Category: Aktuelles

Über die diesjährige Ausgabe der dmexco wurde so heftig und intensiv diskutiert, wie noch nie zuvor: Positiv, kontrovers und differenziert. Da eine thematische Besprechung der dmexco Bände füllen würde, beschränken wir uns an dieser Stelle auf ein paar ganz persönliche dmexco-Highlights:

Gleis 12 einhalb

Traditionell Dienstag mittag nehmen wir den Zug nach Köln. ICE 596 stand auch brav auf Gleis 19 bereit. Wir waren super in der Zeit, in einer halben Stunde fuhr der Zug, wir mussten nur noch die Waggonnummer wissen. Die steht ja auf dem ausgedruckten Ticket. Nur, wo waren die Tickets? In der Laptop-Tasche von Christian! Und die stand – vergessen und einsam – in der Agentur. Ein kurzer Anruf bei unserem neuen Mitarbeiter Felix, der sich in James Bond-Manier ins nächste Taxi schmiss und zum Bahnhof hechtete. Zehn Minuten später, die Uhr zeigte 12:27 Uhr (und der Zug sollte um 12:28 Uhr abfahren), sahen wir Christian mit wehendem Mantel  ans Gleis stürmen (ein Bild, das ich so schnell nicht vergessen werde), während er uns via Handy zubrüllte: „Steigt ein!“ Christian war der Running Gag-Man für die nächsten Tage, Felix unser Held und die dmexco mit einer spannenden Ouvertüre eingeläutet.

Koffer-Klischee erfüllt: Vera mit Übergepäck, Verena in Pink, Christian in schlichtem Schwarz

AußenWerbung wirkt

Angekommen im Hotel in der Kölner Altstadt, ging es kurz darauf in Richtung Kölner Ringe zum Abendessen in einen Burger-Laden, der Marx&Engels huldigt. Auf dem Weg dahin passierten wir die Höhle der Löwen (zumindest ihren exklusiven PopupStore)

und ließen uns en Passant von Werbung verführen. Plakatwerbung zieht! Auf jeden Fall, wenn der Magen knurrt.

Um es kurz zu machen: 150 Gramm dunkler Marzipan-Schokolade mit ganzen Nüssen für 5,40 € aus der Karstadt-Confiserie schmeckten so wie sie aussahen: Richtig lecker! Wir waren gerüstet für den folgenden Messe-Tag.

Backstage mit Wolfram Kons

Der Messetag begann mit einem Fußmarsch über die Hohenzollernbrücke und einer Beschilderung à la Karl Valentin: ein Pfeil zeigte nach rechts, der andere nach links. Wir entschieden uns für die falsche Richtung und liefen erstmal einen gewaltigen Umweg. Am Messe-Eingang wurden dafür innerhalb einer Sekunde unsere Tickets gedruckt, mit Namen und Firma – beeindruckend! Von da aus ging es direkt zum Official Opening sowie in die erste Keynote mit Bob Lord von IBM. In der Pause organisierte Christian ein „Meet&Greet“ mit RTL-Legende und dmexco-Hauptmoderator Wolfram Kons. Lippenstift nachgezogen, Haare gestylt und wir waren ready für das Foto auf der Backstage-Couch, auf der sich normalerweise Sheryl Sandberg & Co. niederließen. Dass zur gleichen Zeit Sir Martin Sorrell (WPP) und Jack Dorsey (Twitter) sprachen, interessierte uns zu diesem Zeitpunkt ausnahmsweise überhaupt nicht. Unser Insta-Fame war uns wichtiger.

RTL- und dmexco-Moderator Wolfram Kons auf der Backstage-Couch mit Nadine Dübbel, Verena Reiser und Vera Scholz (v.l.n.r.)

Brauhaus statt Messeparty

Danach wurde der Messetag deutlich anstrengender, die Vortragsdichte größer und die Kundentermine zahlreicher. Den Ausklang des ersten Messetages bildet unser mittlerweile Tradition gewordener cocodibu-Brauhaus-Abend, diesmal im Gaffel am Dom. Für uns und unsere Gäste gab es Kölsch, Schnitzel, Haxe, Braten und Flammkuchen. Danke an alle KollegInnen der schreibenden Zunft, die uns die Ehre gegeben haben. Es hat viel Spaß gemacht mit Euch!

Illustre Runde im Gaffel am Dom

Same place, different day –Tag 2:

Tag 2 auf der dmexco stand ganz im Zeichen der Vorträge. Themen wie Mc Donald’s move to Customer Centricity, The Storytelling Experience, die digitale Revolution der Reisebranche und ein Vortrag zum Thema Liberating the Creative Voice von Unilever und BBH, um nur ein paar zu nennen, standen auf dem Programm. Ab 16 Uhr lichtete sich das Publikum deutlich in den Gängen der Messe und auch für uns ging es gegen 18 Uhr wieder zurück nach München – mit den Tickets, die Christian auch diesmal wieder dabei hatte.

Fazit Nadine:

„Statt Lightening the Age of Transformation stand die diesjährige dmexco für mich unter dem Motto „Organisation ist alles“ – und das in mehrfacher Hinsicht: 1. Weil mich die gute Organisation und zügige Abfertigung der Besucher am Eingang begeisterte (nur die Imbiss-Buden können sich davon eine Kotelett-Scheibe abschneiden) und 2. weil ich am eigenen Leib spürte, wie wichtig es ist, mit einem Plan in die dmexco zu gehen. Und dabei rede ich nicht von dem Messe-Plan – den hatte ich genauso in der Hand wie einen Gratis-Cappu und mein Smartphone für die Insta-Stories. Vielmehr beging ich den (Anfänger-)Fehler, mir erst vor Ort eine Priorisierung der Events zu erstellen. Fatal, vor allen Dingen, wenn man den Saal- und Lageplan noch nicht genau umrissen hat. Somit stellte Tag 1 der dmexco (abgesehen von der OMR-Party ;)) ein heiloses Gerenne, Gehetze und Gewarte dar. Am zweiten Tag passierte mir der Faux-Pas entsprechend nicht mehr. Dann empfand ich die dmexco übrigens auch nicht mehr als stressig, sondern vielmehr als sehr coole Gelegenheit, in viele spannende Themengebiete reinzuschnuppern, hochkarätige Speaker live zu sehen, befreundete Journalisten zu treffen und einfach mitten drin zu sein – im sonst so abstrakten – digitalen Wahnsinn.“

Fazit Vera:

„Ich hatte von der dmexco mehr erwartet! Alles in allem wurden die Themen in den Vorträgen ziemlich oberflächlich behandelt. Die Titel der Vorträge waren eindeutig interessanter, als die Vorträge selbst. Während ich durch die Gänge gelaufen bin, habe ich mich gefragt wie viele Visitenkarten ausgetauscht werden und wie viele Menschen danach wirklich noch einmal Kontakt miteinander aufnehmen werden. Und wie viele Messebesucher ein Gespräch am Stand führen, nur um einen Snack für umme zu erhaschen. Mein persönliches Highlight war defintiv das Treffen mit Wolfram Kons und die Stände, an denen man selbst etwas ausprobieren konnte sowie die Zeit mit den anderen cocos. dmexco – kann man machen, muss man aber nicht.“

 

 

„Ich bin bis einschließlich 27. August  nicht in der Agentur.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Krüger“

Diese hoch emotionale Antwort bekommen derzeit alle, die unserem Geschäftsführer Stefan Krüger eine Mail schreiben. Nicht nur Stefan ist in Urlaub. Wir befinden uns gerade mitten in der Abwesenheitsnotiz-Hochsaison und man hat als Mail-Verfasser das Gefühl, der einzige Mensch weit und breit zu sein, der seine Tage vor dem Computer fristen muss. Beinahe jede gründlich durchdachte, strategisch wertvoll aufgebaute Mail, wird mit einer automatischen Antwort gekontert – nicht selten mit dem Zusatz „ggf. komme ich nach meiner Rückkehr auf Sie zu“. Und man munkelt, es gäbe auch Menschen, die kategorisch alle Nachrichten löschen, die sie während ihrer Abwesenheit erreichen. Manche geben sogar offen zu, keine einzige davon zu lesen! Na, das sind ja glänzende Aussichten!

Während die Daheimgebliebenen sich also in ihrem Fernweh, das sich mit jeder empfangenen Abwesenheitsnotiz ins Unermessliche steigert, suhlen, lacht sich so manch ein urlaubender Absender ins cocktailbestückte Fäustchen: Schmort doch vor eurem PC, ihr Nervensägen!

Quelle: Pinterest

Ein bisschen was zu Lachen, gibt es aber auch für diejenigen, die bei den hohen Temperaturen nicht im Pool, sondern am Schreibtisch sitzen, denn einige Abwesenheitsnotizen haben es in sich. Es folgt nun eine kurze Typologie:

Ab ǀ  we ǀ sen ǀ heits ǀ no ǀ tiz, die; [aus d. neuarbeitsdeutschen]; (Plur. Abwesenheitsnotizen) beschreibt die meist unter Urlaubsvorfreude eingestellte Nachricht, die Verfasser von elektronischer Post in Kenntnis setzen soll, dass der oder die Angesprochene die Nachricht in einem bestimmten Zeitraum nicht lesen wird und gerade mit wesentlich Besserem beschäftigt ist.

So ähnlich könnte ein Lexikon-Eintrag für die Abwesenheitsnotiz klingen. Zu beachten ist dabei außerdem, dass die automatische Nachricht einige Hindernisse in den Weg legt und viel über deren Absender aussagt:

  1. Melden Sie sich gerne wieder bei mir … in einem Jahr

Hat nicht jeder schon einmal eine Abwesenheitsnotiz bekommen, die einen – rein physikalisch gesehen – vor eine Raum-Zeit-Herausforderung gestellt hat? Da wird aus dem Jahr 2017 gerne mal 2016 – beam me up, Scotty – oder man erhält am 22.08. die Nachricht, die betreffende Person sei bis einschließlich Juli im Urlaub … Das muss ja dann eher eine Weltreise sein. Wahrscheinlicher ist aber eher der Fall, dass derjenige vergessen hat, die Abwesenheitsnotiz einfach wieder auszuschalten. Shit happens! 🙂

  1. Schrödingers E-Mail

Wohl so ziemlich jeder, der einmal Big Bang-Theorie gesehen hat, kennt Schrödingers Katze. Selbiges Prinzip kann man auch auf Bankkonten („So lange ich mir keinen Kontoauszug hole, ist mein Konto auch nicht leer“) anwenden – oder eben auch bei Abwesenheitsnotizen und zwar nach dem Motto: „Ich bin zwar EIGENTLICH nicht da, aber ab und zu schaue ich in meine Mails – nur um sicher zu gehen.“ Da stellt sich die Frage: Ist der Abwesenheitsnotizler nun erreichbar oder nicht?

  1. Den Ersatzansprechpartner erreichen Sie mit Passierschein A38

Wer liebt sie nicht, die Passierschein A38-Szene aus „Asterix erobert Rom“? Genau wie die beiden Comic-Helden „im Haus, das verrückt macht“, kommt man sich auch manchmal vor, wenn man versucht einen anderen, vertretenden Ansprechpartner zu finden, nachdem man eine Abwesenheitsnotiz erhalten hat. Das passiert nämlich immer genau dann, wenn Absender A, Ansprechpartner B in der Mail als Ersatz nennt und dann ausgerechnet Ansprechpartner B den Absender A als Urlaubsvertretung für denselben Zeitraum angibt. Die Verwirrung ist ihrem Höhenpunkt und man fragt sich, ganz wie Obelix: „Wer soll sich denn da zurechtfinden?“.

  1. Her Majesty Elizabeth the Second, by the Grace of God, of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and of her other realms and territories Queen, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith – oder 3. Person Singular

Wie man in seiner Abwesenheitsnotiz ebenfalls heraussticht? Wenn man sich mal ganz blaublütig gibt und kein flapsiges „ich“ benutzt – das kann ja schließlich jeder –, sondern einfach mal in der dritten Person von sich spricht: „Wir sind nicht da!“. Ganz unvermittelt zieht so ein Hauch von Glamour auf, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

  1. Der mehrsprachige Abwesenheitsnotizler von Welt

Ehrfürchtig blicken wir mit unseren hauptsächlich nationalen Kunden und Kontakten auf die Personen, deren zwei- oder fünf(!)sprachige Abwesenheitsnotizen uns erreichen. Mensch, denken wir uns, E-Mail-Verkehr mit der ganzen Welt müsste man haben. Dann könnte man auch endlich mal ein schönes „Dear all“ in die Nachricht schreiben.

  1. FNK – Freie Nachrichten Kultur

Jeder hat ja so seine eigenen Gründe für die Abwesenheitsnotiz: Manche urlauben auf Balkonien, am Strand von Bali, auf einem norwegischen Postschiff oder nutzen die freie Zeit für Praktisches, Umzüge oder Renovierungsarbeiten am Haus. Einige ziehen dann sogar blank und lassen auch die Mail-Absender an ihren Urlaubsfreuden teilhaben. Manche bitten den Leser sogar um mentale Unterstützung beim Angeln an der Nordsee (Ein paar Flundern wären nett) oder hoffen auf gute Wellen in Portugal. Man stellt sich das Gegenüber prompt in Watthosen und Gummistiefeln oder im hautengem Neoprenanzug vor – ob man will oder nicht. Einen Vorteil hat die FNK-Notiz: Man sammelt die unterschiedlichsten Urlaubsideen – ganz ohne Mérian, National Geographic und Co.

Hat man all diese Punkte gelesen, kommt man zu dem Schluss, dass Stefans Abwesenheitsnotiz ein gelungenes Meisterwerk ist – nicht zu viel, nicht zu wenig, auf den Punkt – die wortgewordene Essenz eines langjährigen Journalistenlebens. Oder das kleine Schwarze unter den Abwesenheitsnotizen. In diesem Sinne, wünschen wir: schöne Ferien, viel Freude und Entspannung und möge Sie Muse bei der nächsten Abwesenheitsnotiz küssen!

Vor einer Woche startete „Emoji – Der Film“ in den deutschen Kinos. Den kann man jetzt gut finden, muss man aber nicht. Was aber richtig gut läuft, sind Emojis. Das beweist nicht nur gefühlt jede Mama mit täglichen Smiley-gespickten WhatsApp-Nachrichten. Lustige Zeichenkombinationen, die Gesichtern ähneln gibt es schon seit Ewigkeiten: das früheste Emoticon ist übrigens 🙂 – 1982 tauchte es zum ersten Mal auf. Emojis sind sozusagen die Emoticons 2.0. Sie gibt es schon seit Ende der 90er Jahre – aber sie stellen im Gegensatz zu ihren Vorläufern eben richtige Bildchen dar. Heute sind sie aus unserer alltäglichen Kommunikation nicht mehr wegzudenken, oder? 🤓 Sogar der Duden hat das Wort „Emoji“ jetzt offiziell aufgenommen.

Und wenn man die Zahlen betrachtet, kann man davon ausgehen, dass Emojis das nächste Trend-Thema in der Werbung werden 🙈. Laut einer Studie sind die Interaktionsraten auf Instagram-Posts 17 Prozent höher, wenn Emojis genutzt werden. Mittlerweile nutzen über 90 Prozent aller Internetuser Emojis für ihre Kommunikation im Netz.

Vorsicht bei Gemüse

Angesichts solcher Zahlen sollte es für Marken und Unternehmen eigentlich auf der Hand liegen, sich die bunten Bildchen mal ein bisschen näher anzusehen. Allerdings gibt es wie bei allen neuen Marketingformen natürlich auch beim Emoji Marketing einige Stolperfallen, die es zu meiden gilt.

So ist es zum Beispiel nicht wirklich cool, einen gesamten Post mit möglichst vielen Emojis vollzuknallen. Ja, wir haben verstanden, dass Emojis gut sind – aber bitte nicht übertreiben. Und bitte setzt die Emojis nicht nur aus dem Grund ein, dass sie bei den jungen Leuten gerade angesagt sind. Denn das ist ungefähr genauso gekonnt, wie Waschmittel von Influencern in Federbetten bewerben zu lassen.

Aus der Kategorie überflüssig, unpassend und verwirrend: eine Pressemitteilung von Chevrolet.

chevrolet-pressemitteilung

Ist total klar, was gemeint ist, oder? Wer den Code jetzt auf die Schnelle nicht ganz knacken konnte, bekommt hier  die Übersetzung. In diesem Fall wäre weniger aber definitiv mehr gewesen.

In die gleiche Falle tappte auch Goldman Sachs. Die spickten einen Tweet zur Veröffentlichung einer Studie zu Millenials einfach mal mit ein paar total sinnvollen Emojis. Schließlich bewegen sich diese Millenials ja den ganzen Tag im Netz und kommunizieren ausschließlich über Nachrichten mit kleinen Bildchen. Diese Einstellung ging aber ziemlich nach hinten los – und sorgte für viel Hohn und Spott bei Twitter.

goldmansachs-tweet

 

Gerade global tätige Unternehmen tun gut damit, Emoji-Kampagnen möglichst national auszuspielen. Denn viele Emojis haben in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedliche Bedeutungen. Das Emoji, das wir normalerweise als trauriges Emoji 😪 kennen, bedeutet in Japan „schlafen“. Und wo wir gerade bei unterschiedlichen Bedeutungen sind: Vorsicht, bei der Verwendung von Gemüse-Emojis! Denn sagen wir es mal so: wirbt ein Bioladen mit einem Auberginen-Emoji 🍆, wird sich möglicherweise die falsche Zielgruppe angesprochen fühlen.

Emoji Marketing: So geht’s richtig

Ein Beispiel für gelungenes Emoji Marketing kommt von Domino’s Pizza. Die machten ihr Lieblings-Emoji nämlich kurzerhand zum Gegenstand einer interaktiven Werbekampagne. Schickte man auf Twitter ein Pizzastück-Emoji 🍕 an die US-amerikanische Kette, bestellt man automatisch eine Pizza (natürlich vorausgesetzt, man hatte einen Domino‘s Account, in dem der eigene Twitter-Handle hinterlegt war). Für die Kampagne gab es 2015 sogar den Sieg im Titanium Grand Prix in Cannes. Für die faulen Couchpotatoes unter uns ist das eine ziemlich geniale Idee.

Auch ziemlich erfolgreich im Emoji Marketing ist Coca Cola. Das Unternehmen macht immer mal wieder mit eigens kreierten Emoji-Hashtag Kombinationen von sich reden. 2015 waren sie die erste Marke, die auf Twitter einen eigenen Emoji bekam. Posteten User den Hashtag „#ShareaCoke“, erschienen dahinter zwei Glasflaschen im bekannten Cola-Look. Mit Erfolg: Die Kampagne generierte 170,500 Erwähnungen auf Twitter – innerhalb eines Tages.

share-a-coke-tweet

 

Meine Lieblings-Emoji-Kampagne kam zum Filmstart von Deadpool raus. Auf großen Billboards in Städten und an Highways in den USA wurde nämlich folgendermaßen für den Film getrommelt:

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Screenshot: Adweek.com

Zugegeben, es hat ein bisschen gedauert, die Botschaft zu entschlüsseln – aber der Lacher danach war umso größer. Für alle, die keine Lust auf entschlüsseln haben: Die Kombination liest sich auf englisch Dead+Poo+L. Und die frechen Emojis passen perfekt zum Film – denn der ist schließlich alles andere als brav und angepasst.

Generell sind Emojis also eine gute Sache im Marketing. Und sie haben einen riesigen Vorteil gegenüber unserer Schriftsprache: sie werden fast überall verstanden. Außerdem sind sie wunderbare Eyecatcher – und steigern so nachweislich die Interaktion mit Social Media Posts des Unternehmens.
Für diese lohnt sich der Einsatz von Emojis genau dann, wenn ein bestimmtes Emoji mit der eigenen Marke assoziiert wird. Dann fungiert nämlich jeder Nutzer als Markenbotschafter. Das ist vor allem bei großen Marken der Fall – kleine Marken müssen da schon ein bisschen mehr Hirnschmalz in die Kampagnen stecken.

3.650 Tage, 87.600 Stunden oder auch etwa 75.000 Tassen Kaffee nach unserer Firmengründung (der Start war am 1.7.2007) feierte cocodibu am Donnerstagabend sein 10-jähriges Jubiläum im Cowboy Club München e.V. Mit dabei waren: Etliche unserer Kunden, jede Menge Journalisten, aktuelle und ehemalige cocos sowie langjährige Freunde der Agentur. Zusammen haben wir es uns bei einem stilechten Barbecue, Fassbier und einem guten Glas Whisky einfach mal gut gehen lassen – ein paar schräge Gesangseinlagen inklusive :), die wir im Laufe der Woche in unserem Youtube-Kanal hochladen.

An dieser Stelle noch einmal ein offizielles und dickes Dankeschön an all unsere Gäste! Wir haben tolle Geschenke bekommen (unter anderem legendäre Bud Spencer und Terence Hill-T-Shirts für Christian und Stefan) und die Stimmung war einfach der Hammer.

Und für alle, die es mit dem Pferd leider nicht mehr pünktlich zur Ranch geschafft haben, gibt’s hier jetzt die Best-of-Bilder unserer Western-Party (Fotos: Alexander von Spreti. Danke, Alex!).

Die Cartwrights

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cocodibu vor dem Longhorn-Saloon des Cowboy-Club München

Kulturmarketing liegt bei Automarken voll im Trend. Mit Sponsorings von Konzerten, Lesungen oder Kunstausstellungen versuchen die Unternehmen, eine gebildete und kaufkräftige Zielgruppe zu erreichen. BMW ist dabei besonders aktiv, aktuell präsentiert  der Konzern sein sogenanntes „Art Car“ via Augmented Reality, wie die W&V in Ausgabe 29/2017 berichtet. Doch ausgerechnet in München bekommt BMW in Sachen Kulturengagement nun Konkurrenz. Der amerikanische Autobauer Cadillac veranstaltet aktuell die Ausstellung „Letters to Andy Warhol“ im Forum am Deutschen Museum. Wer in der bayrischen Landeshauptstadt lebt, hat garantiert schon davon gehört. Mit Radio-Spots, Out of Home-Werbung und Newsletter-Anzeigen steckt hinter dem Projekt eine beachtliche Media-Power. Als Ausstellungsort geben die Veranstalter das „Cadillac House“ München an – aus den Marketing-Ambitionen hinter der Veranstaltung macht Cadillac kein Geheimnis.

Auch nicht vor Ort: Neben zwei Ausstellungsräumen hat die Automarke den Großteil der Fläche für Luxuskarosserien reserviert, die man auch gleich Probe fahren kann. Der Übergang vom Ausstellungs- zum Verkaufsraum ist mehr als geschmeidig. Das wertvollste Exponat des „Popup-Museums“  ist Warhols Zeichnung eines Cadillacs. Ein Raum weiter ist dann auch ein ganz ähnlicher Wagen ausgestellt – ein echter Klassiker, wie man ihn aus alten Hollywood-Filmen kennt. Dieses Exemplar kann man leider nicht Probe fahren, dafür aber die neuen Modelle, die passenderweise direkt dahinter folgen.

Ist das nun cleveres Marketing mit Augenzwinkern oder ein dreister Sellout-Wolf im Kulturpelz? Sicher ist, dass die Ausstellung, die noch bis zum 6. August läuft, polarisieren wird. Unsere PR-Manager Marvin und Nadine haben „Letters to Andy Warhol“ besucht, um sich selbst ein Bild davon zu machen:

Marvin

„Letters to Andy Warhol“ lässt Marketer-Herzen höher schlagen. Die Aktion polarisiert und stellt sehr smart eine Verbindung zwischen Künstler und Marke her. Für Kultur- und vor allem Andy Warhol-Fans ist die Ausstellung aber eine Enttäuschung. Zwei Bilder, ein handgeschriebener Brief von Yves Saint Laurent an Warhol und dann wird es auch schon ganz schnell dünn. Eine Virtual Reality-Ecke und eine Foto-Box mit „Warhol-Filter“, vor der man sich ablichten lassen und dann seine Mail-Adresse preisgeben darf, sollen über den Mangel an Exponaten hinwegtäuschen. Von berühmten Gemälden wie den „Campbell’s Soup Cans“ oder dem „Triple Elvis“ fehlt jede Spur. An perfekt gestylten Cadillac-Mitarbeitern, deren Kunstinteresse wahrscheinlich genauso stark ist wie die Klimaschutz-Bemühungen amerikanischer Autokonzerne, mangelt es hingegen nicht. Ein paar hippe München-Blogger mag die Ausstellung beeindrucken – die anvisierte, einkommensstarke Bildungselite aber eher weniger.

Nadine

Hier ist sie, die von meinem lieben Kollegen Nix so schön abgestempelte Blogger-Szene: Heiß auf stylische Raumkonzepte, zukunftsweisende Gadgets wie VR-Brillen, elegant drapierte Gemälde und akkurat platzierte Edel-Karossen bin ich high vor Instagram-Ideen durch die Ausstellung geschwebt. Denn ich habe bekommen, was ich wollte: Eine süß gepackte Goodiebag, schicke Autos zum Anschmachten und lustige Selfies mit meinen Freunden in der Selfiebox – also all das, was mein Instagrammer-Herz in den Turbo-Modus hochfahren lässt. Mag sein, dass ich jetzt als absoluter Kulturbanause dastehe, aber ich steh‘ dazu: Bei mir zieht’s halt. Entsprechend halte die Ausstellung für eine absolut geschickt aufgezogene Marketing-Veranstaltung, die – klar – unter dem Deckmantel der Kultur daherkommt, mich aber dennoch vollkommen gecatcht hat. Dafür gibt’s neben den zahlreichen von mir abgefilmten Insta-Stories auch ein fettes Like. Mein einziges Problem an der Ausstellung: Das 600 PS starke Biest aus der exponierten Cadillac-Flotte stand nur für Besucher ab 27 Jahren zur Probefahrt zur Verfügung. Liebes Cadillac-Team, ein Tipp: Kenne Deine Zielgruppe! 😉

Nachdem wir vorletzte Woche in den Genuss von Esthers und Veras Lieblingsklingelton gekommen sind, verraten uns diese Woche Bibi und Franzi, zu welchem Klingelton sie denn so abgehen – oder auch nicht.

Klingelton Charts cocodibu Franzi Bibi

Franzi: Bob Dylan – Like a Rolling Stone

Um ehrlich zu sein, ich bin kein großer Fan von Klingeltönen. Daher ist mein Handy meistens auch auf lautlos. Mich stört hin und wieder einfach die ständige Erreichbarkeit, die das Smartphone zwangsläufig mit sich bringt und den damit verbundenen Druck, sofort reagieren zu müssen. Hört man das Geräusch einer Whatsapp-Nachricht, muss man natürlich auch nachschauen wer geschrieben hat. Manche stellen hier Rekorde von 50 Handychecks die Minute auf 🙂

Beim Anrufen ist es dasselbe. Klingelt das Telefon, geht man auch ran. Alles andere wäre zum einen womöglich unhöflich, zum anderen wurde man ja auch lange genug darauf konditioniert… Aber in dem Beitrag soll es gar nicht darum gehen, dass das Handy überhaupt klingelt, sondern was dann zu hören ist.

Wenn mein Handy auf laut gestellt ist (meistens daheim), ertönt „Like a Rolling Stone“ von Bob Dylan, wenn jemand anruft. Jetzt könnte man da jede Menge hineininterpretieren… Das Leben ist dynamisch, man selber immer in Bewegung, das einzig Stete ist der Wandel, etc. etc. Für den Song und meine persönliche Einstellung mag das durchaus zutreffen, für die Auswahl meines Klingeltons eher weniger. Das war purer Zufall bzw. hat sich einfach gut angehört (Liegt wohl am Song ;-)).

In dem Sinne schließe ich mit dem Song in einer besonders schönen Live-Version, zusammen mit den Stones. Sozusagen (Achtung Flachwitz) Rolling Stones zum Quadrat:

Bibi – Apple iPhone „Timba-Trommel“

Meinen Klingelton habe ich richtig kreativ aus der iPhone-Klingelton Auflistung ausgesucht. Damals, gefühlt im 18. Jahrhundert, als das iPhone 5 noch neu war. Jedoch habe ich nicht den Standardton gewählt, denn, seien wir mal ehrlich, sobald der iPhone-Klingelton-Den-Jeder-Hat in der Öffentlichkeit erklingt, zücken 50% der Menschen ihre Handys – #nervig. Der war also raus, und so ist es die rhythmische Trommel geworden. Zugegebenermaßen werde ich aber eher selten mit den afrikanisch anmutenden Klängen beglückt, denn mein Handy ist eigentlich 24/7 auf lautlos.

Ein zusätzlicher Faktor, der nicht unwesentlich in meine traurige Klingeltonlaufbahn hineinspielt, ist die Tatsache, dass ich einfach keine Ahnung habe, wie sich auf dem komplexen Apple-Gerät ein individueller Klingelton einstellen lässt. Oder ich bin einfach zu lätschert, es herauszufinden. Vielleicht werde ich mich aber doch irgendwann der Technik annehmen…

 

In den letzten Wochen haben uns Christiane und Johanna sowie Nadine und Ann-Katrin schon ihre Lieblings-Klingeltöne vorgestellt. Heute sind Vera und Esther an der Reihe und verraten ihre (früheren) Klingeltöne.

Vera und Esther

Vera: Mr. Bombastic

Mmhh, Mr. Lover Lover… Throwback to 2006, als Mr. Bombastic von Shaggy bei jedem Anruf aus meinem Samsung SGH-E350 schrillte. Warum genau dieser Song? Ich weiß es nicht mehr… An die peinlichen Situationen, wenn das Handy in der Bahn oder sogar einmal im Unterricht klingelte, erinnere ich mich allerdings noch sehr gut. Er hat die Leute um mich herum auf jeden Fall immer zum Lachen gebracht – und mir einen roten Kopf beschert. 😉 Dieser Ton war übrigens gefolgt von Bibi Blocksbergs „Hex Hex“. Mittlerweile bin ich aber auf die weniger spektakuläre Standard-Variante Xylophon von Apple umgestiegen.

Esther: The Imperial March (Darth Vader’s Theme) 

Komische Blicke in den Öffentlichen (oder gerne auch mal an der Supermarktkasse) ernte ich ziemlich oft. Mit komisch meine ich auch eigentlich eher verschreckt. Sobald aus meinem Handy in voller Lautstärke der Imperial March aus Star Wars schallt, scheinen einige Leute damit zu rechnen, dass gleich Darth Vader um die Ecke gebogen kommt. Dementsprechend hektisch schauen sie sich dann auch nach der Quelle um – und siehe da, statt Vader ist es dann doch nur ein weniger erschreckendes Mädel mit Yoda-Handyhülle. Die Kombination führt dann meistens dazu, dass sich das hektische Umdrehen nach einem möglichen „Ich bin dein Vater“-Flüstern ziemlich schnell in ein Grinsen verwandelt. Wenn ich nachts mal alleine im Dunkeln unterwegs bin, schalte ich mein Handy lieber auf Vibrationsalarm – sonst erschrecke ich mich noch selbst.

Nachdem Christiane und Johanna in der letzten Woche ihre aktuellen Top-Klingeltöne zum Besten gegeben haben, zeigen uns heute Nadine und Ann-Katrin, welche Melodie ertönt, wenn mal wieder das Handy klingelt.

 

 

Nadine: Tove lo – Habits (stay high)

„You are gone and I gotta stay high..all the time to keep you off my mind. Ohhho-Ohhho“, kennen Sie den Song noch? Vor zwei Jahren war das Radio regelrecht „high“ davon. Ich erinnere mich noch zu gut, wie er in sämtlichen Münchner Mainstream-Sendern rauf und runter lief. Meine liebe Kollegin Johanna schrieb in ihren vorangegangenen Beitrag, dass sie absichtlich keine Lieblingssongs als Handyklingelton umfunktioniere, damit sich die Wirkung nicht abnudelt – das versteh ich vollkommen. Allerdings hat sich dieser Effekt bei „Habits (stay high)“  auch nach zwei Jahren noch nicht bei mir eingestellt. Wahrscheinlich hab ich das aber auch dem häufig aktivierten Vibrationsalarm zu verdanken…

Ann-Katrin: And we danced von Macklemore

Mein Klingelton erinnert mich an meine Studentenzeit, denn Macklemore hat damals auf keiner Party-Playlist gefehlt. Das Lied begleitet mich tatsächlich schon seit einigen Jahren, allerdings höre ich es nur selten, da mein Handy meistens auf lautlos gestellt ist. Trotz alledem hat mich der peinliche Moment schon oft ereilt: im REWE an der Kasse. Mein Handy klingelt. Die Bridge des Liedes wird abgespielt und Macklemores Stimme dröhnt durch den kompletten Supermarkt. Das ist dann immer der Zeitpunkt, bei dem ich hektisch anfange meine Handtasche auszukippen, um nach dem Störenfried zu suchen. Zugegebenermaßen stelle ich mir auch jedes Mal vor wie es wäre, wenn ich singend und tanzend aufs Kassenband springen würde um dem Lied die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Irgendwann werde ich es vielleicht mal ausprobieren!

Reggy de Feniks, Mitbegründer der Digital Insurance Agenda, die 2017 zum zweiten Mal stattfindet.

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, vernetzte Geräte, Chatbots, Robo-Beratung: Digitale Technologien beeinflussen derzeit die gesamte Wirtschaft enorm – und damit auch die Versicherungsbranche. Aber welche dieser Entwicklungen wirken sich wie auf das Geschäft von Allianz, AXA, Ergo, HUK & Co. aus? Die Digital Insurance Agenda (DIA), die am 10. und 11. Mai in Amsterdam stattfindet, bietet für sowohl für die jungen InsurTechs als auch für die Entscheider aus alteingesessenen Versicherungsunternehmen die seltene Gelegenheit, sich in nur zwei Tagen auf den aktuellen Stand zu bringen. Wir haben mit den DIA-Gründern Reggy de Feniks und Roger Peverelli darüber gesprochen, was gerade auf der digitalen Agenda der Versicherungsbranche steht.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Digital Insurance Agenda zu veranstalten?

Roger Peverelli: Nachdem wir unser letztes Buch „Wie sich die Finanzbranche neu erfindet“ veröffentlicht haben, wurden wir in viele Vorstandsetagen von Versicherungen eingeladen. Und auch in unserer Arbeit als Berater für diverse große und kleinere Versicherer haben wir gemerkt, dass mittlerweile jeder verstanden hat, wie notwendig Innovation ist. Gleichzeitig schafft die neueste Technologie die Voraussetzung dafür, Kosten zu senken und dem Kunden näher zu kommen.

Reggy de Feniks: Als Einzelversicherer ist es fast unmöglich, die komplette InsurTech-Szene genau zu beobachten. Und umgekehrt finden es die InsurTechs sehr schwer, sich mit den Versicherungen zu vernetzen, da der Markt stark fragmentiert ist und es unzählbare, oft lokale Akteure gibt. Als wir das realisiert hatten, haben wir beschlossen, die Digital Insurance Agenda zu veranstalten.

Roger Peverelli hat zusammen mit Reggy de Feniks die DIA ins Leben gerufen uns verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungs- und Finanzbranche.

Welche Ziele setzen Sie sich mit der DIA?

Peverelli: Letztlich ist es das Ziel, Innovation in der Versicherungsbranche zu beschleunigen. Wir tun das, indem wir Führungskräfte von Versicherungen mit von uns ausgewählten InsurTechs zusammenbringen. Viele Versicherungsunternehmen sind mit digitaler Transformation beschäftigt, um Prozesse zu digitalisieren, im operativen Geschäft effizienter zu werden und Kosten zu senken. Manche setzen bereits digitale Lösungen ein, um ihr Geschäft zu verbessern: Dazu gehören Lösungen, um die Kundenbindung zu verbessern und Maklern, Vertretern und anderen Mitarbeitern mit direktem Kundenkontakt mehr Möglichkeiten zu bieten. Durch die Verbindung der Versicherer mit den besten InsurTechs werden die Unternehmen in die Lage gebracht, im Tempo mit den steigenden Kundenanforderungen und den digitalen technologischen Möglichkeiten zu bleiben. Dies führt zu einer besseren Leistung, sowohl für den Kunden als auch für die Versicherungsgesellschaft.

Wie werden die InsurTechs ausgewählt, die sich in Amsterdam präsentieren?

De Feniks: Wir haben eine recht vollständige Übersicht über alle Versicherungsunternehmen in der Welt. Momentan listen wir rund 1.000 in unserer Datenbank, aber die Zahl wächst jeden Tag. InsurTechs, die bei der DIA auftreten wollen, müssen sich bewerben und einen Auswahlprozess durchlaufen. Dabei schauen wir, ob ihre Lösungen wirklich innovativ und vor allem dazu geeignet sind, von Versicherungsunternehmen implementiert zu werden. Aber das wichtigste Kriterium ist, dass die Lösungen gegen die Herausforderungen wappnen sollen, denen Versicherungsunternehmen heute und morgen gegenüberstehen. Was sind die Einflüsse auf die Kosten, auf die Kundenzufriedenheit, auf die Maklerzufriedenheit?

Wie sieht das Programm der DIA aus?

Peverelli: Die DIA ist eine zweitägige Veranstaltung. Über 50 der von uns ausgewählten InsurTechs werden ihre Lösungen in zehnminütigen „Show & Tell“-Demos auf der Bühne präsentieren. Dabei gibt es keine Powerpoint-Slides, sondern echte Demos, damit jeder im Raum sehen kann, wie die Lösungen wirklich funktionieren und wie sie bei ihren eigenen geschäftlichen Herausforderungen helfen könnten. Wir freuen uns auf eine großartige Mischung aus Startups, ausgereiften Lösungen von innovativen Akteuren sowie den neuesten Informationen von namhaften Tech-Anbietern. Darüber hinaus teilen Branchenführer in fünf Keynotes und Podiumsdiskussionen ihr Wissen und geben Handlungsempfehlungen, wie die Zusammenarbeit mit InsurTechs erfolgreich wird. Auf der Bühne stehen werden unter anderem Amélie Oudea Castera, Chief Marketing & Digital Officer der AXA Group und Mark Klein, Chief Digital Officer von ERGO Digital Ventures.

Welche Trends und Innovationen prägen den Markt in diesem Jahr?

De Feniks: Derzeit können wir beobachten, dass künstliche Intelligenz und Machine Learning sich stark weiterentwickeln. Blockchain zeigt einige spannende Anwendungsfälle. Und das gleiche gilt für Connected Devices, Telematik und all den Mehrwert, den man aus Daten ziehen kann – nicht nur für das komplexere Versicherungsgeschäft, sondern auch für alle möglichen neuen Services. Darüber hinaus bemerken wir viel mehr Aufmerksamkeit für die Herausforderung, Makler und Agenten zu befähigen und zu stärken. Immer mehr Versicherungsunternehmen erkennen, dass die digitale Transformation auch eine Gefahr in sich birgt und sie sich dadurch noch weiter von den Kunden entfernen könnten. Wir sehen aktuell viele Chatbot- und Robo-Beratungslösungen, die Makler, Vertreter und andere dabei unterstützen, um bessere Gesprächen, eine verbesserte Zufriedenheit bei den Kunden und höhere Conversion-Rates zu erlangen.

Was ist das Zielpublikum der DIA und warum empfehlen Sie die Teilnahme?

Peverelli: Im vergangenen Jahr in Barcelona zählten wir 550 Besucher aus 36 verschiedenen Ländern, die die DIA zur größten Veranstaltung und „Must see“ im Bereich InsurTech und Versicherung weltweit gemacht haben. Die vertretenen Firmen variieren von den bekannten großen Namen bis hin zu kleineren Herausforderern und decken die ganze Bandbreite von Maklern, Versicherungen bis hin zu Rückversicherern ab. Die Jobtitel der Führungskräfte reichen von Innovations- und Forderungsmanagern über Leiter der Datenanalytik, Marketing Directors, IT-Führungskräfte, Digital Transformation Officers, Head of Change Management bis hin zu Chief Operating Officers und CEOs. Die DIA bietet eine großartige Gelegenheit, Fachkollegen aus der ganzen Welt zu treffen und Ideen zu teilen. Darüber hinaus ist es in meinen Augen die beste Möglichkeit, um in nur zwei Tagen zu lernen, was der aktuelle Stand der Technik ist und sich dazu inspirieren zu lassen, die eigenen Innovationen zu beschleunigen.

 

cocodibu ist offizieller Unterstützer der DIA Amsterdam 2017 und bietet interessierten Teilnehmern einen Sonderrabatt von 200 Euro auf den Eintrittspreis. Den Rabattcode DIA2017COCODIBU200 können Sie auf http://www.digitalinsuranceagenda.com/dia-amsterdam/#register einlösen.

Mit 750 erwarteten Teilnehmern aus 36 Ländern und über 50 InsurTechs auf der Bühne ist die DIA eines der weltweit größten Events für InsurTechs und Innovation in der Versicherungsbranche. Sie findet am 10. und 11. Mai 2017 in der Westergasfabriek in Amsterdam statt. Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.digitalinsuranceagenda.com/dia-amsterdam/.

Wie kann man das Thema PowerPoint in den Mittelpunkt stellen, Spaß haben und dabei auch noch neue Kontakte knüpfen? Unser Kunde i-pointing hat darauf eine passende Antwort gefunden: PowerPoint Karaoke, eine neue Veranstaltungsreihe für die Münchner Startup-Szene. Wer jetzt denkt, dass dabei gesungen wird, der liegt leider (oder vielleicht auch Gottseidank) falsch. PowerPoint Karaoke ist eine Abwandlung des klassischen Karaoke, bei dem die Teilnehmer nicht singen, sondern spontan einen Vortrag zu einer ihnen unbekannten PowerPoint-Präsentation halten. Dabei kommt es auf rhetorische Fähigkeiten, Spontanität, Improvisationstalent und eine gute Prise Humor an.

Natürlich konnten wir cocos uns dieses Highlight im Münchner Eventkalender nicht entgehen lassen. Also pilgerten wir am vergangenen Donnerstagabend alle gemeinsam in die Rosenheimer Straße 145c, als zum ersten Mal drei junge Gründer die Herausforderung annahmen, eine ihnen unbekannte Pitch-Präsentation der jeweiligen „Karaoke-Konkurrenz“ vorzustellen. Dabei heraus kam eine wilde Mischung aus Improvisation, Wortwitz und bei so manchem Fachbegriff auch jede Menge Fragezeichen in den Augen der Präsentatoren. Für das Publikum umso besser, denn Lacher waren garantiert.

Mit Kaffee, Knabberzeug und Kühlschrank

i-pointing hatte zusammen mit AkusTick Eventmanagement für einen rundum gelungenen Abend gesorgt. Uns wurde mit Flaggen der Weg gewiesen, wir wurden mit Luftballons in den Farben des Veranstaltungslogos begrüßt, am Eingang mit einem köstlichen Kaffee empfangen (eines der teilnehmenden Startups hat sich auf Kaffeerösterei spezialisiert), ein „Free Fridge“ sorgte jederzeit für kühle Getränke und auch das liebevoll zusammengestellte Buffet mit Finger Food war nicht zu verachten. Besonders schön zu beobachten war eine Mitarbeiterin von i-pointing, die alle Szenen der Veranstaltung in lebendigen Zeichnungen festhielt.

Los geht’s! Eine Mitarbeiterin von i-pointing hielt die gesamte Veranstaltung in Illustrationen fest.

Los ging es dann mit einer kurzen Keynote von Daria Saharova vom Startup-Investor Vito One. Sie erzählte von ihrer eigenen Erfahrung in Sachen Networking und warum man sich dazu überwinden sollte, auf Netzwerkveranstaltungen einfach mal jemanden anzusprechen. Dann waren auch schon die Startup-Präsentatoren an der Reihe: Benjamin, eigentlich Mitbegründer der Münchner Kaffeerösterei, präsentierte die Pitch-Präsentation von Rysta, die sich mit Sensor-Technologie im Internet der Dinge befassen – eine gewagte Kombination, bei der der Präsentator sich unter anderem über Fachwörter wie „Schimmelbekämpfung“ wunderte.

Benjamin von der Münchner Kaffeerösterei probiert sich an der Präsentation von Rysta.

Der Kreis schließt sich

Rysta-Gründer Sven wiederum erzählte uns wundersame Dinge darüber, wie man Geflüchtete dazu bringt, gelbe Helme zu tragen. Social-Bee Mitarbeiterin Pamina klärte uns hinterher darüber auf, dass es ihre Idee sei, Flüchtlingen Jobs zu vermitteln – und dies sei häufig in der Logistik- und Lagerindustrie der Fall. Pamina präsentierte uns dann letztendlich die Präsentation der Münchner Kaffeerösterei, wobei sie die Vor- und Nachteile von Industriekaffee und Acrylamid etwas durcheinanderbrachte. Aber natürlich konnte Benjamin hier am Ende auch weiterhelfen und erklärte uns, was den in langer Arbeit selbst gerösteten Kaffee tatsächlich vom in großen Mengen hergestellten Industriekaffee unterscheidet.

Benjamin, Sven und Pamina live illustriert.

Nach den drei Startup-Pitches wurde kaum gezögert, als die Bühne für freiwillige PowerPoint-Präsentatoren geöffnet wurde. Drei Mutige erzählten uns allerhand über Einhörner, die Züge der Schweizer Bahn und Marketing mit Xing und Google. Die Präsentationen wurden dabei willkürlich aus dem Internet ausgesucht, zum Teil wurde die Reihenfolge der Folien gemischt, um für möglichst große Verwirrung zu sorgen – was einwandfrei geglückt ist!

SBB Reisekette? Ein Freiwilliger versucht, uns das Digitalisierungskonzept der Schweizer Bahn zu erklären…

 Nach der offenen Bühne wurde dann gequatscht und genetworkt und der „Free Fridge“ musste mehrfach nachgefüllt werden. Ein insgesamt sehr gelungener Abend klang langsam aus und beim Gehen waren wir uns sicher: Wir kommen wieder! Am Donnerstag, den 18. Mai um 19 Uhr heißt es dann wieder „Bühne frei für Startups“! Kostenlose Tickets gibt es auf XING.