Vor einer Woche startete „Emoji – Der Film“ in den deutschen Kinos. Den kann man jetzt gut finden, muss man aber nicht. Was aber richtig gut läuft, sind Emojis. Das beweist nicht nur gefühlt jede Mama mit täglichen Smiley-gespickten WhatsApp-Nachrichten. Lustige Zeichenkombinationen, die Gesichtern ähneln gibt es schon seit Ewigkeiten: das früheste Emoticon ist übrigens 🙂 – 1982 tauchte es zum ersten Mal auf. Emojis sind sozusagen die Emoticons 2.0. Sie gibt es schon seit Ende der 90er Jahre – aber sie stellen im Gegensatz zu ihren Vorläufern eben richtige Bildchen dar. Heute sind sie aus unserer alltäglichen Kommunikation nicht mehr wegzudenken, oder? 🤓 Sogar der Duden hat das Wort „Emoji“ jetzt offiziell aufgenommen.

Und wenn man die Zahlen betrachtet, kann man davon ausgehen, dass Emojis das nächste Trend-Thema in der Werbung werden 🙈. Laut einer Studie sind die Interaktionsraten auf Instagram-Posts 17 Prozent höher, wenn Emojis genutzt werden. Mittlerweile nutzen über 90 Prozent aller Internetuser Emojis für ihre Kommunikation im Netz.

Vorsicht bei Gemüse

Angesichts solcher Zahlen sollte es für Marken und Unternehmen eigentlich auf der Hand liegen, sich die bunten Bildchen mal ein bisschen näher anzusehen. Allerdings gibt es wie bei allen neuen Marketingformen natürlich auch beim Emoji Marketing einige Stolperfallen, die es zu meiden gilt.

So ist es zum Beispiel nicht wirklich cool, einen gesamten Post mit möglichst vielen Emojis vollzuknallen. Ja, wir haben verstanden, dass Emojis gut sind – aber bitte nicht übertreiben. Und bitte setzt die Emojis nicht nur aus dem Grund ein, dass sie bei den jungen Leuten gerade angesagt sind. Denn das ist ungefähr genauso gekonnt, wie Waschmittel von Influencern in Federbetten bewerben zu lassen.

Aus der Kategorie überflüssig, unpassend und verwirrend: eine Pressemitteilung von Chevrolet.

chevrolet-pressemitteilung

Ist total klar, was gemeint ist, oder? Wer den Code jetzt auf die Schnelle nicht ganz knacken konnte, bekommt hier  die Übersetzung. In diesem Fall wäre weniger aber definitiv mehr gewesen.

In die gleiche Falle tappte auch Goldman Sachs. Die spickten einen Tweet zur Veröffentlichung einer Studie zu Millenials einfach mal mit ein paar total sinnvollen Emojis. Schließlich bewegen sich diese Millenials ja den ganzen Tag im Netz und kommunizieren ausschließlich über Nachrichten mit kleinen Bildchen. Diese Einstellung ging aber ziemlich nach hinten los – und sorgte für viel Hohn und Spott bei Twitter.

goldmansachs-tweet

 

Gerade global tätige Unternehmen tun gut damit, Emoji-Kampagnen möglichst national auszuspielen. Denn viele Emojis haben in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedliche Bedeutungen. Das Emoji, das wir normalerweise als trauriges Emoji 😪 kennen, bedeutet in Japan „schlafen“. Und wo wir gerade bei unterschiedlichen Bedeutungen sind: Vorsicht, bei der Verwendung von Gemüse-Emojis! Denn sagen wir es mal so: wirbt ein Bioladen mit einem Auberginen-Emoji 🍆, wird sich möglicherweise die falsche Zielgruppe angesprochen fühlen.

Emoji Marketing: So geht’s richtig

Ein Beispiel für gelungenes Emoji Marketing kommt von Domino’s Pizza. Die machten ihr Lieblings-Emoji nämlich kurzerhand zum Gegenstand einer interaktiven Werbekampagne. Schickte man auf Twitter ein Pizzastück-Emoji 🍕 an die US-amerikanische Kette, bestellt man automatisch eine Pizza (natürlich vorausgesetzt, man hatte einen Domino‘s Account, in dem der eigene Twitter-Handle hinterlegt war). Für die Kampagne gab es 2015 sogar den Sieg im Titanium Grand Prix in Cannes. Für die faulen Couchpotatoes unter uns ist das eine ziemlich geniale Idee.

Auch ziemlich erfolgreich im Emoji Marketing ist Coca Cola. Das Unternehmen macht immer mal wieder mit eigens kreierten Emoji-Hashtag Kombinationen von sich reden. 2015 waren sie die erste Marke, die auf Twitter einen eigenen Emoji bekam. Posteten User den Hashtag „#ShareaCoke“, erschienen dahinter zwei Glasflaschen im bekannten Cola-Look. Mit Erfolg: Die Kampagne generierte 170,500 Erwähnungen auf Twitter – innerhalb eines Tages.

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Meine Lieblings-Emoji-Kampagne kam zum Filmstart von Deadpool raus. Auf großen Billboards in Städten und an Highways in den USA wurde nämlich folgendermaßen für den Film getrommelt:

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Screenshot: Adweek.com

Zugegeben, es hat ein bisschen gedauert, die Botschaft zu entschlüsseln – aber der Lacher danach war umso größer. Für alle, die keine Lust auf entschlüsseln haben: Die Kombination liest sich auf englisch Dead+Poo+L. Und die frechen Emojis passen perfekt zum Film – denn der ist schließlich alles andere als brav und angepasst.

Generell sind Emojis also eine gute Sache im Marketing. Und sie haben einen riesigen Vorteil gegenüber unserer Schriftsprache: sie werden fast überall verstanden. Außerdem sind sie wunderbare Eyecatcher – und steigern so nachweislich die Interaktion mit Social Media Posts des Unternehmens.
Für diese lohnt sich der Einsatz von Emojis genau dann, wenn ein bestimmtes Emoji mit der eigenen Marke assoziiert wird. Dann fungiert nämlich jeder Nutzer als Markenbotschafter. Das ist vor allem bei großen Marken der Fall – kleine Marken müssen da schon ein bisschen mehr Hirnschmalz in die Kampagnen stecken.

3.650 Tage, 87.600 Stunden oder auch etwa 75.000 Tassen Kaffee nach unserer Firmengründung (der Start war am 1.7.2007) feierte cocodibu am Donnerstagabend sein 10-jähriges Jubiläum im Cowboy Club München e.V. Mit dabei waren: Etliche unserer Kunden, jede Menge Journalisten, aktuelle und ehemalige cocos sowie langjährige Freunde der Agentur. Zusammen haben wir es uns bei einem stilechten Barbecue, Fassbier und einem guten Glas Whisky einfach mal gut gehen lassen – ein paar schräge Gesangseinlagen inklusive :), die wir im Laufe der Woche in unserem Youtube-Kanal hochladen.

An dieser Stelle noch einmal ein offizielles und dickes Dankeschön an all unsere Gäste! Wir haben tolle Geschenke bekommen (unter anderem legendäre Bud Spencer und Terence Hill-T-Shirts für Christian und Stefan) und die Stimmung war einfach der Hammer.

Und für alle, die es mit dem Pferd leider nicht mehr pünktlich zur Ranch geschafft haben, gibt’s hier jetzt die Best-of-Bilder unserer Western-Party (Fotos: Alexander von Spreti. Danke, Alex!).

Die Cartwrights

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cocodibu vor dem Longhorn-Saloon des Cowboy-Club München

Mit Markennamen ist das so eine Sache. Wissen Sie was Innogy macht? Oder Livanova? Oder Aurubis? Alles Kunstnamen, meist für Firmen, die fusioniert haben oder Geschäftsbereiche zusammenlegen. Fantasienamen sind auch beliebt bei Startups, deren Lieblings-URL bei der Gründung schon belegt war: An Zalando, Kununu, Xing oder Tirendo haben wir uns schon gewöhnt, viele andere sagen einem rein gar nichts.

Auch in der Werbung stößt man öfter auf komisch klingende Agenturnamen: Zum goldenen Hirschen, Zur schönen Gärtnerin, 4für Texas, Dojofuckingyeah oder Torben,Lucie und die gelbe Gefahr. Klingt beim ersten Mal ziemlich schräg, als Differenzierungskrtíterium mag der ungewöhnliche Name taugen. Dagegen ist die PR-Branche, wirft man einen Blick ins Umsatzranking, relativ langweilig: Agenturen heißen oft so wie Ihre Gründer: Also (Vorname) Nachname PR. Oder sie spiegeln die Branche wider, in der sie tätig sind: IT-PR, Tech-PR, Health-PR oder ähnliches.

Vor der Aufgabe einen eigenen starken Markennamen für eine neue PR-Agentur zu finden, stand ich als Gründer vor exakt 10 Jahren und 3 Monaten. „Faltin PR“ schied aus zwei Gründen aus: 1. Ich mag es gar nicht, meine Person in den Vordergrund zu stellen. 2. Obwohl ich erst einmal alleine an den Start ging, wollte ich langfristig wieder einen Partner mit dazu nehmen. Und Partner auf Augenhöhe finden es gar nicht nett, wenn die Agentur „nur“ so heisst wie der Gründer. Das hätte bedeutet: Wenn Herr Schwarz Frau Weiß neu in die Agentur aufnimmt, muß alles Schwarz&Weiß werden. Unsere Agentur würde heute also Faltin&Krüger-PR heißen und wir hätten uns bereits zwei Jahre nach Gründung umbenennen müssen. Ein No-Go aus Sicht der Markenbildung für ein junges Unternehmen.

Ein generischer Name schied deshalb aus, weil meine frühere Agentur „dot.communications“ hieß. Da wollte ich nicht zu nah ran und IT- bzw. Tech-PR-Agenturnamen gibt es wie Sand am Meer. Also was machen, wenn man sich als „PR-Agentur für die digitale Wirtschaft“ positionieren und differenzieren  will? Diese Lösung kam (Achtung Klischee, stimmt aber wirklich) eines Morgens unter der Dusche. Warum nicht aus der englischen Übersetzung unserer Positionierung (communication consultants for digital business) ein Acronym bilden. also die Anfangsbuchstaben der einzelnen Worte kombinieren? cocodibu klang zwar extrem ungewohnt, aber eine erste Eingabe bei Google ergab: „Kein Treffer. Meinten Sie Krokodil?“ Und alle nötigen Domains waren noch frei.

Es folgte der Hausfrauentest: Menschen im eigenen Umfeld, die unvorbelastet ihre Meinung sagten. Am Ende des Test stand: ein großes Fragezeichen. „cocodiwie“ war dabei sicher die häufigste Frage. Auch der Telefonmeldetest „Christian Faltin, cocodibu“ fiel anfangs wenig erbaulich aus. Meist folgte ein leises Lachen und die Frage: „cocodiwas“? Die nächste Stufe: Ich wollte wissen, was der normale Mensch auf der Straße mit dem Namen cocodibu verbindet. Kollegin Sibylle Thiede (Danke Sibylle nochmals für Deinen Mut) und ich schnappten uns eine Kamera und überfielen mit dem Mikro schamlos Bürger auf offener Straße. Die Antworten waren echt lustig: cocodibu war wahlweise ein Vogel, eine Art Duplo, eine afrikanische Tanzart, ein Cocktail oder eine Insel in der Südsee.

Negative Assoziationen gab es gar keine. Im Gegenteil, die Befragten waren sich einig: cocodibu ist lustig oder macht Spaß! Ohne zu wissen, was cocodibu wirklich macht. Ich fand das so ermutigend, dass der Name blieb. Letztes Pro-Argument war: bebedeoh hat es mit einer ähnlichen Phonetik schließlich auch zu was gebracht.

10 Jahre später lacht in unserer Branche in der Regel keiner mehr über unseren Agenturnamen. Auch Bewerber finden ihn so normal, dass wir die Historie selten erklären müssen. Ab und zu fragt noch ein neuer Kunde, meist aus dem englischsprachigen Raum, kurz nach einer Explanation. Alle anderen werden wir dann ab sofort auf diesen Blogartikel verweisen. Und sollte das Agenturgeschäft eines Tages mal weniger spannend werden, bleibt uns als Rückzugsort immer noch die gleichnamige Vulkaninsel in der Südsee auf der Affen, Krokodile und Robinso Cruso wohnen – irgendwo zwischen Palau und Nanuya gelegen.

Kulturmarketing liegt bei Automarken voll im Trend. Mit Sponsorings von Konzerten, Lesungen oder Kunstausstellungen versuchen die Unternehmen, eine gebildete und kaufkräftige Zielgruppe zu erreichen. BMW ist dabei besonders aktiv, aktuell präsentiert  der Konzern sein sogenanntes „Art Car“ via Augmented Reality, wie die W&V in Ausgabe 29/2017 berichtet. Doch ausgerechnet in München bekommt BMW in Sachen Kulturengagement nun Konkurrenz. Der amerikanische Autobauer Cadillac veranstaltet aktuell die Ausstellung „Letters to Andy Warhol“ im Forum am Deutschen Museum. Wer in der bayrischen Landeshauptstadt lebt, hat garantiert schon davon gehört. Mit Radio-Spots, Out of Home-Werbung und Newsletter-Anzeigen steckt hinter dem Projekt eine beachtliche Media-Power. Als Ausstellungsort geben die Veranstalter das „Cadillac House“ München an – aus den Marketing-Ambitionen hinter der Veranstaltung macht Cadillac kein Geheimnis.

Auch nicht vor Ort: Neben zwei Ausstellungsräumen hat die Automarke den Großteil der Fläche für Luxuskarosserien reserviert, die man auch gleich Probe fahren kann. Der Übergang vom Ausstellungs- zum Verkaufsraum ist mehr als geschmeidig. Das wertvollste Exponat des „Popup-Museums“  ist Warhols Zeichnung eines Cadillacs. Ein Raum weiter ist dann auch ein ganz ähnlicher Wagen ausgestellt – ein echter Klassiker, wie man ihn aus alten Hollywood-Filmen kennt. Dieses Exemplar kann man leider nicht Probe fahren, dafür aber die neuen Modelle, die passenderweise direkt dahinter folgen.

Ist das nun cleveres Marketing mit Augenzwinkern oder ein dreister Sellout-Wolf im Kulturpelz? Sicher ist, dass die Ausstellung, die noch bis zum 6. August läuft, polarisieren wird. Unsere PR-Manager Marvin und Nadine haben „Letters to Andy Warhol“ besucht, um sich selbst ein Bild davon zu machen:

Marvin

„Letters to Andy Warhol“ lässt Marketer-Herzen höher schlagen. Die Aktion polarisiert und stellt sehr smart eine Verbindung zwischen Künstler und Marke her. Für Kultur- und vor allem Andy Warhol-Fans ist die Ausstellung aber eine Enttäuschung. Zwei Bilder, ein handgeschriebener Brief von Yves Saint Laurent an Warhol und dann wird es auch schon ganz schnell dünn. Eine Virtual Reality-Ecke und eine Foto-Box mit „Warhol-Filter“, vor der man sich ablichten lassen und dann seine Mail-Adresse preisgeben darf, sollen über den Mangel an Exponaten hinwegtäuschen. Von berühmten Gemälden wie den „Campbell’s Soup Cans“ oder dem „Triple Elvis“ fehlt jede Spur. An perfekt gestylten Cadillac-Mitarbeitern, deren Kunstinteresse wahrscheinlich genauso stark ist wie die Klimaschutz-Bemühungen amerikanischer Autokonzerne, mangelt es hingegen nicht. Ein paar hippe München-Blogger mag die Ausstellung beeindrucken – die anvisierte, einkommensstarke Bildungselite aber eher weniger.

Nadine

Hier ist sie, die von meinem lieben Kollegen Nix so schön abgestempelte Blogger-Szene: Heiß auf stylische Raumkonzepte, zukunftsweisende Gadgets wie VR-Brillen, elegant drapierte Gemälde und akkurat platzierte Edel-Karossen bin ich high vor Instagram-Ideen durch die Ausstellung geschwebt. Denn ich habe bekommen, was ich wollte: Eine süß gepackte Goodiebag, schicke Autos zum Anschmachten und lustige Selfies mit meinen Freunden in der Selfiebox – also all das, was mein Instagrammer-Herz in den Turbo-Modus hochfahren lässt. Mag sein, dass ich jetzt als absoluter Kulturbanause dastehe, aber ich steh‘ dazu: Bei mir zieht’s halt. Entsprechend halte die Ausstellung für eine absolut geschickt aufgezogene Marketing-Veranstaltung, die – klar – unter dem Deckmantel der Kultur daherkommt, mich aber dennoch vollkommen gecatcht hat. Dafür gibt’s neben den zahlreichen von mir abgefilmten Insta-Stories auch ein fettes Like. Mein einziges Problem an der Ausstellung: Das 600 PS starke Biest aus der exponierten Cadillac-Flotte stand nur für Besucher ab 27 Jahren zur Probefahrt zur Verfügung. Liebes Cadillac-Team, ein Tipp: Kenne Deine Zielgruppe! 😉

Nachdem wir vorletzte Woche in den Genuss von Esthers und Veras Lieblingsklingelton gekommen sind, verraten uns diese Woche Bibi und Franzi, zu welchem Klingelton sie denn so abgehen – oder auch nicht.

Klingelton Charts cocodibu Franzi Bibi

Franzi: Bob Dylan – Like a Rolling Stone

Um ehrlich zu sein, ich bin kein großer Fan von Klingeltönen. Daher ist mein Handy meistens auch auf lautlos. Mich stört hin und wieder einfach die ständige Erreichbarkeit, die das Smartphone zwangsläufig mit sich bringt und den damit verbundenen Druck, sofort reagieren zu müssen. Hört man das Geräusch einer Whatsapp-Nachricht, muss man natürlich auch nachschauen wer geschrieben hat. Manche stellen hier Rekorde von 50 Handychecks die Minute auf 🙂

Beim Anrufen ist es dasselbe. Klingelt das Telefon, geht man auch ran. Alles andere wäre zum einen womöglich unhöflich, zum anderen wurde man ja auch lange genug darauf konditioniert… Aber in dem Beitrag soll es gar nicht darum gehen, dass das Handy überhaupt klingelt, sondern was dann zu hören ist.

Wenn mein Handy auf laut gestellt ist (meistens daheim), ertönt „Like a Rolling Stone“ von Bob Dylan, wenn jemand anruft. Jetzt könnte man da jede Menge hineininterpretieren… Das Leben ist dynamisch, man selber immer in Bewegung, das einzig Stete ist der Wandel, etc. etc. Für den Song und meine persönliche Einstellung mag das durchaus zutreffen, für die Auswahl meines Klingeltons eher weniger. Das war purer Zufall bzw. hat sich einfach gut angehört (Liegt wohl am Song ;-)).

In dem Sinne schließe ich mit dem Song in einer besonders schönen Live-Version, zusammen mit den Stones. Sozusagen (Achtung Flachwitz) Rolling Stones zum Quadrat:

Bibi – Apple iPhone „Timba-Trommel“

Meinen Klingelton habe ich richtig kreativ aus der iPhone-Klingelton Auflistung ausgesucht. Damals, gefühlt im 18. Jahrhundert, als das iPhone 5 noch neu war. Jedoch habe ich nicht den Standardton gewählt, denn, seien wir mal ehrlich, sobald der iPhone-Klingelton-Den-Jeder-Hat in der Öffentlichkeit erklingt, zücken 50% der Menschen ihre Handys – #nervig. Der war also raus, und so ist es die rhythmische Trommel geworden. Zugegebenermaßen werde ich aber eher selten mit den afrikanisch anmutenden Klängen beglückt, denn mein Handy ist eigentlich 24/7 auf lautlos.

Ein zusätzlicher Faktor, der nicht unwesentlich in meine traurige Klingeltonlaufbahn hineinspielt, ist die Tatsache, dass ich einfach keine Ahnung habe, wie sich auf dem komplexen Apple-Gerät ein individueller Klingelton einstellen lässt. Oder ich bin einfach zu lätschert, es herauszufinden. Vielleicht werde ich mich aber doch irgendwann der Technik annehmen…

 

Marketing im Dark Social, also die Distribution von Markeninhalten über Messaging-Dienste, ist relativ neu. Doch die Sache hat einen Haken: Was privat über Kanäle wie WhatsApp und Facebook Messenger geteilt wird, ist nicht direkt messbar. Wohl auch deshalb zögern viele Unternehmen noch. Ein Fehler.

Vor allem die Sport- und Musikbranche ist bereits einen Schritt weiter: Adidas etwa baute in 15 Großstädten weltweit sogenannte Squads auf – Netzwerke, die aus jungen, fußballbegeisterten Influencern bestehen. Die hier vorgestellten News verbreiteten die Markenfans wiederum an ihre Anhänger. Eigentlich klassisches Influencer Marketing – mit dem Unterschied, dass der Sportartikelriese keinen großen Wert darauf legt, dass die Inhalte öffentlich geteilt werden. As Kalkül: Content, der nur privat geshared wird, ist exklusiv und und hat damit einen höheren Stellenwert beim Rezipienten. Ein Mechanismus, der auch in der Musikbranche gerade en vogue ist: Die Sängerin Rihanna und ebenso der Rapper Drake nutzten Dark Social bereits, um ihre aktuellen Alben zu promoten. Rihanna etwa teilte zusammen mit ihrem Sponsor Samsung lediglich Hinweise mit einer ausgewählten Gruppe von Fans, bevor sie schließlich den aktuellen Link ihres Videos mit all ihren Fans teilte. Alles sollte so privat wie möglich wirken.

Dieses Konzept der vertraulichen Kommunikation wird auch „Tribecasting“ genannt. Damit gemeint ist das frühe Einbinden einer ausgesuchten Kerngruppe von Fans – und zwar die Passioniertesten unter ihnen –, die das exklusive Material nach und nach über ihre privaten Kanäle – also im Dark Social – teilen und so gezielt die Neugier von Influencern und im zweiten Schritt auch die der breiten Masse wecken. Ziel ist dabei den Spannungsbogen über einen längeren Zeitraum möglichst hoch zu halten.

Die Mediaagentur MediaCom – Kunde von cocodibu – empfiehlt für den Einsatz von Dark Social werbungtreibender Unternehmen in den Bereichen Kreation und Distribution folgende drei Punkte:

  • Speziellen Content, der an Dark Social bzw. Light Social angepasst ist
  • Personalisierte Nachrichten, die auf die für das Dark Social ausgewählte Anhängerschaft ausgerichtet sind
  • First Release Channels, auf denen eine besondere Fangemeinschaft Zugang zu ausgewähltem Content hat

Was macht man eigentlich als PR-Beraterin bei cocodibu? Für alle, die sich das schon einmal gefragt haben, gibt es jetzt die Antwort auf watchado.

Als wir durch die XING New Work Awards auf das Portal watchado aufmerksam geworden sind, waren wir gleich begeistert: Menschen aus allen (un-)vorstellbaren Berufen erzählen über ihre Arbeit und ihren Werdegang, um jungen Leuten bei der Berufsorientierung zu helfen. Coole Sache – aber halt, da fehlt doch noch etwas! Aus dem Bereich PR und Kommunikation gab es zwar schon einige Videos, aber kein PR-Berater aus einer Agentur hatte bisher seinen Job vorgestellt. Komisch… Das musste natürlich sofort geändert werden!

Also wurde Bene von Flamboyant Media samt Kamera und Beleuchtung engagiert und schon ging es los. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:

In den letzten Wochen haben uns Christiane und Johanna sowie Nadine und Ann-Katrin schon ihre Lieblings-Klingeltöne vorgestellt. Heute sind Vera und Esther an der Reihe und verraten ihre (früheren) Klingeltöne.

Vera und Esther

Vera: Mr. Bombastic

Mmhh, Mr. Lover Lover… Throwback to 2006, als Mr. Bombastic von Shaggy bei jedem Anruf aus meinem Samsung SGH-E350 schrillte. Warum genau dieser Song? Ich weiß es nicht mehr… An die peinlichen Situationen, wenn das Handy in der Bahn oder sogar einmal im Unterricht klingelte, erinnere ich mich allerdings noch sehr gut. Er hat die Leute um mich herum auf jeden Fall immer zum Lachen gebracht – und mir einen roten Kopf beschert. 😉 Dieser Ton war übrigens gefolgt von Bibi Blocksbergs „Hex Hex“. Mittlerweile bin ich aber auf die weniger spektakuläre Standard-Variante Xylophon von Apple umgestiegen.

Esther: The Imperial March (Darth Vader’s Theme) 

Komische Blicke in den Öffentlichen (oder gerne auch mal an der Supermarktkasse) ernte ich ziemlich oft. Mit komisch meine ich auch eigentlich eher verschreckt. Sobald aus meinem Handy in voller Lautstärke der Imperial March aus Star Wars schallt, scheinen einige Leute damit zu rechnen, dass gleich Darth Vader um die Ecke gebogen kommt. Dementsprechend hektisch schauen sie sich dann auch nach der Quelle um – und siehe da, statt Vader ist es dann doch nur ein weniger erschreckendes Mädel mit Yoda-Handyhülle. Die Kombination führt dann meistens dazu, dass sich das hektische Umdrehen nach einem möglichen „Ich bin dein Vater“-Flüstern ziemlich schnell in ein Grinsen verwandelt. Wenn ich nachts mal alleine im Dunkeln unterwegs bin, schalte ich mein Handy lieber auf Vibrationsalarm – sonst erschrecke ich mich noch selbst.