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Heute ist der Internationale Weltfrauentag. Seit über 100 Jahren zelebrieren wir an diesem Tag die Gleichberechtigung von Mann und Frau, den Kampf für das Wahlrecht von Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. 2019 ist es den Damen gelungen, den 8.März als gesetzlichen Feiertag erstmalig in Deutschland (Berlin) einzuführen. Und nicht nur das: das Netzwerk Frauen*streik () ruft sogar zu Streiks auf. Sie gehen auf die Barrikaden, um auf aktuelle Herausforderungen und Probleme wie ungleiche Bezahlung gegenüber Männern, Victim Blaming oder #metoo aufmerksam zu machen. Aber, wie findet unsere Branche diese Entwicklung?

Wir haben unsere Kunden EMIRAT AG und vertical Ads Group befragt und zwar ganz konkret: Findet ihr solche Aktionen richtig und wichtig? Lasst ihr eure Mitarbeiterinnen während der Arbeitszeit an solchen Aktionen teilnehmen?

Andrea Bargholz, Mitglied der Geschäftsführung EMIRAT AG:

Ich lege auf die Gleichberechtigung meiner Mitarbeiter großen Wert, nicht zuletzt, weil ich selbst eine Frau bin. Trotzdem machen wir bei dem Internationalen Frauentag keine Ausnahme und arbeiten wie gewohnt. Vielmehr sollte man sich die Frage stellen, ob das Niederlegen der Arbeit der richtige Ansatz ist, um auf die ungleiche Geschlechterbehandlung in Unternehmen aufmerksam zu machen. Im Allgemeinen sollten wir an die Bildung unserer Gesellschaft appellieren, die wissen sollte, dass jede Frau täglich „ihren Mann steht“ und es somit keine Frage ist, dass sie dieselbe Bezahlung verdient.

 

 

 

Dino Leupold von Löwenthal, Geschäftsführer vertical Ads Group: 

Aktionen, wie die zum Weltfrauentag sind meiner Meinung nach absolut notwendig und sinnvoll. Die Leute sollten aber auch mal über den Tellerrand hinaussehen. Gleiche Leistung sollte immer auch gleich honoriert und vergütet werden. Das Streikrecht hat uns in den letzten 100 Jahren sehr viele Regelungen zur Gleichbehandlung als auch zum Schutz der Familie, Schutz am Arbeitsplatz, Feiertage etc. gebracht. Streik finde ich grundsätzlich gut, wenn er punktiert eingesetzt wird. Jeder, der eine Meinung hat, soll diese auch in angemessenem Rahmen vertreten können. Somit würde ich meinen Mitarbeitern immer zugestehen, zu streiken, wenn es einer wirklich wichtigen und gesellschaftspolitischen, übergeordneten Sache dient. Gleichberechtigung in der Entlohnung und die Abschaffung von §218 gehören ohne Frage dazu. Mit den vielen Aktionen wie #metoo, #femen, #weltfrauentag, #frauenstreik #pussyriot etc. ist das Thema und die Ausgestaltung der „Weltfrauen“-Tage absolut präsent sowie prominent besetzt. Die mediale Aufmerksamkeit ist dementsprechend gegeben und ein Umdenken in der Gesellschaft sehr wohl spürbar. Leider dauert das Umdenken in einer Gesellschaft doch noch viele Jahre oder beschäftigt sogar noch weitere Generationen. Es ist schließlich eine kulturelle Angelegenheit. Solange hier immer weiter auf die Missstände hingewiesen und gekämpft wird, wird sich die Situation auch Schritt für Schritt verbessern.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema? Wir freuen uns auf Kommentare?