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Ein Tag, ein Lauf, ein Team. So einfach und gut war die Idee unserer Teilnahme am diesjährigen B2Run durch den Münchner Olympiapark. Und bestimmt hatten wir bei unserer Anmeldung auch den einen oder anderen positiven Gedanken im Hinterkopf: Das gute Wetter, die vielen motivierten Läufer und das unschlagbare Gefühl, wenn man es gemeinsam über die Ziellinie schafft. Einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes zufolge, steigern Firmenläufe sogar messbar die Motivation und Identifikation der Mitarbeiter. Für uns gab es also keinen Grund, nicht mitzumachen – oder?
Am Tag des B2Run sah das Ganze aber, ehrlich gesagt, etwas anders aus. Ich für meinen Teil hasse joggen. Wie konnte ich also glauben, die Teilnahme sei eine gute Idee? Und auch Christian, unser Chef und selbsternannter Motivator, konnte unserem inneren Schweinehund mit der Aussage „Wir fangen schwach an und lassen dann stark nach“ nur mäßig einheizen. Von echter Euphorie fehlte also jede Spur. Wir hatten nur noch die Strecke mit einer Länge von scheinbar endlosen 6,1 Kilometern vor Augen. Und wir fragten uns: Warum tun wir uns das eigentlich an?

Im Windschatten der Knorr-Bremse
Im Olympiapark angekommen, stellten wir fest: Irgendwie hatten wir die ganze Sache doch reichlich unterschätzt. Nicht nur, dass gerade einmal zwei, drei von uns cocos überhaupt motiviert genug waren, um im Vorfeld mit dem Lauftraining zu beginnen. Auch das Bestellen von eigenen Teamtrikots war bei uns irgendwie hinten runter gefallen. Stefan hatte ja nicht einmal eine richtige Sporthose! Und da standen wir nun, ein bunt gemischter, untrainierter Haufen zwischen 30.000 athletischen Läufern von Knorr-Bremse, der Stadt München und BMW.
Aber kurz vor dem Startschuss – Was soll man sagen? – da war es irgendwie doch da, dieses Gefühl. Das Bauchkribbeln, das sich irgendwie aufregend anfühlt und angespannt zugleich. Und da war selbst ich, die zuvor an die hundert Mal betont hatte, dass sie nur gehen, aber NICHT laufen würde, plötzlich nicht mehr zu stoppen. Die Ersten von uns preschten los, Tea und ich setzten eher auf ein gemächlicheres Tempo – langsam aber ausdauernd. Denn in solchen Momenten wird einem klar, dass dabei sein zwar alles ist, bis zum Schluss durchzuhalten, wäre aber irgendwie noch besser. Und das haben wir. Manche besser, manche schlechter. Manche verschwitzt und mit Blasen an den Füßen, andere hechelnd und mit puterrotem Gesicht.

Lächeln bei Kilometer 3 für die Fotografen

Auch 38 Minuten können eine Ewigkeit sein
Aber wir haben es geschafft! Und so landeten wir mit unserem gemischten 5er-Team sogar auf Platz 3379 der Gesamtauswertung. Tea und ich motivierten uns, indem wir uns an jeder Kilometerlinie abklatschten, als wären wir dabei, den Mount Everest zu besteigen. Anh, Pia und Ann-Katrin wurden getrieben von Songs wie „Señorita“ und „Cordula Grün“. Das Unglaublichste leistete jedoch Stefan, der in kurzer Jeans und Baumwollshirt mit Sicherheit der Unvorbereitetste von uns war und es tatsächlich mit einer Zeit von 38 Minuten und 32 Sekunden als erster von Team cocodibu ins Ziel schaffte. Vielleicht, weil er wollte, dass es möglichst schnell vorbei ist. Wer weiß. Aber das ist auch egal, denn dass wir es geschafft haben – und zwar als Team – ist letztendlich das Einzige, was wirklich zählt.
Die Pflicht war geschafft und umso mehr genossen wir gemeinsam unsere Kür im Olympiastadion inklusive Sonnenuntergang und alkoholfreiem Weißbier. Vielleicht war das Ganze am Ende doch keine so doofe Idee und vielleicht ist an der empirischen Studie HTW des Saarlandes doch etwas dran. Denn eines steht fest: Das versprochene Runner’s High blieb zwar aus. Doch das Gefühl, ins proppenvolle Olympiastadion einzulaufen und es unter den Jubelgesängen der Zuschauer gemeinsam mit meiner Kollegin ins Ziel zu schaffen, werde ich definitiv nicht so schnell vergessen.

cocollegen nach dem B2run (v.l.n.r.): Irene, Ann-Katrin, Anh, Tea (kniend), Stefan, Christian, Noelle (kniend), Karoline und Christiane (Pia düste nach ihrem Lauf gleich ab und fehlt entschuldigt)

Ein Geräusch ist uns aus der PR-Branche besonders vertraut – und nein, es ist nicht das Zischen der Kaffeemaschine oder das Rattern des Druckers. Gemeint ist das endlose Tuten in der Telefonleitung. Der freundliche und persönliche Kontakt zu den Journalisten ist unser Brot-und-Butter-Geschäft. Mit ihnen quatschen wir am Telefon über alles Mögliche – Haustiere, das Wetter und den allabendlichen Stau im Berufsverkehr. Und natürlich besprechen wir mit ihnen auch die neusten Themen unserer Branche und Kunden, ist doch klar. In letzter Zeit scheinen allerdings immer weniger Redaktionen Wert auf den direkten Draht zu legen. Woran wir das merken? Zum Beispiel daran, dass manche gar keine Telefonnummer mehr angeben. Oder an dem freundlichen Hinweis der Sekretärin, dass wir nicht mehr anrufen brauchen. Eine Mail reicht aus. Aber tut sie das wirklich?

Überall wird uns suggeriert: Lass das Telefon links liegen. Die Gegenwart und Zukunft der Kommunikation liegen in Messenger-Diensten, Social Media und natürlich den E-Mails. Das ist effizient und spart Zeit und Nerven. Oder? Fakt ist: Das Smartphone mit seinen schier unbegrenzten Möglichkeiten hat in meiner Generation die Art und Weise, wie wir kommunizieren, radikal verändert. Während man früher auf dem Nachhauseweg einfach zwanzig Minuten zum Busfenster hinaus sah, checkt man heute noch seine Mails, verschickt drei Sprachnachrichten und antwortet endlich dem alten Schulfreund bei WhatsApp, der schon am Freitag fragte, wie es denn so geht. Ist das nicht seltsam? Einerseits sind wir immer online und wir brauchen unser Smartphone so sehr, dass wir uns ohne den kleinen Kasten in der Tasche geradezu nackt fühlen. Andererseits verschieben wir eine Antwort auch gerne mal auf später. Sogar die Angst davor, ans Telefon zu gehen und sofort auf die Fragen des Gegenübers reagieren zu müssen, ist inzwischen weit verbreitet. Stattdessen lassen wir es klingeln und schicken dann eine Nachricht: „Du hast angerufen, was gibt’s?“

Ob das eines dieser berühmten „Generationsdinger“ ist? So wie Schlaghosen und Dauerwelle? Ja, sagen Forscher, die die Angst vorm Telefonieren tatsächlich als pathologisches Phänomen der Generationen Y und Z beobachten. Aber wie kann es sein, dass auch ältere Redakteure und Journalisten nur noch so ungerne ans Telefon gehen? Färbt diese „Telefon-Phobie“ etwa ab? Vielleicht ein bisschen, doch das wahre Problem liegt darin, dass die Redaktionen immer mehr ausdünnen, was bedeutet, dass immer mehr PRler auf immer weniger Journalisten treffen. Erschwerend hinzu kommt noch das Problem, dass längst nicht alle PR-Manager das aktuelle – oder auch generelle – Interessengebiet der Journalisten treffen. Wie ist es also überhaupt noch möglich, die Redaktionen mit einem bestimmten Thema zu begeistern?

1. Journalistenansprache auf links gedreht

Die Digitalisierung hat auch für die Medienbranche neue Wege erschlossen und die Recherche gestaltet sich heute ganz anders als noch vor fünfzehn oder zwanzig Jahren. Nur ein Beispiel: Andreas Weck, der als Redakteur für t3n arbeitet, hat im Rahmen seiner Recherche für einen Artikel zum Thema „Karriere-Neustart“ diese einfach auf Twitter verlagert und richtete sich mit seinen Fragen direkt an die Community. Das ist schlau, finden wir. Als PRler ist es deshalb ratsam, dort zu sein, wo die Journalisten ihre Recherche starten – also auch in Social Media. So kann man sichergehen, ihre aktuellen Themen zu kennen. Eine ideale Ausgangssituation für den Dialog also und allemal besser, als mit einem Potpourri an Themen auf die Journalisten zuzugehen.

2. Themen-Pingpong mit den Freien

Sich bei der Medienansprache auf die Zusammenarbeit mit freien Journalisten zu konzentrieren, ist für die PR-Branche ein weiterer wichtiger Tipp. Im Vergleich zu den völlig überrannten Redaktionen sind diese für externen Input häufig dankbar und deshalb offener, was Interview- oder Themenvorschläge betrifft. Allerdings macht es auch hier oft mehr Sinn, mit dem Journalisten zusammen die Möglichkeiten auszuloten, denn die besten Themen entwickeln sich oft erst im beiderseitigen Gespräch. Das funktioniert sehr viel besser, als mit fertigen, vom Kunden abgesegneten Themen die Journalisten anzusprechen. Zum Glück gibt es in unserer Branche einige, mit denen ein solch inspirierender Austausch möglich ist – angefangen bei Lisa Priller-Gebhardt über Raoul Fischer bis hin zu Helmut van Rinsum, um nur einige zu nennen.

3. Aller Anfang ist schwer

Egal ob PR-Agentur oder Redaktion, egal ob am Telefon oder per Mail, der Einstieg ins Berufsleben ist für alle schwer. Deshalb sollten gerade jüngere PR-Manager, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, die Chance nutzen, um mit dem Journalisten-Nachwuchs in Kontakt zu kommen. Während die alten Hasen im Business nämlich schon über ein großes Netzwerk verfügen, das sie über Jahre hinweg aufgebaut haben und auf das sie sich auch gerne verlassen, sind ihre jüngeren Kollegen noch am Sondieren und werden seltener von Externen kontaktiert. Das bedeutet auch, dass sie häufig offener für neue Themen sind und sich gerne inspirieren lassen. Hinzu kommt: Sie sind meist in derselben Altersgruppe wie wir hier in der Agentur, was den Dialog ungemein erleichtert. Deshalb freue ich mich beispielsweise immer auf den Austausch mit jungen Journalisten wie Niklas Lewanczik von OnlineMarketing.de, Claudia Wieschollek von t3n oder Alena Schubert von der New Business.

Mein Fazit lautet: Auch wenn der direkte Journalistenkontakt für uns PRler das A und O ist, ist es vielleicht doch besser, einmal öfter abzuwägen. Ist mein Anliegen schriftlich eher schwierig auszudrücken? Oder lässt sich das, was ich zu sagen habe, ebenso gut per Mail klären? Gerade bei fertigen Teasern, Pressemitteilungen oder Gastbeiträgen kann es hilfreich sein, dem Journalisten alles Nötige zuzusenden, damit er selbst entscheiden kann, wann er Zeit hat, sich in Ruhe mit dem neuen Thema zu befassen. Denn: Die Zeit und auch die Aufmerksamkeitsspanne der Journalisten ist so knapp bemessen wie nie zuvor. Die fehlende Durchwahl ist deshalb vielleicht eine Form der Hilfe zur Selbsthilfe, um nicht ständig von einem klingelnden Telefon aus der Arbeit gerissen zu werden. Freie und Jung-Journalisten verstecken sich erfahrungsgemäß ohnehin seltener hinter ihrer scheinbaren Unerreichbarkeit. Auf konstruktives Feedback ihrerseits ist in den aller meisten Fällen Verlass. Vielleicht ist der Kontakt per Mail in einer Zeit, in der unaufhörlich News Updates und Push-Nachrichten auf uns einprasseln und in der es uns immer schwerer fällt, den Fokus zu behalten, also tatsächlich ein Konzept, auf das man zunehmend vertrauen sollte.

In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Dino Leupold von Löwenthal, weiterer Geschäftsführer der verticalAds Group GmbH,  führender Anbieter spezialisierter Performance Marketing-Lösungen, was er am Samstag und Sonntag so vorhat.

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?

Schwierige Frage. Ich würde sagen, wenn die Arbeit endet 😉 Spaß beiseite, das kann man nie vorher wissen. Das Gefühl, Feierabend zu haben, kommt bei mir immer auf, wenn ich mich ins Auto setze, zuhause anrufe und meinen Lieben sage, dass ich auf dem Weg bin und mich auf zu Hause freue.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren?

Nachsehen, ob noch eine wichtige Mail in den Entwürfen hängt und ich alle offenen Dokumente, Tabellen etc. gespeichert habe.

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?

Ja, unbedingt. Vor allem, wenn ich über manche Sachverhalte in Ruhe nachdenken will, bevor ich eine Entscheidung treffe. Die Ruhe dafür finde ich eher zu Hause als im Büro.

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?

Ich bin always on.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?

Mein Ausgleich zum Alltagsstress sind meine Kinder und meine Familie. Abends gemeinsam zu Abendessen und über das Erlebte des Tages sprechen, ist für mich Erholung. Ab und zu sitze ich auch gerne ganz gemütlich vor dem Fernseher oder auf der Terrasse bei einem offenen Feuer. Mit einem guten Getränk in der Hand kann ich abschalten und meine Gedanken schweifen lassen.

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?

Mit meiner Familie, meinen Freunden und dem Handballverein meiner Töchter, wo ich seit kurzem als zweiter Vorstand verantwortlich zeichne.

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?

Naja, üblicherweise ist wohl übertrieben. Aber es kann durchaus vorkommen, dass ich mich im Freundeskreis über Marketing-Themen austausche. Mittlerweile habe ich auch Freunde, die ich in der Branche kennengelernt habe. Viele meiner Freunde und Bekannte verstehen aber bis heute noch nicht genau, was ich eigentlich mache. Das ist okay für mich, denn jeder hat andere Interessen. Trotzdem kann ich mit meinen Freunden über diverse Themen sprechen, auch über Themen, die das Internet betreffen.

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?

Ich freue mich, Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen, in der Handballhalle zu stehen und den Garten frühlingsfit zu machen – meine heimliche Leidenschaft: das Handwerken. Weniger freue ich mich auf die Zeitumstellung…

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?

Nein, gerade die Wochenenden sind bei uns schon drei Wochen im Voraus ausgebucht, da meine Kinder Handball spielen. Rituale sind zwar wichtig, bergen aber die Gefahr, sich zu langweilen. In der nicht verplanten Zeit sind wir am liebsten spontan.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?

Nicht nur am Wochenende 😉 Aber das bleibt mein Geheimnis…

11.) Was machen Sie am Wochenende, von dem Ihre Kollegen/Ihr Team sagen, würde/n: Donnerwetter, das hätte ich jetzt nicht erwartet?

Gartenarbeit und Holzwerken wenn mal Zeit ist. Ob das jetzt aber ein „Donnerwetter“ bei anderen auslöst, wage ich zu bezweifeln.

12.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?

Eher klassisch: Jeans und Pullover, Polohemd, T-Shirt. Wenn es warm ist, trage ich auch gerne mal Shorts. Abends auf der Couch ist oft die Jogginghose mein bequemstes Kleidungsstück, solange niemand zu Besuch kommt 😉

13.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?

In Sachen Musik habe ich eine ganze Palette anzubieten: Chillout, Bayrischer Rap, Elektro, Ballermann Hits (lässt sich im Handball nicht vermeiden) und B5 Aktuell. Bei TV-Sendungen muss ich passen, denn ich schaue außer der Bundesliga eigentlich kein Free TV mehr. Serien von Netflix und Amazon Video favorisiere ich schon eher.

14.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?

  1. Berge besteige ich ungern, höchstens klettere ich den Berg der weisen Erkenntnis ein kleines Stückchen weiter nach oben 😉
  2. Marathon??? Hahaha. Ganz sicher nicht.
  3. Ein Theater oder Konzert werde ich dieses Wochenende nicht besuchen. Dafür gehe ich ins Kino und schaue mir den Cyberpunk-Actionfilm „Alita“ an.

15.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Klar, sonst könnte ich mich ja auch nicht mehr auf das Wochenende freuen und das wäre sehr schade.

In unserer Rubrik “Endlich Wochenende” gewähren uns Geschäftsleute aus Wirtschaft und Medien einen kurzen Einblick in ihre Wochenendplanung. Heute verrät uns Frank Herold, weiterer Geschäftsführer der EMIRAT AG,  einem international tätigen Risiko-Management-Unternehmen, was er am Samstag und Sonntag so vorhat.

Der Kuchen oder die Städtereise: Frank Herold, Mitglied der Geschäftsführung bei EMIRAT AG, freut sich auf ein paar freie Minuten am Wochenende

1.) Wann beginnt heute für Sie der Feierabend?
Vom Gefühl her geht’s mir wohl wie jedem anderen auf dieser Welt: Jetzt, wo die ersten Sonnenstrahlen einen Hauch von Frühling ankündigen, kündigt sich der Feierabend hoffentlich bald an. Realistisch gesehen dauert es wohl noch bis nach Sonnenuntergang.

2.) Was ist üblicherweise Ihre letzte Tätigkeit, bevor Sie den Computer runterfahren?
Tatsächlich hängt es davon ab, was am Wochenende in Planung ist. Nochmal den Posteingang und den Kalender für Montag zu checken, gehört zur Routine. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich an den Wochenenden oft verreise. Die Wettervorhersage-Webseiten haben dank mir mit Sicherheit die meisten Klicks gewonnen!

3.) Nehmen Sie Arbeit mit ins Wochenende? Wenn ja: Was?
Wenn man Spaß an der Arbeit hat, vermischen sich Berufliches und Vergnügen ziemlich schnell. Wie sollte man auch in einem Supermarkt die vielen Cashback-Aktionen übersehen? Nehmen wir die aktuelle Aktion mit Volvic: So eine Flasche Wasser nehme ich doch gerne mit ins Büro.

4.) Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende ab oder sind Sie always on?
Zum Leidwesen meiner Freunde muss ich leider gestehen: Das Handy ist always on. Wie bereits angedeutet, lässt sich Arbeit und Freizeit in unserer Branche nicht strikt trennen. Und da ich nur ein Handy besitze, bin ich immer erreichbar.

5.) Apropos abschalten: Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie heute Abend nach Hause kommen?
HAHA! Da muss ich schon ein wenig schmunzeln, da das oft etwas länger dauert. Aber – auch wenn ich es wahrscheinlich nie aufs Cover der „Men’s Health“ schaffen werde, weil ich dafür viel zu gerne Süßes esse – bin ich ein kleiner „Jogger-Junkie“. Und was mein Glück vollkommen macht? Der anschließende Saunagang :).

6.) Mit wem werden Sie dieses Wochenende verbringen?
Da ich unter der Woche bereits in Berlin fleißig unterwegs war, ist Entspannung angesagt. Für abends habe ich Theaterkarten. Außerdem kann ich nie ausschließen, von meinen Freunden überrascht zu werden: Sie lieben Spontanbesuche. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich so zentral in München wohne und sie den Schlenker für Kaffee oder Fußball gerne machen. Am Sonntag werde ich meine Eltern besuchen und mich mit Kuchen verwöhnen lassen.

7.) Reden Sie mit Ihrem Partner/Freundeskreis am Wochenende üblicherweise über Ihren Job?
Ziemlich wenig. Wie schön, dass viele völlig andere Jobs haben und man sich nicht die ganze Zeit um die gleichen Themen kümmert. Aber natürlich bleiben gewisse Themen nie ganz aus. Und wer kennt sie nicht, die Fragen der Eltern am Sonntag: Und, wie läuft es bei der Arbeit?

8.) Worauf freuen Sie sich dieses Wochenende am meisten?
Nun ja, der Kuchen ist schon ein Highlight. Aber abgesehen davon freue ich mich darauf, auch mal ein paar freie Minuten für mich zu haben.

9.) Gibt es ein Ritual, das Sie üblicherweise jedes Wochenende begehen (zum Beispiel das samstägliche Autowaschen)?
Ich habe mir tatsächlich angewöhnt, an den Wochenenden viel zu joggen – am liebsten einmal durch den Englischen Garten. Das könnte man fast als Ritual ansehen, mal abgesehen vom Ausschlafen.

10.) Gibt es eine Marotte an Ihnen, die Ihren Partner/Ihre Familie am Wochenende regelmäßig auf die Palme bringt?
Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten: HANDY, HANDY, HANDY! Ohne mein Handy wäre ich aufgeschmissen. Ob ich darüber nun mit Familie und Freunden kommuniziere oder eben auch mit Kunden. Man könnte sagen, das Handy ist mein treuer Gefährte.

11.) Was machen Sie am Wochenende, von dem Ihre Kollegen/Ihr Team sagen, würde/n: Donnerwetter, das hätte ich jetzt nicht erwartet?
Also beim Thema Joggen/Sport sehe ich ab und an schon mal einen Lacher. Was andere aber vermutlich am meisten erstaunt, ist meine Leidenschaft für Städtetrips. Auch an einem ganz normalen Wochenende heißt es bei mir manchmal „One Night in Johannisburg“ – zu großen Distanzen habe ich keine Distanz 😉

12.) Jogginghose oder Designer-Klamotten: Was ist am Wochenende Ihr Lieblingskleidungsstück?
So wie Karl Lagerfeld: eindeutig Designer-Klamotten. Wenn es nicht so unbequem wäre zum Sport eine Jeans oder elegante Hosen zu tragen, hätte ich den Trend längst eingeführt. Meine Kollegen würden beim Anblick wahrscheinlich auch sehr erschrecken: Frank in Jogginghose… .

13.) Stichwort Indoor-Aktivitäten: Welche Musik werden Sie dieses Wochenende auf jeden Fall hören, welche TV-Sendung sehen und welches Buch bzw. welche Zeitung/Zeitschrift werden Sie lesen?
Selbstverständlich werde ich am Ball bleiben was den FCB betrifft. Wenn nicht im Stadion, dann zumindest im Fernsehen. Gibt es etwa andere Gründe ein Sky-Abo zu haben? Was Musik betrifft, bin ich recht flexibel. Tatsächlich lese ich noch ganz normale Bücher und keine eReader – derzeit „Junger Mann“ von Wolf Haas.

14.) Stichwort Outdoor Aktivitäten: Welchen Berg werden Sie dieses Wochenende besteigen, welchen Marathon laufen und welches Theaterstück/Konzert bzw. welchen Kinofilm werden Sie besuchen?
Dieses Wochenende wird es wohl höchstens der Monopteros im Englischen Garten. Ins Theater gehe ich aber auch sehr gerne. Wer mal etwas sehr Unterhaltsames sehen will, wie es hinter den Kulissen bei einer Produktion zugeht, dem empfehle ich „Der nackte Wahnsinn“ im Residenztheater. Und damit meine ich ausnahmsweise mal nicht unsere Firma.

15.) Freuen Sie sich schon auf Montag?
Ich kann mir vorstellen, dass diese Frage wohl des Öfteren mit NEIN beantwortet wird. Dadurch, dass ich ein sehr aktiver Mensch bin, ist es mir relativ gleichgültig, ob wir Montag oder Freitag haben. Spaß am Arbeitsplatz ist bei mir garantiert und ich kann mir die Zeit sehr flexibel und spannend einteilen. Daher hier ein klares JA.

Nach 90 Posts und 69 Stories mit unzähligen Hashtags und Markierungen ziehe ich heute eine Zwischenbilanz aus dem Leben einer Schwabinger PR-Agentur auf Instagram.

Neben Schnappschüssen am Rande von Events, Kundenmeetings und Team-Bildern posten wir vor allem softere Beiträge wie unsere süßen Agenturhunde, Food Content aller Art sowie inspirierende Eindrücke aus unserem Alltag bei cocodibu.

Da ich selbst ein Instagram-Junkie bin und regelmäßig Inhalte auf meinem eignen Profil poste, lag es nahe, dass ich den coco-Account nach dem Abschied unserer Kollegin Nadine im Mai übernehme. Denn in meiner Bewerbungsphase war es mir selbst sehr wichtig, dass die Unternehmen, bei denen ich mich beworben habe, auf den sozialen Netzwerken vertreten waren und ihre Accounts auch gut pflegten. Dadurch bekam ich wertvolle Backstage-Eindrücke des potenziellen Arbeitgebers. Damit das auch für unsere nachfolgenden Cocollegen gewährleistet ist, bin ich nun die Instagram-Beauftragte von cocodibu 🙂

cocodibu-Account auf Instagram

Closeup: coco-Content

Natürlich ist nicht jedes (spontane) Foto oder Video für Instagram geeignet. So achte ich besonders auf die Bildqualität und -komposition sowie unterschiedliche Bilderkategorien. Denn unscharfe oder verwackelte Bilder sowie viel zu schnell gefilmte Videos stören den Flow.

Hier meine Tipps:

  1. Weniger ist mehr: Ich versuche die Bilder so natürlich wie möglich zu posten. Denn legt man fünf Filter über ein Bild werden die Farben verfälscht und das Bild wirkt super unauthentisch.
  2. Nutzt den berühmten „Goldenen Schnitt“: Um einen spannenden Bildaufbau zu erzeugen, kommt es wesentlich auf die Bildkomposition an. Durch diese Methode wirkt das Bild dynamischer und ausgewogener zugleich.
  3. Legt Bilderkategorien fest: Als Agentur haben wir viel zu erzählen. Ein Pressefrühstück hier, ein Team-Event dort. Um das Interesse unserer Follower zu wecken, zeigen wir viele Insights aus unserer Arbeit. So haben wir beispielsweise die Rubriken „coco on tour“, Food- und Dog Content sowie besondere Anlässe, wie Geburtstage, Promi-Treff und Mitarbeiterabschiede, in die wir unseren Instagram-Account aufgliedern.
  4. Teamwork makes the Dream Work: Aber natürlich bin ich nicht immer überall dabei und habe unbegrenzt Zeit. Sind meine Kollegen beispielsweise auf einem spannenden Event, übernehmen sie den coco-Account und berichten in Echtzeit über Trends und Themen.

Content-Ranking: Welche Posts ziehen am besten?

Den mit Abstand größten Traffic generierte die coco-Stellenanzeige Ende Februar. Auf der Suche nach einem „PR-Fuzzi“ oder einer „PR-Trulla“ bekam dieser Beitrag 249 Likes und 50 Kommentare. Gefolgt wird der Insta-Favorit von Posts mit Promis wie Jérôme Boateng, Nico Rosberg und der Beauty-Youtuberin Tara vom Kanal tamtambeauty. Aber auch unsere Teamfotos, Dog Content und unser Sektfreitag schnitten ziemlich gut ab. So bekamen die Bilder durchgängig im Schnitt 30 bis 40 Likes.

coco-Stellenanzeige

Stefan Krüger beim Presse-Event von Boateng zum Launch von BOA

coco-Teamfoto

Wie könnten wir unseren Account noch verbessern?

Luft nach oben gibt es immer! So könnte noch an der einheitlichen Bildsprache gefeilt werden. Unsere Posts könnte durch einen einheitlichen Rahmen geschmückt werden oder die einzelnen Kategorien, wie Events und Konferenzen, Team- und Hundebilder, deutlicher voneinander abgegrenzt werden. Um mehr Follower zu generieren und eine höhere Reichweite zu erzielen, müssten wir außerdem in regelmäßigeren Abständen posten. Ein gutes Beispiel ist hierfür gyro Munich.

Unser Fazit

Als Recruiting-Plattform ist Instagram für uns optimal geeignet. Neben Xing, LinkedIn und den Berufsportalen können wir uns und unseren Agenturalltag hier super präsentieren. Der Unterschied zu reinen Business-Plattformen ist, dass es hier die Möglichkeit gibt, das eigene Unternehmen persönlicher darzustellen. Wer sind die Mitarbeiter im Unternehmen? Wie ist die Unternehmenskultur? Und was gibt die Firma überhaupt von sich Preis? All diese Fragen lassen sich wunderbar über Instagram beantworten. Kein Wunder also, dass der Bilderdienst mittlerweile über eine Milliarde Nutzer zählt und auch bei B2B-Unternehmen immer beliebter wird.

 

Erstmals 2009 im irischen Dublin organisiert, hat sich der WebSummit innerhalb von zehn Jahren von einer kleinen lokalen Veranstaltung zu einer der größten Digitalkonferenzen entwickelt. Vom 5. bis 8. November lockten die Organisatoren 70.000 Teilnehmer aus 160 Nationen nach Lissabon, um gemeinsam mit großen Playern wie Apple, Microsoft oder den Vereinten Nationen über die wichtigsten Themen der Zukunft zu diskutieren.

Auch Esther Schwan, Marketing & Communcations Managerin bei der trbo GmbH, war vor Ort. Von ihren Eindrücke und Erfahrungen berichtet sie in ihrem Event-Report:

Tech-Konferenz der Superlative – Das war der WebSummit 2018

Superlative über Superlative. Die größte europäische Tech-Konferenz, die Hauptbühne in einer Fußballstadion-großen Arena, 1.000 Speaker, 2.000 Start-Ups, 70.000 Besucher: Der WebSummit sucht in Europa definitiv seinesgleichen. Aber bei allen Superlativen stellt sich dennoch die Frage: was kommt wirklich dabei heraus? Für uns war die Antwort leider: wenig. Aber dazu später mehr.

Mittlerweile zum dritten Mal fand der WebSummit in Lissabon statt. Gestartet als Tech-Konferenz mit 400 Besuchern in Dublin drängelten sich Anfang November Woche 70.000 Menschen durch Lissabon. Das bedeutet einen riesigen Organisationsaufwand, sowohl für die Veranstalter, als auch für die Stadt Lissabon selbst. Bis auf ein paar Kleinigkeiten lief die Organisation erstaunlich reibungslos. Hier können sich die Veranstalter anderer großer Digitalmessen sicherlich noch etwas abschauen.

Der erste positive Eindruck des WebSummits entstand am Flughafen – hier lief die Registrierung absolut unkompliziert und schnell. Einfach App mit Ticketcode und Ausweis vorgezeigt – schon hatte man das Teilnehmerbändchen ums Handgelenk und den Teilnehmerausweis um den Hals. Das Ganze in weniger als fünf Minuten.

Fußballstadion-Atmosphäre in der Center Stage

Am Montagabend ging es dann zur Eröffnung – mit einigen Umwegen. Die Anreise zum WebSummit lief per Uber oder Taxi problemlos – einen richtigen Stau gab es erstaunlicherweise an keinem der Veranstaltungstage. Die Wege vor Ort erinnerten dann aber doch ein wenig an „Das Haus, das Verrückte macht“ aus Asterix und Obelix. Die gleiche Strecke ging es mehrmals hin und her – erst auf der einen, dann auf der anderen Seite des Bauzauns, der die Besucher vom Rest der Welt trennte. Auf dem Sitzplatz in der Center Stage angekommen, verriet der Blick auf den Schrittzähler: ganze drei Kilometer gelaufen. Endlich kommen die Kellerkinder mal an die frische Luft!

Die Hauptbühne des WebSummit nimmt eine der insgesamt fünf Hallen bzw. eine Arena ein: die Altice Arena. Sie bietet Platz für 20.000 Menschen und war bei der Eröffnung bis fast auf den letzten Platz besetzt. Eine beeindruckende Kulisse. Auch bezüglich der Eröffnungsredner hatte sich der WebSummit nicht lumpen lassen. So war es doch passend, dass Tim Berners-Lee, der Erfinder des Internets himself, den ersten Vortrag des Abends hielt. Er stellte seinen Vertrag für das Web #ForTheWeb vor. Er soll das Internet vor Manipulation, Hass und Spaltung retten. Eine gute Idee, die aber nach einigen Minuten in einen etwas konfusen Vortrag abdriftete, bei dem es immer schwieriger wurde, zuzuhören. Es folgten Vorträge von Apple und Google – beide Firmen durften in ihren Vorträgen vor allem sich selbst loben. Apple arbeitet jetzt nachhaltig und umweltfreundlich, Google setzt sich für Frauen ein. Da waren die mahnenden Worte zu Herausforderungen und Risiken von Technologie von Antonio Guterres, UN-Generalsekretär, eine echte Erfrischung.

Foto: Esther Schwan

Zum Glück funktioniert das WLAN

Am Dienstag startete der WebSummit dann in den ersten vollen Tag. Der Einlass funktionierte trotz des großen Andrangs sehr reibungslos und schnell. Allerdings nur für diejenigen, die den QR-Code auf ihrem Teilnehmerausweis vorzeigen können – denn dieser wird überall gescannt (er dient übrigens gleichzeitig auch zum netzwerken – ein interessantes Feature). Aber: der Vorname meiner Kollegin Anna-Katharina war leider zu lang, weshalb der QR-Code nicht mehr auf das Badge passte. Sie musste also immer die WebSummit-App öffnen, den QR-Code laden und scannen lassen. Das stellte sich als etwas nervig heraus. Zum Glück funktioniert das WLAN auf dem Gelände aber stabil und erstaunlich schnell. Bei 70.000 Teilnehmern eine echte Leistung. Da können sich andere große Digitalmessen noch eine Scheibe abschneiden.

Hochkarätige Speaker – wenig Inhalt

Wer einmal das Programm mit 2.000 Speakern durcharbeitet, der stolpert über unzählige große Namen und spannend klingende Vorträge. Ein paar haben wir uns angesehen, aber scheinbar haben wir die falschen erwischt. Denn allzu oft drifteten die Inhalte ins Banale ab. Selbst die Vorträge auf kleineren Bühnen wie SaaS Monster oder der Startup University. Hier zum Beispiel das Panel „How to become an UXpert“ – klang erstmal gut. Die Tipps des Panels waren aber eher halbgar. Man solle doch am besten eine Testperson vor die Website setzen und eine Aufgabe ausführen lassen. Dabei sollte man ganz genau und persönlich zusehen, wie schwer sie sich tun. Aha.

Dann also raus aus dem Vortrag und rein ins Getümmel, die Stände in den vier Hallen ansehen. Und hier wurde uns klar, dass die Veranstaltung für unser Unternehmen einfach nicht relevant ist. Wer kein Early Stage Start Up und nicht auf der Suche nach Entwicklern oder Investoren ist, hat nicht viel zu besuchen.

Ein Paradies für Start Ups, Entwickler und Investoren

Für kleiner Start Ups, die abklopfen möchten, ob ihr Produkt wirklich für den Markt geeignet ist, oder die nach Investoren suchen, lohnt sich der Web Summit definitiv. Die täglich wechselnden Start Up-Stände waren mit Abstand am besten besucht, hier herrschte teilweise großes Gedränge. Auch Unternehmen, die nach Entwicklern suchen, werden unter den 70.000 Teilnehmern sicherlich fündig geworden sein. Allerdings konnte man an den größeren Ständen viel zu oft gelangweilt auf dem Smartphone daddelnde Aussteller beobachten, die kaum Laufkundschaft bekamen. Ohne auffälliges Standdesign gehen die Unternehmen in der Masse des Angebots und der Masse an Teilnehmern, die sich durch die Gänge schieben, einfach unter.

Netzwerk-Gelegenheit Side Events und Parties

Wie so oft, lohnen sich auch auf dem WebSummit vor allem die Side Events und Parties zum netzwerken. Denn für wirklich gute Gespräche ist die eigentliche Veranstaltung einfach zu voll. So besuchten wir beispielsweise das German Appartment von fischer Appelt. Hier lernten wir einige interessante Leute kennen und konnten gute Gespräche führen – so war die Reise nach Lissabon (abseits der Parties) also nicht ganz umsonst.

An Tag eins wurde bekannt gegeben, dass der WebSummit für die nächsten zehn Jahre in Lissabon stattfinden wird. In den nächsten Jahren allerdings wohl eher ohne uns. Bei geplanten 100.000 Besuchern für 2020 ist das für die Veranstalter aber sicherlich zu verschmerzen.

Das Wort „kollaborativ“ hat einen tollen Klang. Da schwingt immer auch ein bisschen Süden mit. Wie ein Sauvignon Blanc an einem lauen Sommerabend im Loiretal. Nach dem zweiten Glas kann das Wort  aber womöglich zum Zungenbrecher werden. Man weicht dann lieber auf das einfacher auszusprechende „kollektiv“ aus. Arbeiten im Kollektiv – das klingt dann nicht mehr so verführerisch, sondern riecht eher nach Planwirtschaft. Jeder wurschtelt vor sich hin, und am Ende purzelt ein wackeliger Lada vom Fließband. Womit wir beim Thema wären: Findige Entwickler haben uns eine Vielzahl von neuen Tools für das zeitgemäße kollaborative Arbeiten beschert. Asana, Slack, Trello und, und, und. Sie alle wollen das Projektmanagement besser, effizienter, transparenter machen. Die Idee dahinter ist bestechend: Jeder verschiebt hier entsprechend dem aktuellen Status seine Projekte, löscht sie und schaut in schöner Regelmäßigkeit nach dem Fortlauf des Projektes. Alle sind also immer auf dem gleichen Stand. Nicht nur die Projektarbeit ist kollaborativ, sondern auch auch gleich dessen gesamte  Steuerung.  Toll. Aber in der Praxis häufig so erfolgreich wie eben die Planwirtschaft.

Wir – also vor allem wir Digital Immigrants – sind mit dem Bewusstsein in die Arbeitswelt gewachsen, dass alles klare Verantwortlichkeiten braucht, sonst schleicht sich schnell der Schlendrian ein. Und auch dem so populär gewordenen agilen Arbeiten können wir einiges abgewinnen, weil ja auch hier die Rollen (ScrumMaster, Product-Owner etc.) recht klar geregelt sind. Mit den  Colloboration-Tools hadern wir allerdings: Dass jeder ganz selbstlos eine weitere, immer wiederkehrende administrative Tätigkeit für das große Ganze übernimmt – so viel Altruismus haben wir selten erlebt. Das verlangt von allen Mitwirkenden schließlich  einen Grad der Selbstdisziplin wie wir ihn allenfalls von den Shaolin-Mönchen nach jahzehntelangem Training in ihrem kargen Klosteralltag kennen. Vor allem:  Sobald nur einer seine – wie man so schön sagt – Tasks hier nicht richtig markiert, gerät schnell das ganze System ins Stocken.Es droht akuter Projektstau – wie eben am Stadtverkehr: alles fließt, aber wehe eine Ampel fällt aus, dann herrscht schnell Chaos. Und je mehr an dem Projekt beteiligt sind, desto fehleranfälliger wird die ganze Chose. Insgeheim, der Verdacht beschleicht einen manchmal, wissen das alle. Und so kommt es in der Praxis zu allerhand skurrilen Situationen, wenn etwa Beraterinnen hier bei uns die wichtigsten to do’s parallel auf Word- und Excel-Sheets speichern. Man kann das als hoffnungslos rückständig belächeln, doch folgt das einer gewissen inneren Logik: Nicht selten wollen Kunden die Meilensteine der kommenden Tage eben ganz gern nochmal als E-Mail gesandt haben, manchmal wollen sie den jeweils aktuellen Status der Projekte auch lieber gemeinsam mit der Agentur in Asana, Slack und Co verzeichnen. So oder so: Das System der Planungs-Tools  wird damit natürlich in weiten Teilen ad absurdum geführt, es verkümmert zu einer Projektdokumentation.

Etwas beruhigendes hat das: Je mehr die Digitalisierung auch an Fahrt gewinnt, die Evolution kann sie trotzdem nicht überlisten. Schon ein persönlich geführter Dialog gestaltet sich ja manchmal bekanntlich schwierig und führt zu allerhand Missverständnissen. Das ist natürlich noch gar nichts gegen die E-Mail-Kommunikation  – vor allem dann, wenn ein Sender gleich mehrere Adressaten mit heimtückisch offen gestellten Fragen wie „Was meint Ihr dazu?“ traktiert. Ein Kinderspiel allerdings im Vergleich zu den neuen Wunderwaffen im Projektmanagement: Im übertragenen Sinne flüstert hier jeder seinen kleinen Beitrag in den Runde ohne dafür jemals Feedback zu bekommen. Trotzdem bleibt jeder hochmotiviert bei der Sache. Tja, und wer da nicht mitmacht, untergräbt die eigenen Interessen, ist also ein – Kollaborateur.

Die PM ist tot. Es lebe die PM! Kein Medium in unserem Beruf als PR-Berater ist gleichzeitig so zentral und so umstritten wie die Pressemitteilung. Es gibt zwei Lager: Auf der einen Seite die PM-Jünger, die am liebsten jede noch so kleine Kleinigkeit an den großen Verteiler schicken würden, auf der anderen Seite die PM-Verächter, die die klassische Pressemitteilung schon längst in Rente sehen. Irgendwie führt aber doch kein Weg an ihr vorbei.

Das gespaltene Image der PM liegt vielleicht auch daran, dass der Versand hauptsächlich via E-Mail passiert. Weil Journalisten und PRler von gestern sind? Vielleicht. Oder weil es für den breiten Versand keine Alternative gibt? Natürlich gibt es Presseportale, die im Ruf stehen Pressemitteilungen mit ihren Newslettern noch mehr Reichweite zu verschaffen als beim Versand per Mail. Allerdings ist es schwer nachprüfbar, ob Journalisten – und vor allem diejenigen, die man erreichen will – den Service nutzen oder die PMs dort eben ungesehen bleiben. Unsere Erfahrungen mit Presseportalen sind eher negativ. Der Versand per Mail an einen ausgewählten Kreis ist da schon persönlicher. Gerade in unserer doch eher kleinen Nische, haben wir viel Kontakt zu den entsprechenden Journalisten, man trifft sich auf Veranstaltungen und telefoniert häufig.

Sie liebten und sie hassten sie

Wenn da wiederum nicht der schlechte Ruf der E-Mails wäre. Die Postfächer von Journalisten sind so voll wie die U-Bahn am Feierabend – nur eben den ganzen Tag – und leider oft auch mit Themen, die ganz offensichtlich nicht relevant sind. Kein Wunder, dass der Unmut also ziemlich groß ist. Fragt man Journalisten, wie man denn am liebsten in Kontakt treten sollte, wohnt man einer Dr. Jekyll-Mr. Hyde-artigen Szene bei: Bitte keine Mails … (kurzer Seufzer) … aber bitte unbedingt Mails schicken! Wieso? Weil sie nun einmal die einzig wahre Möglichkeit sind, Journalisten mit tagesaktuellen Infos aus dem Unternehmen zu versorgen.

RSS-Feed – gute Alternative?

So kamen wir vor Kurzen im Gespräch mit einem Journalisten zu der Diskussion wie es denn wäre, wenn Unternehmen Journalisten ausschließlich über RSS-Feeds mit ihren Informationen versorgen würden? Durch eine immer buntere digitale Blog-Landschaft erfreuen sich RSS-Feeds großer Beliebtheit. Es ist schon praktisch, wenn man sich bestimmte Themen, die man verfolgen möchte, abonnieren kann. Aber wie sähe die Umsetzung in der PR aus? Unternehmen würden Inhalte nur noch über ihre Website teilen und Journalisten würden dann die RSS-Feeds bestimmter Unternehmen, bzw. Themen abonnieren und so an die Informationen kommen. Also Pull-Prinzip statt Push.

Das hätte eine Menge Vorteile, denn Journalisten können ganz gezielt nach ihren Interessen auswählen und so könnten Nischenthemen eventuell eine höhere Aufmerksamkeit generieren und im riesigen Informationsgedränge besser durchkommen. Außerdem hieße das, das strenge formale Korsett von offiziellen Presseaussendungen zu lockern und somit mehr Formatvielfalt zu fördern.

Nachteile gäbe es natürlich auch, denn die Beziehung wäre sehr einseitig. Die Möglichkeit Themen vorab persönlich anzuschubsen wäre passé, Inspiration für Themen außerhalb des definierten Interessenfelds und der Blick über den Tellerrand wären vorbei und die Hürde in den Dialog zu treten wäre höher.

In der Konsequenz heißt das, dass der RSS-Feed zwar ein guter zusätzlicher Kanal für beide Seiten ist, dass aber gleichzeitig (noch) kein Weg am klassischen Versand per Mail vorbeiführt. Wir werden wohl auch in Zukunft diesen Weg wählen und die Postfächer der Journalisten dieser Welt füllen – natürlich mit Sinn und Verstand! 😉

P.S.: „Bei den Unter-35-Jährigen sind Unternehmensmeldungen mit 92 Prozent sogar die wichtigste Recherchequelle“, haben die KollegInnen von newsaktuell ermittelt.

Wladimir Klitschko, das hat uns schon ziemlich beeindruckt, liebe Horizont. Der erste Gast im hauseigenen Podcast: ein echtes Idol  – sympathisch, gerade heraus, auf den Punkt. Ein inspirierendes Gespräch über Digitalmarketing, Testimonials und natürlich Boxen. Relevante Themen, souveräne Stimmen, genau das Richtige, um mal auf andere Gedanken zu kommen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso wir inzwischen so gerne Podcasts hören. Es ist entspannend einfach mal nur zuzuhören, ohne dass das Gegenüber eine schlaue Antwort erwartet. Meetings und Calls haben wir schließlich alle genug. Stattdessen mal im Laid-Back-Modus einfach nur zuhören – das ist eine willkommene Abwechslung. Und weil auch unsere Kernbranchen inzwischen den einen oder anderen Podcast ins Leben gerufen haben und dieser sich still und heimlich in seiner total unspektakulären Art zum absoluten In-Medium gemausert hat, widmen wir ihm heute einen Blogbeitrag. Hier kommen unsere fünf Favoriten:

  1. t3n Filterblase

Techies und alle, die es werden wollen, aufgepasst: Im t3n-Podcast „Filterblase“ kommen die aktuellsten Tech-Themen auf den Tisch, beziehungsweise ins Ohr. Die beiden Chefredakteure Luca Caracciolo und Stephan Dörner diskutieren mit Experten in einer knackigen halben Stunde über Themen wie Digitalisierung & GroKo, KI, Bitcoins, Startup-Finanzierung und den 5-Stunden-Tag – immer mit der entscheidenden Note Tech.

  1. OMR-Podcast

Moment mal, müssen wir hier überhaupt noch etwas erklären? Ne! Philipp Westermeyers Channel ist einfach DER Online-Marketing-Podcast Deutschlands mit DEN Experten.

  1. Talking Digital

Es ist jetzt so ziemlich genau ein Jahr her, dass Sachar Klein und Timo Lommatzsch ihren Podcast „Talking Digital“ starteten. In der Zwischenzeit haben die beiden PR-Profis mit Experten wie Sandra Liebich von news aktuell, Petra Reetz von der BVG und Frank Behrendt von Serviceplan über alles rund um digitale Unternehmenskommunikation und PR gesprochen. Mit einer guten Dreiviertelstunde sind die Podcasts perfektes Mittagspausenfutter. (Unser Highlight ist Folge 7: ein Gespräch mit Dirk Eichhorn zum Thema Kommunikation für „Die drei ???“ in digitalen Zeiten.)

  1. Horizont

Dem frischgeschlüpften Horizont-Podcast gewähren wir an dieser Stelle ein paar Vorschusslorbeeren. Was man nach der ersten Folge schon sagen kann: Die Qualität der Aufnahme stimmt, der erste Gast hat gesessen und wir sind bis zum Schluss drangeblieben. Wir hören also gespannt weiter und rechnen jetzt für die nächste Folge ganz fest mit Oliver Kahn.

  1. XING talk

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer gibt Tipps, wie Sie sich am Arbeitsplatz fit halten – zum Schrecken aller Betriebssicherheitsbeauftragten, nämlich indem Sie sich unter den Schreibtisch hängen und Klimmzüge machen – Patricia Riekel, ehemalige Chefredakteurin der „Bunte“, erklärt, wie Sie richtig netzwerken, Telekom-Vorständin Claudia Nemat macht den Chef zum Coach und der Gründer des Vegane-Kondome-Startups „Einhorn“ erzählt wie das so war, als die ganze Firma auf agil umgekrempelt wurde. Das ist nur ein kleiner Auszug aus den vielfältigen Themen des XING-Videopodcasts. Die Interviews dauern circa 30 Minuten und wer nicht so viel Zeit hat, der findet auch eine gekürzte Version mit den wichtigsten Botschaften in knapp fünf Minuten.

Viel Spaß beim Zuhören!

Der War for Talents in der Digital-Branche ist in vollem Gange. Entsprechend ziehen Unternehmen sämtliche Register, um im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber bei den Young Professionals möglichst weit vorne zu liegen. Eine einfache Anzeige bei Monster.de ist dabei längst mehr nicht der Schlüssel zum Mitarbeiter-Glück – insbesondere wenn am Ende der Bewerbungsphase ein neuer, qualifizierter Junior Marketing Manager stehen sollte. Wer auf der Suche nach fitten – und bestenfalls auch noch kreativen – Digital Natives ist, sollte den Köder in für sie heimische Gewässer werfen. Denn im digitalen Business mit einer klassischen Print-Anzeige auf Bewerberfang zu gehen, ist ungefähr so zeitgemäß wie ein Modem in Zeiten von Smart Home.

Eine gute Möglichkeit hierzu stellt Instagram dar. Nicht nur, weil die Plattform mit 15. Mio aktiven Nutzern mittlerweile Platz 2 der beliebtesten Social Networks in Deutschland hinter Facebook (30 Mio.) besetzt, sondern auch weil sie alleine schon aufgrund ihrer Mechanik – dem Fokus auf Fotos und Bewegtbild – dazu einlädt, Follower zu inspirieren und zu binden. Kein Wunder also, dass weltweit die Anzahl der aktiven Unternehmensprofile allein zwischen März 2017 und August 2017 von acht auf 15 Millionen gewachsen ist – Tendenz steigend.

Das Problem jedoch: Insbesondere für kleinere Agenturen stellen Extrakosten, Personalengpässe und festgefahrene Strukturen eine große Hemmschwelle dar, das unbekannte Terrain „Instagram“ zu betreten. Dabei kann sich eine gute Präsentation ausgerechnet für sie als besonders lohnenswert herausstellen: So sehen sie sich als Dienstleister ständig denselben Vorwürfen konfrontiert – Stress, Überstunden und damit eine unausgeglichene Work-Life-Balance. Umso wichtiger ist es also, jede Chance nutzen, mit Vorurteilen aufzuräumen und mittels einer ansprechenden Social Media Präsenz Young Talents zu akquirieren.

Auch wir bei cocodibu haben uns im Sommer vergangenen Jahres für die Umsetzung eines eigenen Instagram-Accounts entschieden. Und – zugegeben – auch bei uns waren die Zweifel erst einmal groß: Wer soll sich darum kümmern? Wie lautet unsere Kernbotschaft und wie sehen entsprechend die Inhalte aus? Heute möchte ich nach etwas über einem halben Jahr Bilanz ziehen: Und klar, – den romantischen Vorsatz wöchentlicher Posts musste ich aufgrund des Tagesgeschäfts leider ablegen. Nichtsdestotrotz bin ich – nicht nur als eine der Kanal-Verantwortlichen, sondern auch als Kernzielgruppe – der festen Überzeugung: Wer im War for Talents Stärke beweisen möchte, sollte sich mit einer Instagram-Präsenz rüsten.

 

1. Alle für einen (Account)
Der Altersdurchschnitt von Agentur-Mitarbeitern liegt laut Statista bei unter 30 Jahren. Das heißt: Ein Großteil der Angestellten ist mit den Mechaniken der Plattform vertraut. Das erleichtert zum einen die Suche nach einem Kanal-Verantwortlichen und nimmt zusätzlich den Druck auf Seiten des Einzelnen – so können sich schließlich alle aktiv an der Gestaltung des Feeds beteiligen. Unsere Agentur spiegelt das ganz gut wider: Die meisten unter 30 Jahren – besitzen alle neben einem großen Interesse auch Zugriff auf unseren Account.

2. Erwartungshaltung
Oftmals zögern Unternehmen und Agenturen mit der Idee, eigene Content-Formate oder Social Media-Kanäle umzusetzen, aus Angst, Qualitätsansprüchen der Followerschaft nicht gerecht zu werden. So gerät der eine oder andere Geschäftsführer beim Gedanken an eine Posting-Anarchie vielleicht sogar in Schnappatmung. Bei Coca Cola, Siemens und der Website der Landesregierung mag die Gefahr eines Image-Schadens auch zutreffen – bei Accounts von kleineren Unternehmen und Agenturen liegt die Toleranzgrenze der Follower jedoch weitaus höher. Außerdem: Die Digital Natives sind alle mit den Mechaniken und Regeln von Social Media aufgewachsen, entsprechend gut ist auch ihr Gespür dafür, welche Inhalte sich für Social Media eignen und welche nicht. So bringt die Regel “Poste das, was Du selbst sehen wollen würdest”, nicht nur einen vielfältigen Feed, sondern spiegelt im besten Fall auch die verschiedenen Charaktere und deren Zusammenspiel in der Agentur wider – das absolute Nonplusultra für einen authentischen Social Media-Auftritt.

3. What to post?
Apropos authentischer Auftritt : Insbesondere auf Instagram – das Tool, das für echte, inspirierende und lebensnahe Inhalte steht – geht es weniger darum, hochkarätigen als ehrlichen Content zu posten. Ziel ist es jederzeit, das Agenturleben möglichst realitätsnah zu porträtieren. Social Media-Experten nennen dieses Phänomen auch “pretty ugly”. Das gilt für Agenturen auf Mitarbeitersuche sogar noch mehr als für die private Instagram-Nutzung. Anstatt die Follower mit steif-inszenierten Bildern zu langweilen, sollte man den Fokus lieber auf die Mitarbeiter legen – das können Impressionen aus dem Büroalltag sein oder einfach der schlafende Bürohund. Ähnlich flexibel verhält es sich auch mit der Posting-Frequenz: Lieber seltener posten, aber dafür in natürlichen Situationen – wie beispielsweise beim gemeinsamen Kicker-Abend. Das bringt mehr Sympathiepunkte – und entsprechend auch Likes und Reichweite – als das gestellte Mitarbeiterfoto im Hausflur.

4. Spontaneität schlägt Bürokratie
Gleiches gilt für Geburtstage, den Einstand oder Abschied von Mitarbeitern oder für den alljährlichen Wiesn-Besuch. Denn: Auch im stressigen Agentur-Alltag gibt es Situationen fernab von Posts-its und Dokumenten, die „worth to post“ sind. Insbesondere interne Agentur-Veranstaltungen bilden dabei die ideale Basis, um Spaß und Team-Zusammenhalt nach außen zu kommunizieren. Plus: Wieso nicht einfach mal via Instagram einem Kunden zum 25-jährigen Jubiläum gratulieren? Das freut nicht nur das Geburtstagskind (im besten Fall bedankt es sich ja mit einer Rückverlinkung #Reichweite), sondern ist zusätzlich der ideale Point of Proof für die so oft gepredigte Flexibilität, Kreativität und Agilität in Agenturen.

5. Alleinstellungsmerkmal
Oft scheitert die Umsetzung einer eigenen Social Media-Präsenz an der Suche nach einem Maskottchen, einem Symbol mit besonderem Wiedererkennungswert. Warum? Kommunikationsbeauftragte sind es seit jeher gewohnt, Kanäle mit spezifischen Botschaften zu bespielen – sie suchen also nach einem Pendant für den klassischen TV-Slogan oder Jingle. Instagram tickt da aber völlig anders als TV, Radio und Co. (sh. Punkt 3 und 4). Haben Unternehmen das verstanden, kann sich das für sie wirklich mit vielen Followern auszahlen.

6.#Struggle
Bekannt für das Raute-Zeichen, impliziert die Plattform scheinbar, eine Präsenz wäre untrennbar mit einem eigenen Hashtag verbunden. Ein Trugschluss, wie ich finde – denn: Hashtags dienen im ersten Schritt der Kategorisierung und Auffindbarkeit der Inhalte. Im Umkehrschluss bedeutet das: Ein guter, eigener Hashtag ist zwar “nice to have”, allerdings noch lange keine Garantie für eine erfolgreiche Instagram-Präsenz. Die Crux liegt vielmehr darin, mit den eigenen Inhalten und dazu passenden Hashtags die Auffindbarkeit des Accounts step-by-step zu pushen: Erst anschließend lohnt es sich wirklich, über einen eigenen Hashtag nachzudenken (eine Auflistung beliebter, themenbezogener Hashtags finden Sie übrigens bei den Kollegen von OnlineMarketing.de). Anders ist es im Rahmen eines eigenen Firmenevents. Hier lohnt es sich unter Reichweiten-Aspekten, seine Gäste dazu aufzurufen, die Partyfotos unter dem “firmen-eigenen” Hashtag zu veröffentlichen.

Fazit
Soziale Netzwerke wie Instagram erfreuen sich gerade deshalb besonderer Beliebtheit, weil sie Kommunikation vereinfachen. Weil sie Menschen und Unternehmen, nahbar machen. Weil sie Kommunikationswege verkürzen und interessierte Follower und Abonnenten immer Uptodate halten. Entsprechend sollten Unternehmen und Agenturen ihre erlernten Fesseln ablegen und Instagram als Recruiting-Tool eine echte Chance geben – ohne ausgeklügelten Content-Plan, besonderes Maskottchen oder erzwungenen Hashtag. Dafür aber mit viel Herz, authentischen Inhalten und eben einem Glas Sekt zum Feierabend – #Cheers!