Mountain View, wir haben ein Problem! Genauer gesagt haben unsere Medien, mit denen wir als Agentur für die digitale Wirtschaft zusammenarbeiten, ein Problem: Viele Wirtschafts- und Fachmedien verdienen nicht mehr genug mit Werbung, um ihren bestehenden Apparat zu finanzieren. Ein paar Beispiele aus den vergangenen Wochen: Horizont kommt bei 32 Seiten Umfang in der gedruckten Ausgabe auf 3,2 Anzeigenseiten, w&v (2/19) bei 124 Seiten auf max 8 Seiten, Impulse bei 90 Seiten Umfang auf 3,3 Seiten, die Wirtschaftswoche (10/19) bei 100 Seiten immerhin auf etwa 14 Seiten. Die Zahl der Eigenanzeigen in den Blättern liegt meist deutlich höher. Auch das Handelsblatt muss als Reaktion auf diese Entwicklung sparen.

Ein Sinnbild für den Zustand vieler Medien: Es bleibt weniger übrig als früher. Der Condé Nast-Verlag hat in München neue Räumlichkeiten bezogen. Der Schriftzug am alten Gebäude wird gerade demontiert. Foto: C.Faltin

Man braucht keine Ausbildung als Verlagskaufmann um zu erkennen, dass viele unserer Wirtschafts- und Fachmedien von Werbung in gedruckten Medien nicht mehr (lange) leben können. Parallel erwirtschaften nur die wenigsten Onlineauftritte der gleichen Marken ausreichend Geld, um die Verluste annähernd auszugleichen. Als Reaktion wird häufig die Redaktion verkleinert. Oder man entlässt die festangestellte Redaktion komplett und vergibt den Auftrag zu niedrigeren Kosten an ein freies Büro. Oder man verzichtet auf Reichweitenvermarktung wie jüngst Impulse.

Der Leser als wiederentdeckter Erlöser

Weil Sparen alleine aber keine Erlösstrategie darstellt, drehen die Verlage an der anderen Stellschraube, die ihnen bleibt: den Heft- oder Abopreisen bzw. der Paywall. Und zwar mit Macht: eine Ausgabe Brand Eins kostet 10 €, Impulse verlangt pro Heft 19,90 €, der PR-Report 27 € und die neue monatliche w&v mittlerweile 28 €. Man muss kein Prophet sein: Bei diesen Heftpreisen werden die Leser künftig deutlich öfter und schärfer fragen: Ist mir der Inhalt diese Summe wert? Ich fürchte, die Antwort flattert den Verlagen in nächster Zeit zunehmend häufiger als Kündigung des Abos ins Haus. Teure Coffee-Table-Magazine kann man- bei Bedarf – auch im Einzelkauf erwerben. Wenn die redaktionellen Kosten künftig vor allem der Leser tragen soll, wird härter kalkuliert.

Neue Aggregatoren und Wettbewerber

Weil sich das Informationsverhalten in unserer Branche komplett gewandelt, sprich weitgehend digitalisiert – hat, können mit vergleichsweise geringen Mitteln sehr schnell neue Wettbewerber entstehen. Häufig in einer Kombination aus Event, Webseite , Podcast und Newsletter (z.B. die Online Marketing Rockstars oder Gabor Steingarts Morning Briefing). Kleinere Themennischen lassen sich mit ein bis zwei festen Journalisten stemmen und inhaltlich gut abdecken (z.B. etailment zum Thema Digital Commerce oder paymentandbanking zum Thema Fintech). Gute Firmenblogs liefern inhaltlich detaillierteren Service als es Fachmedien können. Auch Xing und LinkedIn entwickeln sich in Teilen zunehmend zu Fach- und Wirtschaftsmedien ähnlichen Plattformen, die für Owned Media eine interessante Reichweite bieten. Bei LinkedIn ist das Publizieren für jeden möglich, der Weg zum Xing-Insider führt noch über eine Redaktion. Beide Plattformen bieten viele fachspezifische Newsletter, die in den Nischen ein breites Informationsangebot bereitstellen – auch indem sie Artikel aus Fach- und Wirtschaftsmedien bündeln bzw. neu sortieren.

Alternative Erlösquellen

Die klassischen Medienmarken reagieren mit neuen Community-Ansätzen, die neue Erlösströme liefern sollen. Zwei Beispiele aus der Praxis: Brandeins bringt in seiner „Safari“ eine Gruppe von maximal 12 Personen zusammen, die etwas voranbringen wollen und sich gegenseitig inspirieren sollen. 6 Workshoptage verteilt auf vier Treffen kosten 6000 €. Die Wirtschaftswoche interpretiert die gute alte Leserreise neu und fährt mit einer exklusiven Reisegruppe von Entscheider*Innen diese Woche zur SXSW nach Austin. Täglich führen die Redakteur*innen in das Konferenzgeschehen ein und am Abend wird beim gemeinsamen Dinner das Erlebte des Tages diskutiert (Kostenpunkt der Reise: 5100 €). Was davon funktioniert und dauerhaft Erlöse bringt, müssen die Medienhäuser immer wieder neu testen.

Was bedeuten diese Entwicklungen für uns als Kommunikatoren?

1.             Die Gewichte zwischen den Kommunikationskanälen verschieben sich: Earned Media bleibt wichtig, Platzierungen in klassischen Medien auch. Aber schon heute hat sich das Verhältnis zwischen Print und Online verschoben. Vier kleine Erwähnungen in Newslettern erzeugen in der Regel eine größere Aufmerksamkeit und Wirkung als die Doppelseite in der gedruckten Ausgabe. Da ausgedünnte Redaktionen noch weniger Zeit zur Recherche haben, wird gutes PR-Handwerk und seriöse Zuarbeit – die den Medien Zeit spart – noch wichtiger.

2.             Weil die klassischen Medien aber tendenziell Reichweite verlieren, muss Owned Media parallel aufgebaut werden. Das kann ein Blog, eine gute Xing- oder LinkedIn-Präsenz sein, Soziale Netzwerke, ein Newsletter, eine Aktions-Webseite oder vieles mehr. Unternehmen – gleich welcher Größe – sollten heute ihre eigenen Kanäle frühzeitig mitdenken und in einen gezielten Reichweitenaufbau investieren. Auch mit Paid Media.

3.             Owned Media ist aber erst mal nur ein Buzzword, dass mit relevanten Inhalten gefüllt werden will. Wenn die Contentflut die Werbeflut ablöst, bleibt der Effekt der gleiche: Reaktanz. PR muss gute Geschichten erzählen, um relevant zu bleiben. Die Kunst dabei ist, dass diese sowohl auf Earned, Owned und Paid-Kanälen und im Idealfall vernetzt funktionieren. Gute PR ist Handwerk, erfolgreiche PR ist Kunsthandwerk.

4.             Paid Media und Native Ads: Medienhäuser versuchen zunehmend aggressiver Berichterstattung mit Anzeigenschaltung zu verknüpfen. Kein neues Phänomen, aber eines, das in wirtschaftlich harten Zeiten härter interpretiert wird. Den Native Ads kommen in einer digitaleren Infowelt dabei eine wichtigere Rolle zu. Ohne flankierende Paid Media wird es auch in der PR zunehmend enger.

5.             Je digitaler unser Informationsverhalten, desto mehr wollen wir wieder persönlich mit Menschen sprechen. Deshalb gewinnen Events jeder Couleur an Attraktivität – vorausgesetzt sie bieten der Community entweder Unterhaltung, Vernetzung oder Wissen.

6.             Wenn teure, gedruckte Medien Mehrwert liefern sollen, müssen ihnen die Unternehmen auch Mehrwert zuliefern: Qualitativ saubere Analysen, repräsentative Studien, gute Infografiken und vieles mehr. Und wenn die Medien Meinung nachfragen, sollten sie den Mut dazu haben, diese auch zu äußern (Stichwort: Haltung).

7.             Die Schnelligkeit sozialer Netzwerke ist Chance und Herausforderung zugleich. Für Firmen, die Echtzeit-Monitoring und Themen-Highjacking betreiben wollen, sind sie Spielwiese und Reichweitenturbo gleichermaßen. Firmen, die nicht mitspielen wollen, können selber zum Spielball werden.

Diese Liste ließe sich noch fortsetzen und weiter vertiefen. Aber es ist Aschermittwoch und die Lesezeit im Web wird tendenziell sowieso immer kürzer. Die beschriebene Entwicklung trifft Fach- und Wirtschaftsmedien keineswegs exklusiv. Amazon, Google und Facebook vereinen derzeit schon drei Viertel aller Werbeeinnahmen im Digitalen, da bleibt für nationale Publisher immer weniger übrig. Unsere Medienlandschaft wird also schrumpfen.

Noch etwas Persönliches zum Schluss: Meine ersten beruflichen Schritte absolvierte ich als Journalist Ende der 80er-Jahre bei einem Medium, dass sich damals hauptsächlich um neue private Radiosender in Deutschland drehte (Kabel&Satellit). Seitdem kamen immer neue Kanäle dazu: Privates Fernsehen, das stationäre Internet, das mobile Internet, das Internet der Dinge. So spannend und so vielfältig, so unübersichtlich und disruptiv wie heute war die Medienlandschaft und Gerätevielfalt noch nie. Medien, Journalisten und Kommunikatoren stellt sie vor große Aufgaben. Die Komfortzone ist endgültig geschlossen. Jetzt ist die Zeit vieles neu zu denken und zu machen.

von

Nach 23 Jahren Berlin war eine Veränderung nötig. So groß wie die Liebe zu meiner Mutterstadt auch sein mag, immer nur Spree und Szene-Hipster um sich herum zu versammeln, ist auf Dauer langweilig. Aber wohin? Meine Wahl fiel sehr schnell auf München. Wenn schon Tapetenwechsel, dann auch bitte den 360 Grad Kulturschock. Mitten hinein in die Weißwurst-Metropole.

Ich bin Pia, 23 Jahre alt und komme aus Berlin. Mit dem Berliner Dialekt kann ich nicht dienen, dafür mit der vorlauten Berliner Schnauze. Hier in der Hauptstadt habe ich Journalismus in Kreuzberg studiert. Neben dem Studium war ich in sämtlichen miefigen Probekellern und Aufnahmestudios der Stadt zu finden und habe für viele Berliner Bands, wie JONAH usw. Social Media und Promotion Arbeit betrieben. Um das Ganze ein wenig abzuwechseln, arbeitete ich außerdem  in der Content Marketing Agentur Newcast der Publicis Gruppe – ganz Berlin-like im szenigen Hinterhof-Loft in Kreuzberg. Nach meinem Praxissemester bei Sony Music Entertainment in München, war für mich klar, dass es wieder zurück in Richtung Alpen gehen muss. Hier in München arbeitete ich erst in einer Online Marketing Agentur im hübschen Lehel, bevor es mich ins ebenso hübsche Schwabing zu den cocos verschlug.

Die Leidenschaft zum Schreiben brachte mich also schlussendlich wieder zurück zur Pressearbeit. Neugierig auf die PR war ich schon lange, das Volontariat bei cocodibu lag also auf der Hand. Nach dem ersten Gespräch mit Stefan, Christian und den cocos war die Sache auch schnell klar. Seit Februar diesen Jahres bin ich jetzt dabei und fühle mich hier pudelwohl. Wenn ich nicht gerade für die cocos Texte schreibe oder mir am Telefon den Mund fusselig rede, dann bin ich, wann immer es geht, auf Reisen. Am liebsten natürlich so weit weg wie möglich – aber Länder wie Frankreich, Spanien, Russland und Groß Britannien reichen auch schon. Roadtrips sind meine größte Leidenschaft. Dafür wird in den nächsten Monaten jetzt auch endlich der eigene Camper ausgebaut und dann geht’s los nach Schweden, Norwegen und Irland. Und wenn ich nicht gerade im kleinen Omnibus durch andere Länder tuckere, dann schaue ich mir am liebsten die neuesten Indie-Bands in der Milla oder auf der alten Utting an.

In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Frank Herold, weiterer Geschäftsführer der EMIRAT AG,  einem international tätigen Risiko-Management-Unternehmen, was er am Samstag und Sonntag so vorhat.

Der Kuchen oder die Städtereise: Frank Herold, Mitglied der Geschäftsführung bei EMIRAT AG, freut sich auf ein paar freie Minuten am Wochenende

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?
Vom Gefühl her geht’s mir wohl wie jedem anderen auf dieser Welt: Jetzt, wo die ersten Sonnenstrahlen einen Hauch von Frühling ankündigen, kündigt sich der Feierabend hoffentlich bald an. Realistisch gesehen dauert es wohl noch bis nach Sonnenuntergang.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren?
Tatsächlich hängt es davon ab, was am Wochenende in Planung ist. Nochmal den Posteingang und den Kalender für Montag zu checken, gehört zur Routine. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich an den Wochenenden oft verreise. Die Wettervorhersage-Webseiten haben dank mir mit Sicherheit die meisten Klicks gewonnen!

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?
Wenn man Spaß an der Arbeit hat, vermischen sich Berufliches und Vergnügen ziemlich schnell. Wie sollte man auch in einem Supermarkt die vielen Cashback-Aktionen übersehen? Nehmen wir die aktuelle Aktion mit Volvic: So eine Flasche Wasser nehme ich doch gerne mit ins Büro.

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?
Zum Leidwesen meiner Freunde muss ich leider gestehen: Das Handy ist always on. Wie bereits angedeutet, lässt sich Arbeit und Freizeit in unserer Branche nicht strikt trennen. Und da ich nur ein Handy besitze, bin ich immer erreichbar.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?
HAHA! Da muss ich schon ein wenig schmunzeln, da das oft etwas länger dauert. Aber – auch wenn ich es wahrscheinlich nie aufs Cover der „Men’s Health“ schaffen werde, weil ich dafür viel zu gerne Süßes esse – bin ich ein kleiner „Jogger-Junkie“. Und was mein Glück vollkommen macht? Der anschließende Saunagang :).

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?
Da ich unter der Woche bereits in Berlin fleißig unterwegs war, ist Entspannung angesagt. Für abends habe ich Theaterkarten. Außerdem kann ich nie ausschließen, von meinen Freunden überrascht zu werden: Sie lieben Spontanbesuche. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich so zentral in München wohne und sie den Schlenker für Kaffee oder Fußball gerne machen. Am Sonntag werde ich meine Eltern besuchen und mich mit Kuchen verwöhnen lassen.

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?
Ziemlich wenig. Wie schön, dass viele völlig andere Jobs haben und man sich nicht die ganze Zeit um die gleichen Themen kümmert. Aber natürlich bleiben gewisse Themen nie ganz aus. Und wer kennt sie nicht, die Fragen der Eltern am Sonntag: Und, wie läuft es bei der Arbeit?

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?
Nun ja, der Kuchen ist schon ein Highlight. Aber abgesehen davon freue ich mich darauf, auch mal ein paar freie Minuten für mich zu haben.

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?
Ich habe mir tatsächlich angewöhnt, an den Wochenenden viel zu joggen – am liebsten einmal durch den Englischen Garten. Das könnte man fast als Ritual ansehen, mal abgesehen vom Ausschlafen.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?
Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten: HANDY, HANDY, HANDY! Ohne mein Handy wäre ich aufgeschmissen. Ob ich darüber nun mit Familie und Freunden kommuniziere oder eben auch mit Kunden. Man könnte sagen, das Handy ist mein treuer Gefährte.

11.) Was machen Sie am Wochenende, von dem Ihre Kollegen/Ihr Team sagen, würde/n: Donnerwetter, das hätte ich jetzt nicht erwartet?
Also beim Thema Joggen/Sport sehe ich ab und an schon mal einen Lacher. Was andere aber vermutlich am meisten erstaunt, ist meine Leidenschaft für Städtetrips. Auch an einem ganz normalen Wochenende heißt es bei mir manchmal „One Night in Johannisburg“ – zu großen Distanzen habe ich keine Distanz 😉

12.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?
So wie Karl Lagerfeld: eindeutig Designer-Klamotten. Wenn es nicht so unbequem wäre zum Sport eine Jeans oder elegante Hosen zu tragen, hätte ich den Trend längst eingeführt. Meine Kollegen würden beim Anblick wahrscheinlich auch sehr erschrecken: Frank in Jogginghose… .

13.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?
Selbstverständlich werde ich am Ball bleiben was den FCB betrifft. Wenn nicht im Stadion, dann zumindest im Fernsehen. Gibt es etwa andere Gründe ein Sky-Abo zu haben? Was Musik betrifft, bin ich recht flexibel. Tatsächlich lese ich noch ganz normale Bücher und keine eReader – derzeit „Junger Mann“ von Wolf Haas.

14.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?
Dieses Wochenende wird es wohl höchstens der Monopteros im Englischen Garten. Ins Theater gehe ich aber auch sehr gerne. Wer mal etwas sehr Unterhaltsames sehen will, wie es hinter den Kulissen bei einer Produktion zugeht, dem empfehle ich „Der nackte Wahnsinn“ im Residenztheater. Und damit meine ich ausnahmsweise mal nicht unsere Firma.

15.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Ich kann mir vorstellen, dass diese Frage wohl des Öfteren mit NEIN beantwortet wird. Dadurch, dass ich ein sehr aktiver Mensch bin, ist es mir relativ gleichgültig, ob wir Montag oder Freitag haben. Spaß am Arbeitsplatz ist bei mir garantiert und ich kann mir die Zeit sehr flexibel und spannend einteilen. Daher hier ein klares JA.

Alles neu macht der Mai – ach nee, nicht ganz. Diesmal wird schon ab Februar etwas umgekrempelt: Aus der Münchner Webwoche wird die MucDigital: Und wir unterstützen die Veranstalter, Isarnetz e.V., ab sofort mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Vom 16. bis 25. Mai 2019 findet in München zum 8. Mal die Projektwoche statt. Dieses Jahr unter dem Motto „Erleben, Gestalten, Vernetzen“. Dazu starten wir auch gleich das passende Format: Wir küren 2019 zum ersten Mal die 100 führenden Köpfe der Digital- und Kreativszene in München. Erste Vorschläge haben wir bereits gesammelt, aber ab dieser Woche können Vorschläge auch offiziell direkt über die MucDigital-Webseite eingereicht werden. Egal ob CEO, Venture Capitalist, Business Angel, Digitalmanager*In, Start-up-Gründer*In, Visionär*In, Frei- und Querdenker*In, Schüler*In oder Studierender. Egal, aus welcher Branche und unabhängig von Funktion und klassischer Hierarchie – im Mittelpunkt unseres Rankings stehen keine Jobtitel. Wir wollen wissen, wer die Digital- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion München wirklich prägt. Also ran an die Tastatur, wir freuen uns über Eure Nominierungen.

Seit 2012 wird die Münchner Webwoche vom Isarnetzwerk e.V. ausgerichtet und wächst seitdem stetig. Auch die thematische Bandbreite hat sich stark gewandelt: Künstliche Intelligenz, Mixed Reality, Blockchain – alles Themen, die im Fokus stehen. Um diesem Wandel gerecht werden, wird die Webwoche deshalb in MucDigital umbenannt.

Das Kommunikationsteam der MucDigital beim 1. Kickoff (v.l.n.r.): Rafael Reyeros (R+R), Irene Walker und Ly Doan (beide cocodibu), Manuela Freese-Wagner (Isarnetz), Evelyn van Kempen (zomppp), Peter Onderschka (Isarnetz), Christian Faltin (cocodibu), Konrad Späth (zomppp), Wolf Gross (Isarnetz), Nadine Aug (R+R)

2018 fanden während der Projektwoche 50 Veranstaltungen mit über 5.000 Teilnehmenden in Zusammenarbeit mit 70 Partnern statt. Wir sind gespannt, was die Münchner Unternehmer, Firmen, Organisationen und Verbände in diesem Jahr auf die Beine stellen! Wir selbst beteiligen uns mit einem besonderen Event, einer Premiere: Mit den Superheroes on Tour organisieren wir am 23. Mai ein heldenhaftes Recruiting-Event für die Digitalwirtschaft. Dazu werden wir Euch in Kürze mehr verraten.   

KI, das Buzzword der Stunde, kommt gefühlt zugleich als Fluch und Segen daher. Der Terminator, HAL 9000 aus „2001: Odyssee im Weltraum“ oder Ava aus „Ex Machina“ – in Science-Fiction-Filmen wird künstliche Intelligenz oft als zerstörerisch, bedrohlich und furchteinflößend dargestellt. Dabei liegt es doch an uns Menschen, wie wir unsere künstlichen Gefährten gestalten. Wir bei cocodibu sind für ein positiveres Bild von KI und haben daher unsere liebsten künstlichen Charaktere aus Filmen und Serien zusammengestellt.

Eine unserer liebsten KIs: C-3PO aus Star Wars (Photo by Jens Johnsson on Unsplash)

Data aus „Star Trek – The Next Generation”

Data ist ein Androide und Lieutenant Commander auf dem Raumschiff Enterprise unter Captain Jean-Luc Picard. Er ist zu Beginn der Serie noch recht „mechanisch“, wird aber im Laufe der 178 Episoden immer menschlicher und kann sogar Emotionen empfinden. Sein Positronenhirn kann etwa 60 Billionen Rechenoperationen in der Sekunde durchführen sowie Informationen wertfrei verarbeiten – somit ist er bei vielen Missionen der Enterprise eine große Hilfe. Trotzdem gibt es immer wieder lustige Situationen, da dem goldhäutigen Androiden soziale Fähigkeiten wie Humor, Ironie oder Taktgefühl fehlen. Besonders charmantes Detail: Data besitzt als einziger auf der Enterprise ein Haustier. Er „liebt“ seine Katze Spot, die er immer wieder mit neuen Futterkreationen begeistern möchte.

Data ist eine tolle Vision dafür, dass intelligente Maschinen den Menschen nicht überflüssig machen, sondern uns bei unserer Arbeit unterstützen und tatsächlich zu so etwas wie einem Freund werden können.

Samantha aus „Her“

Machine Learning und Sprachassistenten – diese beiden Trends werden wunderschön im Film „Her“ vereint. Der schüchterne Theodore verliebt sich die die sympathische Stimme seines Betriebssystems „Samatha“, die immer mehr über ihn lernt und eine Art intimer, körperloser Beziehung mit ihm eingeht. Wie es mit den beiden ausgeht, kann man sich jedoch denken…

Der Film zeigt sehr deutlich, wie schwer es uns fällt, scheinbar menschliche Wesen emotionslos zu betrachten. Wer uns persönlich anspricht, mit uns redet und über uns lernt, dem werden wir gemäß unserer menschlichen Natur sofort mit Gefühlen begegnen. Ein Grund mehr, sehr genau darauf zu achten, wie wir unsere KIs programmieren, da sie auch einen großen Einfluss auf unser Gefühlsleben haben werden.

Wall-E aus „Wall-E – Der letzte räumt die Erde auf“

Nachdem er mehrere Jahrhunderte die von den Menschen verdreckte und dann verlassene Erde aufgeräumt hat, entdeckt der kleine Müllroboter Wall-E seinen wahren Daseinszweck: sich zu verlieben. Das Objekt seiner Zuneigung ist der stromlinienförmige, weiße Roboter Eve, der auf der Erde landet, um nach pflanzlichem Leben zu suchen.

Klar, Wall-E ist eine animierte Fantasiefigur, die mit wirklicher KI nicht viel am Hut hat. Trotzdem ist der Film mit dem sympathischen kleinen Roboter eine Warnung an uns Menschen und zeigt uns, was passiert, wenn wir nicht mehr gut mit uns selbst und unserem Planeten umgehen. Schließlich sollten wir nicht nur KIs entwickeln, damit sie das ausbaden, was wir falsch gemacht haben.

R2-D2, C-3PO und BB8 aus „Star Wars“

Wer kennt sie nicht, die drei sympathischen Droiden aus Star Wars? Wenn heute der Hund der beste Freund des Menschen ist, wird es in der von Star Wars beschrieben Zukunft der Droide sein. R2-D2 und BB8 sind Astromech-Droiden, die in diversen Raumjägern eingesetzt werden, um Schäden zu reparieren, den Piloten zu unterstützen oder im Zweifel sogar kurzzeitig ersetzen können. Die beiden können nur Piep- und Pfeiftöne von sich geben und erscheinen dadurch auf gewisse Weise sehr niedlich. Der Protokoll- und Übersetzungsdroide C-3PO dagegen kann beinahe jede Sprache des Star-Wars-Universums sprechen.

George Lucas hat es geschafft, drei künstliche Helden zu schaffen, von denen zwei keinerlei menschliche Attribute und dennoch eine Art Persönlichkeit haben, die man ins Herz schließen kann.

David aus „A.I. – Künstliche Intelligenz“

Was bei Samantha aus „Her“ eher ein Versehen ist, ist bei David aus „A.I.“ von Anfang an fest eingeplant: dass Menschen ihn lieben sollen. Denn Mitte des 22. Jahrhunderts ist die Anzahl der Kinder aufgrund des Ressourcenmangels beschränkt. Da liegt es nahe, einen Kinderroboter mit Bewusstsein zu bauen, der das „Kümmer-Bedürfnis“ von Nicht-Eltern befriedigt und in der Lage ist, sie zu lieben. Doch was passiert, wenn der Roboter zu Hause nicht mehr erwünscht ist?

Die Zukunftsdystopie in A.I. gibt uns die wichtige Frage nach den Emotionen mit auf den Weg. Sind Gefühle tatsächlich nur den Menschen vorbehalten? Was passiert, wenn auch künstliche Wesen Emotionen haben können? Welche Verantwortung haben wir dann für sie?

 

Unsere Beispiele zeigen, dass es nicht nur schreckliche Zukunftsvisionen gibt, sondern auch solche, die uns zeigen, wie KI uns bei der Arbeit und persönlichen Belangen unterstützen und sogar eine Art Freundschaft entstehen kann. Gleichzeitig offenbaren sie auch die ethischen und moralischen Fragen und Probleme, die wir dringend noch klären müssen, um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten – nicht, dass am Ende doch der Terminator an der Tür klopft…

Grundsätzlich versprechen wir immer alles. Skrupellos und ohne mit der Wimper zu zucken. Journalisten-Event, bei dem Jérôme Boateng am Zapfhahn steht? Geht klar. Hintergrundgespräch mit der Chefredaktion des Spiegel über Targeting in Zeiten der DSGVO? Überhaupt kein Ding. Virale Kampagne für ein Adtech-Unternehmen ganz ohne Budget? Kinderspiel. PR-Kampagne, um neue Mitarbeiter zu bekommen – und zwar auf die Schnelle? Moment mal! Üblicherweise würden wir an dieser Stelle die gesamte Litanei runterbeten: Employer Branding, Corporate Influencer, Karriere-Blog, was man halt so sagt. Wirkt alles natürlich nur ganz langfristig, dafür aber mega-nachhaltig. Aber so ganz pronto, weil eben gerade jetzt die entscheidenden Fachkräfte fehlen und nicht 2028?

Da müssen wir schon unsere kleine PR-Komfortzone ein Stück weit verlassen. Aber wieso eigentlich nicht? Wenn alle schon tief in Transformation und Disruption stecken, warum nicht auch wir ein bisschen? Und so haben wir uns ein kleines (Geschäfts)modell überlegt, dass das Thema Recruiting völlig neu angeht – im Digital Marketing zumindest. In aller Bescheidenheit haben wir das „SUPERHEROES on Tour“ genannt. Aber wie soll man Business Punks und Online Marketing Rockstars noch toppen? Abgesehen davon: Was ist, wenn Kiss-Bassist Gene Simmons tatsächlich recht hat mit seiner These, dass die Zeit der Rockstars endgültig vorbei ist? Tja, angesichts eines solch beängstigenden Szenarios helfen wohl nur noch Superkräfte.

Das Projekt hakt? Fragt Irene

Viel wollen wir an dieser Stelle eigentlich noch nicht verraten, auch nicht, was es mit der Tour so auf sich hat – auch das übrigens eine glatte Übertreibung, weil sich das Ganze allein in München abspielt. Aber gut, wir sind halt in der PR. Zeitlich koppeln wir die „Superheroes on tour“ dabei an die Münchner Webwoche (16. bis 25. Mai), die jetzt ja „Muc Digital“ heißt. Das erste Feedback von Unternehmen motiviert uns. Uns – das ist wirklich so gemeint, weil SUPERHEROES on tour ein Gemeinschaftsprojekt des gesamten cocodibu-Teams ist – mit klaren Aufgaben: Noëlle, Julia und Ly sind unsere Audience Developer, Anh & Ann-Katrin unsere Sales-Specialists, Tea kümmert sich als Head of PR & Social Media um den Außenauftritt, Christiane ist Creative Director, Christian kümemrt sich um die Finanzen und den Webauftritt, ich bin der Brand Overhead und das gesamte Projektmanagement liegt bei Irene. Alles klar also, oder? Egal wie: Wie’s konkret weitergeht, darüber werden wir künftig hier berichten und natürlich auf Twitter und Instagram. Wie man heute so lässig sagt: Stay tuned!

Schnell mal was beim Kollegen oder Chef erfragen? Da liegt der Griff zum Hörer nahe. Und wenn die Leitung belegt ist, hilft nur das gute, alte Erinnerungs-Post-it, damit man die Frage nicht vergisst. Um Schreibtische vorm Zettelchen-Chaos zu bewahren, haben ein paar US-Amerikaner vor gut fünf Jahren einen webbasierten Instant Messaging-Dienst ins Leben gerufen: Slack. Hinter dem vermeintlichen Kunstwort versteckt sich eine gar nicht so unsinnige Erklärung: „Searchable Log of All Conversation and Knowledge“. Was das Kollaborations-Tool alles auf dem Kasten hat und für wen sich Slack weniger lohnt, erfahrt ihr in meinen Pros und Kons.

Pro

  • Kinderleicht: Endlich mal ein Tool, für dessen Bedienung man nicht im Vorhinein YouTube Tutorials anschauen muss. Wer Slack nicht kennt, kommt trotzdem schnell rein: Einfach die Einladung des Kollegen annehmen, einen Account anlegen und schon kann losgeslackt werden.
  • Kompatibel: Das Programm verfügt über eine lange Liste von Anwendungen, die in Slack integriert werden können. So kann direkt im Chat über die Inhalte diskutiert werden – ganz schön praktisch. Eine der am häufigsten verwendeten Apps ist Google Drive, was Slack zu einem idealen Programm für Unternehmen macht, die Google Drive als hauptsächliche Quelle für den Infoaustausch nutzen.
  • Universell: Slack nimmt es mit jeder Unternehmensgröße auf sich – ob groß oder klein. Sowohl Startups als auch Großunternehmen können die verschiedenen Kanäle von Slack nutzen und sie ganz an ihre Bedürfnisse anpassen. Jede Abteilung, jedes Team, jede übergreifende Kombination aus Mitarbeitern kann ihren eigenen Chatroom erstellen.

Kontra

  • Suchterzeugend: Hattet ihr jemals das Gefühl, dass ihr euch nach Feierabend nicht von der Arbeit trennen könnt? Slack ist Fluch wie Segen, vor allem, wenn man die passende App auf dem Handy besitzt: Da verschwimmt Arbeit und Privates gerne. Wenn dann auch noch Mitarbeiter anderer Zeitzonen im selben Kanal sind, kann es passieren, dass man morgens aufwacht und erst einmal die Spam-Flut überwinden muss.
  • Unübersichtlich: Slack ist ideal, um den groben Überblick zu behalten, aber wenn es um komplexere Themen geht, ist das Tool ungeeignet. Es gibt pro Channel nur einen Chat, in dem mehrere Gespräche gleichzeitig stattfinden. Respekt, wer in diesem Chaos den roten Faden behält. Selbst bei getrennten Kanälen ist es sehr zeitaufwendig, Gespräche durchzugehen, wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Thema ist. Ein Gespräch vom Anfang bis zum Ende zu verfolgen, ist quasi unmöglich – dafür sollten besser andere, übersichtlichere Plattformen genutzt werden.

Mein Fazit zu Slack

Auch wenn Slack dafür wirbt, für Unternehmen jeder Größe nützlich zu sein, würde ich eher kleineren Betrieben zu diesem Format raten. Um mal eben etwas abzustimmen, kann ich mir keinen einfacheren Dienst vorstellen. Wir bei cocodibu nutzen die Plattform auch – mal mehr, mal weniger – intern und auf mehreren Kanälen (zum Beispiel für Terminfragen bis hin zu Themen wie „Wer muss sich heute Mittag vom EDEKA was zu essen holen?“), oder mit Kunden. Um über kurze Wege Informationen zu geben oder zu bekommen, ist Slack absolut zu empfehlen.

Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen – Was auf dem Papier (oder Bildschirm) gut klingt, fällt im Alltag oft hinten runter, da man in Eile leider zur Unachtsamkeit neigt. Da wird in der Mittagspause schnell zum abgepackten Salat in der Plastikschachtel gegriffen und die Plastikverpackung gedankenlos in den erstbesten Mülleimer geschmissen. Wir bei cocodibu haben uns einiges einfallen lassen, um unser „Ressourcen-Karma“ wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Denn wenn alle nur einen kleinen Beitrag leisten, kann man gemeinsam ganz schön viel bewirken! Vielleicht sind diese Ideen ja ein guter Vorsatz für dein Büro?

1. Mülltrennung

Ja, es ist leider sehr profan, doch wenn in der Einbauküche unter der Spüle nur ein Mülleimer eingebaut ist, wird eben dort alles hineingeworfen – und der Mülleimer ist beinahe jeden zweiten Tag voll. Dem Müll-Wahnsinn haben wir nun schon vor einiger Zeit ein Ende gesetzt und vier zusätzliche Müllbehälter angeschafft. Und siehe da: Es hat gar nicht so lange gedauert, bis Plastik/Verpackungen, Papier, Dosen/Alu, Biomüll sowie der Restmüll (weiterhin unter der Spüle) von jedem fein säuberlich auseinander gehalten werden. Bei Unklarheiten, was wohin gehört, steht uns unsere selbsternannte Umweltbeauftragte Susanne stets zur Seite. Und mit dem gemeinsamen „Müll runterbringen“ am Freitagnachmittag haben wir noch ein nettes kleines Team-Event dazugewonnen.


2. Schluss mit dem Plastikwahnsinn!

Nach der Mülltrennung kommt die Müllvermeidung. Klar, jeder von uns schafft es nicht immer, jeden Abend etwas für die Mittagspause vorzukochen und greift dann zu abgepacktem Sushi, Salat & Co. Aber wenn man abends sowieso kocht, ist es gar nicht so schwer, einfach die doppelte Menge zuzubereiten und am nächsten Tag in einer wiederverwendbaren Dose mit zur Arbeit zu nehmen. Wer lieber Brot isst: Auch hier ist die Anschaffung einer schönen Brotdose deutlich umweltfreundlicher und auf Dauer günstiger, als die Stulle jeden Tag in Alufolie einzuwickeln.

3. Neues Equipment? Frag mal in die Runde!

Vor kurzem ist unsere Mikrowelle in der Büroküche kaputt gegangen – ein Drama! Mussten wir doch alle unsere mitgebrachten Nudeln (siehe Punkt 2) umständlich auf dem Zwei-Platten-Herd aufwärmen. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus: Unsere Kollegin Susanne hat zu Hause noch eine Mikrowelle, die sie nicht benutzt. Wir alle haben sicherlich diese Staubfänger zu Hause, die zu schade zum Wegschmeißen sind, aber dennoch nicht benutzt werden. Daher: Sollte bei dir im Büro der Wasserkocher kaputt gehen, mehr Kaffeebecher benötigt werden oder im Sommer noch ein Ventilator fehlen, frag doch erst einmal alle Kollegen, ob nicht jemand noch etwas im Keller, in der Garage oder auf dem Dachboden stehen hat. So wird weniger neu gekauft und der Kollege hat mehr Platz daheim – eine Win-Win-Situation!


4. Swapping Queen statt Shopping Queen: Kleidertausch-Party

Bei einem Büro voller junger Damen kann man davon ausgehen, dass es in den Kleiderschränken der Mitarbeiterinnen viele Schrankleichen und Fehlkäufe gibt. Daher haben wir vor kurzem zur Kleidertausch-Party aufgerufen: Jede von uns hat ihren Kleiderschrank einmal gründlich durchforstet und Teile, die nicht mehr getragen werden, mit ins Büro gebracht. Freitagnachmittag kurz vor Wochenendbeginn haben wir dann alles in einem Büro gesammelt und fleißig probiert und getauscht. Alle Teile, die keine neue Besitzerin gefunden haben, haben wir dem Oxfam Shop gespendet, der die Sachen verkauft und die Einnahmen für wohltätige Projekte verwendet. Das geht natürlich nicht nur mit Kleidung, sondern auch mit Haushaltsgegenständen, Deko-Artikeln und vielem mehr – und macht jede Menge Spaß!

5. I want to ride my bicycle

Unser Büro hat eine super Lage mitten im schönen Schwabing. Mit dem Auto zu Kundenterminen in der Innenstadt zu fahren wäre nicht nur ein Umweltfrevel, sondern auch ziemlich nervig wegen der Parkplatzsuche. Daher greifen wir immer öfter auf den Bike-Sharing-Dienst der Deutschen Bahn zurück, wenn es zum Kunden geht. Das ist nicht nur günstiger (1 Euro für 30 Minuten), schneller und unkomplizierter – man hat dazu auch noch einen herrlich frischen Teint, der von den Kunden oft bewundert wird!

Und nicht vergessen: Kleinvieh macht auch Mist!

Wie heißt es so schön: „Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“. Daher lohnt es sich, sämtliche Gewohnheiten einmal zu überprüfen, ob man sie nicht doch etwas nachhaltiger gestalten könnte. Wir zum Beispiel…

… kaufen nur noch Getränke in Mehrweg-Glasflaschen.
… geben in den Kaffee Bio-Milch statt Milch aus konventioneller Tierhaltung.
… stellen die Heizkörper abends und übers Wochenende auf eine Temperatur von 20 Grad, anstatt der 22 bis 23 Grad, die wir tagsüber haben.
… haben einen Bewegungsmelder im Flur, damit dort nicht ständig das Licht brennt.

Unser Ziel für 2019: Die klimaneutrale Agentur

Für das neue Jahr werden wir aber darüber hinausgehen. cocodibu wird 2019 zum klimaneutralen Unternehmen. Wie man das anstellt und wie man seinen CO2-Fussabdruck genau berechnet und ausgleicht, berichten wir Euch in einem gesonderten Beitrag.

Du hast noch weitere Ideen, wie wir unser Büro nachhaltiger und ressourcenschonender machen könnten? Dann immer rein damit in die Kommentare!

Nach 90 Posts und 69 Stories mit unzähligen Hashtags und Markierungen ziehe ich heute eine Zwischenbilanz aus dem Leben einer Schwabinger PR-Agentur auf Instagram.

Neben Schnappschüssen am Rande von Events, Kundenmeetings und Team-Bildern posten wir vor allem softere Beiträge wie unsere süßen Agenturhunde, Food Content aller Art sowie inspirierende Eindrücke aus unserem Alltag bei cocodibu.

Da ich selbst ein Instagram-Junkie bin und regelmäßig Inhalte auf meinem eignen Profil poste, lag es nahe, dass ich den coco-Account nach dem Abschied unserer Kollegin Nadine im Mai übernehme. Denn in meiner Bewerbungsphase war es mir selbst sehr wichtig, dass die Unternehmen, bei denen ich mich beworben habe, auf den sozialen Netzwerken vertreten waren und ihre Accounts auch gut pflegten. Dadurch bekam ich wertvolle Backstage-Eindrücke des potenziellen Arbeitgebers. Damit das auch für unsere nachfolgenden Cocollegen gewährleistet ist, bin ich nun die Instagram-Beauftragte von cocodibu 🙂

cocodibu-Account auf Instagram

Closeup: coco-Content

Natürlich ist nicht jedes (spontane) Foto oder Video für Instagram geeignet. So achte ich besonders auf die Bildqualität und -komposition sowie unterschiedliche Bilderkategorien. Denn unscharfe oder verwackelte Bilder sowie viel zu schnell gefilmte Videos stören den Flow.

Hier meine Tipps:

  1. Weniger ist mehr: Ich versuche die Bilder so natürlich wie möglich zu posten. Denn legt man fünf Filter über ein Bild werden die Farben verfälscht und das Bild wirkt super unauthentisch.
  2. Nutzt den berühmten „Goldenen Schnitt“: Um einen spannenden Bildaufbau zu erzeugen, kommt es wesentlich auf die Bildkomposition an. Durch diese Methode wirkt das Bild dynamischer und ausgewogener zugleich.
  3. Legt Bilderkategorien fest: Als Agentur haben wir viel zu erzählen. Ein Pressefrühstück hier, ein Team-Event dort. Um das Interesse unserer Follower zu wecken, zeigen wir viele Insights aus unserer Arbeit. So haben wir beispielsweise die Rubriken „coco on tour“, Food- und Dog Content sowie besondere Anlässe, wie Geburtstage, Promi-Treff und Mitarbeiterabschiede, in die wir unseren Instagram-Account aufgliedern.
  4. Teamwork makes the Dream Work: Aber natürlich bin ich nicht immer überall dabei und habe unbegrenzt Zeit. Sind meine Kollegen beispielsweise auf einem spannenden Event, übernehmen sie den coco-Account und berichten in Echtzeit über Trends und Themen.

Content-Ranking: Welche Posts ziehen am besten?

Den mit Abstand größten Traffic generierte die coco-Stellenanzeige Ende Februar. Auf der Suche nach einem „PR-Fuzzi“ oder einer „PR-Trulla“ bekam dieser Beitrag 249 Likes und 50 Kommentare. Gefolgt wird der Insta-Favorit von Posts mit Promis wie Jérôme Boateng, Nico Rosberg und der Beauty-Youtuberin Tara vom Kanal tamtambeauty. Aber auch unsere Teamfotos, Dog Content und unser Sektfreitag schnitten ziemlich gut ab. So bekamen die Bilder durchgängig im Schnitt 30 bis 40 Likes.

coco-Stellenanzeige

Stefan Krüger beim Presse-Event von Boateng zum Launch von BOA

coco-Teamfoto

Wie könnten wir unseren Account noch verbessern?

Luft nach oben gibt es immer! So könnte noch an der einheitlichen Bildsprache gefeilt werden. Unsere Posts könnte durch einen einheitlichen Rahmen geschmückt werden oder die einzelnen Kategorien, wie Events und Konferenzen, Team- und Hundebilder, deutlicher voneinander abgegrenzt werden. Um mehr Follower zu generieren und eine höhere Reichweite zu erzielen, müssten wir außerdem in regelmäßigeren Abständen posten. Ein gutes Beispiel ist hierfür gyro Munich.

Unser Fazit

Als Recruiting-Plattform ist Instagram für uns optimal geeignet. Neben Xing, LinkedIn und den Berufsportalen können wir uns und unseren Agenturalltag hier super präsentieren. Der Unterschied zu reinen Business-Plattformen ist, dass es hier die Möglichkeit gibt, das eigene Unternehmen persönlicher darzustellen. Wer sind die Mitarbeiter im Unternehmen? Wie ist die Unternehmenskultur? Und was gibt die Firma überhaupt von sich Preis? All diese Fragen lassen sich wunderbar über Instagram beantworten. Kein Wunder also, dass der Bilderdienst mittlerweile über eine Milliarde Nutzer zählt und auch bei B2B-Unternehmen immer beliebter wird.

 

Nachdem die erste DSGVO-Welle vorbeigerauscht ist, hat euer Mail-Postfach hoffentlich wieder Kapazität für ein paar neue Newsletter. Diesmal geht es um Wissenwertes zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) bzw. Artificial Intelligence (AI). Wir haben für Euch sechs Newsletter rausgesucht, die man unseres Erachtens als Marketing- bzw. Media-Entscheider abonnieren kann:

1. KI im Marketing

Der Fachjournalist Helmut van Rinsum kuratiert seit Juni 2018 einen deutschsprachigen wöchentlichen Newsletter, der immer mittwochs spannende Nachrichten aus der Welt der Künstlichen Intelligenz sammelt. Dabei geht es insbesondere um die Anwendung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen im Marketing: Von neuen Biersorten mit KI  bis zum Strategiepapier der Bundesregierung für den Standort Deutschland. Unseres Erachtens müßte das bisher der einzige deutschsprachige Newsletter sein, der sich auf das Thema KI und Marketing spezialisiert hat.Besonders hilfreich: Die Übersicht zu aktuellen Studien rund um das Thema.

2. AI Weekly

Schon seit 2015 informiert Unternehmer David Lissmyr in AI Weekly über Wissenswertes rund um Künstliche Intelligenz. Der englischsprachige, wöchentliche Newsletter kuratiert News aus der Welt von Artificial Intelligence – von der Medizin über Games und Politik bis hin zu wichtigen Personalien und Events. Das Besondere an AI Weekly: Interessante Stellenzeigen aus dem Bereich. Ein prima Zusatzservice: Alte Ausgaben des Newsletters sind weiter online verfügbar.

3. The Algorithm

„Artificial intelligence, demystified“ verspricht The Algorithm, ein englischsprachiger Newsletter des MIT. Zweimal wöchentlich verfassen die Autoren längere eigene Geschichten,die zur besseren Einordnung des Themas in Wirtschaft und Politik helfen. Unser Fazit: Eine gute Ergänzung zu den kuratierten Newssammlungen.   

4. VRODO

Eigentlich beschäftigt sich VRODO, das Online-Magazin für Mixed Reality, schwerpunktmäßig mit Virtual (VR) und Augmented Reality (AR). Da aber auch immer wieder interessante KI-Geschichten Teil des VRODO-Newsletters sind, ist er uns auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Die Redaktion um Carolin Albrand, Matthias Bastian und Tomislav Bezmalinovic publiziert auch einen eigenen Podcast.

5. KI-Briefing

Seit Ende September 2018 gibt der ehemalige Chefredakteur von Wired-Deutschland, Nikolaus Röttger, das deutschsprachige KI-Briefing heraus. Die wöchentliche Presseschau fasst in mehreren  Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft lesenswerte Artikel zur Künstlichen Intelligenz zusammen und verlinkt auch auf längere Lesestücke. Ältere Ausgaben des Newsletters stehen auf der Website zur Verfügung.   

6. Emerj

Das Beratungsunternehmen Emerj bietet deutlich mehr als einen wöchentlichen Newsletter an. Da sich das Unternehmen von Gründer Daniel Faggella auf C-Level-Beratung spezialisiert hat, stehen vor allem Studien und Praxis-Cases für Entscheider im Mittelpunkt des Angebots. Der eigene Anspruch lautet: „We help leaders survive and thrive in an era of artificial intelligence disruption.“ Und zum Angebot gehört auch ein Podcast, für den Daniel Fagella Entscheider, Investoren und Kenner der Branche interviewt.

Euch fehlen spannende KI/AI-Newsletter, die es verdient hätten, in dieser Auflistung zu stehen? Dann hinterlasst uns Euren Tipp und wir schauen uns den  Newsletter gerne an.