Category: Amüsantes

Nachdem wir vorletzte Woche in den Genuss von Esthers und Veras Lieblingsklingelton gekommen sind, verraten uns diese Woche Bibi und Franzi, zu welchem Klingelton sie denn so abgehen – oder auch nicht.

Klingelton Charts cocodibu Franzi Bibi

Franzi: Bob Dylan – Like a Rolling Stone

Um ehrlich zu sein, ich bin kein großer Fan von Klingeltönen. Daher ist mein Handy meistens auch auf lautlos. Mich stört hin und wieder einfach die ständige Erreichbarkeit, die das Smartphone zwangsläufig mit sich bringt und den damit verbundenen Druck, sofort reagieren zu müssen. Hört man das Geräusch einer Whatsapp-Nachricht, muss man natürlich auch nachschauen wer geschrieben hat. Manche stellen hier Rekorde von 50 Handychecks die Minute auf 🙂

Beim Anrufen ist es dasselbe. Klingelt das Telefon, geht man auch ran. Alles andere wäre zum einen womöglich unhöflich, zum anderen wurde man ja auch lange genug darauf konditioniert… Aber in dem Beitrag soll es gar nicht darum gehen, dass das Handy überhaupt klingelt, sondern was dann zu hören ist.

Wenn mein Handy auf laut gestellt ist (meistens daheim), ertönt „Like a Rolling Stone“ von Bob Dylan, wenn jemand anruft. Jetzt könnte man da jede Menge hineininterpretieren… Das Leben ist dynamisch, man selber immer in Bewegung, das einzig Stete ist der Wandel, etc. etc. Für den Song und meine persönliche Einstellung mag das durchaus zutreffen, für die Auswahl meines Klingeltons eher weniger. Das war purer Zufall bzw. hat sich einfach gut angehört (Liegt wohl am Song ;-)).

In dem Sinne schließe ich mit dem Song in einer besonders schönen Live-Version, zusammen mit den Stones. Sozusagen (Achtung Flachwitz) Rolling Stones zum Quadrat:

Bibi – Apple iPhone „Timba-Trommel“

Meinen Klingelton habe ich richtig kreativ aus der iPhone-Klingelton Auflistung ausgesucht. Damals, gefühlt im 18. Jahrhundert, als das iPhone 5 noch neu war. Jedoch habe ich nicht den Standardton gewählt, denn, seien wir mal ehrlich, sobald der iPhone-Klingelton-Den-Jeder-Hat in der Öffentlichkeit erklingt, zücken 50% der Menschen ihre Handys – #nervig. Der war also raus, und so ist es die rhythmische Trommel geworden. Zugegebenermaßen werde ich aber eher selten mit den afrikanisch anmutenden Klängen beglückt, denn mein Handy ist eigentlich 24/7 auf lautlos.

Ein zusätzlicher Faktor, der nicht unwesentlich in meine traurige Klingeltonlaufbahn hineinspielt, ist die Tatsache, dass ich einfach keine Ahnung habe, wie sich auf dem komplexen Apple-Gerät ein individueller Klingelton einstellen lässt. Oder ich bin einfach zu lätschert, es herauszufinden. Vielleicht werde ich mich aber doch irgendwann der Technik annehmen…

 

In den letzten Wochen haben uns Christiane und Johanna sowie Nadine und Ann-Katrin schon ihre Lieblings-Klingeltöne vorgestellt. Heute sind Vera und Esther an der Reihe und verraten ihre (früheren) Klingeltöne.

Vera und Esther

Vera: Mr. Bombastic

Mmhh, Mr. Lover Lover… Throwback to 2006, als Mr. Bombastic von Shaggy bei jedem Anruf aus meinem Samsung SGH-E350 schrillte. Warum genau dieser Song? Ich weiß es nicht mehr… An die peinlichen Situationen, wenn das Handy in der Bahn oder sogar einmal im Unterricht klingelte, erinnere ich mich allerdings noch sehr gut. Er hat die Leute um mich herum auf jeden Fall immer zum Lachen gebracht – und mir einen roten Kopf beschert. 😉 Dieser Ton war übrigens gefolgt von Bibi Blocksbergs „Hex Hex“. Mittlerweile bin ich aber auf die weniger spektakuläre Standard-Variante Xylophon von Apple umgestiegen.

Esther: The Imperial March (Darth Vader’s Theme) 

Komische Blicke in den Öffentlichen (oder gerne auch mal an der Supermarktkasse) ernte ich ziemlich oft. Mit komisch meine ich auch eigentlich eher verschreckt. Sobald aus meinem Handy in voller Lautstärke der Imperial March aus Star Wars schallt, scheinen einige Leute damit zu rechnen, dass gleich Darth Vader um die Ecke gebogen kommt. Dementsprechend hektisch schauen sie sich dann auch nach der Quelle um – und siehe da, statt Vader ist es dann doch nur ein weniger erschreckendes Mädel mit Yoda-Handyhülle. Die Kombination führt dann meistens dazu, dass sich das hektische Umdrehen nach einem möglichen „Ich bin dein Vater“-Flüstern ziemlich schnell in ein Grinsen verwandelt. Wenn ich nachts mal alleine im Dunkeln unterwegs bin, schalte ich mein Handy lieber auf Vibrationsalarm – sonst erschrecke ich mich noch selbst.

Nachdem Christiane und Johanna in der letzten Woche ihre aktuellen Top-Klingeltöne zum Besten gegeben haben, zeigen uns heute Nadine und Ann-Katrin, welche Melodie ertönt, wenn mal wieder das Handy klingelt.

 

 

Nadine: Tove lo – Habits (stay high)

„You are gone and I gotta stay high..all the time to keep you off my mind. Ohhho-Ohhho“, kennen Sie den Song noch? Vor zwei Jahren war das Radio regelrecht „high“ davon. Ich erinnere mich noch zu gut, wie er in sämtlichen Münchner Mainstream-Sendern rauf und runter lief. Meine liebe Kollegin Johanna schrieb in ihren vorangegangenen Beitrag, dass sie absichtlich keine Lieblingssongs als Handyklingelton umfunktioniere, damit sich die Wirkung nicht abnudelt – das versteh ich vollkommen. Allerdings hat sich dieser Effekt bei „Habits (stay high)“  auch nach zwei Jahren noch nicht bei mir eingestellt. Wahrscheinlich hab ich das aber auch dem häufig aktivierten Vibrationsalarm zu verdanken…

Ann-Katrin: And we danced von Macklemore

Mein Klingelton erinnert mich an meine Studentenzeit, denn Macklemore hat damals auf keiner Party-Playlist gefehlt. Das Lied begleitet mich tatsächlich schon seit einigen Jahren, allerdings höre ich es nur selten, da mein Handy meistens auf lautlos gestellt ist. Trotz alledem hat mich der peinliche Moment schon oft ereilt: im REWE an der Kasse. Mein Handy klingelt. Die Bridge des Liedes wird abgespielt und Macklemores Stimme dröhnt durch den kompletten Supermarkt. Das ist dann immer der Zeitpunkt, bei dem ich hektisch anfange meine Handtasche auszukippen, um nach dem Störenfried zu suchen. Zugegebenermaßen stelle ich mir auch jedes Mal vor wie es wäre, wenn ich singend und tanzend aufs Kassenband springen würde um dem Lied die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Irgendwann werde ich es vielleicht mal ausprobieren!

Nachdem Verena und Marvin letzte Woche die cocodibu Klingelton-Charts gestartet haben, legen diese Woche Johanna und Christiane mit ihren persönlichen Bimmelims nach.

Christiane – Coldplay “Viva la Vida”

Ein treibender, erwartungsfroher Rhythmus, gespielt von Streichern – die ersten Takte von Coldplays „Viva la Vida“ waren für mich die perfekten Töne, um mich kurz von meinem Handy aus dem Alltag reißen zu lassen. Spätestens, seit ich die sympathischen Briten im Sommer 2009 Open Air bei ihrer Viva la Vida-Tour in Hannover erleben durfte, bin ich großer Fan – und kann jedem Musikliebhaber einen Konzertbesuch ans Herz legen. Das Problem bei dem Song: Er gefällt mir auch nach Jahren immer noch so gut, dass ich ihn mir lieber anhöre, anstatt ans Telefon zu gehen…

Daher bin ich vor einiger Zeit dann doch auf einen Apple Standard-Klingelton umgestiegen. „An der Strandpromenade“. hat zwar was von Fahrstuhlmusik, aber die gefällt mir ja ziemlich gut, wie bereits im Dezember bei meinen liebsten Arbeits-Songs erwähnt. Wer Lust auf die zehnminütige Dauerschleife hat, dem sei dieses YouTube-Video ans Herz gelegt:


Johanna – Apple iPhone „Auftakt“

 Die Apple-Klingeltöne gefallen mir immer ganz gut, weil sie schlicht und unauffällig sind. Das sind die einzigen Ansprüche, die ich an Klingeltöne habe. Früher mochte ich „Save tonight“ von Eagle Eye Cherry als Klingelton ganz gerne, aber nach der x-ten Wiederholung konnte ich den Song nicht mehr hören. Damit der Zauber guter Lieder nicht verpufft, verwende ich lieber keine tollen (Lieblings-)Songs mehr. Heute nehme ich beim Klingeln von „Auftakt“ ab, dahinter steckt aber keine tiefere Bedeutung.

Im Dezember hat das gesamte cocodibu-Team ja schon einen Einblick in seine Office-Playlists gegeben. Jetzt wird es noch persönlicher: Wir verraten unsere Klingelton-Dauerbrenner, schließlich offenbaren diese ja eine Menge über den Smartphone-Besitzer. Den Anfang machen Marvin und Verena.

Marvin – Titelsong „Parks and Recreation“

Mein Klingelton ist seit Jahren der Titelsong meiner Lieblingsserie Parks and Recreation. Die Comedy-Serie erinnert stark an The Office und begleitet eine Gruppe Beamter in der amerikanischen Provinz. In Deutschland lief die Serie mit mäßigem Erfolg, wahrscheinlich kann man sich hier einfach nicht vorstellen, dass Beamte lustig sein können. Können sie aber, zum Beweis einfach mal Ron Swanson bei Youtube eingeben. Vielleicht steht Parks and Recreation der große Durchbruch hier auch noch bevor, schließlich hat mit Chris Pratt einer der Darsteller in Hollywood mittlerweile den großen Durchbruch geschafft.

Der Song selbst ist ein lockerer Jingle ohne Vocals, ein typisches Serien-Intro eben. Gut gelaunt, aber unaufdringlich, genau richtig für die S-Bahn. An dieser Stelle ein kleiner Insider-Tipp für alle Klingelton-Amateure: Wählt als Rufton niemals euren Lieblingssong – denn egal wie cool er ist, über Handylautsprecher hat er das Swagniveau von Sandalen mit Socken.

Verena – Should I Stay or Should I Go

Im Moment habe ich keinen richtigen Klingelton, sondern eine eher uninspirierte Melodie aus der Klingeltonliste meines Handys. Dieser Blogbeitrag ist aber ein guter Anstoß, um aus dem Klingelton-Einerlei auszubrechen und endlich wieder einen richtigen Song durch die S-Bahnen dieser Welt schallen zu lassen. Schließlich muss ich mir auf meinem Arbeitsweg oft genug „Lieder“ anhören, die sich auf einer Skala zwischen Barbie Girl und You’re beautiful befinden. Man ahnt: Meine Mit-Pendler sind nicht die Zurechnungsfähigsten unter den Musikfans.

Grund genug für mich, den Spieß umzudrehen und anderen meine Musik auf‘s Auge – oder eben Ohr – zu drücken. Ich entscheide mich für Should I Stay or Should I Go von The Clash. Das Lied ist eines meiner absoluten Gute-Laune-Lieder und eine meiner ersten Berührungen mit Punkmusik, an die ich mich erinnern kann. Die Riffs zu Beginn, das „Wuu!“ und der frühe Text eignen sich perfekt als Klingelton. Ich bin nämlich nicht die Schnellste, wenn es um das Annehmen von Anrufen geht (natürlich nur privat!). Meistens merke ich das Handy erst, wenn es schon zu spät ist.

Ähnlich wie bei Marvin, erinnert mich das Lied außerdem an eine meiner Lieblingsserien: Stranger Things. Der Song Should I Stay or Should I Go spielt in der Serie eine kleine Nebenrolle und ist immer wieder zu hören.

Wie kann man das Thema PowerPoint in den Mittelpunkt stellen, Spaß haben und dabei auch noch neue Kontakte knüpfen? Unser Kunde i-pointing hat darauf eine passende Antwort gefunden: PowerPoint Karaoke, eine neue Veranstaltungsreihe für die Münchner Startup-Szene. Wer jetzt denkt, dass dabei gesungen wird, der liegt leider (oder vielleicht auch Gottseidank) falsch. PowerPoint Karaoke ist eine Abwandlung des klassischen Karaoke, bei dem die Teilnehmer nicht singen, sondern spontan einen Vortrag zu einer ihnen unbekannten PowerPoint-Präsentation halten. Dabei kommt es auf rhetorische Fähigkeiten, Spontanität, Improvisationstalent und eine gute Prise Humor an.

Natürlich konnten wir cocos uns dieses Highlight im Münchner Eventkalender nicht entgehen lassen. Also pilgerten wir am vergangenen Donnerstagabend alle gemeinsam in die Rosenheimer Straße 145c, als zum ersten Mal drei junge Gründer die Herausforderung annahmen, eine ihnen unbekannte Pitch-Präsentation der jeweiligen „Karaoke-Konkurrenz“ vorzustellen. Dabei heraus kam eine wilde Mischung aus Improvisation, Wortwitz und bei so manchem Fachbegriff auch jede Menge Fragezeichen in den Augen der Präsentatoren. Für das Publikum umso besser, denn Lacher waren garantiert.

Mit Kaffee, Knabberzeug und Kühlschrank

i-pointing hatte zusammen mit AkusTick Eventmanagement für einen rundum gelungenen Abend gesorgt. Uns wurde mit Flaggen der Weg gewiesen, wir wurden mit Luftballons in den Farben des Veranstaltungslogos begrüßt, am Eingang mit einem köstlichen Kaffee empfangen (eines der teilnehmenden Startups hat sich auf Kaffeerösterei spezialisiert), ein „Free Fridge“ sorgte jederzeit für kühle Getränke und auch das liebevoll zusammengestellte Buffet mit Finger Food war nicht zu verachten. Besonders schön zu beobachten war eine Mitarbeiterin von i-pointing, die alle Szenen der Veranstaltung in lebendigen Zeichnungen festhielt.

Los geht’s! Eine Mitarbeiterin von i-pointing hielt die gesamte Veranstaltung in Illustrationen fest.

Los ging es dann mit einer kurzen Keynote von Daria Saharova vom Startup-Investor Vito One. Sie erzählte von ihrer eigenen Erfahrung in Sachen Networking und warum man sich dazu überwinden sollte, auf Netzwerkveranstaltungen einfach mal jemanden anzusprechen. Dann waren auch schon die Startup-Präsentatoren an der Reihe: Benjamin, eigentlich Mitbegründer der Münchner Kaffeerösterei, präsentierte die Pitch-Präsentation von Rysta, die sich mit Sensor-Technologie im Internet der Dinge befassen – eine gewagte Kombination, bei der der Präsentator sich unter anderem über Fachwörter wie „Schimmelbekämpfung“ wunderte.

Benjamin von der Münchner Kaffeerösterei probiert sich an der Präsentation von Rysta.

Der Kreis schließt sich

Rysta-Gründer Sven wiederum erzählte uns wundersame Dinge darüber, wie man Geflüchtete dazu bringt, gelbe Helme zu tragen. Social-Bee Mitarbeiterin Pamina klärte uns hinterher darüber auf, dass es ihre Idee sei, Flüchtlingen Jobs zu vermitteln – und dies sei häufig in der Logistik- und Lagerindustrie der Fall. Pamina präsentierte uns dann letztendlich die Präsentation der Münchner Kaffeerösterei, wobei sie die Vor- und Nachteile von Industriekaffee und Acrylamid etwas durcheinanderbrachte. Aber natürlich konnte Benjamin hier am Ende auch weiterhelfen und erklärte uns, was den in langer Arbeit selbst gerösteten Kaffee tatsächlich vom in großen Mengen hergestellten Industriekaffee unterscheidet.

Benjamin, Sven und Pamina live illustriert.

Nach den drei Startup-Pitches wurde kaum gezögert, als die Bühne für freiwillige PowerPoint-Präsentatoren geöffnet wurde. Drei Mutige erzählten uns allerhand über Einhörner, die Züge der Schweizer Bahn und Marketing mit Xing und Google. Die Präsentationen wurden dabei willkürlich aus dem Internet ausgesucht, zum Teil wurde die Reihenfolge der Folien gemischt, um für möglichst große Verwirrung zu sorgen – was einwandfrei geglückt ist!

SBB Reisekette? Ein Freiwilliger versucht, uns das Digitalisierungskonzept der Schweizer Bahn zu erklären…

 Nach der offenen Bühne wurde dann gequatscht und genetworkt und der „Free Fridge“ musste mehrfach nachgefüllt werden. Ein insgesamt sehr gelungener Abend klang langsam aus und beim Gehen waren wir uns sicher: Wir kommen wieder! Am Donnerstag, den 18. Mai um 19 Uhr heißt es dann wieder „Bühne frei für Startups“! Kostenlose Tickets gibt es auf XING.

Erstmal: Entschuldigung für die Überschrift! Aber damit sind wir direkt im Thema. Denn schon Teile der Überschrift sind ein Meme – und zwar eines, das derzeit wie man so schön sagt „viral geht“ (mehr dazu weiter unten). Deshalb nun ein Text über Memes: Weil sie allgegenwärtig sind. Jeder, der sich in diesem Internetz bewegt, ist mit Sicherheit schon einmal über ein Meme gestolpert. Und richtig eingesetzt, lassen Sie sich ziemlich gut für das Marketing nutzen.

Quelle: memegenerator.net

Quelle: memegenerator.net

Dann versuche ich mich doch einfach mal an einer Definition. Die meisten Memes (gesprochen: /mi.m/) bestehen aus lustigen Text-Bild-Kombinationen (so wie das hier oben). Sie können aber auch einfach nur ein Hashtag oder ein Ausdruck/kurzer Text sein. *Facepalm* zum Beispiel (wenn man zum Ausdruck bringen möchte, dass jemand gerade etwas sehr Dummes gesagt hat). Genauso können aber auch Videos Memes sein – so zum Beispiel Ausschnitte aus Drakes Hitvideo „Hotline Bling“. Menschen mit zu viel Zeit sei der Subreddit hierzu ans Herz gelegt.

Memes beziehen sich in ihrer Entstehung zumeist auf aktuelle Ereignisse oder beliebte Serien/Filme. Diese Bilder/Wörter/Videos verbreiten sich dann rasend schnell (Achtung Marketingsprech: viral) im Netz – vor allem über soziale Netzwerke, aber auch über Webseiten wie 9GAG, reddit und Imgur. Kurz zusammengefasst: Memes sind sozusagen der Insider-Witz der Netzgemeinde.

Marketing mit Memes

Auf den ersten Blick macht das Marketing mit Hilfe von Memes Sinn: Memes sind leicht verständlich, allseits bekannt und beliebt, man kann sie vergleichsweise günstig herstellen und wenn sie gut gemacht sind, haben sie hohe Chancen, viral zu gehen. Und genau hier liegt das Problem: Die Linie zwischen gut gemacht und peinlich ist besonders bei Marketing-Memes äußerst dünn. Es gibt durchaus gelungene Beispiele, aber eben auch mindestens genauso so viele Beispiele, bei denen man sich am liebsten vor Fremdscham verkriechen möchte. Oder ein ganz dringendes Bedürfnis nach #kopftisch verspürt.

Fangen wir erstmal mit den Guten an:

Dell hat das Potential von lustigen Text-Bild-Kombinationen schon ziemlich früh erkannt. Der geniale Tumblr-Blog ToughEnough stellte die nervigsten IT-Support-Anfragen als Memes, Posts und GIFs ins Netz. Auch User durften sich beteiligen. Hinter dem Blog steckte Dell – mit der Kampagne sollte die Marke bei IT-Entscheidern bekannt gemacht werden. Leider ist der Tumblr-Blog gerade nicht mehr erreichbar, aber auf YouTube gibt es noch ein paar lustige Videos zu schauen.

Das unglaublich beliebte Meme „Success Kid“ wurde von Virgin Media in England ziemlich erfolgreich fürs Marketing eingesetzt:

Quelle: cyberalert.com

Quelle: cyberalert.com

Hier das Original:

Quelle: knowyourmeme.com

Quelle: knowyourmeme.com

Auch der Autoverleiher Sixt ist im Bereich Memes und lustige Bildchen immer vorne dabei. Gibt es ein aktuelles (gesellschaftliches) Thema – Sixt macht ein Bild dazu. Als für Angela Merkel das Internet noch #Neuland war, antwortete Sixt zum Beispiel so:

Quelle: impulse.de

Quelle: impulse.de

Neuester Coup von Sixt in den USA: Sixt hat den „The Rent is Too Damn High-Mann“ Jimmy McMillan (eine lebende Meme-Legende) für einen Werbespot verpflichtet: The Rent is Too Damn High.

 

Quelle: knowyourmeme.com

Quelle: knowyourmeme.com

Aber:

Quelle: memegenerator.net

Quelle: memegenerator.net

Denn so viele lustige Memes es auch gibt – es lohnt sich nicht, gleich auf jeden Zug aufzuspringen. Wenn das Meme nicht zum Unternehmen passt – Finger weg, sonst wird es peinlich. Für mich in den letzten Monaten das absolute Nerv-Meme (da zu oft unpassend verwendet und einfach doof): 1 Life.

1 Life – peinlich vong Ursprung her

Wo genau das Meme herkommt, lässt sich nicht mehr sagen. Manche führen den Ursprung auf den Rapper Moneyboy zurück – man möchte meinen, Grund genug die Finger davon zu lassen. Aber naja, hier mal ein Beispiel für seinen ober coolen Slang:

moneyboy

https://twitter.com/YSLPlug/status/788612109974265856

Ähm, ja ne, is klar…

Auf jeden Fall hat es die 1 in den offiziellen Internetsprech geschafft. Das „1 Life“ Meme in allen Variationen ging viral. Und da kamen einige Menschen auf glorreiche Ideen: „Mensch, dieses ‚Meme‘ geht ja gerade voll ab, super hip und so. Voll knorke, lass uns doch auch mal so eine ‚Meme‘ machen. Ist jetzt total angesagt.“ Gesagt getan. Was dabei herauskommt? Bitteschön:

Screenshot: Junge Liberale Berlin

Screenshot: Junge Liberale Berlin Twitter

Läuft bei denen…

Oder richtig coole Unternehmen wie die Sparkasse:

Screenshot: Sparkasse auf Facebook

Screenshot: Sparkasse auf Facebook

An dieser Stelle ist, denke ich, ein Dendemann-Zitat angebracht: ”Ja die Stirbung ist nah, wenn die Sparkasse checkt / Dass unser Slang in der Sackgasse steckt”

Was also tun?

Nicht direkt auf jeden Zug aufspringen! Die Logik des Memes, das man für sein Marketing nutzen will, sollte auf keinen Fall verändert werden. Das kann nämlich ganz schnell nach hinten losgehen und den Spott der Internet-Community auf sich ziehen. Denn nichts ist peinlicher als ein falsch verstandenes und falsch umgesetztes Meme. Auch sollte man mit dem Memejacking nicht allzu lange warten. Wer zu spät kommt, zeigt auch nicht unbedingt seine Social Media Kompetenz. Hilfestellung bietet hier knowyourmeme.com. Die Website bietet nicht nur Erklärungen zu gefühlt allen Memes, die im Internet kursieren, sondern auch so genannte Search Graphs, die zeigen, wie oft nach einem bestimmten Meme gesucht wird.

Na, schon alle Geschenke beisammen? Nein? Merken Sie schon, wie Ihnen der Weihnachtsstress in Hände und Füße kriecht und langsam beginnt zu kribbeln? Bald wird er sich wie eine fiebrige Grippe im ganzen Körper ausbreiten und auch Ihre Mitmenschen anstecken. Doch keine Panik, die großen Handelsketten haben da eine Lösung für Sie!

In ihren Werbespots, die teilweise nur online zu sehen sind, wollen sie uns erklären, dass es bei Weihnachten eben nicht um schnöden Konsum, sondern tatsächlich um Nächstenliebe, Familie und Geborgenheit geht. Angefangen mit dem „Heimkommen“-Spot von Edeka im letzten Jahr, springen in der Vorweihnachtszeit 2016 neben den internationalen Handelsketten nun auch viele deutsche Unternehmen auf den Trend auf und präsentieren stolz ihre Weihnachts-Virals mit großer Botschaft. Dabei haben sich gleich drei Produktionen – von Otto, Edeka und der britischen Supermarktkette Sainsburys – das Motto „Zeit schenken“ auf die Fahne geschrieben.

Die Botschaft mag etwas scheinheilig wirken, schließlich soll durch die Spots der Konsum angeregt werden. Würden sich die Konsumenten an den Rat halten und auf jegliche Geschenke verzichten, würde sicherlich unter vielen deutschen Weihnachtsbäumen Entsetzen herrschen und die ein oder andere Träne rollen. Einzige Lösung: Der Durchschnittsverbraucher soll schicke Geschenke besorgen UND Zeit schenken. Resultat: Noch mehr Weihnachtsstress.

Wir empfehlen: Schenken Sie sich selbst ein paar Minuten Ihrer Zeit, atmen Sie durch, lehnen Sie sich zurück und schauen Sie sich die von uns ausgewählten 5 besten Weihnachts-Virals an. Danach fühlen Sie sich schon richtig weihnachtlich und stürzen sich mit neuem Elan in überfüllte Innenstädte und lassen sich von den Chatbots der Online-Shops beraten. Besinnliche Vorweihnachtszeit!

Unsere Top 5 Weihnachts-Virals

Platz 5 – Otto: Schenke das Wertvollste, das Du hast. Zeit.

Der „Zeit schenken“-Spot von Otto landet bei uns auf dem fünften Platz. Ganz ohne kitschige Weihnachtsmusik, sondern mit einer ruhigen Chor-Version von Cyndi Laupers „Time after Time“ punktet der animierte Spot auch vor allem mit der Kampagnen-Microsite, die einem tatsächlich Tipps für Zeit-Geschenke für Familie, Freunde und Kollegen gibt, ohne auf Produktseiten zu verlinken.

 

Platz 4 – Bahlsen: Das ist Weihnachten

Was genau ist denn jetzt eigentlich Weihnachten? Geschenke? Plätzchen? Kitschige Dekoration im ganzen Haus? Klar, die Kekse sind wichtig, aber laut Bahlsen ist das wichtigste an Weihnachten viel einfacher. Sehen Sie selbst.

 

Platz 3 – H&M: Come Together – directed by Wes Anderson starring Adrien Brody

Kult-Regisseur Wes Anderson und Oscar-Preisträger Adrien Brody drehen gemeinsam einen Film. Soweit nichts Neues. Der Clou an der Sache: Es handelt sich um einen Werbefilm für die schwedische Modemarke H&M, die ihre aktuelle Weihnachtskollektion beinah unmerklich in das schräge Setting des liebevoll gestalteten Films einbindet. Wir finden: Zwar nicht Oscar-reif, aber dennoch eine gelungene Vorstellung!

 

Platz 2 – Marks & Spencer: Christmas with love from Mrs Claus

Kommen wir nun zu den Ursprüngen der großen Weihnachtsspots, die in Großbritannien liegen. Die Einzelhandelskette Marks & Spencer schickt ausnahmsweise mal nicht Santa Claus, sondern seine charmante Ehefrau Mrs Claus auf weihnachtliche Mission. Spot an für die wahre Weihnachts-Heldin!

 

Platz 1 – John Lewis: Buster The Boxer

Der erste Platz geht – Überraschung! –an die Meister der Weihnachtswerbung! Bereits seit 2007 bringt das britische Kaufhaus John Lewis jedes Jahr einen aufwändig produzierten TV-Spot mit oftmals tierischen Hauptdarstellern heraus. Dieses Jahr dürfen wir dabei zuschauen, wie der Boxer Buster ganz unfreiwillig von Frauchen und Herrchen einen Herzenswunsch erfüllt bekommt.

 

An was denken Sie bei dem Namen „cocodibu“? An Kommunikationsexperten für die digitale Wirtschaft? Oder eher Exotik, Palmen und wilden Dschungel? Die Lösung lautet: Beides ist richtig! Nachdem sich unsere neuen Kolleginnen auf dem Blog vorgestellt haben, möchten wir auch einmal an die denken, die unseren Büroalltag still und leise jeden Tag bereichern: unsere Büropflanzen. Okay, die machen noch keinen richtigen Urwald, aber ein bisschen Zuspitzen muss an dieser Stelle erlaubt sein, oder?

Wer öfter auf Instagram und Pinterest unterwegs ist, wird es schon gemerkt haben: Die einst so verstaubten Zimmerpflanzen wie Grünlilie, Ficus Benjamini und Pfennigbaum sind unter dem Hashtag #urbanjungle und nicht zuletzt durch die Blogger Community Urban Jungle Bloggers wieder so richtig hip geworden.

Dem wollen wir natürlich in nichts nachstehen, also: Welcome to the coco jungle!

Horst ist unser neuester Zuwachs und Auslöser für diesen Blogpost. Seit dem 2. September bereichert er das Büro um Verena, Marvin und Christiane mit exotischem Flair. Die fröhliche Goldfruchtpalme (Dypsis lutescens) fühlt sich sichtbar wohl und hat bereits seit ihrem Einzug vier neue Palmenwedel entwickelt.

Horst mit seiner besten Freundin, der Gießkanne – beide gestylt in cocodibu Corporate-Farben.

Horst mit seiner besten Freundin, der Gießkanne – beide gestylt in cocodibu Corporate-Farben.

Uschi produziert im Nachbarbüro für Franzi, Nadine, Esther und seit neuestem auch für Vera jede Menge Sauerstoff, damit die vier wiederum neuen Gesprächsstoff produzieren. Diese Arbeitsteilung funktioniert schon seit mehreren Jahren sehr erfolgreich und wird hoffentlich noch lange Zeit fortgesetzt werden.

Uschi ist eines der erfahrensten Agenturmitglieder.

Uschi ist eines der erfahrensten Agenturmitglieder.

Die Prinzessin ist Nadines Schützling: Einst hat sie die Nachtfalter-Orchidee (Phaleonopsis) vor dem Vertrocknungs-Tod bei Tengelmann gerettet. Daraufhin wurde sie mit einer rosa-weißen Blütenpracht belohnt. Momentan lebt die adlige Pflanze allerdings sehr zurückgezogen. Wir sind aber guten Mutes, dass sie uns in naher Zukunft wieder mit ihren Blüten beehren wird.

Vielleicht hilft eine schöne Aussicht der Prinzessin bei der Blütenentwicklung?

Vielleicht hilft eine schöne Aussicht der Prinzessin bei der Blütenentwicklung?

Die Prinzessin zu ihren besten Zeiten.

Die Prinzessin zu ihren besten Zeiten.

Priscilla lebt ein eher unscheinbares, dafür aber schon sehr langes Leben in der Ecke von Stefans Büro. Wir führen dies auf den etwas trägen Stoffwechsel der Glückskastanie (Pachira aquatica) zurück, weshalb wir sie nach dem Faultier Priscilla aus dem Disney-Film Zoomania benannt haben.

Priscilla, die scheue Schönheit.

Priscilla, die scheue Schönheit.

In Christians Büro gehen merkwürdige Dinge vor sich: Nachdem seinem Japanischen Palmfarn (Cycas revoluta) alle Blätter ausgegangen waren und er die Pflanze bereits für tot wähnte, entwickelte sich vor kurzem ein alienartiger, giftgrüner Trieb aus der Mitte des Stammes, der sich in rasendem Tempo entwickelt. Werden noch weitere Palmenwedel folgen? Es bleibt ein Geheimnis…

Der Stengel-Bengel braucht einen Namen!

Der Stengel-Bengel braucht einen Namen!

Was wir aber auf jeden Fall wissen: Wir brauchen einen Namen für diesen Stengel-Bengel! Wenn Sie eine Idee haben, dann schreiben Sie ihn doch unten in die Kommentare – wir würden uns sehr freuen!

Journalisten und PRler haben in ihrer Ausbildung sehr häufig irgendwas mit Medien und Kommunikation gelernt. Auch später im Berufsleben verbringen sie eine Menge Zeit mit verbaler und nonverbaler Kommunikation. Nur, wenn Journalisten und PRler miteinander reden, gibt es häufiger Verständigungsschwierigkeiten. Das Problem: Das Gesagte und das Gemeinte stimmen manchmal nicht ganz überein.

Lexikon

In der ersten Folge unseres kleinen Lexikons „PR-Journalist, Journalist-PR“ versuchen wir uns deshalb an der Übersetzung, was es heißt, wenn beide Seiten sagen: „Ich melde mich!“

PR sagt:
Lieber Journalist, wir hätten da Daten einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts X (im Auftrag der Firma Y) zum Thema Z. Wäre das nicht etwas für ihre nächste Ausgabe oder für online?“
und meint:
Hey, die Ergebnisse der Umfrage sind so gut, dass sie dem Traffic auf Deiner Webseite garantiert nicht schaden und unseren Kunden würde das Clipping in Deinem Medium extrem freuen.

Journalist sagt:
„Dann schicken Sie mir doch mal die Ergebnisse und ich schau mir das mal an. Wenn ich noch was brauche, melde ich mich.“
und denkt sich:
Du bist jetzt der 50. PRler heute, der mir am Telefon die Zeit stiehlt. Wenn die Ergebnisse dieser blöden Studie nicht wirklich was taugen, geh ich nie wieder ans Telefon!

PR sagt:
„Sehr gerne, dann packe ich Ihnen die Studienergebnisse und die zugehörige Infografik in eine Mail und schick sie Ihnen gleich rüber. Und dann freu ich mich auf Ihre Rückmeldung oder ich melde mich wieder bei Ihnen.“
und denkt sich:
Wenn der das Infopaket nicht irgendwie weiterverwertet, dann weiß ich echt nicht. Wir haben ihm doch wirklich alles perfekt aufbereitet und jede Menge Zeit und Hirnschmalz in die Infografik investiert. Mann, wenn der nichts bringt, macht mich mein Kunde wieder rund.

Journalist sagt:
„Ja, danke. Wenn es interessant ist, werden wir es berücksichtigen.“
und meint: 
Bitte melde Dich NICHT! Ich werde mich garantiert auch nicht bei Dir melden. Entweder das Ding ist gut oder nicht. Und wenn’s gut ist, machen wir was. Vielleicht.

PR sagt:
„Dann freuen wir uns auf den Artikel. Ihnen einen schönen Tag“
PR denkt:
Oh mein Gott, das wird nie was. Wahrscheinlich schaut er sich die Mail noch nicht mal an. Und dann muss ich ihn morgen oder übermorgen wieder anrufen. Das wird lustig, wenn der heute schon so genervt/gelangweilt war. Wahrscheinlich kann er sich morgen gar nicht mehr an mich erinnern.

Journalist sagt:
„Danke“
Journalist denkt:
Freu Dich nicht zu früh und komm ja nicht auf die Idee, mir ab morgen Telefonterror zu machen, bloß weil ich noch nicht dazugekommen bin, diese Studienergebnisse durchzulesen!

 

Am Ende unseres kleinen Beispiels legen beide Seiten den Hörer auf und zurück bleibt ein ungutes Gefühl.  Ratschläge an uns PRler von Seiten der Journalisten gibt es ja bereits in vielen Ecken des Web.

Liebe Journalisten, wie könnt ihr nervige Recalls vermeiden? Hier unsere drei Tipps:

  • Möglichst schnell und ehrlich sagen, was Sache ist. Rumeiern und Vertrösten steigert auf beiden Seiten nur den Frust.
  • Wenn ein angebotenes Thema nicht interessant ist, hilft eine ganz kurze Absagemail. Wenn es interessant ist, macht uns ein kurzes „nehmen wir mit“ glücklich
  • Zuverlässigkeit auf beiden Seiten ist das A&O: Ein „Ich melde mich“ bitte als Journalist auch einhalten. Umgekehrt sparen wir uns Anrufe, wenn klar gesagt wird, dass das nicht gewünscht wird. Versprochen!