Vom Magazinen in Online und Print, über WhatsApp bis hin zu Spotify und Instagram – in unserer PR-Arbeit nutzen wir tagtäglich die verschiedensten Medien und Kommunikationskanäle. In unserer neuen Rubrik „Fragen aus dem PR-Alltag“ beschäftigen wir uns mit Fragen, die uns aktuell häufiger über den Weg laufen. Nach Eignet sich Spotify als Kanal zur Unternehmenskommunikation? widmen wir uns nun der Frage: Muss ich ein LinkedIn-Profil haben?

Noch ein Social-Media-Profil? Ich bin doch schon auf XING!“ lautet die Antwort vieler Manager*innen und Geschäftsführer*innen – schließlich ist ein wirklich gepflegtes Profil in einem sozialen Netzwerk mit Arbeit verbunden. Bei den meisten unserer Kund*innen sagen wir jedoch „Auf jeden Fall!“ – und zwar aus diesen fünf Gründen:

1. Ja, weil sich die Medienlandschaft verändert

Christian hat es Anfang März ausführlich dargelegt: Die klassischen Fach- und Wirtschaftsmedien – bisher extrem relevant für die B2B-Kommunikation – haben ein Problem. Immer weniger Anzeigen führen dazu, dass der Erlösdruck deutlich steigt. Das führt nicht nur zu steigenden Heft- und Abo-Preisen, sondern auch zu immer mehr Sponsored Content. Redaktionen sprechen es immer häufiger aktiv an, Gastbeiträge von Unternehmensvertreter*innen nur noch gegen Geld veröffentlichen zu können. Ab und zu ist das sicherlich möglich, doch für die meisten unserer Kund*innen auf Dauer keine Option.

Doch wohin mit all den guten, aufwändig erstellten Gastbeiträgen, Kommentaren oder Insights? Die Publishing-Funktion auf LinkedIn ist hier eine gute Möglichkeit, interessante Fakten und Meinungen zu aktuellen Themen direkt zu veröffentlichen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ohne die notwendige Freigabe einer Redaktion finden Themen und Texte hier eine Bühne. Natürlich sollten auch auf LinkedIn Inhalte nicht zu werblich sein und im besten Fall spiegelt der Text auch einen interessanten Standpunkt wider. Das Ziel: Sich selbst und sein Unternehmen zu einem bestimmten Thema zu positionieren – im PR-Slang auch gern „Thought Leadership“ genannt. Womit wir auch schon beim zweiten Grund wären.

2. Ja, weil erfolgreiche Unternehmenskommunikation ein Gesicht braucht.

Unternehmenskommunikation funktioniert heute fast ausschließlich über die Positionierung einzelner Führungskräfte als Expert*innen zu ganz bestimmten Themen. Die „Personalisierung“ von Geschichten in Medien ist ein seit Jahren zu beobachtender und weiter zunehmender Trend. Ein Gesicht nach außen bewirkt zudem, dass das Unternehmen nahbarer und glaubwürdiger wird und nicht als großes, anonymes „Es“ zu seiner Öffentlichkeit spricht. Es sollen doch tatsächlich schon Kunde-Agentur-Beziehungen nicht zustande gekommen sein, weil keiner der Mitarbeiter*innen bereit war, als Unternehmenssprecher*in für bestimmte Themen zu agieren… Für diejenigen, die sich trauen, bietet LinkedIn eine perfekte Plattform, um sich selbst als Expert*in zu positionieren, damit gleichzeitig das Unternehmen zu vertreten und im besten Fall wichtige Kontakte zu knüpfen. Womit wir bei Grund Nummer drei sind.

3. Ja, weil nichts ohne Netzwerk geht.

Was früher Vitamin B war, ist heute Vitamin N(etzwerk). Auch wenn es in Deutschland immer noch üblich ist, bei beruflichen Events Visitenkarten auszutauschen, folgt nach dem ersten Kennenlernen trotzdem meist die digitale Kontaktanfrage bei LinkedIn, XING oder beiden. Und das ist auch gut so! Es lohnt sich sehr, mit den Kontakten zumindest lose in Kontakt zu bleiben, ab und zu etwas zu teilen und vielleicht auch mal seine Meinung zu einem kontroversen Thema zu äußern. Denn das führt dazu, dass man sich austauscht und dem ein oder der anderen sicherlich in Erinnerung bleibt. LinkedIn bietet dazu jetzt sogar ein neues, von der eigenen Redaktion kuratiertes Format. Bei „Aktuell und diskutiert“ kann man sich zu aktuellen Themen austauschen und debattieren.

Bei der Planung unseres Recruiting-Events „Superheroes on Tour“ haben wir gerade sehr deutlich gemerkt, wie wichtig Kontakte sind. Um Unternehmen als Teilnehmer zu gewinnen, haben wir alle Kontakte bei XING und LinkedIn angeschrieben, die in der Marketingbranche bzw. in Agenturen arbeiten – mit Erfolg. Selbst Leute, mit denen wir sehr lange keinen Kontakt hatten, haben auf die Nachrichten geantwortet. Diese persönliche Akquise war deutlich erfolgreicher als die klassische Kaltakquise. Ein Grund mehr, sein Netzwerk zu pflegen!

4. Ja, weil Fachkräfte sich meist online informieren.

Kennen Sie das auch? Sie haben über einen Bekannten von einem tollen neuen Café gehört und googeln jetzt danach. Doch was sie finden ist: nichts. Keine Website, kein Google-Eintrag, nicht mal eine Facebook-Seite. Komisch, vielleicht haben Sie sich verhört und das Café existiert gar nicht? Was heutzutage nicht online auffindbar ist, ist für uns auch in der „echten Welt“ nicht existent. Daher ist es wichtiger denn je, online auf den relevanten Plattformen mit einem gepflegten (d.h. mit einem aktuellen und weitgehend aussagekräftigen) Profil vertreten zu sein. Sie suchen Fachkräfte? Dann sollten Sie dringend über ein LinkedIn-Unternehmensprofil nachdenken. Stellen Sie sich dabei immer die Frage, wie Sie wirken und welche Art von Fachkräften Sie anlocken wollen. Entsprechend dieser Anforderungen können Sie das Profil gestalten.

Seien Sie sich jedoch bewusst, dass Inhalten, die über ein Unternehmensprofil geteilt werden, nicht so viel Beachtung und Likes geschenkt werden, wie Inhalten, die über ein persönliches Profil geteilt werden. LinkedIn ist nun einmal ein People-Network – manche Experten sehen es bereits als das „bessere Social Network“. Trotzdem sollte das Unternehmensprofil die wichtigsten Informationen enthalten und ab und zu die Neuigkeiten des Unternehmens teilen, um Fachkräften bei der Jobsuche zu helfen.

5. Ja, weil die Welt nicht nur aus DACH besteht.

Diese Begründung für LinkedIn ist zwar schon etwas abgenutzt, bewahrheitet sich aber immer wieder: Wer Kontakte außerhalb des deutschsprachigen Raums knüpfen möchte, der kommt mit XING nicht weit. Liegen beide Netzwerke im DACH-Raum noch fast gleichauf (Xing etwa 15 Mio, LinkedIn 13 Mio. Mitglieder), gibt es international bisher nur einen relevanten Player: LinkedIn ist weltweit aktiv und hat insgesamt über 610 Millionen Mitglieder [Stand Mai 2019]. Wer sowohl auf XING als auch auf LinkedIn aktiv ist, dem bietet es sich zum Beispiel an, auf XING nur deutschsprachige und auf LinkedIn englischsprachige Inhalte zu veröffentlichen und zu teilen.

Speziell für Führungskräfte, die bei allen fünf Punkten nicken, bieten wir bei cocodibu eine Beratung (inkl. Umsetzung) zu CEO-Positionierung und Thought Leadership in Business-Netzwerken an – Erfolgsbeispiele inklusive.

Der Fahrplan steht, die HR-Verantwortlichen der Unternehmen tüfteln schon an ihren Konzepten. Jetzt liegt es an euch, liebe StudentInnen, AbsolventInnen und Young Professionals, die ihr in der Kommunikations- oder Digitalbranche arbeiten wollt. Am Donnerstag, den 23.Mai 2019, gehen in München erstmals die „Superheroes on Tour„. Mit dabei sind prominente, faszinierende Unternehmen, die in der Landeshauptstadt gerade Nachwuchs suchen:

  • Condé Nast Germany, internationales Medienhaus mit Sitz in München
  • diva-e, Deutschlands führender Digital Solution Provider
  • fischerAppelt, eine der bundesweit größten Content-Marketing-Agenturen
  • GroupM, das weltweit größte Media-Network
  • Ray Sono, dominierende deutsche Agentur für digitale Kommunikation und Interaktion
  • i-pointing, Marktführer für professionelles PowerPoint-Design und Grafiksupport
  • Serviceplan, Deutschlands größte inhabergeführte Agentur
  • VerbraucherRitter, Münchner Legal-Tech Start-Up

Du planst einen spannenden Berufseinstieg oder schaust dich nach einer neuen Herausforderung um? Dann bist du bei den Superheroes on Tour genau richtig! Insgesamt stehen maximal 140 Tickets  zum Preis von jeweils 15 Euro auf www.superheroes-on-tour.de zur Verfügung. Also ran an die Tasten, denn es gilt das Motto: First come, first serve.

Lange Nacht der Musik meets Tag der offenen Tür – so ähnlich kannst du dir die Superheroes on Tour vorstellen. Wir bringen dich mit den angesagtesten Agenturen und Unternehmen in München zusammen. Und das mit sechs gelben amerikanischen College-Bussen, die die Unternehmen direkt anfahren – Musik und Getränke inklusive.

Sechs amerikanische College-Busse werden euch durch München shutteln. Foto: Alex von Spreti

Bist du Captain Content oder Doctor Design? Fühst du dich als Lead Lantern oder Bird of PRey? Oder schlummert ein Media Rocket oder Super O.M.G in dir? Dann geh‘ mit uns auf Tour!

Das Superheroes-Team von cocodibu freut sich auf dich!                                             Foto: Alex von Spreti

Kooperationspartner unseres Recruiting-Events sind u.a. die auf die Kommunikationsbranche spezialisierte private Hochschule Macromedia und das Recruiting-Netzwerk experteer. Für die ReDI School reserviert cocodibu eigene Plätze in den Bussen.

Unterstützt wird das neue Recruiting-Event vom Mediennetzwerk Bayern sowie der Landeshauptstadt München. Ein besonderes Dankeschön geht an die Design-Helden von SIGNALWERK, die die CI, das Key Visual sowie die einzelnen Superheroes-Charaktere und die Werbemaßnahmen gestalten. Über fast übernatürliche WordPress-Kräfte verfügt Markus Schraudolph, der uns bei der Superheroes on Tour-Website zur Seite stand.

 

In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Dino Leupold von Löwenthal, weiterer Geschäftsführer der verticalAds Group GmbH,  führender Anbieter spezialisierter Performance Marketing-Lösungen, was er am Samstag und Sonntag so vorhat.

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?

Schwierige Frage. Ich würde sagen, wenn die Arbeit endet 😉 Spaß beiseite, das kann man nie vorher wissen. Das Gefühl, Feierabend zu haben, kommt bei mir immer auf, wenn ich mich ins Auto setze, zuhause anrufe und meinen Lieben sage, dass ich auf dem Weg bin und mich auf zu Hause freue.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren?

Nachsehen, ob noch eine wichtige Mail in den Entwürfen hängt und ich alle offenen Dokumente, Tabellen etc. gespeichert habe.

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?

Ja, unbedingt. Vor allem, wenn ich über manche Sachverhalte in Ruhe nachdenken will, bevor ich eine Entscheidung treffe. Die Ruhe dafür finde ich eher zu Hause als im Büro.

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?

Ich bin always on.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?

Mein Ausgleich zum Alltagsstress sind meine Kinder und meine Familie. Abends gemeinsam zu Abendessen und über das Erlebte des Tages sprechen, ist für mich Erholung. Ab und zu sitze ich auch gerne ganz gemütlich vor dem Fernseher oder auf der Terrasse bei einem offenen Feuer. Mit einem guten Getränk in der Hand kann ich abschalten und meine Gedanken schweifen lassen.

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?

Mit meiner Familie, meinen Freunden und dem Handballverein meiner Töchter, wo ich seit kurzem als zweiter Vorstand verantwortlich zeichne.

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?

Naja, üblicherweise ist wohl übertrieben. Aber es kann durchaus vorkommen, dass ich mich im Freundeskreis über Marketing-Themen austausche. Mittlerweile habe ich auch Freunde, die ich in der Branche kennengelernt habe. Viele meiner Freunde und Bekannte verstehen aber bis heute noch nicht genau, was ich eigentlich mache. Das ist okay für mich, denn jeder hat andere Interessen. Trotzdem kann ich mit meinen Freunden über diverse Themen sprechen, auch über Themen, die das Internet betreffen.

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?

Ich freue mich, Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen, in der Handballhalle zu stehen und den Garten frühlingsfit zu machen – meine heimliche Leidenschaft: das Handwerken. Weniger freue ich mich auf die Zeitumstellung…

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?

Nein, gerade die Wochenenden sind bei uns schon drei Wochen im Voraus ausgebucht, da meine Kinder Handball spielen. Rituale sind zwar wichtig, bergen aber die Gefahr, sich zu langweilen. In der nicht verplanten Zeit sind wir am liebsten spontan.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?

Nicht nur am Wochenende 😉 Aber das bleibt mein Geheimnis…

11.) Was machen Sie am Wochenende, von dem Ihre Kollegen/Ihr Team sagen, würde/n: Donnerwetter, das hätte ich jetzt nicht erwartet?

Gartenarbeit und Holzwerken wenn mal Zeit ist. Ob das jetzt aber ein „Donnerwetter“ bei anderen auslöst, wage ich zu bezweifeln.

12.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?

Eher klassisch: Jeans und Pullover, Polohemd, T-Shirt. Wenn es warm ist, trage ich auch gerne mal Shorts. Abends auf der Couch ist oft die Jogginghose mein bequemstes Kleidungsstück, solange niemand zu Besuch kommt 😉

13.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?

In Sachen Musik habe ich eine ganze Palette anzubieten: Chillout, Bayrischer Rap, Elektro, Ballermann Hits (lässt sich im Handball nicht vermeiden) und B5 Aktuell. Bei TV-Sendungen muss ich passen, denn ich schaue außer der Bundesliga eigentlich kein Free TV mehr. Serien von Netflix und Amazon Video favorisiere ich schon eher.

14.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?

  1. Berge besteige ich ungern, höchstens klettere ich den Berg der weisen Erkenntnis ein kleines Stückchen weiter nach oben 😉
  2. Marathon??? Hahaha. Ganz sicher nicht.
  3. Ein Theater oder Konzert werde ich dieses Wochenende nicht besuchen. Dafür gehe ich ins Kino und schaue mir den Cyberpunk-Actionfilm „Alita“ an.

15.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Klar, sonst könnte ich mich ja auch nicht mehr auf das Wochenende freuen und das wäre sehr schade.

von

Vom Magazin in Online und Print, über WhatsApp bis hin zu Spotify und Instagram – in unserer PR-Arbeit nutzen wir tagtäglich die verschiedensten Medien und Kommunikationskanäle. In unserer neuen Rubrik beschäftigen wir uns ab sofort mit Fragen, die uns in unserem PR-Alltag über den Weg laufen. Zum Start: Eignet sich Spotify als Kanal zur Unternehmenskommunikation?

Egal ob in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, zu Hause mit Freunden oder im Urlaub –  Spotify ist allgegenwärtig. Inzwischen nutzen über 207 Millionen Hörer die App regelmäßig. Spotify ist Kult.  Vor allem für zahlende User sind die Funktionen extrem vielfältig:  Jeder kann seine eigenen Playlists mit den persönlichen All-Time-Favourites befüllen, sie nach Stimmungen oder Anlässen ordnen und benennen und sie anschließend mit Freunden teilen. Unternehmen haben Spotify längst für sich entdeckt. Die Chance, sich als Unternehmen von der nahbaren Seite zu zeigen und den Markennamen mit mehr als den Produkten selbst und griffigen Marketing-Slogans zu befüllen, ist mehr als vielversprechend.

Kunden können via Spotify auf einer völlig neuen Ebene für das Unternehmen begeistert werden. Es wird Nähe durch Musik geschaffen. Der Autohersteller BMW beispielweise stellt eigene Playlists bereit, die seine BMW-Fahrer sowohl auf aufregenden Roadtrips als auch täglichen Alltagsfahrten begleiten. In der „Roadtrips with Friends by BMW“-Playlist verbreiten die Songs von Ed Sheeran, Hozier und den Mighty Oaks gute Laune. Die „Legends of Pop by BMW“ oder auch „Legends of Hip Hop“ sind mit den jeweiligen Titanen der Genres bestückt: Hip Hop-Urgesteine, wie House of Pain oder Wu-Tang Clan, bis hin zu den Pop-Sternchen Take That, Keane oder Sia –  alles was das Musik- und Fahrerherz höher schlagen lässt. Der Kunde befasst sich mit dem Produkt und der Marke nicht nur kurz vor, während und nach dem Kauf, sondern in seiner Freizeit. Das schafft eine vollkommen neue Form der Kundenbindung. Firmeneigene Playlists und Podcasts verleihen dem Unternehmen nicht nur Charakter, sondern schaffen auf subtile Art positive Vibes.

Red Bull ist ein absoluter Spitzenreiter unter den Corporate Profilen, betreibt gleich drei Profile auf Spotify und versammelt hier insgesamt über 15.000 Follower. Die Playlists leiten thematisch natürlich auf das Unternehmen; so bietet Red Bull entsprechend seines sportlichen Engagements den passenden Soundtrack zum Skaten, Skifahren und Trainieren. Zusätzlich stellen bekannte Sportler ihre persönlichen Lieblingsstücke in eigenen Playlists des Corporate Profils zusammen. Der Kunde erhält hier das Allround Package für die persönliche sportliche Leidenschaft. Große internationale Firmen wie Jägermeister und IKEA sind ebenfalls bei Spotify zu finden. Ihre Profile zählen hunderte Follower und bespaßen diese mit Künstlern wie Portugal. The Man, Imagine Dragons und Nirvana. Die Themen reichen von exzessiven Party-Playlists mit Mando Diao, AWOLNATION und The Offspring bis hin zum ruhigen Soundtrack der Entspannung á la alt-J, The National und Lola Marsh. Das schwedische Möbelhaus setzt hier natürlich auf andere Argumente als die Alkoholmarke Jägermeister. Beide Zielgruppen unterscheiden sich stark und nutzen daher auch verschiedene Soundtracks für ihre Freizeit. Während IKEA seinen Interior-Liebhabern mit entspannten Playlists à la „Abendmomente“, „Morgenmomente“ oder „Freundeabend“ eine Feel-Good-Stimmung  bereiten will, setzt Jägermeister mit Party-Hymnen, von Calvin Harris und Kendrick Lamar auf die ausgelassene Wochenendstimmung seiner Hörer. Musik kann vieles bewirken, doch es muss nicht immer chillige Caféhaus- oder fetzige Dance-Musik sein. Der Baumarkt Hornbach wartet gar mit Playlists zum Thema „Streichen“ oder „Hämmern“ auf. Den Soundtrack zum Hämmern liefern die Rocker von Depeche Mode, Sisters of Mercy und New Order. Im Kontrast dazu stehen die Herren Mozart, Chopin, Smetana und Beethoven, die den Hobby-Heimwerker mit klassischer Musik beim „Streichen“ begleiten dürfen.

Doch wie kann ein Unternehmen ein Corporate Profil auf Spotify erstellen? Der Musikanbieter stellt genaue Richtlinien für die Interaktion mit „Fans“ bzw. Kunden via Spotify auf. So empfiehlt es sich, mindestens 20 Titel in den jeweiligen Corporate Playlists zu sammeln, wobei jeder Künstler nur einmal vertreten sein darf. Der Trugschluss, dass der jeweils in der Playlist gelistete Künstler das Unternehmen hinter der Playlist auf welche Art auch immer unterstützt, soll auf diese Weise verhindert werden. Die Playlists an sich sollten außerdem keine Spur von Werbung für die jeweiligen Produkte des Unternehmens aufweisen, sondern rein redaktionell zusammengestellt sein. Ziel ist es schließlich, abseits der bekannten Werbebotschaften, einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen.

Spotify bietet außerdem einen eigenen all-inclusive Service, welcher Playlists für Unternehmen generiert, analysiert und auswertet. Dieser Service nennt sich „Spotify for Brands“ und verspricht neben hohem Engagement und gekonnter Zielgruppenansprache auch das Streaming-Verhalten der Nutzer detailliert zu analysieren, um die Kunden im richtigen Augenblick zu erreichen. Markenziele sollen durch die Nutzung von „Spotify for Brands“ spielend leicht erfüllt werden. Messgrößen wie Assoziierung, Wahrnehmung oder Kaufabsicht veranschaulichen, wie die Markenbotschaft des Unternehmens bei der entsprechenden Zielgruppe angekommen ist. Springt ein Nutzer von Justin Timberlake zu den Rolling Stones oder hört fünfzig Mal nacheinander „Wrecking Ball“ von Miley Cyrus, dann verrät das viel über die Präferenzen und den Geschmack des Hörers. Jedes Suchen, Shuffeln, Überspringen und Swipen in der Spotify App charakterisiert die einzelnen Nutzer. Dieses Wissen will „Spotify for Brands“ mit den Unternehmen teilen und  gekonnt die entsprechenden Zielgruppen ansprechen.

Ich kenne Jochen Kalka seit 1992. Was uns verbindet? Der erste gemeinsame Arbeitstag (im wunderschön gelegenen Neuperlach – beim Fachmagazin w&v, dass damals noch wöchentlich und in deutlich größerem Umfang erschien), eine gemeinsame Kollegin (Jessica – beste Grüße auf diesem Weg), der deutsche Mediapreis und der Hang zu starken Headlines. Deshalb hat es mich auch nicht gewundert, dass Jochen, im Hauptberuf seit über zwei Jahrzehnten Chefredakteur der w&v, sein neuestes Werk als Buchautor mit „Die StartUp-Lüge“ betitelt hat (Gewundert hat mich eher, dass Chefredakteure nebenher noch Bücher schreiben können). „Wie die Existenzgründungseuphorie missbraucht wird – und wer davon profitiert“, verspricht das Cover. Ein spannendes Thema, mit maximalem Trommelwirbel eingeleitet und Anlass genug, mit dem Autor zu sprechen: 

Dr. Jochen Kalka, Chefredakteur w&v und Autor der „Startup-Lüge“ – Foto: Stefan König

Lieber Jochen, wenn der Chefredakteur eines Marketing-Magazins ein kritisches Buch mit dem Titel „Die StartUp-Lüge“ schreibt, klingt das, als würden die Werber schwer daran knabbern, dass Startups derzeit irgendwie cooler sind. Oder?

Jochen Kalka: Lieber Christian, das Buch habe ich als Privatmensch geschrieben, natürlich mit scharfem Auge, Salz und Pfeffer. Und, merkwürdig, aber mir sind die Parallelen zwischen Werbern der Mad-Men-Ära und den heutigen Startups beim Schreiben nicht aufgefallen. Irgendwie hast du recht, Werber sind ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, sich so cool zu geben, als wären sie selbst ein Startup. Das nagt sicher an des Werbers Seele, so er eine hat.

Wir hoffen mal, dass er sie noch nicht verkauft hat. Aber erklär mir doch bitte zum Start, wo genau Startups so lügen, dass es sich lohnt, darüber ein Buch zu verfassen.

Jochen Kalka: Hast du gehört, wie tief ich gerade Luft geholt habe? Also, ganz kurz in Schlagzeilen: Wenn Gründer beim Businessplan mit goldgeilen Augen vor allem über ihre Exit-Strategie philosophieren, lügen sie sich in die eigene Tasche und in die ihrer Investoren. Wenn Gründer nicht einmal Zielgruppen definieren, keine Märkte analysieren, keinen USP fabulieren, dann beginnt das große Wettlügen. Dass Mitarbeiter ausgebeutet werden, Frauen noch mieser behandelt werden als in biederen alten Firmen, macht die Sache nicht besser. Ja, und dann kommen die altehrwürdigen Konzerne daher, deren Chefs plötzlich ein hierarchiefreies Du zelebrieren, sich die Krawatten vom Leibe reißen und Sneakers anziehen, dann in ihrem frisch eingerichteten Kreativzimmer ein Selfie posten und sagen: Startup, c´est moi! Lüge, Lüge, Lüge!

Ok, das waren jetzt eine ganze Menge Headlines, fast ein bißchen Lügenpresse 😉 Lass uns mal mit dem ersten Vorwurf anfangen: Ich dachte immer, Investoren und Business Angels sind so abgezockt und versiert im Gründergrillen, dass da kein Möchtegern-Exit-Experte Kohle bekommt, dessen Businessidee mit zugehörigem Plan sich nicht sinnvoll anhört?

Jochen Kalka: Das habe ich auch gedacht. Als ich im Silicon Valley mal einen Investor gesprochen habe, nach welchen Kriterien er seine Investments selektieren würde, sagte er ziemlich wörtlich: Mir ist die Geschäftsidee völlig schnuppe. Ich schaue den Gründern nur in die Augen. Wenn die strahlen, investiere ich. Ach ja, erwähnte ich schon, dass nur elf Prozent der Investoren weiblich sind?

Gegenfrage: Gibt’s den Investor noch? Leidenschaft und Begeisterung sind ja unentbehrlich für Gründer, aber leider kein Garant für Erfolg. Und kommst Du nicht ein bißchen früh mit der Gender-Keule? Woran machst Du denn fest, dass Frauen in Startups „noch mieser behandelt werden als in biederen alten Firmen“?

Jochen Kalka: Mit der Gender-Keule kann man nie zu früh kommen. Und, klar gibt es den Investor noch. So wie es auch tolle Startups und sensationell kreative Gründerinnen und Gründer gibt. Zurück zu den Frauen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es in Startups auch ein Gender Pay Gap gibt. Europaweit liegt es bei 16 Prozent, in Deutschland bei 22 und in Berlin gar bei 25 Prozent. Auch dass Alltagssexismus in Startups noch dramatischer ausgeprägt ist, als etwa bei der Bundeswehr. Jede dritte Frau erfährt in Startups unerwünschte Berührungen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Liegt das an den langen Arbeitszeiten, den vielen Kickertischen oder an den etwa 85 Prozent Männern, die Startups gründen? Dann würde ich aber gerne wieder zu Deiner Kernthese zurückkommen 😉

Jochen Kalka: In Startups herrscht zuweilen eine Stimmung wie auf einem Abenteuerspielplatz. Das kann durchaus positiv sein, doch manche interpretieren das als grenzenlose Narrenfreiheit und verlieren dabei den Respekt eines Gegenüber. Ok, dann lass uns wieder zu den Lügen kommen, darin bin ich inzwischen Profi ;-).

Das hinterfrage ich an dieser Stelle mal lieber nicht. Aber ganz ernsthaft: Ist es nicht völlig normal, dass in der Gründungsphase von Unternehmen härter geklotzt werden muss als später? Oder meinst Du, dass Firmen ein Startup-Flair bewusst kultivieren, um die damit verbundene Mehrarbeit oder schlechtere Entlohnung ansprechender zu verpacken? Und weit über 90 Prozent der Startups scheitern. Man arbeitet doch nicht dort, weil man gerne scheitert?

Jochen Kalka: Dass härter geklotzt wird, ist völlig in Ordnung. Solange man nicht bewusst im großen Stil lügt, wie etwa das Startup Theranos, das mit einem Wunderstift Bluttests versprach und 9 Milliarden Dollar verbrannte. Andere Firmen kultivieren, wie du sagst, Startup-Flair bewusst, um mehr junge Menschen anlocken zu können. Zum einen ist das sicher keine dumme Employer-Branding-Maßnahme, zum anderen muss ein Siemens-Startup weniger Lohn zahlen, als es Siemens selbst täte. Kicker und Palettenmöbel sparen am Ende Knete. Und, ja, das Scheitern. Solange man mit einer Idee in einem Konzern scheitert, so what. Aber wenn man als Gründerin oder Gründer scheitert, eigenes Geld verliert, ausgebrannt ist, keine Kreditkarte und keinen Handyvertrag mehr bekommt, weil einen die Schufa nicht mehr mag, dann leidet die Psyche, die eigene Beziehung, dann ist das ein persönliches Drama. Ich habe solch ein Beispiel aus Berlin gefunden. Von wegen: Wir feiern das Scheitern in Fuckup-Nights.

Apropos Fuckup: Heißt das, Startups sind auch nur Unternehmen? Und was, wenn junge Menschen die „Lüge“ durchschauen und Startups nicht mehr cool finden? Rettest Du dann als Ü50er den Wirtschaftsstandort? Oder können wir uns darauf einigen, dass Pauschalurteile generell eher schwierig sind, aber Bücher mit provokantem Titel sich besser verkaufen?

Jochen Kalka: Startups sind definitiv auch nur Unternehmen. Im Prinzip gründete doch auch Werner Siemens ein Startup. Oder Carl Benz. Oder der Bäcker an der Ecke. Und jetzt merkst Du schon einen entscheidenden Unterschied der persönlich überzeugten Gründer im Gegensatz zu Startup-Pinocchios: Siemens, Benz und auch dein Bäcker stehen mit ihrem eigenen Namen hinter ihrer Geschäftsidee. Nenne mir ein Startup, wo das auch der Fall ist. Und so wird die Lüge auch von jungen Menschen mehr und mehr durchschaut. Dazu gibt es ein geniales Buch von der Französin Mathilde Ramadier, die von ihrer persönlichen Ausbeutungstour in diversen Berliner Startups berichtet.

Vielleicht tragen ja Startups dazu bei, dass auch in anderen Unternehmen moderner gedacht wird. Dass Frauen endlich gleichberechtigt sind, in jeder Hinsicht, dass Berufsanfänger nicht mehr ausgebeutet werden, dass Raum für neue Ideen entstehen darf, dass auch mal in schräge Innovationen investiert wird. Dann retten Startups jeden Wirtschaftsstandort. Aber leider gibt es in der Herde der Startups noch zu viele schwarze Schafe. Pauschal darf hier definitiv nicht verurteilt werden, da hast du recht. Am liebsten würde ich kein einziges Buch verkaufen, wenn es diesen Missbrauch von der Startup-Idee nicht geben würde.

Danke Dir, Jochen, für unser Mail-Ping-Pong. Jetzt bin ich allerdings ratlos, was ich Dir wünschen soll. Das Buch jedenfalls gibt es im Buchhandel (erschienen im Econ-Verlag) oder bei einem großen, in Seattle beheimateten Online-Kaufhaus. Für Leser dieses Beitrags, die einen Kommentar mit einer vernünftigen Mailadresse unter diesem Artikel hinterlassen, hat uns der Autor freundlicherweise drei Gratisexemplare spendiert. Wir verlosen sie unter allen Teilnehmenden.     

Die digitale Welt sah in den 1990er Jahren noch so aus: Marijke Amado stand vor einer glitzernden Zauberkugel und entließ die Ministars auf die große Showbühne des Playback. Kleine Versionen von Michael Jackson, Alice Cooper oder Cyndi Lauper bewegten ihre Lippen zu entsprechenden Songs. Heute heißt das Tik Tok. Nur ohne Kostüm, dafür aber mit jeder Menge Features.

Hauptzielgruppe sind junge Teens, die die 15-sekündigen Videos selbst während der Schulpausen drehen, zusammenschneiden und für ihre Community hochladen. Die „Herz“-Vergabe ist dabei der Ritterschlag unter den Likes.

Wir fallen ja altersmäßig schon nicht mehr in die Zielgruppe und haben daher Sophia, der zehnjährigen Tochter unseres Chefs Stefan, einige Fragen zu Tik Tok gestellt:

  1. Wie oft am Tag benutzt du die App TikTok und wie lange?

Mindestens 30 Minuten bis 1 Stunde. Ich nutze Tik Tok, nachdem ich alles am Morgen erledigt habe, so 10 Minuten, wenn ich überhaupt Zeit habe. Dann nach der Schule und manchmal am Abend. Manchmal benutze  ich sie in der Schule  wenn mir langweilig ist. Dann sperre ich mich mit meinen Freunden im Klo ein und drehe ein paar Tik Toks 🙂

  1. Warum nutzt du ausgerechnet diese App?

Weil man sich viele neue Sachen ausdenken kann und sie dann drehen kann. Man kann da Videos drehen, verschicken, liken, ein Duett mit jemand anderem singen und noch vieles mehr. Ich glaube, der Sinn der Sache ist, dass man daran Spaß haben soll und sich amüsieren soll. Und auch mal komische Videos dreht.

  1. Welche Funktionen nutzt du am meisten?

Die Stift-Funktion. Da kann man malen im Bild und währenddessen filmen 🙂 Diese Funktion kann ich euch ja mal zeigen.

  1. Wer sind deine liebsten Co-Stars?

Ich habe eigentlich keine, aber ,,Maverick Baker“ und ,,Cash Baker“ mag ich sehr. Die beiden sind sehr witzig und unterhalten einen mit viel Spaß. Man kann gut mitlachen und dann vielleicht ein anderes mal dieses Video von den beiden nachmachen. Auch Lisa und Lena mag ich. Sie tanzen oft und man kann dann oft nicht mithalten, wenn man ein Video von den beiden nachdrehen will.

  1. Wie viele Videos / Clips nimmst du wöchentlich auf?

Das ist unterschiedlich. Wenn ich z.B. keine Hausaufgaben habe, darf ich mehr am Handy hängen, so am Tag vielleicht 1h 30 min. Und dann kann ich ja mehr Videos drehen. So ungefähr 8 bis 12 Videos, vielleicht, wenn ich mich beeile 🙂 Wenn ich allerdings nicht so viel Zeit habe, schaff ich (wenn ich schnell bin) 5 bis 7 Videos.

  1. Was ist für dich das Besondere daran?

Man hat viel Spaß an der Sache und weiß, wie man dann Videos zusammenschneidet. Oft gibt es auch sogenannte Tutorials, wo dir jemand zeigt, wie du z.B einen Zaubertrick machst oder ein Video bearbeitest, das dann richtig cool aussieht.

  1. Was gefällt Dir an TikTok nicht so gut?

Dass man nicht so oft auf der For you- Page ist. Aber, wenn man ein Privates Konto hat wie ich, darf man sich nicht wundern, dass man nie gezeigt wird. Außerdem gibt es auch Videos, die nicht für unser Alter geeignet ist, z.B  wenn  jemand Feuer spuckt oder Messer schluckt.

  1. Mit welchem „Star“ würdest du gerne mal einen Clip drehen?

Vielleicht mit Maverick Baker oder Cash Baker, aber am allerliebsten mit Jonny Depp, wenn er überhaubt Tik Tok hat 😉

  1. Redest du mit Freunden über die App?

Nein, eigentlich nicht. Aber ab und zu dikutieren wir, ob sie wirklich für unser Alter bestimmt ist

  1. Oder über Clips?

Nein, eigentlich nicht so oft, aber wir fragen uns manchmal, wie man dies oder das gedreht hat. Oder, warum man dieses Video veröffentlicht hat. Ab und zu fragen wir uns, welches Video man am besten fand oder ob man vielleicht ein Video zusammen drehen will.

  1. Wem zeigst du deine „TikToks“?

Allen meinen Fans oder meinen Eltern. Die amüsieren  sich dann und machen manchmal auch sogar mit 🙂 Leider aber mögen nicht alle meine Tik Toks und fragen mich dann, warum ich so ein dummes Video veröffentlich habe, aber zum Glück liken manche noch. Das beruhigt mich.

Wer weiß, möglicherweise ist Tik Tok bald das neue Instagram? Während mittlerweile jeder einen Facebook-Account besitzt, suchen sich die Teenager von 2019 ihren eigenen digitalen Rückzugsort – eben dort, wo Mama und Papa noch keinen Account haben 😉

Und so sieht ein fertiges Kurzvideo aus (featuring DJböll&TCool):

 

Kleine Outtakes gab es auch (mit Sophia alias @felixsophia2007):

©pixabay

Heute ist der Internationale Weltfrauentag. Seit über 100 Jahren zelebrieren wir an diesem Tag die Gleichberechtigung von Mann und Frau, den Kampf für das Wahlrecht von Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. 2019 ist es den Damen gelungen, den 8.März als gesetzlichen Feiertag erstmalig in Deutschland (Berlin) einzuführen. Und nicht nur das: das Netzwerk Frauen*streik () ruft sogar zu Streiks auf. Sie gehen auf die Barrikaden, um auf aktuelle Herausforderungen und Probleme wie ungleiche Bezahlung gegenüber Männern, Victim Blaming oder #metoo aufmerksam zu machen. Aber, wie findet unsere Branche diese Entwicklung?

Wir haben unsere Kunden EMIRAT AG und vertical Ads Group befragt und zwar ganz konkret: Findet ihr solche Aktionen richtig und wichtig? Lasst ihr eure Mitarbeiterinnen während der Arbeitszeit an solchen Aktionen teilnehmen?

Andrea Bargholz, Mitglied der Geschäftsführung EMIRAT AG:

Ich lege auf die Gleichberechtigung meiner Mitarbeiter großen Wert, nicht zuletzt, weil ich selbst eine Frau bin. Trotzdem machen wir bei dem Internationalen Frauentag keine Ausnahme und arbeiten wie gewohnt. Vielmehr sollte man sich die Frage stellen, ob das Niederlegen der Arbeit der richtige Ansatz ist, um auf die ungleiche Geschlechterbehandlung in Unternehmen aufmerksam zu machen. Im Allgemeinen sollten wir an die Bildung unserer Gesellschaft appellieren, die wissen sollte, dass jede Frau täglich „ihren Mann steht“ und es somit keine Frage ist, dass sie dieselbe Bezahlung verdient.

 

 

 

Dino Leupold von Löwenthal, Geschäftsführer vertical Ads Group: 

Aktionen, wie die zum Weltfrauentag sind meiner Meinung nach absolut notwendig und sinnvoll. Die Leute sollten aber auch mal über den Tellerrand hinaussehen. Gleiche Leistung sollte immer auch gleich honoriert und vergütet werden. Das Streikrecht hat uns in den letzten 100 Jahren sehr viele Regelungen zur Gleichbehandlung als auch zum Schutz der Familie, Schutz am Arbeitsplatz, Feiertage etc. gebracht. Streik finde ich grundsätzlich gut, wenn er punktiert eingesetzt wird. Jeder, der eine Meinung hat, soll diese auch in angemessenem Rahmen vertreten können. Somit würde ich meinen Mitarbeitern immer zugestehen, zu streiken, wenn es einer wirklich wichtigen und gesellschaftspolitischen, übergeordneten Sache dient. Gleichberechtigung in der Entlohnung und die Abschaffung von §218 gehören ohne Frage dazu. Mit den vielen Aktionen wie #metoo, #femen, #weltfrauentag, #frauenstreik #pussyriot etc. ist das Thema und die Ausgestaltung der „Weltfrauen“-Tage absolut präsent sowie prominent besetzt. Die mediale Aufmerksamkeit ist dementsprechend gegeben und ein Umdenken in der Gesellschaft sehr wohl spürbar. Leider dauert das Umdenken in einer Gesellschaft doch noch viele Jahre oder beschäftigt sogar noch weitere Generationen. Es ist schließlich eine kulturelle Angelegenheit. Solange hier immer weiter auf die Missstände hingewiesen und gekämpft wird, wird sich die Situation auch Schritt für Schritt verbessern.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema? Wir freuen uns auf Kommentare?

Mountain View, wir haben ein Problem! Genauer gesagt haben unsere Medien, mit denen wir als Agentur für die digitale Wirtschaft zusammenarbeiten, ein Problem: Viele Wirtschafts- und Fachmedien verdienen nicht mehr genug mit Werbung, um ihren bestehenden Apparat zu finanzieren. Ein paar Beispiele aus den vergangenen Wochen: Horizont kommt bei 32 Seiten Umfang in der gedruckten Ausgabe auf 3,2 Anzeigenseiten, w&v (2/19) bei 124 Seiten auf max 8 Seiten, Impulse bei 90 Seiten Umfang auf 3,3 Seiten, die Wirtschaftswoche (10/19) bei 100 Seiten immerhin auf etwa 14 Seiten. Die Zahl der Eigenanzeigen in den Blättern liegt meist deutlich höher. Auch das Handelsblatt muss als Reaktion auf diese Entwicklung sparen.

Ein Sinnbild für den Zustand vieler Medien: Es bleibt weniger übrig als früher. Der Condé Nast-Verlag hat in München neue Räumlichkeiten bezogen. Der Schriftzug am alten Gebäude wird gerade demontiert. Foto: C.Faltin

Man braucht keine Ausbildung als Verlagskaufmann um zu erkennen, dass viele unserer Wirtschafts- und Fachmedien von Werbung in gedruckten Medien nicht mehr (lange) leben können. Parallel erwirtschaften nur die wenigsten Onlineauftritte der gleichen Marken ausreichend Geld, um die Verluste annähernd auszugleichen. Als Reaktion wird häufig die Redaktion verkleinert. Oder man entlässt die festangestellte Redaktion komplett und vergibt den Auftrag zu niedrigeren Kosten an ein freies Büro. Oder man verzichtet auf Reichweitenvermarktung wie jüngst Impulse.

Der Leser als wiederentdeckter Erlöser

Weil Sparen alleine aber keine Erlösstrategie darstellt, drehen die Verlage an der anderen Stellschraube, die ihnen bleibt: den Heft- oder Abopreisen bzw. der Paywall. Und zwar mit Macht: eine Ausgabe Brand Eins kostet 10 €, Impulse verlangt pro Heft 19,90 €, der PR-Report 27 € und die neue monatliche w&v mittlerweile 28 €. Man muss kein Prophet sein: Bei diesen Heftpreisen werden die Leser künftig deutlich öfter und schärfer fragen: Ist mir der Inhalt diese Summe wert? Ich fürchte, die Antwort flattert den Verlagen in nächster Zeit zunehmend häufiger als Kündigung des Abos ins Haus. Teure Coffee-Table-Magazine kann man- bei Bedarf – auch im Einzelkauf erwerben. Wenn die redaktionellen Kosten künftig vor allem der Leser tragen soll, wird härter kalkuliert.

Neue Aggregatoren und Wettbewerber

Weil sich das Informationsverhalten in unserer Branche komplett gewandelt, sprich weitgehend digitalisiert – hat, können mit vergleichsweise geringen Mitteln sehr schnell neue Wettbewerber entstehen. Häufig in einer Kombination aus Event, Webseite , Podcast und Newsletter (z.B. die Online Marketing Rockstars oder Gabor Steingarts Morning Briefing). Kleinere Themennischen lassen sich mit ein bis zwei festen Journalisten stemmen und inhaltlich gut abdecken (z.B. etailment zum Thema Digital Commerce oder paymentandbanking zum Thema Fintech). Gute Firmenblogs liefern inhaltlich detaillierteren Service als es Fachmedien können. Auch Xing und LinkedIn entwickeln sich in Teilen zunehmend zu Fach- und Wirtschaftsmedien ähnlichen Plattformen, die für Owned Media eine interessante Reichweite bieten. Bei LinkedIn ist das Publizieren für jeden möglich, der Weg zum Xing-Insider führt noch über eine Redaktion. Beide Plattformen bieten viele fachspezifische Newsletter, die in den Nischen ein breites Informationsangebot bereitstellen – auch indem sie Artikel aus Fach- und Wirtschaftsmedien bündeln bzw. neu sortieren.

Alternative Erlösquellen

Die klassischen Medienmarken reagieren mit neuen Community-Ansätzen, die neue Erlösströme liefern sollen. Zwei Beispiele aus der Praxis: Brandeins bringt in seiner „Safari“ eine Gruppe von maximal 12 Personen zusammen, die etwas voranbringen wollen und sich gegenseitig inspirieren sollen. 6 Workshoptage verteilt auf vier Treffen kosten 6000 €. Die Wirtschaftswoche interpretiert die gute alte Leserreise neu und fährt mit einer exklusiven Reisegruppe von Entscheider*Innen diese Woche zur SXSW nach Austin. Täglich führen die Redakteur*innen in das Konferenzgeschehen ein und am Abend wird beim gemeinsamen Dinner das Erlebte des Tages diskutiert (Kostenpunkt der Reise: 5100 €). Was davon funktioniert und dauerhaft Erlöse bringt, müssen die Medienhäuser immer wieder neu testen.

Was bedeuten diese Entwicklungen für uns als Kommunikatoren?

1.             Die Gewichte zwischen den Kommunikationskanälen verschieben sich: Earned Media bleibt wichtig, Platzierungen in klassischen Medien auch. Aber schon heute hat sich das Verhältnis zwischen Print und Online verschoben. Vier kleine Erwähnungen in Newslettern erzeugen in der Regel eine größere Aufmerksamkeit und Wirkung als die Doppelseite in der gedruckten Ausgabe. Da ausgedünnte Redaktionen noch weniger Zeit zur Recherche haben, wird gutes PR-Handwerk und seriöse Zuarbeit – die den Medien Zeit spart – noch wichtiger.

2.             Weil die klassischen Medien aber tendenziell Reichweite verlieren, muss Owned Media parallel aufgebaut werden. Das kann ein Blog, eine gute Xing- oder LinkedIn-Präsenz sein, Soziale Netzwerke, ein Newsletter, eine Aktions-Webseite oder vieles mehr. Unternehmen – gleich welcher Größe – sollten heute ihre eigenen Kanäle frühzeitig mitdenken und in einen gezielten Reichweitenaufbau investieren. Auch mit Paid Media.

3.             Owned Media ist aber erst mal nur ein Buzzword, dass mit relevanten Inhalten gefüllt werden will. Wenn die Contentflut die Werbeflut ablöst, bleibt der Effekt der gleiche: Reaktanz. PR muss gute Geschichten erzählen, um relevant zu bleiben. Die Kunst dabei ist, dass diese sowohl auf Earned, Owned und Paid-Kanälen und im Idealfall vernetzt funktionieren. Gute PR ist Handwerk, erfolgreiche PR ist Kunsthandwerk.

4.             Paid Media und Native Ads: Medienhäuser versuchen zunehmend aggressiver Berichterstattung mit Anzeigenschaltung zu verknüpfen. Kein neues Phänomen, aber eines, das in wirtschaftlich harten Zeiten härter interpretiert wird. Den Native Ads kommen in einer digitaleren Infowelt dabei eine wichtigere Rolle zu. Ohne flankierende Paid Media wird es auch in der PR zunehmend enger.

5.             Je digitaler unser Informationsverhalten, desto mehr wollen wir wieder persönlich mit Menschen sprechen. Deshalb gewinnen Events jeder Couleur an Attraktivität – vorausgesetzt sie bieten der Community entweder Unterhaltung, Vernetzung oder Wissen.

6.             Wenn teure, gedruckte Medien Mehrwert liefern sollen, müssen ihnen die Unternehmen auch Mehrwert zuliefern: Qualitativ saubere Analysen, repräsentative Studien, gute Infografiken und vieles mehr. Und wenn die Medien Meinung nachfragen, sollten sie den Mut dazu haben, diese auch zu äußern (Stichwort: Haltung).

7.             Die Schnelligkeit sozialer Netzwerke ist Chance und Herausforderung zugleich. Für Firmen, die Echtzeit-Monitoring und Themen-Highjacking betreiben wollen, sind sie Spielwiese und Reichweitenturbo gleichermaßen. Firmen, die nicht mitspielen wollen, können selber zum Spielball werden.

Diese Liste ließe sich noch fortsetzen und weiter vertiefen. Aber es ist Aschermittwoch und die Lesezeit im Web wird tendenziell sowieso immer kürzer. Die beschriebene Entwicklung trifft Fach- und Wirtschaftsmedien keineswegs exklusiv. Amazon, Google und Facebook vereinen derzeit schon drei Viertel aller Werbeeinnahmen im Digitalen, da bleibt für nationale Publisher immer weniger übrig. Unsere Medienlandschaft wird also schrumpfen.

Noch etwas Persönliches zum Schluss: Meine ersten beruflichen Schritte absolvierte ich als Journalist Ende der 80er-Jahre bei einem Medium, dass sich damals hauptsächlich um neue private Radiosender in Deutschland drehte (Kabel&Satellit). Seitdem kamen immer neue Kanäle dazu: Privates Fernsehen, das stationäre Internet, das mobile Internet, das Internet der Dinge. So spannend und so vielfältig, so unübersichtlich und disruptiv wie heute war die Medienlandschaft und Gerätevielfalt noch nie. Medien, Journalisten und Kommunikatoren stellt sie vor große Aufgaben. Die Komfortzone ist endgültig geschlossen. Jetzt ist die Zeit vieles neu zu denken und zu machen.

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Nach 23 Jahren Berlin war eine Veränderung nötig. So groß wie die Liebe zu meiner Mutterstadt auch sein mag, immer nur Spree und Szene-Hipster um sich herum zu versammeln, ist auf Dauer langweilig. Aber wohin? Meine Wahl fiel sehr schnell auf München. Wenn schon Tapetenwechsel, dann auch bitte den 360 Grad Kulturschock. Mitten hinein in die Weißwurst-Metropole.

Ich bin Pia, 23 Jahre alt und komme aus Berlin. Mit dem Berliner Dialekt kann ich nicht dienen, dafür mit der vorlauten Berliner Schnauze. Hier in der Hauptstadt habe ich Journalismus in Kreuzberg studiert. Neben dem Studium war ich in sämtlichen miefigen Probekellern und Aufnahmestudios der Stadt zu finden und habe für viele Berliner Bands, wie JONAH usw. Social Media und Promotion Arbeit betrieben. Um das Ganze ein wenig abzuwechseln, arbeitete ich außerdem  in der Content Marketing Agentur Newcast der Publicis Gruppe – ganz Berlin-like im szenigen Hinterhof-Loft in Kreuzberg. Nach meinem Praxissemester bei Sony Music Entertainment in München, war für mich klar, dass es wieder zurück in Richtung Alpen gehen muss. Hier in München arbeitete ich erst in einer Online Marketing Agentur im hübschen Lehel, bevor es mich ins ebenso hübsche Schwabing zu den cocos verschlug.

Die Leidenschaft zum Schreiben brachte mich also schlussendlich wieder zurück zur Pressearbeit. Neugierig auf die PR war ich schon lange, das Volontariat bei cocodibu lag also auf der Hand. Nach dem ersten Gespräch mit Stefan, Christian und den cocos war die Sache auch schnell klar. Seit Februar diesen Jahres bin ich jetzt dabei und fühle mich hier pudelwohl. Wenn ich nicht gerade für die cocos Texte schreibe oder mir am Telefon den Mund fusselig rede, dann bin ich, wann immer es geht, auf Reisen. Am liebsten natürlich so weit weg wie möglich – aber Länder wie Frankreich, Spanien, Russland und Groß Britannien reichen auch schon. Roadtrips sind meine größte Leidenschaft. Dafür wird in den nächsten Monaten jetzt auch endlich der eigene Camper ausgebaut und dann geht’s los nach Schweden, Norwegen und Irland. Und wenn ich nicht gerade im kleinen Omnibus durch andere Länder tuckere, dann schaue ich mir am liebsten die neuesten Indie-Bands in der Milla oder auf der alten Utting an.

In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Frank Herold, weiterer Geschäftsführer der EMIRAT AG,  einem international tätigen Risiko-Management-Unternehmen, was er am Samstag und Sonntag so vorhat.

Der Kuchen oder die Städtereise: Frank Herold, Mitglied der Geschäftsführung bei EMIRAT AG, freut sich auf ein paar freie Minuten am Wochenende

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?
Vom Gefühl her geht’s mir wohl wie jedem anderen auf dieser Welt: Jetzt, wo die ersten Sonnenstrahlen einen Hauch von Frühling ankündigen, kündigt sich der Feierabend hoffentlich bald an. Realistisch gesehen dauert es wohl noch bis nach Sonnenuntergang.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren?
Tatsächlich hängt es davon ab, was am Wochenende in Planung ist. Nochmal den Posteingang und den Kalender für Montag zu checken, gehört zur Routine. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich an den Wochenenden oft verreise. Die Wettervorhersage-Webseiten haben dank mir mit Sicherheit die meisten Klicks gewonnen!

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?
Wenn man Spaß an der Arbeit hat, vermischen sich Berufliches und Vergnügen ziemlich schnell. Wie sollte man auch in einem Supermarkt die vielen Cashback-Aktionen übersehen? Nehmen wir die aktuelle Aktion mit Volvic: So eine Flasche Wasser nehme ich doch gerne mit ins Büro.

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?
Zum Leidwesen meiner Freunde muss ich leider gestehen: Das Handy ist always on. Wie bereits angedeutet, lässt sich Arbeit und Freizeit in unserer Branche nicht strikt trennen. Und da ich nur ein Handy besitze, bin ich immer erreichbar.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?
HAHA! Da muss ich schon ein wenig schmunzeln, da das oft etwas länger dauert. Aber – auch wenn ich es wahrscheinlich nie aufs Cover der „Men’s Health“ schaffen werde, weil ich dafür viel zu gerne Süßes esse – bin ich ein kleiner „Jogger-Junkie“. Und was mein Glück vollkommen macht? Der anschließende Saunagang :).

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?
Da ich unter der Woche bereits in Berlin fleißig unterwegs war, ist Entspannung angesagt. Für abends habe ich Theaterkarten. Außerdem kann ich nie ausschließen, von meinen Freunden überrascht zu werden: Sie lieben Spontanbesuche. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich so zentral in München wohne und sie den Schlenker für Kaffee oder Fußball gerne machen. Am Sonntag werde ich meine Eltern besuchen und mich mit Kuchen verwöhnen lassen.

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?
Ziemlich wenig. Wie schön, dass viele völlig andere Jobs haben und man sich nicht die ganze Zeit um die gleichen Themen kümmert. Aber natürlich bleiben gewisse Themen nie ganz aus. Und wer kennt sie nicht, die Fragen der Eltern am Sonntag: Und, wie läuft es bei der Arbeit?

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?
Nun ja, der Kuchen ist schon ein Highlight. Aber abgesehen davon freue ich mich darauf, auch mal ein paar freie Minuten für mich zu haben.

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?
Ich habe mir tatsächlich angewöhnt, an den Wochenenden viel zu joggen – am liebsten einmal durch den Englischen Garten. Das könnte man fast als Ritual ansehen, mal abgesehen vom Ausschlafen.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?
Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten: HANDY, HANDY, HANDY! Ohne mein Handy wäre ich aufgeschmissen. Ob ich darüber nun mit Familie und Freunden kommuniziere oder eben auch mit Kunden. Man könnte sagen, das Handy ist mein treuer Gefährte.

11.) Was machen Sie am Wochenende, von dem Ihre Kollegen/Ihr Team sagen, würde/n: Donnerwetter, das hätte ich jetzt nicht erwartet?
Also beim Thema Joggen/Sport sehe ich ab und an schon mal einen Lacher. Was andere aber vermutlich am meisten erstaunt, ist meine Leidenschaft für Städtetrips. Auch an einem ganz normalen Wochenende heißt es bei mir manchmal „One Night in Johannisburg“ – zu großen Distanzen habe ich keine Distanz 😉

12.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?
So wie Karl Lagerfeld: eindeutig Designer-Klamotten. Wenn es nicht so unbequem wäre zum Sport eine Jeans oder elegante Hosen zu tragen, hätte ich den Trend längst eingeführt. Meine Kollegen würden beim Anblick wahrscheinlich auch sehr erschrecken: Frank in Jogginghose… .

13.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?
Selbstverständlich werde ich am Ball bleiben was den FCB betrifft. Wenn nicht im Stadion, dann zumindest im Fernsehen. Gibt es etwa andere Gründe ein Sky-Abo zu haben? Was Musik betrifft, bin ich recht flexibel. Tatsächlich lese ich noch ganz normale Bücher und keine eReader – derzeit „Junger Mann“ von Wolf Haas.

14.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?
Dieses Wochenende wird es wohl höchstens der Monopteros im Englischen Garten. Ins Theater gehe ich aber auch sehr gerne. Wer mal etwas sehr Unterhaltsames sehen will, wie es hinter den Kulissen bei einer Produktion zugeht, dem empfehle ich „Der nackte Wahnsinn“ im Residenztheater. Und damit meine ich ausnahmsweise mal nicht unsere Firma.

15.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Ich kann mir vorstellen, dass diese Frage wohl des Öfteren mit NEIN beantwortet wird. Dadurch, dass ich ein sehr aktiver Mensch bin, ist es mir relativ gleichgültig, ob wir Montag oder Freitag haben. Spaß am Arbeitsplatz ist bei mir garantiert und ich kann mir die Zeit sehr flexibel und spannend einteilen. Daher hier ein klares JA.