In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Marcel Hollerbach, Chief Marketing Officer bei Productsupder führenden Cloudlösung für das Management von Produktdaten, was er am Wochenende vorhat.

Marcel Hollerbach CMO Producstup

Marcel Hollerbach, Chief Marketing Officer bei Productsup

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?
Um 19.30 Uhr.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren
Ich koche sehr gerne und schaue mir auf Chefkoch oder anderen Kochseiten noch Rezepte an, bevor ich auf dem Heimweg die Zutaten einkaufen gehe.

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?
Als Unternehmer ist man eigentlich immer am arbeiten. Selbst wenn ich nicht vor dem Laptop sitze, denke ich über Themen, Chancen, Herausforderungen, neue Marketingkonzepte, Partnerschaften etc. nach und schreibe mir viel auf, was ich unter der Woche angehen möchte.

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?
Da mein Privathandy auch mein Diensthandy ist: always on.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?
Ich spiele seit 25 Jahren Gitarre und Klavier und musiziere oft noch – seit Neuestem auch wieder mit einer kleinen Band.

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?
Mit meiner Frau und Freunden.

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?
Meine Frau arbeitet in der Personalabteilung einer großen Deutschen Wirtschaftsprüfung und erlebt auch sehr viele spannende Geschichten in ihrem Alltag, über die wir uns auch austauschen. In Personalfragen ist sie meine beste Beraterin. Mein Freundeskreis in Berlin besteht zudem aus sehr vielen Unternehmern. Da bleibt es nicht aus, dass man sich auch am Wochenende zu Themen wie Wachstum, Finanzierung, etc. austauscht.

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?
Die Wohnungseinweihung eines guten Freundes.

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?
Sonntag Abend Tatort schauen mit Familie und Freunden und sich darüber aufregen wenn mal wieder der Unternehmer der Mörder war.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?
Ich schlafe am Wochenende im Schnitt 5 Stunden länger als meine Frau und komme regelmäßig recht spät zum Frühstück.

11.) Was machen Sie am Wochenende, von dem Ihre Kollegen/Ihr Team sagen, würde/n: Donnerwetter, das hätte ich jetzt nicht erwartet?
Trampolin springen.

12.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?
Ich trage auch im Alltag keine Designer Klamotten sondern eher klassische Kleidung. Am Wochenende darf es gerne die Jogginghose sein.

13.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?
– Managing Happiness von Marcus Börner
– Ed Sheeran (Musik)
– Silicon Valley (Serie)

14.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?
Am Wochenende werde ich ein echtes BBQ ausprobieren und ein gutes Stück Fleisch 10 Stunden auf dem Grill räuchern.

15.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Wenn man liebt was man tut, muss man nie arbeiten, deshalb freue ich mich auch immer auf Montage. Eine neue Woche und neue Chance Großartiges zu leisten.

Storytelling ist im Marketing ja gerade in aller Munde. Dass sich Botschaften in Geschichten verpackt besser aufnehmen und erinnern lassen, haben mittlerweile viele werbetreibende Unternehmen verstanden. Doch es gibt immer noch Zweifler, Skeptiker und Gegner der bunten Geschichten.

Ich habe mich in der Akademie der bayrischen Presse gemeinsam mit neun anderen Teilnehmern drei Tage lang ausgiebig mit den Zielen, Methoden und Möglichkeiten von Storytelling befasst und fünf Gründe zusammengetragen, die dafür sprechen und gutes Storytelling ausmachen.

1. Menschen lieben Geschichten

Angefangen mit der Gute-Nacht-Geschichte von Mama oder Papa über Opas Märchenstunde bis zum Heldenepos im Kino: Menschen lieben Geschichten. Ist die Geschichte spannend genug, kann der Leser, Hörer oder Zuschauer oft gar nicht abwarten, wie sie endet. Diesen Effekt sollte man auch für seine Unternehmenskommunikation nutzen.

2. Authentizität

„Das Leben bietet die besten Geschichten, aber aufschreiben müssen wir sie selber.“ Dieses Zitat ist mir vom Seminar am besten in Erinnerung geblieben. In Zeiten von vielen vermeintlich „echten“ Einblicken in den Alltag von Freunden, Prominenten oder auch Unternehmen in sozialen Netzwerken wirken glattgebügelte Werbebotschaften nur noch platt. Wer dagegen ungeschönt aus seinem Unternehmens- beziehungsweise Arbeitsalltag erzählt, wirkt echt und greifbar.

3. Unterhaltung

Mal ehrlich, warum greifen wir zur Zeitschrift, Fernbedienung oder zum Smartphone? Weil es in erster Linie unterhaltsam ist. Natürlich möchte man sich auch informieren, etwas lernen und sich in einer unübersichtlichen Welt zurechtfinden, aber Unterhaltung ist immer noch der stärkste Anreiz für Mediennutzung. Wer als Unternehmen seine Zielgruppen nicht nur mit Werbung bombardiert, sondern spannende Geschichten in Form von Kunden- und Mitarbeitermagazinen, Corporate Blogs oder auch Videos anbietet, kann gezielt Aufmerksamkeit wecken, ohne plump und werblich mit der Tür ins Haus zu fallen.

4. Im Kopf bleiben

Ich habe mir früher in der Schulzeit Vokabeln und Grammatikregeln immer am besten mit Eselsbrücken – also kleinen Geschichten – merken können. Genauso ist es auch mit den Werten und Zielen von Unternehmen. Eingebettet in nachvollziehbare Geschichten, bleiben sie in der täglichen Informationsflut, die auf uns einströmt, viel besser im Kopf.

5. Kundenbindung stärken

Kundenmagazine oder andere Storytelling-Maßnahmen können die Kontaktzeit, die ein Kunde mit Ihrem Unternehmen hat, deutlich verlängern. Während von Werbung eher ein kurzfristiger Impuls ausgeht, wirkt das Lesen in Magazinen, das Stöbern in Blogs oder das Schauen mehrminütiger Videos langfristig. Auch wenn keine plumpen Calls to Action wie „Kauf mich“ den Leser zum Kauf anreizen, kann allein die Beschäftigung mit dem Unternehmen das Image positiv beeinflussen.

Reggy de Feniks, Mitbegründer der Digital Insurance Agenda, die 2017 zum zweiten Mal stattfindet.

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, vernetzte Geräte, Chatbots, Robo-Beratung: Digitale Technologien beeinflussen derzeit die gesamte Wirtschaft enorm – und damit auch die Versicherungsbranche. Aber welche dieser Entwicklungen wirken sich wie auf das Geschäft von Allianz, AXA, Ergo, HUK & Co. aus? Die Digital Insurance Agenda (DIA), die am 10. und 11. Mai in Amsterdam stattfindet, bietet für sowohl für die jungen InsurTechs als auch für die Entscheider aus alteingesessenen Versicherungsunternehmen die seltene Gelegenheit, sich in nur zwei Tagen auf den aktuellen Stand zu bringen. Wir haben mit den DIA-Gründern Reggy de Feniks und Roger Peverelli darüber gesprochen, was gerade auf der digitalen Agenda der Versicherungsbranche steht.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Digital Insurance Agenda zu veranstalten?

Roger Peverelli: Nachdem wir unser letztes Buch „Wie sich die Finanzbranche neu erfindet“ veröffentlicht haben, wurden wir in viele Vorstandsetagen von Versicherungen eingeladen. Und auch in unserer Arbeit als Berater für diverse große und kleinere Versicherer haben wir gemerkt, dass mittlerweile jeder verstanden hat, wie notwendig Innovation ist. Gleichzeitig schafft die neueste Technologie die Voraussetzung dafür, Kosten zu senken und dem Kunden näher zu kommen.

Reggy de Feniks: Als Einzelversicherer ist es fast unmöglich, die komplette InsurTech-Szene genau zu beobachten. Und umgekehrt finden es die InsurTechs sehr schwer, sich mit den Versicherungen zu vernetzen, da der Markt stark fragmentiert ist und es unzählbare, oft lokale Akteure gibt. Als wir das realisiert hatten, haben wir beschlossen, die Digital Insurance Agenda zu veranstalten.

Roger Peverelli hat zusammen mit Reggy de Feniks die DIA ins Leben gerufen uns verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungs- und Finanzbranche.

Welche Ziele setzen Sie sich mit der DIA?

Peverelli: Letztlich ist es das Ziel, Innovation in der Versicherungsbranche zu beschleunigen. Wir tun das, indem wir Führungskräfte von Versicherungen mit von uns ausgewählten InsurTechs zusammenbringen. Viele Versicherungsunternehmen sind mit digitaler Transformation beschäftigt, um Prozesse zu digitalisieren, im operativen Geschäft effizienter zu werden und Kosten zu senken. Manche setzen bereits digitale Lösungen ein, um ihr Geschäft zu verbessern: Dazu gehören Lösungen, um die Kundenbindung zu verbessern und Maklern, Vertretern und anderen Mitarbeitern mit direktem Kundenkontakt mehr Möglichkeiten zu bieten. Durch die Verbindung der Versicherer mit den besten InsurTechs werden die Unternehmen in die Lage gebracht, im Tempo mit den steigenden Kundenanforderungen und den digitalen technologischen Möglichkeiten zu bleiben. Dies führt zu einer besseren Leistung, sowohl für den Kunden als auch für die Versicherungsgesellschaft.

Wie werden die InsurTechs ausgewählt, die sich in Amsterdam präsentieren?

De Feniks: Wir haben eine recht vollständige Übersicht über alle Versicherungsunternehmen in der Welt. Momentan listen wir rund 1.000 in unserer Datenbank, aber die Zahl wächst jeden Tag. InsurTechs, die bei der DIA auftreten wollen, müssen sich bewerben und einen Auswahlprozess durchlaufen. Dabei schauen wir, ob ihre Lösungen wirklich innovativ und vor allem dazu geeignet sind, von Versicherungsunternehmen implementiert zu werden. Aber das wichtigste Kriterium ist, dass die Lösungen gegen die Herausforderungen wappnen sollen, denen Versicherungsunternehmen heute und morgen gegenüberstehen. Was sind die Einflüsse auf die Kosten, auf die Kundenzufriedenheit, auf die Maklerzufriedenheit?

Wie sieht das Programm der DIA aus?

Peverelli: Die DIA ist eine zweitägige Veranstaltung. Über 50 der von uns ausgewählten InsurTechs werden ihre Lösungen in zehnminütigen „Show & Tell“-Demos auf der Bühne präsentieren. Dabei gibt es keine Powerpoint-Slides, sondern echte Demos, damit jeder im Raum sehen kann, wie die Lösungen wirklich funktionieren und wie sie bei ihren eigenen geschäftlichen Herausforderungen helfen könnten. Wir freuen uns auf eine großartige Mischung aus Startups, ausgereiften Lösungen von innovativen Akteuren sowie den neuesten Informationen von namhaften Tech-Anbietern. Darüber hinaus teilen Branchenführer in fünf Keynotes und Podiumsdiskussionen ihr Wissen und geben Handlungsempfehlungen, wie die Zusammenarbeit mit InsurTechs erfolgreich wird. Auf der Bühne stehen werden unter anderem Amélie Oudea Castera, Chief Marketing & Digital Officer der AXA Group und Mark Klein, Chief Digital Officer von ERGO Digital Ventures.

Welche Trends und Innovationen prägen den Markt in diesem Jahr?

De Feniks: Derzeit können wir beobachten, dass künstliche Intelligenz und Machine Learning sich stark weiterentwickeln. Blockchain zeigt einige spannende Anwendungsfälle. Und das gleiche gilt für Connected Devices, Telematik und all den Mehrwert, den man aus Daten ziehen kann – nicht nur für das komplexere Versicherungsgeschäft, sondern auch für alle möglichen neuen Services. Darüber hinaus bemerken wir viel mehr Aufmerksamkeit für die Herausforderung, Makler und Agenten zu befähigen und zu stärken. Immer mehr Versicherungsunternehmen erkennen, dass die digitale Transformation auch eine Gefahr in sich birgt und sie sich dadurch noch weiter von den Kunden entfernen könnten. Wir sehen aktuell viele Chatbot- und Robo-Beratungslösungen, die Makler, Vertreter und andere dabei unterstützen, um bessere Gesprächen, eine verbesserte Zufriedenheit bei den Kunden und höhere Conversion-Rates zu erlangen.

Was ist das Zielpublikum der DIA und warum empfehlen Sie die Teilnahme?

Peverelli: Im vergangenen Jahr in Barcelona zählten wir 550 Besucher aus 36 verschiedenen Ländern, die die DIA zur größten Veranstaltung und „Must see“ im Bereich InsurTech und Versicherung weltweit gemacht haben. Die vertretenen Firmen variieren von den bekannten großen Namen bis hin zu kleineren Herausforderern und decken die ganze Bandbreite von Maklern, Versicherungen bis hin zu Rückversicherern ab. Die Jobtitel der Führungskräfte reichen von Innovations- und Forderungsmanagern über Leiter der Datenanalytik, Marketing Directors, IT-Führungskräfte, Digital Transformation Officers, Head of Change Management bis hin zu Chief Operating Officers und CEOs. Die DIA bietet eine großartige Gelegenheit, Fachkollegen aus der ganzen Welt zu treffen und Ideen zu teilen. Darüber hinaus ist es in meinen Augen die beste Möglichkeit, um in nur zwei Tagen zu lernen, was der aktuelle Stand der Technik ist und sich dazu inspirieren zu lassen, die eigenen Innovationen zu beschleunigen.

 

cocodibu ist offizieller Unterstützer der DIA Amsterdam 2017 und bietet interessierten Teilnehmern einen Sonderrabatt von 200 Euro auf den Eintrittspreis. Den Rabattcode DIA2017COCODIBU200 können Sie auf http://www.digitalinsuranceagenda.com/dia-amsterdam/#register einlösen.

Mit 750 erwarteten Teilnehmern aus 36 Ländern und über 50 InsurTechs auf der Bühne ist die DIA eines der weltweit größten Events für InsurTechs und Innovation in der Versicherungsbranche. Sie findet am 10. und 11. Mai 2017 in der Westergasfabriek in Amsterdam statt. Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.digitalinsuranceagenda.com/dia-amsterdam/.

Wie kann man das Thema PowerPoint in den Mittelpunkt stellen, Spaß haben und dabei auch noch neue Kontakte knüpfen? Unser Kunde i-pointing hat darauf eine passende Antwort gefunden: PowerPoint Karaoke, eine neue Veranstaltungsreihe für die Münchner Startup-Szene. Wer jetzt denkt, dass dabei gesungen wird, der liegt leider (oder vielleicht auch Gottseidank) falsch. PowerPoint Karaoke ist eine Abwandlung des klassischen Karaoke, bei dem die Teilnehmer nicht singen, sondern spontan einen Vortrag zu einer ihnen unbekannten PowerPoint-Präsentation halten. Dabei kommt es auf rhetorische Fähigkeiten, Spontanität, Improvisationstalent und eine gute Prise Humor an.

Natürlich konnten wir cocos uns dieses Highlight im Münchner Eventkalender nicht entgehen lassen. Also pilgerten wir am vergangenen Donnerstagabend alle gemeinsam in die Rosenheimer Straße 145c, als zum ersten Mal drei junge Gründer die Herausforderung annahmen, eine ihnen unbekannte Pitch-Präsentation der jeweiligen „Karaoke-Konkurrenz“ vorzustellen. Dabei heraus kam eine wilde Mischung aus Improvisation, Wortwitz und bei so manchem Fachbegriff auch jede Menge Fragezeichen in den Augen der Präsentatoren. Für das Publikum umso besser, denn Lacher waren garantiert.

Mit Kaffee, Knabberzeug und Kühlschrank

i-pointing hatte zusammen mit AkusTick Eventmanagement für einen rundum gelungenen Abend gesorgt. Uns wurde mit Flaggen der Weg gewiesen, wir wurden mit Luftballons in den Farben des Veranstaltungslogos begrüßt, am Eingang mit einem köstlichen Kaffee empfangen (eines der teilnehmenden Startups hat sich auf Kaffeerösterei spezialisiert), ein „Free Fridge“ sorgte jederzeit für kühle Getränke und auch das liebevoll zusammengestellte Buffet mit Finger Food war nicht zu verachten. Besonders schön zu beobachten war eine Mitarbeiterin von i-pointing, die alle Szenen der Veranstaltung in lebendigen Zeichnungen festhielt.

Los geht’s! Eine Mitarbeiterin von i-pointing hielt die gesamte Veranstaltung in Illustrationen fest.

Los ging es dann mit einer kurzen Keynote von Daria Saharova vom Startup-Investor Vito One. Sie erzählte von ihrer eigenen Erfahrung in Sachen Networking und warum man sich dazu überwinden sollte, auf Netzwerkveranstaltungen einfach mal jemanden anzusprechen. Dann waren auch schon die Startup-Präsentatoren an der Reihe: Benjamin, eigentlich Mitbegründer der Münchner Kaffeerösterei, präsentierte die Pitch-Präsentation von Rysta, die sich mit Sensor-Technologie im Internet der Dinge befassen – eine gewagte Kombination, bei der der Präsentator sich unter anderem über Fachwörter wie „Schimmelbekämpfung“ wunderte.

Benjamin von der Münchner Kaffeerösterei probiert sich an der Präsentation von Rysta.

Der Kreis schließt sich

Rysta-Gründer Sven wiederum erzählte uns wundersame Dinge darüber, wie man Geflüchtete dazu bringt, gelbe Helme zu tragen. Social-Bee Mitarbeiterin Pamina klärte uns hinterher darüber auf, dass es ihre Idee sei, Flüchtlingen Jobs zu vermitteln – und dies sei häufig in der Logistik- und Lagerindustrie der Fall. Pamina präsentierte uns dann letztendlich die Präsentation der Münchner Kaffeerösterei, wobei sie die Vor- und Nachteile von Industriekaffee und Acrylamid etwas durcheinanderbrachte. Aber natürlich konnte Benjamin hier am Ende auch weiterhelfen und erklärte uns, was den in langer Arbeit selbst gerösteten Kaffee tatsächlich vom in großen Mengen hergestellten Industriekaffee unterscheidet.

Benjamin, Sven und Pamina live illustriert.

Nach den drei Startup-Pitches wurde kaum gezögert, als die Bühne für freiwillige PowerPoint-Präsentatoren geöffnet wurde. Drei Mutige erzählten uns allerhand über Einhörner, die Züge der Schweizer Bahn und Marketing mit Xing und Google. Die Präsentationen wurden dabei willkürlich aus dem Internet ausgesucht, zum Teil wurde die Reihenfolge der Folien gemischt, um für möglichst große Verwirrung zu sorgen – was einwandfrei geglückt ist!

SBB Reisekette? Ein Freiwilliger versucht, uns das Digitalisierungskonzept der Schweizer Bahn zu erklären…

 Nach der offenen Bühne wurde dann gequatscht und genetworkt und der „Free Fridge“ musste mehrfach nachgefüllt werden. Ein insgesamt sehr gelungener Abend klang langsam aus und beim Gehen waren wir uns sicher: Wir kommen wieder! Am Donnerstag, den 18. Mai um 19 Uhr heißt es dann wieder „Bühne frei für Startups“! Kostenlose Tickets gibt es auf XING.

 

"Der Content-Faktor" von Steven Broschart und Rainer Monschein

Zum Oster-Wochenende gibt es „leichte Kost“: „Der Content-Faktor“ von Steven Broschart und Rainer Monschein

Man muss nicht gleich eine Revolution ausrufen, um ein Buch über Content Marketing zu schreiben. Man kann sich auch mehr als zwei Jahrzehnte mit den Themen SEO und Hirnforschung beschäftigen und dann seine Gedanken zu Papier bringen. Steven Broschart und Rainer Monschein haben den zweiten, zweifelsfrei unspektakuläreren Weg gewählt. Herausgekommen ist der Wälzer „Der Content-Faktor“ – ein 540 Seiten starker Oschi, der über SEO und die kognitive Verarbeitung von Inhalten hin zur Content-Erstellung leitet.

Und wahrscheinlich ist genau das eine der wesentlichen Stärken des Buches: die Interdisziplinarität. Denn mal ehrlich: Wo gibt’s die denn? So predigen wir Agenturen unseren Auftraggebern zwar gebetsmühlenartig, endlich die alten Abteilungs-Silos abzureißen, sind allerdings allzu oft selbst in diesen gefangen. Content-Marketing-Firmen kaufen Content-Marketing-Firmen, SEO-Experten schreiben für die SEO-Szene und KI-Tüftler – na gut, die müssen wir erst mal richtig kennenlernen. Oder wie die beiden Autoren im Vorwort schreiben: „Niemand kann alles wissen. Deshalb wird auch im Online Marketing das Wissen zumeist in Silos gemanagt. So existieren Disziplinen wie beispielsweise die Conversion-Optimierung und das Suchmaschinenmarketing ebenso parallel wie in der Medizin der Internist und der Chirurg – also ohne, dass das Wissen ausreichend ‚quer verlinkt‘ wird und neue Erkenntnisse, neue Lösungen abgeleitet werden können“. Genau hier setzt „Der Content-Faktor“ an. Man könnte auch sagen: warum erst jetzt?

Den  – angesichts der Opulenz dieses Fachbuches durchaus vorhandenen – ersten Lesewiderstand zu überwinden, lohnt durchaus:  Zum einen, weil die Autoren mit ihrer verständlichen Sprache es auch SEO-Amateuren leicht machen, dran zu bleiben, und so vergleichsweise mühelos auf den neuesten Stand in Sachen Google-Rankingfaktoren zu kommen – und darüber hinaus noch geballtes Wissen aus Psychologie, Neurologie  und Soziologie mitnehmen. Zum anderen weil die zwei Experten anhand zahlreicher Beispiele – angefangen vom Wahlkampf des SPD-Kandidaten Peer Steinbrück bis zur originellen ebay-Anzeige als Beispiel für Storytelling – immer wieder den Brückenschlag in die Praxis schaffen.

Ihren Ursprung in der SEO-Szene können Steven Broschart und Rainer Monschein dabei kaum verhehlen: das Buch ist so analytisch-logisch aufgebaut, dass man sich bei der Abhandlung der eher kreativen Disziplinen wie Themenfindung und -aufbereitung unweigerlich fragt: Kann das gutgehen? Lässt sich Content tatsächlich herleiten? Die beiden Autoren meinen: grundsätzlich  ja und empfehlen hier die aus den Hollywood-Filmen bekannte Methode: einleitende Beschreibung, Konflikt, Lösung. Funktioniert selbst bei Knorr-Rezepten, wie die beiden eindrucksvoll belegen. Und so sehr die Autoren einen Verkaufserfolg mit „Der Content-Faktor“ angesichts der wirklich professionellen Aufbereitung verdient hätten, man wünscht sich, dass möglichst viele Leser zumindest das eine Kapitel schnell überblättern. Denn man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn nun alle Tütensuppenfirmen, Büroklammerhersteller und Schnürsenkelproduzenten in Blockbustermanier auf ihren Websites einen Konflikt heraufbeschwören, der dann mit Filmkuss endet. Statt Happyend droht dann wahrscheinlich eher das Schicksal der Titanic: ein geradezu kollektiver Untergang in der Content-Flut. Wer will schon die immer gleiche – nur um Nuancen veränderte – Geschichte lesen? Das ist dann ähnlich den inflationär eingesetzten Listicles. Und da gibt es ja schließlich mindestens „Sieben Gründe, warum wir keine Listicles mehr lesen können“.

 

 

 

Chatbots sind voll im Trend – vor allem im E-Commerce. Das Zauberwort: Conversational Commerce. Jeder versucht mehr oder weniger erfolgreich (darüber hat Verena letzte Woche schon berichtet) Chatbots in seine Shops zu integrieren oder über Facebook Messenger einzubinden. Denn wer keinen Chatbot hat, gehört halt einfach nicht zu den coolen Kids auf dem Schulhof. Warum das Prinzip Chatbot also nicht auch auf den Journalismus anwenden? Das dachten sich Martin Hoffmann, früherer Head of Social Media bei WeltN24, Moritz Klack und Christopher Möller. Im Sommer 2015 begann also die Entwicklung von Resi – einem Chatbot für aktuelle News.

Bitte ein Bot

Laut den Gründern richtet sich Resi nicht an „News Junkies“ – eigentlich also nicht wirklich eine App für mich. Gut, dass ich die Zielgruppe vor dem Test nicht kannte 😉 Mittlerweile habe ich Resi seit etwas mehr als einem halben Jahr auf meinem Handy (leider gibt es sie bisher nur fürs iPhone) und freue mich jeden Tag auf die kurzen „Gespräche“ mit dem frechen Bot in der U-Bahn.

Screenshot Resi - Meinung

Resi hat ihre eigene Meinung, und hält damit auch nicht hinterm Berg (Quelle: Eigene Screenshots)

 

Aber was macht Resi so besonders? Die App ist eigentlich für alle geeignet, die sich schnell über die aktuelle Nachrichtenlage informieren möchten. Sie richtet sich von der Aufmachung und Sprache natürlich eher an die jüngere Zielgruppe und den Ansatz finde ich ziemlich gut. Nachrichten im Whats App-Format, für Leute, die eigentlich kein Interesse daran haben, Nachrichten zu lesen. Resi spricht mit mir, wie ich mit einem Freund sprechen würde. Beispiel gefällig? Der Artikel „Michelle Müntefering steht auf Liste des türkischen Geheimdienstes“ wurde von Resi so aufbereitet:

Resi App zur Türkei

Quelle: Eigene Screenshots

 

Zunächst ein kurzer Teaser zur Nachricht, dann kann ich selbst auf den grauen Feldern auswählen, welche weiteren Infos ich haben möchte – wenn mich die Nachricht nicht interessiert, klicke ich einfach auf „Was gibt’s noch an News“. Am Ende erscheint dann der Link zum eigentlichen Artikel, den ich mir auch zum späteren Lesen speichern kann. Ich kann also selbst auswählen, wie viel Information ich zum Thema bekommen möchte. Habe ich besonders viel Interesse an einem bestimmten Thema, kann ich hierfür Push-Benachrichtigungen einstellen. Ich werde also (anders als bei einigen anderen Nachrichten-Apps) nicht mit allen möglichen Push-Mitteilungen überschwemmt, sondern bekomme nur die Mitteilungen, die mich wirklich interessieren.

Warum ich mich gerne mit Resi „unterhalte“? Weil sie ziemlich viel Humor hat. Sie gibt ab und zu sarkastische Kommentare ab und kommuniziert mit Emojis und GIFs. Das macht Spaß und die Nachrichten bleiben im Gedächtnis.

Resi Yahoo

Resi ist wohl kein Fan von Marissa Meyer (Quelle: Eigene Screenshots)

 

Ich denke das Konzept von Resi hat definitiv Zukunft – besonders wenn es darum geht, vermeintlich verlorene Zielgruppen (die ominösen Generationen X Y Z), die sich nicht mehr für Journalismus interessieren, zurückzugewinnen. Denn eines schafft Resi: Nachrichten mit Spaß vermitteln. Als alleinige Nachrichtenquelle reicht sie mir persönlich nicht – aber ich bin ja auch einer dieser News-Junkies, die nicht Zielgruppe sind. Was meiner Meinung nach noch spannend wird: Wie Martin Hoffmann und Co. zukünftig mit Resi Geld verdienen, denn bisher ist die App kostenlos und werbefrei.

Chatbot ZeichnungZum 1. April haben wir ja unseren eigenen Chatbot „Chad Bott“ gelauncht.  Das ist ein guter Anlass einmal den Blick auf das vielseitige Chat-Bot-Angebot der Konkurrenz zu werfen und die Tasten glühen zu lassen. Die letzten Tage habe ich mir Tipps geben lassen, gequizzt, Rezepte vorschlagen lassen, mich über aktuelle Nachrichten informiert, anderen Menschen beim Treffen von Entscheidungen geholfen, mir Flüge und Outfits vorschlagen lassen, immer wieder „Los geht’s“ geklickt oder „Hallo“ geschrieben und bin mir dabei irgendwie immer vorgekommen wie im Gespräch mit meinem Freund während ein Bundesliga-Spiel im Fernsehen läuft. Die Antworten kamen entweder gar nicht,  stark verzögert oder beantworteten meistens gar nicht die gestellte Frage. Natürlich gibt es einige Ausnahmen, die wirklich Spaß machen oder hinter denen Idee und Umsetzung nicht nur stimmen, sondern auch einen Mehrwert bieten. Für den Großteil der Chatbots trifft das aber nicht zu.

Besonders im letzten Jahr haben immer mehr Unternehmen ihre eigenen virtuellen Assistenten präsentiert. Chatbots sind aber keine Erfindung des Jahres 2016. Der erste Chatbot erblickte schon 1966 die Welt, Name: Eliza. In ihrem Können ist Eliza sehr eingeschränkt, Spaß macht eine Therapiestunde mit ihr aber trotzdem. Die Mutter aller Chatbots ist nämlich Psychotherapeutin. Namensgeberin ist die Blumenverkäuferin Eliza Doolittle, aus dem Stück „Pygmalion“ von George Bernard Shaw, die nur durch sprachliche „Erziehung“ durch den Professor Henry Higgins zu einer Herzogin gemacht wird. Joseph Weizenbaum, Elizas Erfinder, wollte Mensch und Computer erstmals in natürlicher Art und Weise kommunizieren lassen – aus der elektronischen Datenverarbeitungsanlage eine Therapeutin machen.

Heute können Chatbots schon mehr: Sie spielen in Echtzeit Informationen aus, schicken personalisierte Bewegtbilder oder leiten den Kunden durch den Einkauf im Webshop. Hier sind drei Beispiele für Messenger-Bots, bei denen sich eine Nachricht durchaus lohnt:

  1. Der Bote der Sparkasse alias Der Rüpel unter den Boten
Screenshot Facebook Sparkassen-Bot

Screenshot Facebook

Um die Bezahl-App Kwitt zur bewerben, schickte die Sparkasse Anfang Februar ein äußerst sympathisches Kerlchen los. Der muskelbepackte, tätowierte Riese mit der Türen-Allergie soll Freunde daran erinnern, Schulden zu begleichen oder sich einfach mal wieder zu melden. Anhand von festen Auswahlmöglichkeiten wird man durch das virtuelle Auftragsgespräch geleitet. Besonders lustig dabei: Der Chatbot macht auch Autokorrektur-Fehler, regt sich dann über das Ergebnis auf („Alles klar, Schulden eintreiben is mein Spekulatius. F*** Autokorrektur Spekulatius = Spezialgebiet“) und hat das ein oder andere derbe Schimpfwort in petto. Diese nonchalante Art ist einfach sympathisch, zumal der Chatbot von einer Sparkasse kommt und die ja nicht gerade bekannt dafür sind besonders lässig zu sein.

Nachdem der Chatbot die Summe der Schulden und den Vornamen des Sünders erfragt hat, klopft er noch schnell einen Spruch über genau diesen („HAHA!!! Ich hatte mal n Schmusekätzchen, das hieß auch so.“) und erstellt ein personalisiertes Video, bei dem man als Schuldeneintreib-Auftraggeber auch noch die Möglichkeit hat, eine persönliche Nachricht zu hinterlassen. Schließlich gibt es noch ein GIF vom Boten und dann ist das Video auch schon fertig. Im Video wütet der Koloss durch ein Haus, bricht durch die Wand und fordert den Schuldner mittels passendem Tattoo auf, das Geld endlich zurückzugeben, natürlich über die Sparkassen-App. Als der Bote dann das Handy mit geöffneter App in die Kamera hält, ruft Mutti an und der Muskelprotz wird ganz kleinlaut. Das Video kann ich dann an denjenigen schicken und teilen.

Das ist selbstironisches, gelungenes Storytelling und macht einfach Spaß! Im Gegensatz zu anderen Bots hatte ich hier das Gefühl mit einem echten Schuldeinetreiber-Hulk zu chatten – auch wenn die Konversation von meiner Seite hauptsächlich aus der Auswahl von Antwortmöglichkeiten bestand. Das nehme ich aber gerne in Kauf, wenn das Ergebnis so gut ist.

  1. Lufthansa Best Price Mildred alias Die nette, aber ein bisschen verpeilte Reisebüro-Angestellte
Screenshot Facebook Lufthansa Chatbot

Screenshot Facebook

Bei diesem Chatbot hat mir die Idee besser gefallen als die tatsächliche Umsetzung. Mildred, die Assistentin mit den lila Haaren, hilft per Facebook-Messenger passende Lufthansa-Flüge zu finden. Zum Test habe ich nach Flügen von München nach London und zurück gesucht. Allerdings scheint Mildred ein bisschen verplant zu sein und umgeht dann gerne wichtige Fragen, wie „Wann möchtest du nach London fliegen?“. Mildred sucht nämlich einfach nach dem einen, billigsten Flug in den nächsten 12 Monaten mit einer Aufenthaltsdauer von einer Woche. Das ist zwar nett, aber in der Wirklichkeit oft schlecht umsetzbar. Schließlich schwebt einem meistens schon ein konkretes Reisedatum mit Hin- und Rückflug vor, Städtetrips dauern auch gerne mal nur ein paar Tage statt einer ganzen Woche. Schlägt man Mildred dann einen anderen Monat für die Reise vor, hat sie auch schon wieder das Reiseziel vergessen und macht aus „London“ ganz fix – wieso auch immer – „Karlsruhe“.

Positiv war aber, dass sie mir nachdem ich noch einmal gesammelt „München – London Mai“ eingegeben habe, tatsächlich sehr günstige Hin- und Rückflüge ausgespielt hat – verkürzen von sieben auf 4 Tage, das hat sie allerdings nicht geschafft.

Bei diesem Bot finde ich die Idee toll und das Vorhaben sehr rühmlich den Fluggästen diesen Service zu bieten. Findet man den Flug passend, leitet sie einen sofort zur Buchungsseite weiter und wenn ich Glück habe, hat der ganze Prozess dann nur rund fünf Minuten gedauert. Natürlich kann ich das auch einfach über die Website machen, einen Flug über einen Chatbot zu buchen, ist aber trotzdem eine nette Abwechslung.

  1. Tommy Hilfiger alias Hipp, hipper, happy shopping!
Screenshot Facebook Tommy Hilfiger Facebook

Screenshot Facebook

Ein besonders gutes Beispiel für einen eCommerce-Chatbot ist der von Tommy Hilfiger. Wer keine Zeit hat, die neusten Teile im Laden zu bestaunen und genervt ist vom Durchklicken durch die Website, der ist hier richtig. Die drei Menü-Optionen „Shop Collection“, „Find your New Look“ und „Customer Service“ sind auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten. Besonders gut fand ich die Option „Find Your New Look“, hier werden anhand von fünf Fragen zum persönlichen Style und Anlass drei unterschiedliche Look-Vorschläge gemacht. Bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden oder habe unterschiedliche Anlässe, kann ich die Suche auch wieder modifizieren.

Der Chatbot ist zwar auch hier relativ beschränkt in seinen Fähigkeiten und mein Shopping-Verhalten wird er zwar nicht für immer verändern, eine coole Aktion für die User ist es aber trotzdem.

Spiel, Spaß und wenig Revolution

In den letzten Wochen habe ich ziemlich oft gelesen, dass Chatbots die Kommunikation mit dem Kunden  grundsätzlich verändern werden. Das mag in ferner Zukunft so sein, aktuell funktionieren die virtuellen Assistenten aber noch viel zu ungenau und ersetzen nicht den Besuch der jeweiligen Websites oder den Kontakt mit echten Menschen.

Aktionen wie virtuelle Steuereintreiber sind Gags, die den Büroalltag versüßen und Marken die Möglichkeit geben, eine andere Seite von sich zu zeigen. Eine Revolution sieht aber anders aus.

P.S.: Für alle, die noch mehr über Chatbots wissen wollen und Interesse an einem richtig guten Nachrichten-Bot haben, gibt es nächste Woche einen Blog-Beitrag über Resi von meiner Kollegin Esther.

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Ein Großteil der Anfragen, die Journalisten an Unternehmen richten, können mit Hilfe von künstlicher Intelligenz schneller und kostensparender beantwortet werden. Deshalb haben wir in einer mehrmonatigen Entwicklungsarbeit nun „Chad Bott“, das erste vollautomatisierte Online-Programm zur Beantwortung von Journalistenanfragen entwickelt. Chad Bott soll vorerst in den Pressebereichen auf Unternehmens-Webseiten zum Einsatz kommen, wo der virtuelle Pressesprecher etwa zwei Drittel aller Informationswünsche innerhalb weniger Sekunden automatisiert beantworten kann. Mittelfristig soll die bisherige textbasierte Lösung auch um eine Voice-Komponente ergänzt werden.

Quelle: Photofunia

Chad Bott verweist bei Journalistenanfragen auf bereits bestehendes passendes Pressematerial, stellt Fotos und Logos für Bildredakteure zur Verfügung und beantwortet kritische Fragen zum Unternehmen auf Basis vorliegender FAQs. Für Standardanfragen nach Umsatz oder Gewinnen verweist Chad Bott bei börsennotierten Unternehmen auf Investor Relations-Daten, bei allen anderen Unternehmen antwortet der virtuelle Pressesprecher: „Zu Umsatz und Gewinn können wir leider keine Auskunft geben, empfehlen Ihnen aber einen Blick in das elektronische Handelsregister.“ Weiß der computerbasierte Pressesprecher einmal keine Antwort, können Unternehmen eine Hotline zur Pressestelle hinterlegen, die dann automatisch angewählt wird.

„Wir haben für Chad Bott ein Regel-Set der 250 gängigsten Anfragen definiert, die alle auf Basis vorhandener Pressematerialien einfach und schnell beantwortet werden können: Von Foto-Bestellungen über digitale Pressematerialien bis hin zu den Lebenläufen des Managements. Pressestellen mittlerer und größerer Unternehmen können so spürbar entlastet werden“, sagt Christian Faltin, Geschäftsführer von cocodibu. Interessierte Unternehmen können Chad Bott unter www.cocodibu.de am 4. und 5. April im Live-Betrieb testen.

Chad Bott ist bereits die zweite automatisierte PR-Lösung von cocodibu. Bereits im vergangenen Jahr hatte die innovative Münchner PR-Schmiede ESTHER, die Elektronisch stilsichere Textherstellung, für weitgehend standardisierbare Pressemitteilungsformen wie Etatgewinne, Umsatzmitteilungen, Studien-PMs und Personalien entwickelt.

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Was für das digitale Marketing die dmexco ist, ist die Digital Insurance Agenda, kurz DIA, für die noch wesentlich jüngere InsurTech-Szene: Die globale Leitkonferenz, bei der sich die Entscheider aus aller Welt versammeln, um die heißesten Startups, die neuesten Businessmodelle und clevere Brückenschläge zwischen den etablierten Größen der Branche und den neuen InsurTechs kennenzulernen.

Im vergangen Jahr feierte die Digital Insurance Agenda ihre eindrucksvolle Premiere in Barcelona. Über 550 Teilnehmer von über 200 Firmen aus 36 Nationen machten die DIA zur wichtigsten globalen Konferenz, die InsurTechs und etablierte Versicherungs- und Finanzunternehmen auf C-Level zusammenbringt. Firmen wie AEGON, Ageas, Allianz, Anbang, Arag, Aviva, AXA, Baloise, Die Mobiliar, DKV, Generali, Munich Re, Nationale Nederlanden, Swiss Re, Topdanmark, VidaCaixa und Zurich Financial Services gehörten beispielsweise zu den Teilnehmern und Referenten. Hier ein paar Impressionen vom vergangenen Jahr:

Die zweite Auflage der DIA findet in diesem Jahr  am 10 und 11. Mai in Amsterdam statt. cocodibu unterstützt die Veranstalter mit PR und Social Media für den deutschsprachigen Raum. Für alle Interessenten aus der deutschsprachigen Versicherungs- und InsurTech-Branche, haben wir ein spezielles Partnerangebot: 200 € Ersparnis gegenüber dem jeweils regulären Ticketpreis, wenn Sie sich mit folgenden Code anmelden:

HIER geht’s zum Ticket!

Sind Sie an News rund um das Programm und die Konferenz der DIA interessiert? Dann empfehlen wir unsere Xing-Gruppe, in der wir Sie auf dem Laufenden halten werden.

Und natürlich werden wir selbst auch auf der DIA vor Ort sein. See you in Amsterdam!

Location mit Flair: Die Westergasfabriek in Amsterdam bildet 2017 den Rahmen für die DIA

Fotolia/alphaspirit

„Haben die eigentlich nicht gelernt, sich zu benehmen?“, habe ich mich schon häufig gefragt, wenn ich durch meinen privaten Newsfeed bei Facebook gescrollt habe. Menschen, die andere Menschen noch nicht einmal kennen, hauen dort teilweise unfaire und persönlich beleidigende Kommentare raus – das hat mit konstruktiver Kritik überhaupt nichts mehr zu tun. Ich frage mich, warum Menschen im Netz so häufig ihr gutes Benehmen verlieren und unter die Gürtellinie gehen. Im privaten Umfeld ist das die eine Sache, im beruflichen die andere – und für mich auch die weitaus unangenehmere und ein absolutes No Go.

Ich möchte an dieser Stelle keinen Knigge für das Verhalten im Netz verfassen, aber es gab einen Anlass, bei dem ich fand, dass das Verhalten einiger Facebook-User unterirdisch war. Ein Kunde wurde aufgrund eines Beitrags, den W&V auf Facebook veröffentlichte,  recht persönlich angegangen. Kurz zusammengefasst: Es ging um die Online-Marketing-Rockstars-Konferenz. Besagter Kunde schrieb einen Gastbeitrag dazu, warum die Bezeichnung Rockstar in der Digitalbranche eine gewisse Überhöhung der eigenen Tätigkeit suggeriert, die nicht notwendig ist. UNERHÖRT, wie kann denn jemand auf die Idee kommen, einfach so ungefragt Kritik an dem Event schlechthin zu üben? „Das geht gar nicht!“ dachten sich einige Facebook-User und machten ihrem Ärger unter dem Beitrag Luft. Was auffällig war: Die Kritik hatte mit dem Inhalt des Beitrags, abgesehen von einem einzigen Kommentar, rein gar nichts zu tun. Gestartet wurden hingegen persönliche Angriffe auf das Äußere des Kunden oder auf sein Unternehmen. Von Respekt überhaupt keine Spur. Scheinbar fühlten sich diese Facebook-User persönlich angegriffen. Das gibt aber, aus meiner Sicht, noch lange keinem das Recht, andere Menschen persönlich zu diffamieren. Was mich noch mehr verwundert hat, war, dass diese Leute sich keineswegs anonym geäußert haben, sondern  mit ihren privaten Profilen dort kommentierten. Wohlgemerkt nicht auf privater Ebene, sondern auf einem Facebook-Profil, das viel mehr im beruflichen Alltag genutzt wird. Nachdem ich gemeinsam mit meinem Kunden eine Antwort verfasst hatte, in der wir noch einmal respektvoll darauf hinwiesen, was die eigentliche Aussage des Textes sein sollte,  waren die Anfeindungen schnell vorbei.  Die Lust an einer inhaltlichen Auseinandersetzung war augenscheinlich nicht gegeben. Oder war allein die Tatsache, dass der Angegriffene in die Diskussion eingriff, der Grund dafür, dass diese augenblicklich verebbte? Das wäre mehr als schwach!

Was ist online anders?

Debatten entgleisen im Internet viel schneller als Face-to-Face. Im besagten Fall kann ich mir kaum vorstellen, dass einer derjenigen, die kommentiert haben, meinem Kunden ihre Meinung so deutlich  ins Gesicht gesagt hätte. Derartige Anfeindungen hätte ich auch eher im Kindergarten verortet, aber nicht unter Erwachsenen. Ich habe mich gefragt, warum Menschen so unfair reagieren: Neid, Unzufriedenheit, zu viel Zeit? Es geht wohl wieder mal um das Phänomen der „Unsichtbarkeit“. Ein Begriff aus der Fachsprache. Bedeutet nicht, dass sich Facebook-Nutzer anonym äußern, sondern vielmehr, dass etwas Entscheidendes fehlt: Der Augenkontakt, die Mimik, die Gestik, die Stimme des Gesprächspartners – einfach das gesamte physische Gegenüber.  Diese sogenannte „Unsichtbarkeit“ enthemmt uns, und die ein oder andere unangebrachte Bemerkung rutscht uns leichter über die Lippen oder besser gesagt: über die Tastatur.

Ein Schlag ins Gesicht

Kritisiert wird niemand gern. Erst recht nicht, wenn es keine konstruktive Kritik ist. Beleidigungen und Beschimpfungen gehen weder im Netz, noch persönlich. Besonders dann nicht, wenn es im beruflichen Umfeld ist. Dass mein Kunde mit einem Beitrag, der Leute zur Selbstreflexion zwingt, Gegenwind bekommen würde, war von Anfang an klar. Aber nicht auf diese Art und Weise. Für Betroffene ist das verletzend. Darüber hinaus entsteht schnell eine Gruppendynamik. Mobbt einer, springen andere auf den Zug auf und mobben mit.

#nohate

Also Leute, wo würden wir hinkommen, wenn wir alle einer Meinung wären? Das wäre ja sterbenslangweilig! Ich lese mir auch gerne Kritik durch, wenn ich etwas damit anfangen kann und sie nachvollziehbar ist. Wüste Beschimpfungen und persönliche Beleidigungen finde ich einfach nur lächerlich und zeugen für mich von einem schwachen Charakter. Manchmal hilft es auch sich in die Lage des anderen hineinzuversetzen und nachzudenken, bevor man tippt – das hilft sowieso immer ganz gut.