Nachdem Christiane und Johanna in der letzten Woche ihre aktuellen Top-Klingeltöne zum Besten gegeben haben, zeigen uns heute Nadine und Ann-Katrin, welche Melodie ertönt, wenn mal wieder das Handy klingelt.

 

 

Nadine: Tove lo – Habits (stay high)

„You are gone and I gotta stay high..all the time to keep you off my mind. Ohhho-Ohhho“, kennen Sie den Song noch? Vor zwei Jahren war das Radio regelrecht „high“ davon. Ich erinnere mich noch zu gut, wie er in sämtlichen Münchner Mainstream-Sendern rauf und runter lief. Meine liebe Kollegin Johanna schrieb in ihren vorangegangenen Beitrag, dass sie absichtlich keine Lieblingssongs als Handyklingelton umfunktioniere, damit sich die Wirkung nicht abnudelt – das versteh ich vollkommen. Allerdings hat sich dieser Effekt bei „Habits (stay high)“  auch nach zwei Jahren noch nicht bei mir eingestellt. Wahrscheinlich hab ich das aber auch dem häufig aktivierten Vibrationsalarm zu verdanken…

Ann-Katrin: And we danced von Macklemore

Mein Klingelton erinnert mich an meine Studentenzeit, denn Macklemore hat damals auf keiner Party-Playlist gefehlt. Das Lied begleitet mich tatsächlich schon seit einigen Jahren, allerdings höre ich es nur selten, da mein Handy meistens auf lautlos gestellt ist. Trotz alledem hat mich der peinliche Moment schon oft ereilt: im REWE an der Kasse. Mein Handy klingelt. Die Bridge des Liedes wird abgespielt und Macklemores Stimme dröhnt durch den kompletten Supermarkt. Das ist dann immer der Zeitpunkt, bei dem ich hektisch anfange meine Handtasche auszukippen, um nach dem Störenfried zu suchen. Zugegebenermaßen stelle ich mir auch jedes Mal vor wie es wäre, wenn ich singend und tanzend aufs Kassenband springen würde um dem Lied die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Irgendwann werde ich es vielleicht mal ausprobieren!

Nachdem Verena und Marvin letzte Woche die cocodibu Klingelton-Charts gestartet haben, legen diese Woche Johanna und Christiane mit ihren persönlichen Bimmelims nach.

Christiane – Coldplay “Viva la Vida”

Ein treibender, erwartungsfroher Rhythmus, gespielt von Streichern – die ersten Takte von Coldplays „Viva la Vida“ waren für mich die perfekten Töne, um mich kurz von meinem Handy aus dem Alltag reißen zu lassen. Spätestens, seit ich die sympathischen Briten im Sommer 2009 Open Air bei ihrer Viva la Vida-Tour in Hannover erleben durfte, bin ich großer Fan – und kann jedem Musikliebhaber einen Konzertbesuch ans Herz legen. Das Problem bei dem Song: Er gefällt mir auch nach Jahren immer noch so gut, dass ich ihn mir lieber anhöre, anstatt ans Telefon zu gehen…

Daher bin ich vor einiger Zeit dann doch auf einen Apple Standard-Klingelton umgestiegen. „An der Strandpromenade“. hat zwar was von Fahrstuhlmusik, aber die gefällt mir ja ziemlich gut, wie bereits im Dezember bei meinen liebsten Arbeits-Songs erwähnt. Wer Lust auf die zehnminütige Dauerschleife hat, dem sei dieses YouTube-Video ans Herz gelegt:


Johanna – Apple iPhone „Auftakt“

 Die Apple-Klingeltöne gefallen mir immer ganz gut, weil sie schlicht und unauffällig sind. Das sind die einzigen Ansprüche, die ich an Klingeltöne habe. Früher mochte ich „Save tonight“ von Eagle Eye Cherry als Klingelton ganz gerne, aber nach der x-ten Wiederholung konnte ich den Song nicht mehr hören. Damit der Zauber guter Lieder nicht verpufft, verwende ich lieber keine tollen (Lieblings-)Songs mehr. Heute nehme ich beim Klingeln von „Auftakt“ ab, dahinter steckt aber keine tiefere Bedeutung.

Im Dezember hat das gesamte cocodibu-Team ja schon einen Einblick in seine Office-Playlists gegeben. Jetzt wird es noch persönlicher: Wir verraten unsere Klingelton-Dauerbrenner, schließlich offenbaren diese ja eine Menge über den Smartphone-Besitzer. Den Anfang machen Marvin und Verena.

Marvin – Titelsong „Parks and Recreation“

Mein Klingelton ist seit Jahren der Titelsong meiner Lieblingsserie Parks and Recreation. Die Comedy-Serie erinnert stark an The Office und begleitet eine Gruppe Beamter in der amerikanischen Provinz. In Deutschland lief die Serie mit mäßigem Erfolg, wahrscheinlich kann man sich hier einfach nicht vorstellen, dass Beamte lustig sein können. Können sie aber, zum Beweis einfach mal Ron Swanson bei Youtube eingeben. Vielleicht steht Parks and Recreation der große Durchbruch hier auch noch bevor, schließlich hat mit Chris Pratt einer der Darsteller in Hollywood mittlerweile den großen Durchbruch geschafft.

Der Song selbst ist ein lockerer Jingle ohne Vocals, ein typisches Serien-Intro eben. Gut gelaunt, aber unaufdringlich, genau richtig für die S-Bahn. An dieser Stelle ein kleiner Insider-Tipp für alle Klingelton-Amateure: Wählt als Rufton niemals euren Lieblingssong – denn egal wie cool er ist, über Handylautsprecher hat er das Swagniveau von Sandalen mit Socken.

Verena – Should I Stay or Should I Go

Im Moment habe ich keinen richtigen Klingelton, sondern eine eher uninspirierte Melodie aus der Klingeltonliste meines Handys. Dieser Blogbeitrag ist aber ein guter Anstoß, um aus dem Klingelton-Einerlei auszubrechen und endlich wieder einen richtigen Song durch die S-Bahnen dieser Welt schallen zu lassen. Schließlich muss ich mir auf meinem Arbeitsweg oft genug „Lieder“ anhören, die sich auf einer Skala zwischen Barbie Girl und You’re beautiful befinden. Man ahnt: Meine Mit-Pendler sind nicht die Zurechnungsfähigsten unter den Musikfans.

Grund genug für mich, den Spieß umzudrehen und anderen meine Musik auf‘s Auge – oder eben Ohr – zu drücken. Ich entscheide mich für Should I Stay or Should I Go von The Clash. Das Lied ist eines meiner absoluten Gute-Laune-Lieder und eine meiner ersten Berührungen mit Punkmusik, an die ich mich erinnern kann. Die Riffs zu Beginn, das „Wuu!“ und der frühe Text eignen sich perfekt als Klingelton. Ich bin nämlich nicht die Schnellste, wenn es um das Annehmen von Anrufen geht (natürlich nur privat!). Meistens merke ich das Handy erst, wenn es schon zu spät ist.

Ähnlich wie bei Marvin, erinnert mich das Lied außerdem an eine meiner Lieblingsserien: Stranger Things. Der Song Should I Stay or Should I Go spielt in der Serie eine kleine Nebenrolle und ist immer wieder zu hören.

Wenn ich morgens schlaftrunken vor dem Spiegel stehe, erfasst meine neue Zahnbürste mit Ultraschalltechnologie genau, wie gut und sauber ich mein Gebiss (also die ersten und ihre Nachfolger) reinige. Festgehalten wird das Ergebnis – bis auf den Zahn genau – digital in einer App, die mir via Timer auch noch genau vorgibt, wie lange ich putzen soll (in fünf verschiedenen Varianten: clean, polish, white, sensitive und Gum care). Schaffen Philips, Oral B & Co. auf diese Weise, was meine Eltern versäumt haben? Mal schauen. Aber was passiert, wenn diese Daten über mein persönliches Zahnputzverhalten künftig nicht nur mein Zahnarzt bekommt, sondern über den Hersteller meiner Zahnbürste (bei dem ich als Person registriert bin) auch meine Krankenversicherung? Wird sie die Krone für den 1-7 noch übernehmen, obwohl ich den rechten Oberkiefer im vergangenen Jahr nur zu 74 Prozent sauber gehalten habe?

Willkommen in der schönen neuen Welt der HealthTechs und InsurTechs, die unser Leben in den nächsten Jahrzehnten prägen werden und gegen die ein Website-Cookie im Vergleich wirklich süß ist. Denn das Tracking-Zeitalter hat gerade erst begonnen und ihr erfolgreichstes Tool ist das Smartphone – gefolgt von Smartwatches, Fitnesstrackern sowie generell von Sensoren aller Art und Größe.

Was meinen Sie? Ist die elektrische, vollvernetzte Zahnbürste jetzt auschließlich ein Plus für die Mundhygiene? Oder ein Upselling-Trick der Industrie, damit Menschen für ihre Zahnbürste statt 3 € künftig etwa 150 € ausgeben? Oder als Produkt lediglich der Einstieg in eine personalisierte Versicherungswelt, in der Versicherer die Policen und/oder Leistungen an das Verhalten ihrer Kunden koppeln? Suchen Sie sich aus, was Ihnen gefällt. Aber denken Sie nicht, dass diese Entwicklung bei ihren Zähnen halt macht.

cocodibu war als Partner der DIA für die Pressearbeit im DACH-Raum zuständig

So zeigen beispielsweise Statistiken der Versicherer aus den USA, dass nach Jahren rückläufiger Zahlen die Unfälle seit einiger Zeit wieder zunehmen. Die Ursache: Das Smartphone. Angeblich nutzen 88 Prozent der Fahrer ihr Smartphone, während sie selbst am Steuer sitzen – und das während einem Fünftel der Fahrzeit, so die Macher der amerikanischen App Mojo. 71 Prozent der Fahrer tippen demnach sogar Texte, während sie fahren. Und weil das Smartphone nicht nur das Problem, sondern auch die Lösung sein soll, erhebt Mojo (die App soll demnächst auch nach Europa kommen) via Handy das Fahrverhalten. Wie schnell beschleunigt der Fahrer? Wie stark bremst er? Wie schnell fährt er? Hält er sich an Verkehrsregeln und vieles mehr? Das Ergebnis präsentiert die App in Form eines Rankings mit Score, in dem sich die Fahrer mit anderen messen und vergleichen können. Und die Daten – Sie ahnen es – könnten natürlich interessant sein für die KFZ-Versicherer, die den Tarif der Aggressivität oder Passivität der Fahrweise entsprechend anpassen könnten. Allein die Tatsache, dass die App das Fahrverhalten und die Smartphone-Nutzung misst, soll nach Angaben der Mojo-Macher dazu führen, dass drei Viertel der Fahrer sich weniger ablenken lassen.

Die Konferenz der DIA fand in einem alten Gaskessel statt – auf dem Gelände einer ehemaligen Gasfabrik, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstand, und heute als In- und Eventlocation dient

Das waren nur zwei von insgesamt über 50 Beispielen aus der Welt des Digital Healthcare- und InsurTech-Business, die Mitte Mai auf der „Digital Insurance Agenda 2017 (DIA)“ in Amsterdam präsentiert wurden. Die wichtigste globale Konferenz für die digitale Transformation der Versicherungsbranche präsentierte viele technische Lösungen, von denen der Abschluß einer Versicherung via Smartphone oder Facebook Messenger Chatbot innerhalb weniger Minuten, die am wenigsten spektakulären waren.

Die Konferenz zeigte nämlich: Sowohl InsurTechs als auch Versicherern ist es bewusst, dass die neuesten technischen Errungenschaften nichts nützen, wenn es ihnen nicht gelingt, den Kunden dafür zu gewinnen. Deshalb setzen die meisten Lösungen im Kern auf einen Dreiklang: Messen, Monitoren, Motivieren.

Das Messen übernehmen in der Regel das Smartphone und andere Tracker. Das Monitoren und Auswerten der Daten kann nahezu in Echtzeit – auch mit Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz – in der großen Cloud erfolgen. Die größte Hürde ist das Motivieren. Warum soll sich beispielsweise ein Autofahrer freiwillig darauf einlassen, dass seine Fahrweise komplett kontrolliert wird? Warum soll das Mitglied einer Krankenversicherung die Daten seines Schrittzählers oder Fitnesstrackers preisgeben?

Niedrigere Tarife als Belohnung für „vernünftiges/gesundes“ Verhalten sind dabei nur ein Aspekt. Insbesondere die InsurTechs haben verstanden, dass die Belohnung darüber hinaus gehen muss. Vielleicht stellt die private Zahnzusatzversicherung künftig Elektrozahnbürsten. Und vielleicht zahlt die Krankenversicherung bald einen Teil des Fitnessstudios, wenn das Mitglied seine Besuche regelmäßig aufzeichnen lässt. Zusätzlich wichtig ist jedoch der „Gamification“-Aspekt, also die spielerische Note beim Erheben der Daten, der Vergleich mit anderen und die Möglichkeit zur Selbstoptimierung. Nur ein Beispiel dafür ist der „Gesundheitsindex“ der Health-App dacadoo.

Die Versicherer wissen auch, dass es im ersten Schritt in der Regel vor allem die gesunden bzw. am wenigsten risikobehafteten Zielgruppen sind, die bereit sind, für personalisierte, meist niedrigere Tarife oder bessere Leistungen die eigenen Daten preiszugeben. Die große Masse an Kunden, Mitgliedern und Patienten mit all ihren großen und kleinen Schwächen zur Teilnahme an getrackten Programmen zu bewegen, ist die – im Vergleich zur Technologie – wesentlich größere Herausforderung. Denn wenn es bessere Tarife für „gesundes/vernünftiges“ Verhalten gibt, müssen im Umkehrschluss die, die sich weniger an vorgegebene Verhaltensregeln halten, dann mehr zahlen?

Eine Frage, die die Branche in diesem Stadium des Marktes natürlich ungern beantworten will. In anderer Hinsicht, das zeigt die DIA deutlich, haben die InsurTechs auf jeden Fall schon gelernt. Statt am Anfang allzusehr auf Konfrontation zu den etablierten Playern zu gehen (wie es viele FinTechs gemacht haben), setzen die meisten Startups im Versicherungsbereich auf Kooperation. Entweder sie bieten Technologie und Prozesse als B2B-Lösung an, die das Geschäft der Versicherer vereinfachen und beschleunigen. Oder sie stellen den etablierten Konzernen sogar Whitelabel-Produkte, die diese in ihre Infrastruktur integrieren können. Scheinbar haben die InsurTechs von den FinTechs gelernt, dass der Aufbau einer Marke für Endkonsumenten langwierig, teuer und mühsam ist. Und weil starke Marken beim Verbraucher über einen großen Vertrauensvorschuss verfügen, bieten uns ja vielleicht Philips, Braun & Co. demnächst auch gleich Zahnzusatzversicherungen zur Zahnbürste an.

P.S. : Die sechs innovativsten Insurtechs der DIA, die in Amsterdam mit dem Diamond Award ausgezeichnet wurden, stellt der Versicherungsmonitor im einzelnen vor.

Das amerikanische InsurTech Hover zeigt, wie aus Smartphone-Fotos ein detail- und maßstabsgetreues 3D-Modell eines Hauses entsteht, mit dessen Hilfe bei Schäden leichter die Instandsetzungskosten kalkuliert werden können.

In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Marion Koppitz, Chief Executive Officer bei i-pointingDeutschlands Premium-Anbieter für Präsentationserstellung, was sie am Wochenende vorhat.

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?
Freitags immer spätestens 18 Uhr.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren?
Ein Rundgang durchs Büro.

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?
Konzeptionelle Dinge, über die man mal etwas länger nachdenken muss – immer und auch sehr gerne!

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?
Meist bin ich erreichbar.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?
Ein Glas Wein mit meinem Mann und dem Austausch des „Shit of the Day“. Dabei handelt es sich nicht – wie man meinen könnte – um etwas was andere falsch gemacht haben, sondern jeder bewertet für sich die größte Fehlleistung, falsche Entscheidung, Fettnäpfchen. 🙂

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?
Mit meinem Mann (und unseren drei kleinen Quessant-Schäfchen).

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?
Ja oft, und meist gerne – hier werden neue Ideen kreiert und alte Probleme diskutiert.

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?
Auf unser altes Bauernhaus im Rupertiwinkel, die Ruhe dort, das „Abbremsen“.

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?
Gemeinsam mit meinem Mann Einkaufen gehen und kochen.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?
Ja, die verrate ich aber nicht.

11.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?
Je nach Anlass, Sport am Morgen, Designer zum Essengehen am Abend.

12.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?
Zur Zeit: Borgen, die dänische Antwort auf „House of Cards“.

13.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?
Ganz sicher die morgendliche Joggingrunde, je nach Lust und Laune, machmal 5, manchmal 15 Kilometer.

14.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Ja, ich habe einen spannenden Termin mit einem möglichen Kooperationspartner – solche Termine mache ich eigentlich lieber Freitags, diesmal hat es leider erst am Montag geklappt.

…So könnte der Titel meiner Blogvorstellung lauten, wenn ich mich nicht zügeln müsste. Aber keine Angst, ich fasse mich kurz:

Ich heiße Ann-Katrin, frisch 27 Jahre alt und seit Mai Volontärin bei den cocos. Und wie ich dazu gekommen bin? Naja, Mathe war nicht unbedingt mein Lieblingsfach – viel zu viele Zahlen. Eigentlich mochte ich die Schulfächer am liebsten, in denen man viel reden durfte. Mein Bruder nennt mich schmeichelnd logorrhoisch. Der Grieche übersetzt es als krankhafte Geschwätzigkeit oder Sprechdurchfall. Diese charmante Art liegt wohl in unseren Genen.

„Bedarf keiner Worte“ ist nicht mein Motto. Deshalb war schnell klar, dass ich in der Szene der extrovertierten Verrückten gut aufgehoben bin. In meinem Medien- und Kommunikationsstudium habe ich das gefunden, was mich begeistert: das Schreiben. Du kannst nur in dem richtig gut sein, was dir wirklich Spaß macht. Das Studium in Calw, der Hermann-Hesse-Stadt, hat mir meine Stärken gezeigt. Meine Findungsphase wurde sicher auch durch meine Wahlheimat Tübingen unterstützt. Die verwunschene Stadt, die keine rechten Winkel besitzt. Jede Hausfassade in einer anderen Farbe gestrichen. Ja, ich habe mich im Schwabenländle pudelwohl gefühlt. Doch wenn es am schönsten ist, sollte man seine Zelte abbrechen. Auf zu neuen Ufern – vom Neckar zur Isar. Immer mit im Gepäck: meine zahlreichen Instrumente und mein Freund. Naja, eigentlich hat mein Freund mich dieses Mal mit im Gepäck – aber ich wollte ja nicht abschweifen 🙂 Zurück zur Chronologie:

Servus München! Hallo schönste Stadt Deutschlands. Endlich bin ich da, I hope you’re prepared.

Hallo cocodibu. Wir werden eine wunderbare Zeit miteinander haben, das spüre ich.

Hallöchen liebe Blogleser, wir werden sicher öfter voneinander hören. Über Kommentare freuen sich hier nämlich alle!

Landkarte mit Fähnchen

Einige Menschen und Orte, die ich trotz großer Entfernung nicht aus den Augen verliere.

In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Marcel Hollerbach, Chief Marketing Officer bei Productsupder führenden Cloudlösung für das Management von Produktdaten, was er am Wochenende vorhat.

Marcel Hollerbach CMO Producstup

Marcel Hollerbach, Chief Marketing Officer bei Productsup

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?
Um 19.30 Uhr.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren
Ich koche sehr gerne und schaue mir auf Chefkoch oder anderen Kochseiten noch Rezepte an, bevor ich auf dem Heimweg die Zutaten einkaufen gehe.

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?
Als Unternehmer ist man eigentlich immer am arbeiten. Selbst wenn ich nicht vor dem Laptop sitze, denke ich über Themen, Chancen, Herausforderungen, neue Marketingkonzepte, Partnerschaften etc. nach und schreibe mir viel auf, was ich unter der Woche angehen möchte.

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?
Da mein Privathandy auch mein Diensthandy ist: always on.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?
Ich spiele seit 25 Jahren Gitarre und Klavier und musiziere oft noch – seit Neuestem auch wieder mit einer kleinen Band.

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?
Mit meiner Frau und Freunden.

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?
Meine Frau arbeitet in der Personalabteilung einer großen Deutschen Wirtschaftsprüfung und erlebt auch sehr viele spannende Geschichten in ihrem Alltag, über die wir uns auch austauschen. In Personalfragen ist sie meine beste Beraterin. Mein Freundeskreis in Berlin besteht zudem aus sehr vielen Unternehmern. Da bleibt es nicht aus, dass man sich auch am Wochenende zu Themen wie Wachstum, Finanzierung, etc. austauscht.

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?
Die Wohnungseinweihung eines guten Freundes.

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?
Sonntag Abend Tatort schauen mit Familie und Freunden und sich darüber aufregen wenn mal wieder der Unternehmer der Mörder war.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?
Ich schlafe am Wochenende im Schnitt 5 Stunden länger als meine Frau und komme regelmäßig recht spät zum Frühstück.

11.) Was machen Sie am Wochenende, von dem Ihre Kollegen/Ihr Team sagen, würde/n: Donnerwetter, das hätte ich jetzt nicht erwartet?
Trampolin springen.

12.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?
Ich trage auch im Alltag keine Designer Klamotten sondern eher klassische Kleidung. Am Wochenende darf es gerne die Jogginghose sein.

13.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?
– Managing Happiness von Marcus Börner
– Ed Sheeran (Musik)
– Silicon Valley (Serie)

14.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?
Am Wochenende werde ich ein echtes BBQ ausprobieren und ein gutes Stück Fleisch 10 Stunden auf dem Grill räuchern.

15.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Wenn man liebt was man tut, muss man nie arbeiten, deshalb freue ich mich auch immer auf Montage. Eine neue Woche und neue Chance Großartiges zu leisten.

Storytelling ist im Marketing ja gerade in aller Munde. Dass sich Botschaften in Geschichten verpackt besser aufnehmen und erinnern lassen, haben mittlerweile viele werbetreibende Unternehmen verstanden. Doch es gibt immer noch Zweifler, Skeptiker und Gegner der bunten Geschichten.

Ich habe mich in der Akademie der bayrischen Presse gemeinsam mit neun anderen Teilnehmern drei Tage lang ausgiebig mit den Zielen, Methoden und Möglichkeiten von Storytelling befasst und fünf Gründe zusammengetragen, die dafür sprechen und gutes Storytelling ausmachen.

1. Menschen lieben Geschichten

Angefangen mit der Gute-Nacht-Geschichte von Mama oder Papa über Opas Märchenstunde bis zum Heldenepos im Kino: Menschen lieben Geschichten. Ist die Geschichte spannend genug, kann der Leser, Hörer oder Zuschauer oft gar nicht abwarten, wie sie endet. Diesen Effekt sollte man auch für seine Unternehmenskommunikation nutzen.

2. Authentizität

„Das Leben bietet die besten Geschichten, aber aufschreiben müssen wir sie selber.“ Dieses Zitat ist mir vom Seminar am besten in Erinnerung geblieben. In Zeiten von vielen vermeintlich „echten“ Einblicken in den Alltag von Freunden, Prominenten oder auch Unternehmen in sozialen Netzwerken wirken glattgebügelte Werbebotschaften nur noch platt. Wer dagegen ungeschönt aus seinem Unternehmens- beziehungsweise Arbeitsalltag erzählt, wirkt echt und greifbar.

3. Unterhaltung

Mal ehrlich, warum greifen wir zur Zeitschrift, Fernbedienung oder zum Smartphone? Weil es in erster Linie unterhaltsam ist. Natürlich möchte man sich auch informieren, etwas lernen und sich in einer unübersichtlichen Welt zurechtfinden, aber Unterhaltung ist immer noch der stärkste Anreiz für Mediennutzung. Wer als Unternehmen seine Zielgruppen nicht nur mit Werbung bombardiert, sondern spannende Geschichten in Form von Kunden- und Mitarbeitermagazinen, Corporate Blogs oder auch Videos anbietet, kann gezielt Aufmerksamkeit wecken, ohne plump und werblich mit der Tür ins Haus zu fallen.

4. Im Kopf bleiben

Ich habe mir früher in der Schulzeit Vokabeln und Grammatikregeln immer am besten mit Eselsbrücken – also kleinen Geschichten – merken können. Genauso ist es auch mit den Werten und Zielen von Unternehmen. Eingebettet in nachvollziehbare Geschichten, bleiben sie in der täglichen Informationsflut, die auf uns einströmt, viel besser im Kopf.

5. Kundenbindung stärken

Kundenmagazine oder andere Storytelling-Maßnahmen können die Kontaktzeit, die ein Kunde mit Ihrem Unternehmen hat, deutlich verlängern. Während von Werbung eher ein kurzfristiger Impuls ausgeht, wirkt das Lesen in Magazinen, das Stöbern in Blogs oder das Schauen mehrminütiger Videos langfristig. Auch wenn keine plumpen Calls to Action wie „Kauf mich“ den Leser zum Kauf anreizen, kann allein die Beschäftigung mit dem Unternehmen das Image positiv beeinflussen.

Reggy de Feniks, Mitbegründer der Digital Insurance Agenda, die 2017 zum zweiten Mal stattfindet.

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, vernetzte Geräte, Chatbots, Robo-Beratung: Digitale Technologien beeinflussen derzeit die gesamte Wirtschaft enorm – und damit auch die Versicherungsbranche. Aber welche dieser Entwicklungen wirken sich wie auf das Geschäft von Allianz, AXA, Ergo, HUK & Co. aus? Die Digital Insurance Agenda (DIA), die am 10. und 11. Mai in Amsterdam stattfindet, bietet für sowohl für die jungen InsurTechs als auch für die Entscheider aus alteingesessenen Versicherungsunternehmen die seltene Gelegenheit, sich in nur zwei Tagen auf den aktuellen Stand zu bringen. Wir haben mit den DIA-Gründern Reggy de Feniks und Roger Peverelli darüber gesprochen, was gerade auf der digitalen Agenda der Versicherungsbranche steht.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Digital Insurance Agenda zu veranstalten?

Roger Peverelli: Nachdem wir unser letztes Buch „Wie sich die Finanzbranche neu erfindet“ veröffentlicht haben, wurden wir in viele Vorstandsetagen von Versicherungen eingeladen. Und auch in unserer Arbeit als Berater für diverse große und kleinere Versicherer haben wir gemerkt, dass mittlerweile jeder verstanden hat, wie notwendig Innovation ist. Gleichzeitig schafft die neueste Technologie die Voraussetzung dafür, Kosten zu senken und dem Kunden näher zu kommen.

Reggy de Feniks: Als Einzelversicherer ist es fast unmöglich, die komplette InsurTech-Szene genau zu beobachten. Und umgekehrt finden es die InsurTechs sehr schwer, sich mit den Versicherungen zu vernetzen, da der Markt stark fragmentiert ist und es unzählbare, oft lokale Akteure gibt. Als wir das realisiert hatten, haben wir beschlossen, die Digital Insurance Agenda zu veranstalten.

Roger Peverelli hat zusammen mit Reggy de Feniks die DIA ins Leben gerufen uns verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungs- und Finanzbranche.

Welche Ziele setzen Sie sich mit der DIA?

Peverelli: Letztlich ist es das Ziel, Innovation in der Versicherungsbranche zu beschleunigen. Wir tun das, indem wir Führungskräfte von Versicherungen mit von uns ausgewählten InsurTechs zusammenbringen. Viele Versicherungsunternehmen sind mit digitaler Transformation beschäftigt, um Prozesse zu digitalisieren, im operativen Geschäft effizienter zu werden und Kosten zu senken. Manche setzen bereits digitale Lösungen ein, um ihr Geschäft zu verbessern: Dazu gehören Lösungen, um die Kundenbindung zu verbessern und Maklern, Vertretern und anderen Mitarbeitern mit direktem Kundenkontakt mehr Möglichkeiten zu bieten. Durch die Verbindung der Versicherer mit den besten InsurTechs werden die Unternehmen in die Lage gebracht, im Tempo mit den steigenden Kundenanforderungen und den digitalen technologischen Möglichkeiten zu bleiben. Dies führt zu einer besseren Leistung, sowohl für den Kunden als auch für die Versicherungsgesellschaft.

Wie werden die InsurTechs ausgewählt, die sich in Amsterdam präsentieren?

De Feniks: Wir haben eine recht vollständige Übersicht über alle Versicherungsunternehmen in der Welt. Momentan listen wir rund 1.000 in unserer Datenbank, aber die Zahl wächst jeden Tag. InsurTechs, die bei der DIA auftreten wollen, müssen sich bewerben und einen Auswahlprozess durchlaufen. Dabei schauen wir, ob ihre Lösungen wirklich innovativ und vor allem dazu geeignet sind, von Versicherungsunternehmen implementiert zu werden. Aber das wichtigste Kriterium ist, dass die Lösungen gegen die Herausforderungen wappnen sollen, denen Versicherungsunternehmen heute und morgen gegenüberstehen. Was sind die Einflüsse auf die Kosten, auf die Kundenzufriedenheit, auf die Maklerzufriedenheit?

Wie sieht das Programm der DIA aus?

Peverelli: Die DIA ist eine zweitägige Veranstaltung. Über 50 der von uns ausgewählten InsurTechs werden ihre Lösungen in zehnminütigen „Show & Tell“-Demos auf der Bühne präsentieren. Dabei gibt es keine Powerpoint-Slides, sondern echte Demos, damit jeder im Raum sehen kann, wie die Lösungen wirklich funktionieren und wie sie bei ihren eigenen geschäftlichen Herausforderungen helfen könnten. Wir freuen uns auf eine großartige Mischung aus Startups, ausgereiften Lösungen von innovativen Akteuren sowie den neuesten Informationen von namhaften Tech-Anbietern. Darüber hinaus teilen Branchenführer in fünf Keynotes und Podiumsdiskussionen ihr Wissen und geben Handlungsempfehlungen, wie die Zusammenarbeit mit InsurTechs erfolgreich wird. Auf der Bühne stehen werden unter anderem Amélie Oudea Castera, Chief Marketing & Digital Officer der AXA Group und Mark Klein, Chief Digital Officer von ERGO Digital Ventures.

Welche Trends und Innovationen prägen den Markt in diesem Jahr?

De Feniks: Derzeit können wir beobachten, dass künstliche Intelligenz und Machine Learning sich stark weiterentwickeln. Blockchain zeigt einige spannende Anwendungsfälle. Und das gleiche gilt für Connected Devices, Telematik und all den Mehrwert, den man aus Daten ziehen kann – nicht nur für das komplexere Versicherungsgeschäft, sondern auch für alle möglichen neuen Services. Darüber hinaus bemerken wir viel mehr Aufmerksamkeit für die Herausforderung, Makler und Agenten zu befähigen und zu stärken. Immer mehr Versicherungsunternehmen erkennen, dass die digitale Transformation auch eine Gefahr in sich birgt und sie sich dadurch noch weiter von den Kunden entfernen könnten. Wir sehen aktuell viele Chatbot- und Robo-Beratungslösungen, die Makler, Vertreter und andere dabei unterstützen, um bessere Gesprächen, eine verbesserte Zufriedenheit bei den Kunden und höhere Conversion-Rates zu erlangen.

Was ist das Zielpublikum der DIA und warum empfehlen Sie die Teilnahme?

Peverelli: Im vergangenen Jahr in Barcelona zählten wir 550 Besucher aus 36 verschiedenen Ländern, die die DIA zur größten Veranstaltung und „Must see“ im Bereich InsurTech und Versicherung weltweit gemacht haben. Die vertretenen Firmen variieren von den bekannten großen Namen bis hin zu kleineren Herausforderern und decken die ganze Bandbreite von Maklern, Versicherungen bis hin zu Rückversicherern ab. Die Jobtitel der Führungskräfte reichen von Innovations- und Forderungsmanagern über Leiter der Datenanalytik, Marketing Directors, IT-Führungskräfte, Digital Transformation Officers, Head of Change Management bis hin zu Chief Operating Officers und CEOs. Die DIA bietet eine großartige Gelegenheit, Fachkollegen aus der ganzen Welt zu treffen und Ideen zu teilen. Darüber hinaus ist es in meinen Augen die beste Möglichkeit, um in nur zwei Tagen zu lernen, was der aktuelle Stand der Technik ist und sich dazu inspirieren zu lassen, die eigenen Innovationen zu beschleunigen.

 

cocodibu ist offizieller Unterstützer der DIA Amsterdam 2017 und bietet interessierten Teilnehmern einen Sonderrabatt von 200 Euro auf den Eintrittspreis. Den Rabattcode DIA2017COCODIBU200 können Sie auf http://www.digitalinsuranceagenda.com/dia-amsterdam/#register einlösen.

Mit 750 erwarteten Teilnehmern aus 36 Ländern und über 50 InsurTechs auf der Bühne ist die DIA eines der weltweit größten Events für InsurTechs und Innovation in der Versicherungsbranche. Sie findet am 10. und 11. Mai 2017 in der Westergasfabriek in Amsterdam statt. Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.digitalinsuranceagenda.com/dia-amsterdam/.

Wie kann man das Thema PowerPoint in den Mittelpunkt stellen, Spaß haben und dabei auch noch neue Kontakte knüpfen? Unser Kunde i-pointing hat darauf eine passende Antwort gefunden: PowerPoint Karaoke, eine neue Veranstaltungsreihe für die Münchner Startup-Szene. Wer jetzt denkt, dass dabei gesungen wird, der liegt leider (oder vielleicht auch Gottseidank) falsch. PowerPoint Karaoke ist eine Abwandlung des klassischen Karaoke, bei dem die Teilnehmer nicht singen, sondern spontan einen Vortrag zu einer ihnen unbekannten PowerPoint-Präsentation halten. Dabei kommt es auf rhetorische Fähigkeiten, Spontanität, Improvisationstalent und eine gute Prise Humor an.

Natürlich konnten wir cocos uns dieses Highlight im Münchner Eventkalender nicht entgehen lassen. Also pilgerten wir am vergangenen Donnerstagabend alle gemeinsam in die Rosenheimer Straße 145c, als zum ersten Mal drei junge Gründer die Herausforderung annahmen, eine ihnen unbekannte Pitch-Präsentation der jeweiligen „Karaoke-Konkurrenz“ vorzustellen. Dabei heraus kam eine wilde Mischung aus Improvisation, Wortwitz und bei so manchem Fachbegriff auch jede Menge Fragezeichen in den Augen der Präsentatoren. Für das Publikum umso besser, denn Lacher waren garantiert.

Mit Kaffee, Knabberzeug und Kühlschrank

i-pointing hatte zusammen mit AkusTick Eventmanagement für einen rundum gelungenen Abend gesorgt. Uns wurde mit Flaggen der Weg gewiesen, wir wurden mit Luftballons in den Farben des Veranstaltungslogos begrüßt, am Eingang mit einem köstlichen Kaffee empfangen (eines der teilnehmenden Startups hat sich auf Kaffeerösterei spezialisiert), ein „Free Fridge“ sorgte jederzeit für kühle Getränke und auch das liebevoll zusammengestellte Buffet mit Finger Food war nicht zu verachten. Besonders schön zu beobachten war eine Mitarbeiterin von i-pointing, die alle Szenen der Veranstaltung in lebendigen Zeichnungen festhielt.

Los geht’s! Eine Mitarbeiterin von i-pointing hielt die gesamte Veranstaltung in Illustrationen fest.

Los ging es dann mit einer kurzen Keynote von Daria Saharova vom Startup-Investor Vito One. Sie erzählte von ihrer eigenen Erfahrung in Sachen Networking und warum man sich dazu überwinden sollte, auf Netzwerkveranstaltungen einfach mal jemanden anzusprechen. Dann waren auch schon die Startup-Präsentatoren an der Reihe: Benjamin, eigentlich Mitbegründer der Münchner Kaffeerösterei, präsentierte die Pitch-Präsentation von Rysta, die sich mit Sensor-Technologie im Internet der Dinge befassen – eine gewagte Kombination, bei der der Präsentator sich unter anderem über Fachwörter wie „Schimmelbekämpfung“ wunderte.

Benjamin von der Münchner Kaffeerösterei probiert sich an der Präsentation von Rysta.

Der Kreis schließt sich

Rysta-Gründer Sven wiederum erzählte uns wundersame Dinge darüber, wie man Geflüchtete dazu bringt, gelbe Helme zu tragen. Social-Bee Mitarbeiterin Pamina klärte uns hinterher darüber auf, dass es ihre Idee sei, Flüchtlingen Jobs zu vermitteln – und dies sei häufig in der Logistik- und Lagerindustrie der Fall. Pamina präsentierte uns dann letztendlich die Präsentation der Münchner Kaffeerösterei, wobei sie die Vor- und Nachteile von Industriekaffee und Acrylamid etwas durcheinanderbrachte. Aber natürlich konnte Benjamin hier am Ende auch weiterhelfen und erklärte uns, was den in langer Arbeit selbst gerösteten Kaffee tatsächlich vom in großen Mengen hergestellten Industriekaffee unterscheidet.

Benjamin, Sven und Pamina live illustriert.

Nach den drei Startup-Pitches wurde kaum gezögert, als die Bühne für freiwillige PowerPoint-Präsentatoren geöffnet wurde. Drei Mutige erzählten uns allerhand über Einhörner, die Züge der Schweizer Bahn und Marketing mit Xing und Google. Die Präsentationen wurden dabei willkürlich aus dem Internet ausgesucht, zum Teil wurde die Reihenfolge der Folien gemischt, um für möglichst große Verwirrung zu sorgen – was einwandfrei geglückt ist!

SBB Reisekette? Ein Freiwilliger versucht, uns das Digitalisierungskonzept der Schweizer Bahn zu erklären…

 Nach der offenen Bühne wurde dann gequatscht und genetworkt und der „Free Fridge“ musste mehrfach nachgefüllt werden. Ein insgesamt sehr gelungener Abend klang langsam aus und beim Gehen waren wir uns sicher: Wir kommen wieder! Am Donnerstag, den 18. Mai um 19 Uhr heißt es dann wieder „Bühne frei für Startups“! Kostenlose Tickets gibt es auf XING.