye Cherry als Klingelton ganz gerne, aber nach der x-ten Wiederholung konnte ich den Song nicht mehr hören. Damit der Zauber guter Lieder nicht verpufft, verwende ich lieber keine tollen (Lieblings-)Songs mehr. Heute nehme ich beim Klingeln von „Auftakt“ ab, dahinter steckt aber keine tiefere Bedeutung.

Im Dezember hat das gesamte cocodibu-Team ja schon einen Einblick in seine Office-Playlists gegeben. Jetzt wird es noch persönlicher: Wir verraten unsere Klingelton-Dauerbrenner, schließlich offenbaren diese ja eine Menge über den Smartphone-Besitzer. Den Anfang machen Marvin und Verena.

Marvin – Titelsong „Parks and Recreation“

Mein Klingelton ist seit Jahren der Titelsong meiner Lieblingsserie Parks and Recreation. Die Comedy-Serie erinnert stark an The Office und begleitet eine Gruppe Beamter in der amerikanischen Provinz. In Deutschland lief die Serie mit mäßigem Erfolg, wahrscheinlich kann man sich hier einfach nicht vorstellen, dass Beamte lustig sein können. Können sie aber, zum Beweis einfach mal Ron Swanson bei Youtube eingeben. Vielleicht steht Parks and Recreation der große Durchbruch hier auch noch bevor, schließlich hat mit Chris Pratt einer der Darsteller in Hollywood mittlerweile den großen Durchbruch geschafft.

Der Song selbst ist ein lockerer Jingle ohne Vocals, ein typisches Serien-Intro eben. Gut gelaunt, aber unaufdringlich, genau richtig für die S-Bahn. An dieser Stelle ein kleiner Insider-Tipp für alle Klingelton-Amateure: Wählt als Rufton niemals euren Lieblingssong – denn egal wie cool er ist, über Handylautsprecher hat er das Swagniveau von Sandalen mit Socken.

Verena – Should I Stay or Should I Go

Im Moment habe ich keinen richtigen Klingelton, sondern eine eher uninspirierte Melodie aus der Klingeltonliste meines Handys. Dieser Blogbeitrag ist aber ein guter Anstoß, um aus dem Klingelton-Einerlei auszubrechen und endlich wieder einen richtigen Song durch die S-Bahnen dieser Welt schallen zu lassen. Schließlich muss ich mir auf meinem Arbeitsweg oft genug „Lieder“ anhören, die sich auf einer Skala zwischen Barbie Girl und You’re beautiful befinden. Man ahnt: Meine Mit-Pendler sind nicht die Zurechnungsfähigsten unter den Musikfans.

Grund genug für mich, den Spieß umzudrehen und anderen meine Musik auf‘s Auge – oder eben Ohr – zu drücken. Ich entscheide mich für Should I Stay or Should I Go von The Clash. Das Lied ist eines meiner absoluten Gute-Laune-Lieder und eine meiner ersten Berührungen mit Punkmusik, an die ich mich erinnern kann. Die Riffs zu Beginn, das „Wuu!“ und der frühe Text eignen sich perfekt als Klingelton. Ich bin nämlich nicht die Schnellste, wenn es um das Annehmen von Anrufen geht (natürlich nur privat!). Meistens merke ich das Handy erst, wenn es schon zu spät ist.

Ähnlich wie bei Marvin, erinnert mich das Lied außerdem an eine meiner Lieblingsserien: Stranger Things. Der Song Should I Stay or Should I Go spielt in der Serie eine kleine Nebenrolle und ist immer wieder zu hören.

Wenn ich morgens schlaftrunken vor dem Spiegel stehe, erfasst meine neue Zahnbürste mit Ultraschalltechnologie genau, wie gut und sauber ich mein Gebiss (also die ersten und ihre Nachfolger) reinige. Festgehalten wird das Ergebnis – bis auf den Zahn genau – digital in einer App, die mir via Timer auch noch genau vorgibt, wie lange ich putzen soll (in fünf verschiedenen Varianten: clean, polish, white, sensitive und Gum care). Schaffen Philips, Oral B & Co. auf diese Weise, was meine Eltern versäumt haben? Mal schauen. Aber was passiert, wenn diese Daten über mein persönliches Zahnputzverhalten künftig nicht nur mein Zahnarzt bekommt, sondern über den Hersteller meiner Zahnbürste (bei dem ich als Person registriert bin) auch meine Krankenversicherung? Wird sie die Krone für den 1-7 noch übernehmen, obwohl ich den rechten Oberkiefer im vergangenen Jahr nur zu 74 Prozent sauber gehalten habe?

Willkommen in der schönen neuen Welt der HealthTechs und InsurTechs, die unser Leben in den nächsten Jahrzehnten prägen werden und gegen die ein Website-Cookie im Vergleich wirklich süß ist. Denn das Tracking-Zeitalter hat gerade erst begonnen und ihr erfolgreichstes Tool ist das Smartphone – gefolgt von Smartwatches, Fitnesstrackern sowie generell von Sensoren aller Art und Größe.

Was meinen Sie? Ist die elektrische, vollvernetzte Zahnbürste jetzt auschließlich ein Plus für die Mundhygiene? Oder ein Upselling-Trick der Industrie, damit Menschen für ihre Zahnbürste statt 3 € künftig etwa 150 € ausgeben? Oder als Produkt lediglich der Einstieg in eine personalisierte Versicherungswelt, in der Versicherer die Policen und/oder Leistungen an das Verhalten ihrer Kunden koppeln? Suchen Sie sich aus, was Ihnen gefällt. Aber denken Sie nicht, dass diese Entwicklung bei ihren Zähnen halt macht.

cocodibu war als Partner der DIA für die Pressearbeit im DACH-Raum zuständig

So zeigen beispielsweise Statistiken der Versicherer aus den USA, dass nach Jahren rückläufiger Zahlen die Unfälle seit einiger Zeit wieder zunehmen. Die Ursache: Das Smartphone. Angeblich nutzen 88 Prozent der Fahrer ihr Smartphone, während sie selbst am Steuer sitzen – und das während einem Fünftel der Fahrzeit, so die Macher der amerikanischen App Mojo. 71 Prozent der Fahrer tippen demnach sogar Texte, während sie fahren. Und weil das Smartphone nicht nur das Problem, sondern auch die Lösung sein soll, erhebt Mojo (die App soll demnächst auch nach Europa kommen) via Handy das Fahrverhalten. Wie schnell beschleunigt der Fahrer? Wie stark bremst er? Wie schnell fährt er? Hält er sich an Verkehrsregeln und vieles mehr? Das Ergebnis präsentiert die App in Form eines Rankings mit Score, in dem sich die Fahrer mit anderen messen und vergleichen können. Und die Daten – Sie ahnen es – könnten natürlich interessant sein für die KFZ-Versicherer, die den Tarif der Aggressivität oder Passivität der Fahrweise entsprechend anpassen könnten. Allein die Tatsache, dass die App das Fahrverhalten und die Smartphone-Nutzung misst, soll nach Angaben der Mojo-Macher dazu führen, dass drei Viertel der Fahrer sich weniger ablenken lassen.

Die Konferenz der DIA fand in einem alten Gaskessel statt – auf dem Gelände einer ehemaligen Gasfabrik, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstand, und heute als In- und Eventlocation dient

Das waren nur zwei von insgesamt über 50 Beispielen aus der Welt des Digital Healthcare- und InsurTech-Business, die Mitte Mai auf der „Digital Insurance Agenda 2017 (DIA)“ in Amsterdam präsentiert wurden. Die wichtigste globale Konferenz für die digitale Transformation der Versicherungsbranche präsentierte viele technische Lösungen, von denen der Abschluß einer Versicherung via Smartphone oder Facebook Messenger Chatbot innerhalb weniger Minuten, die am wenigsten spektakulären waren.

Die Konferenz zeigte nämlich: Sowohl InsurTechs als auch Versicherern ist es bewusst, dass die neuesten technischen Errungenschaften nichts nützen, wenn es ihnen nicht gelingt, den Kunden dafür zu gewinnen. Deshalb setzen die meisten Lösungen im Kern auf einen Dreiklang: Messen, Monitoren, Motivieren.

Das Messen übernehmen in der Regel das Smartphone und andere Tracker. Das Monitoren und Auswerten der Daten kann nahezu in Echtzeit – auch mit Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz – in der großen Cloud erfolgen. Die größte Hürde ist das Motivieren. Warum soll sich beispielsweise ein Autofahrer freiwillig darauf einlassen, dass seine Fahrweise komplett kontrolliert wird? Warum soll das Mitglied einer Krankenversicherung die Daten seines Schrittzählers oder Fitnesstrackers preisgeben?

Niedrigere Tarife als Belohnung für „vernünftiges/gesundes“ Verhalten sind dabei nur ein Aspekt. Insbesondere die InsurTechs haben verstanden, dass die Belohnung darüber hinaus gehen muss. Vielleicht stellt die private Zahnzusatzversicherung künftig Elektrozahnbürsten. Und vielleicht zahlt die Krankenversicherung bald einen Teil des Fitnessstudios, wenn das Mitglied seine Besuche regelmäßig aufzeichnen lässt. Zusätzlich wichtig ist jedoch der „Gamification“-Aspekt, also die spielerische Note beim Erheben der Daten, der Vergleich mit anderen und die Möglichkeit zur Selbstoptimierung. Nur ein Beispiel dafür ist der „Gesundheitsindex“ der Health-App dacadoo.

Die Versicherer wissen auch, dass es im ersten Schritt in der Regel vor allem die gesunden bzw. am wenigsten risikobehafteten Zielgruppen sind, die bereit sind, für personalisierte, meist niedrigere Tarife oder bessere Leistungen die eigenen Daten preiszugeben. Die große Masse an Kunden, Mitgliedern und Patienten mit all ihren großen und kleinen Schwächen zur Teilnahme an getrackten Programmen zu bewegen, ist die – im Vergleich zur Technologie – wesentlich größere Herausforderung. Denn wenn es bessere Tarife für „gesundes/vernünftiges“ Verhalten gibt, müssen im Umkehrschluss die, die sich weniger an vorgegebene Verhaltensregeln halten, dann mehr zahlen?

Eine Frage, die die Branche in diesem Stadium des Marktes natürlich ungern beantworten will. In anderer Hinsicht, das zeigt die DIA deutlich, haben die InsurTechs auf jeden Fall schon gelernt. Statt am Anfang allzusehr auf Konfrontation zu den etablierten Playern zu gehen (wie es viele FinTechs gemacht haben), setzen die meisten Startups im Versicherungsbereich auf Kooperation. Entweder sie bieten Technologie und Prozesse als B2B-Lösung an, die das Geschäft der Versicherer vereinfachen und beschleunigen. Oder sie stellen den etablierten Konzernen sogar Whitelabel-Produkte, die diese in ihre Infrastruktur integrieren können. Scheinbar haben die InsurTechs von den FinTechs gelernt, dass der Aufbau einer Marke für Endkonsumenten langwierig, teuer und mühsam ist. Und weil starke Marken beim Verbraucher über einen großen Vertrauensvorschuss verfügen, bieten uns ja vielleicht Philips, Braun & Co. demnächst auch gleich Zahnzusatzversicherungen zur Zahnbürste an.

P.S. : Die sechs innovativsten Insurtechs der DIA, die in Amsterdam mit dem Diamond Award ausgezeichnet wurden, stellt der Versicherungsmonitor im einzelnen vor.

Das amerikanische InsurTech Hover zeigt, wie aus Smartphone-Fotos ein detail- und maßstabsgetreues 3D-Modell eines Hauses entsteht, mit dessen Hilfe bei Schäden leichter die Instandsetzungskosten kalkuliert werden können.

In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Marion Koppitz, Chief Executive Officer bei i-pointingDeutschlands Premium-Anbieter für Präsentationserstellung, was sie am Wochenende vorhat.

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?
Freitags immer spätestens 18 Uhr.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren?
Ein Rundgang durchs Büro.

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?
Konzeptionelle Dinge, über die man mal etwas länger nachdenken muss – immer und auch sehr gerne!

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?
Meist bin ich erreichbar.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?
Ein Glas Wein mit meinem Mann und dem Austausch des „Shit of the Day“. Dabei handelt es sich nicht – wie man meinen könnte – um etwas was andere falsch gemacht haben, sondern jeder bewertet für sich die größte Fehlleistung, falsche Entscheidung, Fettnäpfchen. 🙂

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?
Mit meinem Mann (und unseren drei kleinen Quessant-Schäfchen).

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?
Ja oft, und meist gerne – hier werden neue Ideen kreiert und alte Probleme diskutiert.

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?
Auf unser altes Bauernhaus im Rupertiwinkel, die Ruhe dort, das „Abbremsen“.

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?
Gemeinsam mit meinem Mann Einkaufen gehen und kochen.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?
Ja, die verrate ich aber nicht.

11.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?
Je nach Anlass, Sport am Morgen, Designer zum Essengehen am Abend.

12.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?
Zur Zeit: Borgen, die dänische Antwort auf „House of Cards“.

13.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?
Ganz sicher die morgendliche Joggingrunde, je nach Lust und Laune, machmal 5, manchmal 15 Kilometer.

14.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Ja, ich habe einen spannenden Termin mit einem möglichen Kooperationspartner – solche Termine mache ich eigentlich lieber Freitags, diesmal hat es leider erst am Montag geklappt.

…So könnte der Titel meiner Blogvorstellung lauten, wenn ich mich nicht zügeln müsste. Aber keine Angst, ich fasse mich kurz:

Ich heiße Ann-Katrin, frisch 27 Jahre alt und seit Mai Volontärin bei den cocos. Und wie ich dazu gekommen bin? Naja, Mathe war nicht unbedingt mein Lieblingsfach – viel zu viele Zahlen. Eigentlich mochte ich die Schulfächer am liebsten, in denen man viel reden durfte. Mein Bruder nennt mich schmeichelnd logorrhoisch. Der Grieche übersetzt es als krankhafte Geschwätzigkeit oder Sprechdurchfall. Diese charmante Art liegt wohl in unseren Genen.

„Bedarf keiner Worte“ ist nicht mein Motto. Deshalb war schnell klar, dass ich in der Szene der extrovertierten Verrückten gut aufgehoben bin. In meinem Medien- und Kommunikationsstudium habe ich das gefunden, was mich begeistert: das Schreiben. Du kannst nur in dem richtig gut sein, was dir wirklich Spaß macht. Das Studium in Calw, der Hermann-Hesse-Stadt, hat mir meine Stärken gezeigt. Meine Findungsphase wurde sicher auch durch meine Wahlheimat Tübingen unterstützt. Die verwunschene Stadt, die keine rechten Winkel besitzt. Jede Hausfassade in einer anderen Farbe gestrichen. Ja, ich habe mich im Schwabenländle pudelwohl gefühlt. Doch wenn es am schönsten ist, sollte man seine Zelte abbrechen. Auf zu neuen Ufern – vom Neckar zur Isar. Immer mit im Gepäck: meine zahlreichen Instrumente und mein Freund. Naja, eigentlich hat mein Freund mich dieses Mal mit im Gepäck – aber ich wollte ja nicht abschweifen 🙂 Zurück zur Chronologie:

Servus München! Hallo schönste Stadt Deutschlands. Endlich bin ich da, I hope you’re prepared.

Hallo cocodibu. Wir werden eine wunderbare Zeit miteinander haben, das spüre ich.

Hallöchen liebe Blogleser, wir werden sicher öfter voneinander hören. Über Kommentare freuen sich hier nämlich alle!

Landkarte mit Fähnchen

Einige Menschen und Orte, die ich trotz großer Entfernung nicht aus den Augen verliere.