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Es ist noch gar nicht lange her, da haben uns die Pressekollegen von humedica e.V. unsere Kollegin Esther weggeschnappt. Da wir aber nicht nachtragend sind, beteiligen wir uns natürlich auch dieses Jahr wieder mit zwei Päckchen bei der humedica-Weihnachtsaktion „Geschenk mit Herz“. Worum geht es dabei? Kindern, die unter normalen Umständen an Weihnachten kein Päckchen in den Händen halten würden, eine Freude zu bereiten und ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Die Päckchen erreichen unter anderem Kinder in Brasilien, in Indien, auf den Philippinen, auf Haiti, in Rumänien und natürlich auch bei uns in Deutschland.
Wie man mitmachen kann? Einfach einen schön verzierten Schuhkarton schnappen, Aufkleber festkleben, wie hier angegeben befüllen, Grußkarte ins Päckchen, Deckel drauf, Päckchen mit einem Gummiband verschließen und ab zu einer der bayernweiten Sammelstellen! Wem das jetzt irgendwie zu schnell ging, der schaut einfach Esther zu, die es sehr sympathisch noch einmal erklärt:

Nicht nur Caroline war vor kurzem bei der Hilsforganisation humedica zur Hospitation, auch Esther verschlug es ins wilde Allgäu. Mittlerweile schon zum zweiten Mal. Im Juli hatte sie dort schon das Zusatztraining für Medienkoordinatoren absolviert, jetzt stand der wichtigste Punkt auf dem Programm: Das eigentliche Einsatztraining für einen möglichen Auslandseinsatz mit humedica. Innerhalb einer Woche wurde hier der Ernstfall im Katastrophengebiet simuliert. Ich habe sie in einem kurzen Interview zu ihren Erlebnissen in Kaufbeuren befragt:

Alle Teilnehmer des humedica-Einsatztrainings

Alle Teilnehmer des humedica-Einsatztrainings

Vera: Esther, Du hast Dich ja neulich tapfer beim „Test- Auslands-und-Katastropheneinsatz“ von humedica im Allgäu geschlagen. Wie viele Leute haben daran teilgenommen und was war der „Anlass“ für Euren Einsatz?

Esther: Das Einsatztraining ist für alle verpflichtend, die für humedica in einen Auslandseinsatz gehen möchten – sowohl für Koordinatoren als auch für Mediziner. Deshalb waren wir für eine Woche in Kaufbeuren unterwegs, um uns auf den Ernstfall vorzubereiten. Mit mir waren es 23 Teilnehmer, davon 8 angehende Koordinatoren und 15 Mediziner (Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger). In der Woche ging es darum, einen Einsatz im Katastrophengebiet zu simulieren und das wichtigste Handwerkszeug (theoretisch und praktisch) für den Ernstfall zu erlernen. Geschlafen haben wir in Zelten –  gar nicht so angenehm, im Allgäu wird es nachts ziemlich zapfig. Gelernt wurde sowohl drinnen als auch draußen.

Vera: Welche Aufgaben lagen in Deiner Verantwortung?

Esther: Ich gehörte zu den acht angehenden Koordinatoren. Zu Anfang der Woche wurden wir in Teams aufgeteilt, bestehend aus einem Haupt- und einem Zweitkoordinator, Arzt/Ärztin und zwei Krankenpfleger/-schwestern. Für den Anfang des Trainings war ich Hauptkoordinatorin in meinem Team, Mitte der Woche haben dann Haupt- und Zweitkoordinator die Rollen getauscht.

Wir wurden in der Trainingswoche ja auf den Ernstfall, einen Katastropheneinsatz vorbereitet, deshalb standen alle Aufgaben auf dem Programm, die wir auch in einem echten Einsatz haben werden. Und das sind ziemlich viele: Erst einmal sind Koordinatoren die Teamleiter und sorgen dafür, dass das Team gut (zusammen) arbeitet/arbeiten kann. Konkret heißt das zum Beispiel, wir tun alles dafür, dass die Mediziner ihre Arbeit machen können. Wir sind für die Ausstattung zuständig (müssen zum Beispiel die Medikamente und Ausrüstung durch den Zoll bringen), für die Verpflegung des Teams und deren Sicherheit. Zum anderen ist die Koordination mit anderen Hilfsorganisationen, lokalen Partnern und der lokalen Regierung in Katastropheneinsätzen extrem wichtig. Also sitzen wir Koordinatoren für humedica auch in den Koordinationsmeetings mit anderen Hilfsorganisationen. Dann steht noch das zusätzliche Drumherum auf dem Plan: Wir verwalten das Geld, führen Buch und schreiben jeden Abend Berichte über den Einsatz, die dann an die humedica-Zentrale gehen – auch für die Website und Pressemitteilungen. Medienkoordinatoren sind dann zusätzlich noch für die Pressearbeit zuständig (das könnt ihr in meinem alten Blogpost nachlesen). Ganz schön viel, auf das es heißt gut vorbereitet zu sein.

Unser "Compound"

Unser „Compound“ – rechts unsere Zelte und die Primary Health Care (PHC)-Station

 

Vera: Jetzt mal Hand aufs Herz – ist man sich nicht die ganze im Klaren darüber, dass alles nur eine Simulation ist, oder vergisst man tatsächlich komplett, dass es sich nur um ein gestelltes Szenario handelt?

Esther: Naja, wir waren ja nicht die ganze Zeit „im Einsatz“, sondern es gab ja auch viel Theorie-Input. Da ist einem natürlich schon klar, dass wir jetzt nicht irgendwo in einem Katastrophengebiet sitzen, sondern im Gemeindesaal. Bei den praktischen Übungen  – zum Beispiel zum Aufbau einer medizinischen Hilfsstation – verschwimmt die Grenze allerdings ganz schön schnell. Da steht man dann plötzlich irgendwo im Wald und bekommt ganz schön Angst, obwohl einem im Hinterkopf eigentlich schon immer bewusst ist, dass man sich im Allgäu befindet.

Mit meinem Evakuierungsrucksack war ich aber am Ende der Woche wie verwachsen. Den mussten wir nämlich immer dabei haben – falls wir eben im Szenario evakuiert werden müssten. Als ich am Wochenende wieder zu Hause war hab ich mich immer nach dem Rucksack umgeschaut – das war einfach selbstverständlich geworden. Mehr will ich darüber aber jetzt gar nicht verraten, denn das Einsatztraining lebt schon auch davon, dass man nicht weiß, was genau auf einen zukommt.

Vera: Wie hast Du Dich während des Einsatzes gefühlt? Gab es Situationen, in denen Du überfordert warst?

Esther: Das Einsatztraining ist ja dafür da, uns auf einen echten Einsatz vorzubereiten. Und um abzuklopfen, ob wir dafür überhaupt geeignet sind (physisch und psychisch). Da bleibt es nicht aus, dass man sich auch mal nicht so toll fühlt. Zum Beispiel wirklich anstrengend war der Schlafmangel. Los ging es für die Koordinatoren jeden Morgen mit einer Besprechung um viertel vor sieben, ins Zelt sind wir Koordinatoren meistens erst gegen 23 Uhr oder später gekommen – wir mussten ja Abends noch unsere Berichte schreiben oder einfach auch noch den Tag reflektieren. Und so wirklich geschlafen hat man dann eben auch nicht, dann gehen einem die Ereignisse des Tages nochmal durch den Kopf und man hat natürlich auch die ständige Drohung einer Nachtevakuierung vor Augen, die wir Koordinatoren dann leiten müssten.

Es gab auf jeden Fall Situationen, in die man normalerweise noch nie gekommen ist (und hoffentlich auch nicht kommen wird). Da kommt man dann doch auch an seine Grenzen – und ist im ersten Moment auch ein bisschen überfordert. Aber es gab immer eine Lösung. Außerdem waren wir im EinsatzTRAINING. Da war es okay auch mal Fehler zu machen, denn diese Fehler macht man später nie wieder.

Vera: Kannst Du Dir vorstellen bei einem echten Einsatz dabei zu sein?

Esther: Auf jeden Fall. Und ich freue mich sehr, dass humedica mich dafür angenommen hat! Jetzt heißt es für mich erstmal: Registrieren. Ich habe einige ärztliche Untersuchungen und Impfungen vor mir und ganz schön viel Papierkram zu erledigen. Wenn ich die Unterlagen alle zusammen habe, komme ich in den Freiwilligenpool und könnte jederzeit alarmiert werden – Katastrophen richten sich ja meistens nicht nach vorgegebenen Zeiten ;). Ich kann mir aber auch gut vorstellen, erst einmal auf einen der längerfristig geplanten Einsätze von humedica zu gehen. Wen es interessiert, hier  gibt es die Infos zu den geplanten Einsätzen.

Vera: Was hast Du für Dich persönlich aus dieser Erfahrung mitgenommen?

Esther: Meine Grenzen liegen weiter weg, als ich eigentlich gedacht hätte – ich darf mir also ruhig auch mal mehr zutrauen. Außerdem war die Gruppe einfach super. Ich habe echt tolle Leute kennengelernt, von denen ich auf jeden Fall hoffe, sie nochmal im Einsatz zu sehen (und auch wann anders – wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt) 🙂

 

Für alle, die ganz besonders brav bis zum Ende gelesen haben, gibt es noch ein Schmankerl: klein Esther in voller Einsatztrainings-Montur:

Vollgepackt ging es auf nach Kaufbeueren

Vollgepackt ging es auf nach Kaufbeueren

von

Letzte Woche tauschte ich meinen Arbeitsplatz bei cocodibu gegen einen Arbeitsplatz bei humedica in Kaufbeuren im schönen Allgäu: Denn für mich stand im Rahmen meines Volontariats ein Praktikum bei der internationalen Hilfsorganisation an.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ 🙂

Montagmorgen, 06:00 Uhr – ich kann mich nicht erinnern, wann mein Wecker mich zuletzt so früh aus dem Bett klingelte, denn ein Frühaufsteher bin ich keineswegs. Nach einer entspannten, aber doch längeren Fahrt Richtung Kaufbeuren, erreichte ich die humedica Zentrale im Stadtteil Neugablonz. Nach einer herzlichen Begrüßung durch das Kommunikationsteam Steffen, Lina, Heinke, Cecilia und Bea lernte ich beim ersten Meeting gleich den Geschäftsführer von humedica, Wolfgang Groß, kennen. Wolfgang Groß gründete gemeinsam mit seinem Bruder 1979 die Hilfsorganisation, die seither in über 90 Ländern weltweit medizinische Not- und Katastrophenhilfe leistet sowie mittel- bis langfristige Hilfsprojekte und Entwicklungszusammenarbeit durchführt.

Nach kurzer Besprechung der Woche und Kennenlernrunde durch die humedica Zentrale, textete ich gleich zum Relaunch der Website.  Seit Monaten arbeitet das Team nämlich an einer Überarbeitung der Website und wie es bei Deadlines so ist – die müssen eingehalten werden. Seid gespannt! Auch die restlichen Tage warteten Textverfassungen und -überarbeitungen für Newsletter und Blog auf meinem Schreibtisch – als Kommunikationsexpertin und coco-Volontärin (Danke dafür :)) für mich eine tolle Herausforderung – wenn auch die Thematik eine völlig andere ist als bei coco.

Ein dominierendes  Thema in der Woche bei humedica war  der Hurrikan „Matthew“, der kurz zuvor mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h über die Karibik fegte und eine Schneise der Zerstörung hinterließ. Vor allem Haiti traf der Wirbelsturm schwer. Als eine der ersten Hilfsorganisationen reagierte humedica extrem schnell und entsandte ein Erkundungsteam in das bitterarme Land, um den Menschen dort nach der Katastrophe zu helfen. Mittlerweile ist die Unterstützung auf ein zweites Team aus Medizinern, Pflegern und Koordinatoren angewachsen, die vor Ort die medizinische Versorgung der Betroffenen gewährleisten. Aufgrund dieses Ereignisses hatte ich die Möglichkeit einen Einblick in die Kommunikationsarbeit in Katastrophenfällen zu erhalten und zu sehen, wie das Team hinter humedica solch einen Einsatz kommunikativ begleitet.

Ein Packerl für jedes Kind

Die Woche stand außerdem ganz im Zeichen des Projekts „Geschenk mit Herz“. Seit 2003 gibt es die Weihnachtspäckchen-Aktion, die jedes Jahr durch hunderte engagierte Privatpersonen, Unternehmen, Kindergärten und Schulen bayernweit ermöglicht wird und so zehntausenden Kindern eine besondere Weihnachtsüberraschung bringt. Dieses Jahr ist Bad Reichenhall „Weihnachtspäckchen-Stadt“ – am 10. November wird dort die Aktion mit einem bunten Programm begleitet und viele „Geschenke mit Herz“ eingesammelt, die anschließend von Kaufbeuren aus in die Zielländer wie beispielsweise Kosovo, Litauen, Albanien und Ukraine etc. gebracht werden und ein Lächeln auf das Gesicht von in Armut lebenden Kinder zaubern. Auch cocodibu packt dieses Jahr einige Packerl – das Ergebnis zeigen wir euch dann gerne auf Social Media!

Geschenk mit herz

An meinem letzten Tag durfte ich Lina zu ihrem Vortrag „Rolle der Medien“ bei einem von humedica organisierten Einsatztraining für angehende ehrenamtliche Helfer begleiten. Meine Kollegin Esther gehörte zu der Gruppe der mutigen Helfer, die sich tatsächlich sechs Tage unter Einsatzbedingungen eines Katastrophen- oder Auslandseinsatz durch die Woche in Kaufbeuren schlugen – Respekt! Weitere Infos folgen demnächst dazu in einem Beitrag von Esther 🙂

Alles in allem war die Woche eine spannende Erfahrung. Ein super nettes Team, interessante Einblicke in die Kommunikationsarbeit einer humanitären Hilfsorganisation, viele neue Kontakte sowie spannende Einblicke in humanitäre Hilfsprojekte. Der Unterschied in der Kommunikationsarbeit von humedica und cocodibu? Bei einer humanitären Hilfsorganisation ist die Öffentlichkeitsarbeit wesentlich schwerer von anderen Kommunikationsmaßnahmen zu trennen –  da humedica zum Beispiel auf Spenden angewiesen ist, steht Fundraising hier an erster Stelle. Vor allem emotionale, hautnahe Beiträge und Geschichten  vor Ort bei Katastropheneinsätzen und Hilfsprojekten verkörpern das Wesen und die Zielsetzung einer NGO. Dadurch wird per se auch der Kommunikation einer Hilfsorganisation von den Medien ein großes Vertrauen entgegengebracht. In unserer Agentur  versuchen wir den Kunden und sein Produkt durch unsere Kommunikationsarbeit  in den Medien ins Gespräch zu bringen. Mögliche Ziele sind hier die Ansprache neuer Zielgruppen, Aufbau und/oder Veränderung des Images sowie das Erschließen weiterer Märkte. Hier funktioniert die Kommunikation vor allem durch sachliche und meist nüchterne Inhalte, die gerne mit Zahlen belegt werden sollen.

Danke humedica für die spannende Zeit!

von

Für mich hieß es am vergangenen Freitagnachmittag nicht etwa „Hoch die Hände, Wochenende!“, sondern „Auf nach Kaufbeuren“. Was ich da wollte? Für mich stand das Medienkoordinatoren-Training von humedica auf dem Plan. Warum ich das mache? cocodibu-GF Stefan Krüger gibt schon seit längerem den Blogging-Workshop für das Training. Gemeinsam mit Steffen Richter, Sachgebietsleiter Kommunikation und Pressesprecher von humedica, entstand die Idee: Statt eines Redaktionspraktikums (kleiner Einschub: bei cocodibu absolvieren die Volontäre ein Praktikum entweder in einer Redaktion oder in der Pressestelle eines Unternehmens) sollten wir coco-Volontäre als Medienkoordinator am Einsatztraining und (falls gewünscht) auch an einem Einsatz mit humedica teilnehmen. Da war ich natürlich gleich Feuer und Flamme.

Was ist humedica?

humedica ist eine internationale Hilfsorganisation mit Sitz in Kaufbeuren. Sie leistet seit 1979 humanitäre Arbeit mit Schwerpunkt auf medizinischer Hilfe – und das in mehr als 90 Ländern – entweder über langfristige Hilfsprojekte oder über blitzschnell organisierte Not- und Katastropheneinsätze. Um an einem Einsatz teilnehmen zu können, müssen die Helfer vorab ein Einsatztraining absolvieren. Für mich stand der erste Teil des Einsatztrainings  an: das Medienkoordinatoren-Training. Wenn humedica in einen Einsatz geht, wird dieser oft von Journalisten begleitet. Zusätzlich gehen natürlich auch sehr viele Presseanfragen dazu ein. Die Aufgabe des Medienkoordinators ist es dann, Journalisten vor Ort zu betreuen, telefonische Anfragen zu beantworten, Interviews zu geben und zu vermitteln, aber auch Berichte und Blogbeiträge zu schreiben und Bildmaterial zu sammeln, das dann von der humedica-Presseabteilung verwendet werden kann. Auf diese Aufgaben wurde ich mit acht weiteren Teilnehmern am Wochenende intensiv vorbereitet.

Die humedica-Zentrale in Kaufbeuren, im Hintergrund unsere Zelte

Die humedica-Zentrale in Kaufbeuren, im Hintergrund unsere Zelte

Medienkoordinatoren-to-be in der Neugabronx

Meine spätere  Zeltnachbarin Hanna, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Hoffnungszeichen e.V., traf ich gleich am Bahnhof. Dort wurden wir von humedica-Mitarbeiter und Mitteilnehmer Manuel abgeholt und mit dem Bulli zur Zentrale gebracht. Die liegt im Kaufbeurener Stadtteil Neugablonz – von den Einheimischen auch gerne mehr oder weniger liebevoll „Neugabronx“ genannt. Nachdem wir unsere Zelte im Garten der humedica-Zentrale bezogen hatten, hatten wir Medienkoordinatoren-to-be erst einmal Zeit uns kennenzulernen.

Medienkoordinatoren im Training (v.l.n.r.): Jannik, Monika, Esther, Christine, Magdalena, Anna, Hanna (nicht im Bild: Manuel und Olivia)

Medienkoordinatoren im Training (v.l.n.r.): Jannik, Monika, Esther, Christine, Magdalena, Anna, Hanna (nicht im Bild: Manuel und Olivia)

Danach holte mich die Arbeit schon wieder ein – das Training begann mit einem Workshop von Stefan zum Thema Bloggen für den Einsatz. Am Ende des Workshops (es war mittlerweile gegen 22 Uhr) schrieb jeder noch einen kurzen Blogbeitrag über seine Anreise – kein Druck für mich, wenn der eigene Chef den Workshop gibt :). Nach dem Workshop fielen wir alle  auf unsere Isomatten – gespannt, was das Wochenende noch für uns in petto haben wird.

„Don’t touch that f**** Zoom-Button!“

Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und war vollgepackt mit Workshops zu allen wichtigen Aspekten des Medienkoordinatoren-Daseins. Eine sehr spannende Einführung bekamen wir von Ruth Bücker, ehemalige humedica-Mitarbeiterin, heute bei Ärzte der Welt e.V. Sie hatte selbst einige Einsätze als Medienkoordinatorin mit humedica absolviert und konnte uns so wichtige Tipps und Erfahrungen aus erster Hand vermitteln. Die erste wichtige Gattung der Berichterstattung – Bilder – wurde uns von Steffen Richter nahegebracht. Von ihm lernten wir die wichtigsten Regeln im Umgang mit der Kamera (Stichwort: Goldener Schnitt) und die wichtigsten Typen von Fotos, die humedica für die spätere Berichterstattung braucht. Nach dem Mittagessen stand dann das Thema Printjournalismus auf dem Plan. Natalie Kettinger von der Münchner Abendzeitung gab uns zunächst Einblicke in den Alltag einer Printjournalistin. Im folgenden Gespräch erklärte sie uns ihre Anforderungen an uns Medienkoordinatoren im Einsatz.

Im letzten Workshop des Tages drehte sich alles um das Thema Bewegtbild. Christian Schmidt (videoredaktion.de) gab uns wertvolle Tipps mit auf den Weg, um gute Videos aus dem Einsatz zu drehen. Die wichtigste Botschaft: „Don’t touch that f**** Zoom-Button!“ (gar nicht so einfach!). Damit war der Samstag geschafft. Nach einem gemeinsamen Spaziergang hieß es ab in den Schlafsack, denn auch am Sonntag standen noch Vorträge auf dem Programm.

Medienkoordinatoren – Die Augen, Ohren und Münder im Einsatz

Der Sonntag begann früh mit der nächsten wichtigen Mediendisziplin: Hörfunkjournalismus. Rupert Waldmüller vom BR konnte uns anhand seiner eigenen Erfahrung als Journalist im Einsatz mit humedica genau aufzeigen, wie wir als Medienkoordinatoren seine Arbeit unterstützen können. Dazu gab es einen Crashkurs in Sachen Interview und O-Ton. Letzter Workshop des Tages war dann die Keynote von Alexander Drechsel, Journalist im „Reporter und Recherche“-Team beim SWR. Seine Einblicke, die er sowohl als Rettungssanitäter im Katastropheneinsatz als auch als Journalist im Einsatz gewonnen hat, umspannten noch einmal die Themen des gesamten Wochenendes. Der perfekte Abschluss für ein sehr lehrreiches Wochenende mit unglaublich viel Input!

Beim Pizza-Essen zum Abschluss waren wir uns einig: Dank der spannenden Einblicke von allen Referenten, die das gesamte Medienspektrum abgebildet haben, sind wir meiner Meinung nach jetzt gewappnet, das theoretisch Gelernte im späteren Einsatztraining auch praktisch umzusetzen. Ich freue mich schon drauf – und halte euch natürlich auf dem Laufenden!