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Die meisten Kommentare sind Mist! Ist zumindest mal ein Standpunkt. Und den braucht es, um einen Kommentar zu schreiben. Klingt auf den ersten Blick banal, ist in der Praxis aber verdammt schwer. Ein guter Kommentar ist wie ein Fisch, der gegen den Strom schwimmt, er ist die Antithese zum Mainstream, er polarisert und provoziert. Aber wer macht das schon gerne? Außer man heißt Thomas Koch. Viel lieber lullt man sich doch in die allgemeine Konsenskultur der Branche ein – getreu der Devise: Es ist schon alles gesagt, aber nicht von jedem.  „Content is king“, „Influencer Marketing wird immer wichtiger“, „Dialog auf Augenhöhe“, „Programmatic ist ein echter Gamechanger“ und, und, und. Wem angesichts dieser Buzzwords der Hut hochgeht und er erfolgreich vor digitaler Besoffenheit warnt, dem sind ein paar Schlagzeilen sicher. Die Antithese eben.

Und so ist ein guter Kommentar vor allem eines: ein ganzes Stück Arbeit. Abgedroschene Sprachbilder sind hier ebenso tabu wie die üblichen Branche-Floskeln. Vor allem aber: Man braucht echte Ahnung von dem Thema. Klingt einleuchtend, ist in der Praxis aber immer weniger machbar.  Weil wir uns ja alle angeblich permanent neu erfinden müssen und Kunden ja immer den neuesten heißen Scheiß hören wollen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn wahrscheinlich wird es dieses Jahr plötzlich genügend Experten geben, die uns klar machen, warum 45minütige Podcasts gerade das Ding sind.

Sollten wir Sie bis hierhin nicht abgeschreckt haben, es mal mit einem Kommentar zu versuchen, es gibt ein paar Regeln:

  1. Die Überschrift

Die Überschrift bildet den Eyecatcher des Kommentars. Besonders bei Meinungsbeiträgen ist es wichtig, prägnant, möglichst mit einer feinen reißerischen Spitze, den Leser zum Weiterlesen zu animieren. Versagt sie in ihrer Funktion, geht der kommende Fließtext vor die Hunde. Sie müssen Interesse wecken, den Nutzen in den Vordergrund stellen und Dringlichkeit erzeugen.

  1. Die These

Die Aufgabe einer These ist es, eine Behauptung aufzustellen, die im Laufe des Textes belegt werden sollte. Faustergel: Wenn Sie sich erst auf die Suche nach einem Standpunkt machen müssen, lassen Sie’s lieber. Im Zweifelsfall googeln Sie sich dann auch noch Ihre Argumentation zusammen.

  1. Die Argumentation

In diesem Teil des Kommentars werden alle relevanten Informationen zum Thema dargelegt. Der grobe Umriss des Sachverhaltes dient dazu, die Leser abzuholen und den Sachverhalt subjektiv und zugleich analytisch darzustellen. Das Ziel ist es, die eigene Meinung darzustellen und dadurch den Leser zum Nachdenken anzuregen. Je mehr stichhaltige Argumente aufgezeigt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Leser mit der Ansicht identifiziert oder zumindest über das Thema nachdenkt.

  1. Die Gegen-Argumente

Es gibt wohl keinen Sachverhalt, der nicht von mehreren Seiten beleuchtet werden kann. Erst durch das Abwägen des Für und Wider bekommt ein Kommentar die nötige Glaubwürdigkeit. Je besser es dabei gelingt die Gegenargumente zu entkräften, desto  stärker Ihr Kommentar.

  1. Schlussfolgerung mit Ausblick

Lassen Sie Ihre Leser nicht demoralisiert zurück. Nichts ist schlimmer als die Schlußfolgerung, dass die Welt schlecht und perspektivlos. Also ran: Wenn es eine konstruktive Lösung gibt, zaubern Sie die aus dem Hut.

Um das Content-Format „Kommentar“ zum Schluss noch einmal beispielhaft zu veranschaulichen, kommen hier vier Beispiele aus der Praxis:

„Influencer Marketing 2017: Warum wir Bibi und Sami den Laufpass geben sollten“ von TERRITORY webguerillas
„Weihnachts-Virals sind die neue Königsdisziplin“ von Neverest
„Warum Angela Merkel die dmexco besuchen sollte“ von Quantcast
„Seid Ihr noch zu retten, Online-Kreative“ von mediascale

Das war Teil 2 unserer Serie „Content-Formate in der B2B-Kommunikation„.  In Teil 1 haben wir uns der „Fallstudie“ gewidmet.

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Mit den Buzzwords unserer Branche ist es ein bißchen wie mit dem Hype-Cyle der Technologien: Spricht man weniger oder nicht mehr über sie, sind sie entweder erfolgreich verdrängt oder aber im Alltag angekommen. Content Marketing war eines der Top-Buzzwords der vergangenen beiden Jahre. Um es kurz zu machen: Content Marketing ist mittlerweile für viele Unternehmen nicht nur Alltag, es wird im Marketing-Mix weiter an Gewicht gewinnen.

Als PR-Agentur betreiben wir seit Jahren erfolgreich Content Marketing für unsere Kunden, die vornehmlich aus dem B2B-Sektor kommen. Weil das Schlagwort „Content Marketing“ aber sehr abstrakt und wenig greifbar ist, wollen wir in unseren neuen Serie – das ganz Jahr 2018 über – Content Formate insbesondere für die Business-to-Business-Kommunikation mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Dabei wollen wir möglichst praxisnah, d.h. mit Beispielen hinterlegt, zeigen, welche Formate sich wofür eignen und wie Inhalte in den jeweiligen Formaten umgesetzt werden können. Ganz grob clustern wir die Inhalte in vier übergeordnete Kategorien: Text, Bild/Grafik, Video und Audio.

Also, freut Euch auf Content über Content Marketing. In den ersten drei Folgen werden wir uns den Formaten „Graphic Recording“, der „Fallstudie“ (alias Case Study) und dem „Social Post“ widmen. Viel Spaß bei der Lektüre und wir freuen uns auf Anregungen, Kommentare und Ergänzungen.  

 

Storytelling ist im Marketing ja gerade in aller Munde. Dass sich Botschaften in Geschichten verpackt besser aufnehmen und erinnern lassen, haben mittlerweile viele werbetreibende Unternehmen verstanden. Doch es gibt immer noch Zweifler, Skeptiker und Gegner der bunten Geschichten.

Ich habe mich in der Akademie der bayrischen Presse gemeinsam mit neun anderen Teilnehmern drei Tage lang ausgiebig mit den Zielen, Methoden und Möglichkeiten von Storytelling befasst und fünf Gründe zusammengetragen, die dafür sprechen und gutes Storytelling ausmachen.

1. Menschen lieben Geschichten

Angefangen mit der Gute-Nacht-Geschichte von Mama oder Papa über Opas Märchenstunde bis zum Heldenepos im Kino: Menschen lieben Geschichten. Ist die Geschichte spannend genug, kann der Leser, Hörer oder Zuschauer oft gar nicht abwarten, wie sie endet. Diesen Effekt sollte man auch für seine Unternehmenskommunikation nutzen.

2. Authentizität

„Das Leben bietet die besten Geschichten, aber aufschreiben müssen wir sie selber.“ Dieses Zitat ist mir vom Seminar am besten in Erinnerung geblieben. In Zeiten von vielen vermeintlich „echten“ Einblicken in den Alltag von Freunden, Prominenten oder auch Unternehmen in sozialen Netzwerken wirken glattgebügelte Werbebotschaften nur noch platt. Wer dagegen ungeschönt aus seinem Unternehmens- beziehungsweise Arbeitsalltag erzählt, wirkt echt und greifbar.

3. Unterhaltung

Mal ehrlich, warum greifen wir zur Zeitschrift, Fernbedienung oder zum Smartphone? Weil es in erster Linie unterhaltsam ist. Natürlich möchte man sich auch informieren, etwas lernen und sich in einer unübersichtlichen Welt zurechtfinden, aber Unterhaltung ist immer noch der stärkste Anreiz für Mediennutzung. Wer als Unternehmen seine Zielgruppen nicht nur mit Werbung bombardiert, sondern spannende Geschichten in Form von Kunden- und Mitarbeitermagazinen, Corporate Blogs oder auch Videos anbietet, kann gezielt Aufmerksamkeit wecken, ohne plump und werblich mit der Tür ins Haus zu fallen.

4. Im Kopf bleiben

Ich habe mir früher in der Schulzeit Vokabeln und Grammatikregeln immer am besten mit Eselsbrücken – also kleinen Geschichten – merken können. Genauso ist es auch mit den Werten und Zielen von Unternehmen. Eingebettet in nachvollziehbare Geschichten, bleiben sie in der täglichen Informationsflut, die auf uns einströmt, viel besser im Kopf.

5. Kundenbindung stärken

Kundenmagazine oder andere Storytelling-Maßnahmen können die Kontaktzeit, die ein Kunde mit Ihrem Unternehmen hat, deutlich verlängern. Während von Werbung eher ein kurzfristiger Impuls ausgeht, wirkt das Lesen in Magazinen, das Stöbern in Blogs oder das Schauen mehrminütiger Videos langfristig. Auch wenn keine plumpen Calls to Action wie „Kauf mich“ den Leser zum Kauf anreizen, kann allein die Beschäftigung mit dem Unternehmen das Image positiv beeinflussen.

 

"Der Content-Faktor" von Steven Broschart und Rainer Monschein

Zum Oster-Wochenende gibt es „leichte Kost“: „Der Content-Faktor“ von Steven Broschart und Rainer Monschein

Man muss nicht gleich eine Revolution ausrufen, um ein Buch über Content Marketing zu schreiben. Man kann sich auch mehr als zwei Jahrzehnte mit den Themen SEO und Hirnforschung beschäftigen und dann seine Gedanken zu Papier bringen. Steven Broschart und Rainer Monschein haben den zweiten, zweifelsfrei unspektakuläreren Weg gewählt. Herausgekommen ist der Wälzer „Der Content-Faktor“ – ein 540 Seiten starker Oschi, der über SEO und die kognitive Verarbeitung von Inhalten hin zur Content-Erstellung leitet.

Und wahrscheinlich ist genau das eine der wesentlichen Stärken des Buches: die Interdisziplinarität. Denn mal ehrlich: Wo gibt’s die denn? So predigen wir Agenturen unseren Auftraggebern zwar gebetsmühlenartig, endlich die alten Abteilungs-Silos abzureißen, sind allerdings allzu oft selbst in diesen gefangen. Content-Marketing-Firmen kaufen Content-Marketing-Firmen, SEO-Experten schreiben für die SEO-Szene und KI-Tüftler – na gut, die müssen wir erst mal richtig kennenlernen. Oder wie die beiden Autoren im Vorwort schreiben: „Niemand kann alles wissen. Deshalb wird auch im Online Marketing das Wissen zumeist in Silos gemanagt. So existieren Disziplinen wie beispielsweise die Conversion-Optimierung und das Suchmaschinenmarketing ebenso parallel wie in der Medizin der Internist und der Chirurg – also ohne, dass das Wissen ausreichend ‚quer verlinkt‘ wird und neue Erkenntnisse, neue Lösungen abgeleitet werden können“. Genau hier setzt „Der Content-Faktor“ an. Man könnte auch sagen: warum erst jetzt?

Den  – angesichts der Opulenz dieses Fachbuches durchaus vorhandenen – ersten Lesewiderstand zu überwinden, lohnt durchaus:  Zum einen, weil die Autoren mit ihrer verständlichen Sprache es auch SEO-Amateuren leicht machen, dran zu bleiben, und so vergleichsweise mühelos auf den neuesten Stand in Sachen Google-Rankingfaktoren zu kommen – und darüber hinaus noch geballtes Wissen aus Psychologie, Neurologie  und Soziologie mitnehmen. Zum anderen weil die zwei Experten anhand zahlreicher Beispiele – angefangen vom Wahlkampf des SPD-Kandidaten Peer Steinbrück bis zur originellen ebay-Anzeige als Beispiel für Storytelling – immer wieder den Brückenschlag in die Praxis schaffen.

Ihren Ursprung in der SEO-Szene können Steven Broschart und Rainer Monschein dabei kaum verhehlen: das Buch ist so analytisch-logisch aufgebaut, dass man sich bei der Abhandlung der eher kreativen Disziplinen wie Themenfindung und -aufbereitung unweigerlich fragt: Kann das gutgehen? Lässt sich Content tatsächlich herleiten? Die beiden Autoren meinen: grundsätzlich  ja und empfehlen hier die aus den Hollywood-Filmen bekannte Methode: einleitende Beschreibung, Konflikt, Lösung. Funktioniert selbst bei Knorr-Rezepten, wie die beiden eindrucksvoll belegen. Und so sehr die Autoren einen Verkaufserfolg mit „Der Content-Faktor“ angesichts der wirklich professionellen Aufbereitung verdient hätten, man wünscht sich, dass möglichst viele Leser zumindest das eine Kapitel schnell überblättern. Denn man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn nun alle Tütensuppenfirmen, Büroklammerhersteller und Schnürsenkelproduzenten in Blockbustermanier auf ihren Websites einen Konflikt heraufbeschwören, der dann mit Filmkuss endet. Statt Happyend droht dann wahrscheinlich eher das Schicksal der Titanic: ein geradezu kollektiver Untergang in der Content-Flut. Wer will schon die immer gleiche – nur um Nuancen veränderte – Geschichte lesen? Das ist dann ähnlich den inflationär eingesetzten Listicles. Und da gibt es ja schließlich mindestens „Sieben Gründe, warum wir keine Listicles mehr lesen können“.

 

 

 

Was könnte man nicht alles über die ISPO schreiben! Über Star-Wars-Unterhosen für den Herren, die Solar-Powerbank oder den Biolite Camping-Kocher mit Handy-Aufladefunktion. Oder über meinen persönlichen Favoriten: der TreePod, eine Art Zelt und Hängematte in einem. Das „Hanging Tree House“ kann an einem Baum befestigt werden, ist aber auch so einsetzbar. Leider bin ich auf der ISPO aber noch nicht dazu gekommen, den TreePod auszuprobieren – ein anderer Messebesucher war darin eingeschlafen. Spricht zumindest für die Qualität.

Mehr oder weniger zufälliges Treffen der cocodibu-Mädels auf der ISPO – das musste gleich festgehalten werden.

 

Aber gut, widmen wir uns den fachlichen Themen: Der dritte Tag der internationalen Sportfachmesse stand unter dem Motto „Sports Communication Day“. Zwei der großen Themen waren an diesem Tag – Achtung – Storytelling und natürlich Content Marketing. Heimspiel also.
Peter Bilz-Wohlgemuth und Dominique Korschinek von The Digitale stellten in ihrem Vortrag „Content Marketing in the Sports Business“ einen Case zum Relaunch der Website www.ispo.com vor und meinten: Das Erstellen von zielgruppenspezifischen und gebrandeten Inhalten reicht nicht mehr – das Messen des Content-(Erfolgs) ist genauso wichtig!

Für eine gelungene Content-Strategie sollten Sie also drei Punkte gleich gewichten:

1. Die Inhalte selbst: Für die neue Website hat The Digitale ein eigenes Redaktionsteam eingeführt.  Gunnar Jans, vorher Süddeutsche Zeitung, ist zum Chefredakteur berufen worden. Ziel der Redaktion ist es, die Leser ganzjährig mit interessantem Lesestoff rund um die ISPO zu versorgen, z.B. mit Trends zu neuen Fitnessgeräten Interviews mit bekannten Sportlern. Sport Professionals und Endverbraucher sollen so regelmäßig mithilfe von neuen redaktionellen Formaten über Brancheninformationen auf dem Laufenden gehalten werden.

2. Technologien, also z.B. das richtige Content-Management-System, Responsibility, SEO, Tracking & Monitoring . Zum Relaunch der Website hat das Team von The Digitale Third Party Tools in die Website, beispielsweise eine Suchfunktion ähnlich wie Google Search, das Content-Management-System CoreMedia und die Software Oracle integriert.

3. Das Erreichen der Zielgruppe und das Messen des Erfolgs: Mit Web-Analytics-, SEO- sowie Social-Tools kann das Team genau sehen, wie die Website performt und welche Inhalte auf welchen Kanälen am besten ankommen. Die Maßnahmen sind in einer sogenannten Scorecard – einem Dashboard zur Messung, Dokumentation und Steuerung der Aktivitäten – für das ispo.com-Team aufgelistet. Die Ziele und Ergebnisse sind hier beispielswiese einsehbar.

Die Verbreitung von Content sollte dabei genauso wichtig sein wie die Erstellung des Contents selbst. Wussten Sie das: Es ist 34 Mal wahrscheinlicher, im Lotto zu gewinnen, als Ihren Content im Web zu finden! – Wohlgemerkt ist nicht klar, ob hier 3 oder 6 Richtige gemeint sind…

Dominique Korschinek und Peter Bilz-Wohlgemuth erklären, worauf es beim Content Marketing in Zukunft ankommt.

 

Zusammengefasst die Punkte, die laut Peter Bilz-Wohlgemuth die Chancen erhöhen, gefunden zu werden:

1. Die Zielgruppe analysieren und verstehen
2. Der Content hat einen klaren Nutzwert für die User – und beantwortet konkrete Fragen
3. Sie wissen, wo die Zielgruppe im Netz unterwegs ist und am besten erreicht wird (Facebook, Website etc.)
4. Agile Produktion von Content: Voraussagen treffen; messen, ob die ergriffenen Maßnahmen Erfolg bringen; den Prozess immer und immer wiederholen – und natürlich die eigene Content-Strategie geschickt vermarkten.

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Quelle: www.lurchi.de

Quelle: www.lurchi.de

1937 erfand der Schuhhersteller Salamander die Comicfigur  Lurchi. Das Ziel: Kinder im Laden mit Lesen zu beschäftigen, damit die Eltern in der Zeit beim Schuhkauf ausführlich beraten werden konnten. Wenn heute ein Paradebeispiel für erfolgreiches Content-Marketing gesucht wird, fällt automatisch der Name Red Bull. Und dazwischen? Gibt es jede Menge halbherziger Versuche, mit Inhalten beim Verbraucher zu punkten. cocodibu-Geschäftsführer Stefan Krüger hat für die Absatzwirtschaft eine Bestandsaufnahme der  aktuellen Diskussion um Content Marketing vorgenommen:

„Mal ehrlich: Wer zwölf Dosen Red Bull am Tag kippt und unliebsamen Journalisten spaßeshalber perforierte Kniescheiben in Aussicht stellt, ist schon ein bisschen sonderbar. Aber vielleicht verleiht eine Prise Wahnsinn ja auch Flügel. Womit wir bei Dietrich Mateschitz, dem Erfinder von Red Bull, wären. Wohl kaum ein anderer Unternehmer führt seine Marke so konsequent über Content Marketing wie der österreichische Milliardär. Zahlreiche redaktionelle Plattformen hat seine Inhalte-Fabrik – das  Red Bull Media House – für die clevere Inszenierung der Botschaft „Red Bull verleiht Flüüügel“  in den vergangenen Jahren hochgezogen: Zeitschriften (z. B. Red Bulletin, Servus, Seitenblicke), TV-Sender (Servus TV), Plattenlabels (Red Bull Records) und, und, und. Und natürlich Red Bull TV.

Red Bull arbeitet weiter an neuen Formaten

Das ambitionierte Internet-TV-Projekt, so heißt es in der Branche, soll massiv ausgebaut und zum eigentlichen Content-Hub des Energy-Drink-Imperiums werden. Offenbar arbeiten sowohl der Betreiber Red Bull Media House als auch Dienstleister wie Kastner & Partner, Frankfurt, schon seit einiger Zeit fieberhaft an zahlreichen neuen Formaten. Immer das Markenversprechen vor Augen – nämlich, dass Red Bull gleichermaßen Körper und Geist belebt.“

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Wir freuen uns über einen weiteren Neukunden in 2015! Für die J+D Software AG übernehmen wir das Content Marketing und betreuen ab sofort den firmeneigenen Blog „Die Agenturblogger“ sowie wie die dazugehörigen Facebook-Aktivitäten.

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Im Mittelpunkt des Konzepts steht die von J+D entwickelte PROAD Unternehmenssoftware. Um den Dialog mit ihren Kunden zu stärken, entwickelten wir gemeinsam zwei neue Rubriken, die den Leser regelmäßig spannende Inhalte bieten sollen. „Schlau in 60 Sekunden!“ erklärt kurz und knapp die wichtigsten Begriffe aus dem Agenturcontrolling. Im Interview-Format „Reden wir über Erfolg“ werden Geschäftsführer zu ihren persönlichen Ups and Downs in der Agenturbranche befragt.

PROAD wurde bereits vor über 25 Jahren speziell für Werbeagenturen konzipiert und wird seitdem kontinuierlich optimiert. Die Software bietet ein umfangreiches Steuerungstool, über das Agenturen Zugriff auf alle relevanten Unternehmensdaten, wie die Auslastung ihres Teams, die Projektsteuerung oder dem Controlling, bekommen. Branchenspezifische Versionen gibt es auch für Architekten, IT-Unternehmen und Unternehmensberatungen.

Für unseren Blog stand uns vor kurzem J+D-Vorstandschef Stefan Dörrstein Rede und Antwort, was er so am Wochenende macht.

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Im letzten Blogbeitrag von vergangener Woche haben wir das Buch „Die Content Revolution“ von Doris Eichmeier und Klaus Eck besprochen und empfohlen. Da uns der Haufe-Verlag netterweise mit einem zweiten Rezensionsexemplar bestückt hat, wollen wir das an unsere Community weitergeben. Einfach bis 14. Januar 12 Uhr einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag hinterlassen. Wir ziehen dann den/die Gewinner/in – ohne Gewähr, ohne Rechte und ohne Rechtsanwalt. Und wir schenken uns auch die Gewinnspielfrage von „Buch sucht Leser“: Wer verfasste das Buch die Content Revolution? A) Klaus Eck B) Klaus Gerade. Sie brauchen keine SMS schreiben, wir kennen die Lösung. Viel Glück.

IMG_0010Mein persönliches Fazit vorneweg: Wer relativ neu an das Thema Content-Marketing herangeht, findet im Buch „Die Content-Revolution im Unternehmen“ (erschienen bei Haufe) eine hilfreiche Einführung mit vielen nützlichen grundsätzlichen Erläuterungen. Und einen gut erklärten Prozess, wie sich Unternehmen dem Thema Schritt für Schritt nähern.  Wer schon im Unternehmen in irgendeiner Art und Weise Content Marketing betreibt, für den ist das Buch eine gute Benchmark und hilfreiche Stütze, was Prozesse und die grundsätzliche Herangehensweise betrifft. Für den langjährigen Content-Praktiker aber enthält es zu wenig Praxisbeispiele, wie Unternehmen ganz konkret und erfolgreich Content-Strategien implementiert haben. Das ist aber nicht nur ein Manko dieses Buches. Generell gibt es derzeit nur sehr wenige öffentliche Best Cases von Firmen zum Thema Content Marketing.

So, und wenn Sie jetzt nach dem Abstract noch Lust haben, das Ganze von vorne und systematisch: Ich persönlich kenne und schätze Doris Eichmeier und Klaus Eck, die Autoren des Buches, seit Jahren. Wir haben vor langen Jahren mal in derselben Redaktion gearbeitet (w&v) und sind uns später immer wieder beruflich über den Weg gelaufen u.a. im Social Media Club München. Beim Thema Content eint uns die Einschätzung, das Unternehmen künftig sehr viel stärker auf Inhalte setzen müssen, um sinn- und wirkungsvoll mit den Menschen/Zielgruppen/Stakeholdern kommunizieren zu können. Beim Begriff „Content“ scheiden sich dann die Geister, obwohl ich mich inzwischen an das Buzzword als Oberbegriff gewöhnt habe. Und noch mehr trennen sich die Wege, wenn es dann in die praktische Umsetzung geht. Den Berater-Ratschlag der Autoren, relevanten, qualitativ guten Content zu produzieren, der auf die Werte der Marke einzahlt, kann JEDER IMMER unterschreiben. Nur diese Texte, Bilder, Filme, Infografiken etc. dann auch zu produzieren, das ist die eigentliche Kunst guter Content Maker.

Bis Unternehmen soweit sind, empfehlen die Autoren folgende Schritte, um sich dem Thema Content-Strategie und Content-Marketing zu nähern:

– Ist-Soll Analyse aus verschiedenen Perspektiven durchführen (aus Sicht der Stakeholder, der Marke und des Unternehmens)
– bisherige Prozesse bei der Content-Produktion im Unternehmen analysieren
– Content-Strategie entwickeln
– Strukturen und Prozesse für Content Marketing im Unternehmen auf- oder umbauen
– Gremien (Content-Strategie-Taskforce) und Produktionseinheiten (Content-Redaktion) bilden oder umstrukturieren
– Messkriterien (KPIs) festlegen, um den Erfolg der Maßnahmen überprüfen zu können
– Budget für Content Marketing planen
– interne Verantwortlichkeiten regeln plus evtl. Hinzuziehen externer Dienstleister
– und dann erst geht es los mit Content-Produktion, Content Curation und Content Distribution

Was genau die Stichworte dieser Aufzählung umfassen und welche Fragen man sich in diesem Zusammenhang stellen sollte, erläutern detailliert und gut erklärt die einzelnen Kapitel des Buches. Darin finden sich auch absolut praxistaugliche Checklisten, mit denen man z.B. ein Content-Audit angehen kann oder eine Content-Scorecard erstellen kann. Da haben die Autoren wertvolle Basisarbeit geleistet. Schon allein deshalb lohnt sich die Lektüre des Buches.

Wie man aber guten und erfolgreichen Content für Stakeholder, Marke und Unternehmen in der Praxis erstellt, das erklären die Autoren ja vielleicht im nächsten Buch.

Fazit: Kauftipp für das Buch. Und: Nur gute Content Maker verhelfen Content-Strategen und Content-Marketern zum Erfolg.   

P.S.: Der Haufe-Verlag hat uns das Rezensionsexemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Beispiele für Erklärvideos auf How-to-.video.tv

Beispiele für Erklärvideos gesammelt auf How-to-video.tv

Leser unseres Blogs wissen: Wir glauben an Erklärvideos. Und an die Möglichkeit, Komplexes in bewegten Bildern einfach zu erklären. Wir haben das selbst schon für einige Kunden umgesetzt: für IBC Solar haben wir beispielsweise erklärt, wie man Sonnenstrom speichert, für Goldsteig, was das Siegel „Ohne Gentechnik“ bedeutet und für telegate haben wir ein Video über regionales Online Marketing produziert.

Erklärvideo im Brand-Outfit: Was bedeutet "Ohne Gentechnik"?

Erklärvideo im Brand-Outfit: Was bedeutet „Ohne Gentechnik“ für Goldsteig?

Erklärvideos sind mittlerweile in vielen Branchen ein gängiges Stilmittel im Web geworden – und ein wichtiges Element für erfolgreiches Content Marketing: Für neue eCommerce-Angebote gehören sie ebenso zum Standard wie beispielsweise für die Finanzbranche oder Baumärkte, die die Do-it-Yourself-Gemeinde mit Bewegtbilderklärungen versorgen. Das Google-Keyword „Erklärvideo“ ist hart umkämpft, schließlich gibt es in Deutschland aktuell mehrere Dutzend, häufig kleinere Produktionsfirmen, die um diesen boomenden Markt kämpfen. Teilweise mit Einstiegspreisen von 1500 €, teilweise mit High-End-Produktionen im fünfstelligen Euro-Bereich.

Was es bisher nicht gab, sind valide Zahlen über den Markt der Erklärvideos in Deutschland. Ist es schon schwierig, seriöse Zahlen für das Produktionsvolumen im Bereich Corporate Publishing zu erhalten, fällt das bei Erklärvideos noch schwerer. Der Grund: Ein zersplitterter Markt und kein starker Verband, der eine Gattungsinitiative zur Zahlenerhebung starten würde. Ein ersten, sehr interessanten Vorstoss haben jetzt simpleshow, wohl der Umsatz-Marktführer im Segment, und die Münchner Videoagentur how2, wohl unter den Top 3 im Segment, gestartet.

Simpleshow hat die Handlege-Technik in Detuschland bekannt gemacht

Umsatzprimus Simpleshow hat die Handlege-Technik in Deutschland bekannt gemacht

Anhand ihrer Erfahrungswerte aus der Produktionspraxis haben die beiden Unternehmen für 2014 einen Umsatz für Deutschland (knapp 5000 Firmen mit geschätzten 6200 Erklärvideos) von 31 Mio. € errechnet. Basis für die Berechnungen waren Daten des Statistischen Bundesamtes zur Zahl der kleinen, mittleren und großen Unternehmen sowie (sehr konservativen) Schätzungen und Hochrechnungen zur Prozentzahl der Unternehmen, die Videos produzieren (0,2 bis 5 Prozent – je nach Unternehmensgröße), zu den durchschnittlichen Produktionskosten (ca. 5000 €) sowie zur Frequenz der produzierten Erklärfilme (1-2 pro Jahr). Bei jährlichen Wachstumsraten von 50 Prozent sehen simpleshow und how2 das Potential für Erklärvideos in Deutschland bei bis zu 700.000 Unternehmen mit einem Produktionsvolumen von etwa 250 Mio. € im Jahr 2020.

how2-Chef Stefan Huber erklärt die Marktsituation (bei diesem Thema selbstverständlich) auch in einem Video:

Sie wollen jetzt wissen, was Erklärvideos leisten und was sie kosten? Dann empfehlen wir Ihnen unsere kleine, dreiteilige Serie hier im Blog mit den wichtigsten Infos in Kürze.