Wladimir Klitschko, das hat uns schon ziemlich beeindruckt, liebe Horizont. Der erste Gast im hauseigenen Podcast: ein echtes Idol  – sympathisch, gerade heraus, auf den Punkt. Ein inspirierendes Gespräch über Digitalmarketing, Testimonials und natürlich Boxen. Relevante Themen, souveräne Stimmen, genau das Richtige, um mal auf andere Gedanken zu kommen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso wir inzwischen so gerne Podcasts hören. Es ist entspannend einfach mal nur zuzuhören, ohne dass das Gegenüber eine schlaue Antwort erwartet. Meetings und Calls haben wir schließlich alle genug. Stattdessen mal im Laid-Back-Modus einfach nur zuhören – das ist eine willkommene Abwechslung. Und weil auch unsere Kernbranchen inzwischen den einen oder anderen Podcast ins Leben gerufen haben und dieser sich still und heimlich in seiner total unspektakulären Art zum absoluten In-Medium gemausert hat, widmen wir ihm heute einen Blogbeitrag. Hier kommen unsere fünf Favoriten:

  1. t3n Filterblase

Techies und alle, die es werden wollen, aufgepasst: Im t3n-Podcast „Filterblase“ kommen die aktuellsten Tech-Themen auf den Tisch, beziehungsweise ins Ohr. Die beiden Chefredakteure Luca Caracciolo und Stephan Dörner diskutieren mit Experten in einer knackigen halben Stunde über Themen wie Digitalisierung & GroKo, KI, Bitcoins, Startup-Finanzierung und den 5-Stunden-Tag – immer mit der entscheidenden Note Tech.

  1. OMR-Podcast

Moment mal, müssen wir hier überhaupt noch etwas erklären? Ne! Philipp Westermeyers Channel ist einfach DER Online-Marketing-Podcast Deutschlands mit DEN Experten.

  1. Talking Digital

Es ist jetzt so ziemlich genau ein Jahr her, dass Sachar Klein und Timo Lommatzsch ihren Podcast „Talking Digital“ starteten. In der Zwischenzeit haben die beiden PR-Profis mit Experten wie Sandra Liebich von news aktuell, Petra Reetz von der BVG und Frank Behrendt von Serviceplan über alles rund um digitale Unternehmenskommunikation und PR gesprochen. Mit einer guten Dreiviertelstunde sind die Podcasts perfektes Mittagspausenfutter. (Unser Highlight ist Folge 7: ein Gespräch mit Dirk Eichhorn zum Thema Kommunikation für „Die drei ???“ in digitalen Zeiten.)

  1. Horizont

Dem frischgeschlüpften Horizont-Podcast gewähren wir an dieser Stelle ein paar Vorschusslorbeeren. Was man nach der ersten Folge schon sagen kann: Die Qualität der Aufnahme stimmt, der erste Gast hat gesessen und wir sind bis zum Schluss drangeblieben. Wir hören also gespannt weiter und rechnen jetzt für die nächste Folge ganz fest mit Oliver Kahn.

  1. XING talk

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer gibt Tipps, wie Sie sich am Arbeitsplatz fit halten – zum Schrecken aller Betriebssicherheitsbeauftragten, nämlich indem Sie sich unter den Schreibtisch hängen und Klimmzüge machen – Patricia Riekel, ehemalige Chefredakteurin der „Bunte“, erklärt, wie Sie richtig netzwerken, Telekom-Vorständin Claudia Nemat macht den Chef zum Coach und der Gründer des Vegane-Kondome-Startups „Einhorn“ erzählt wie das so war, als die ganze Firma auf agil umgekrempelt wurde. Das ist nur ein kleiner Auszug aus den vielfältigen Themen des XING-Videopodcasts. Die Interviews dauern circa 30 Minuten und wer nicht so viel Zeit hat, der findet auch eine gekürzte Version mit den wichtigsten Botschaften in knapp fünf Minuten.
Viel Spaß beim Zuhören!

Die EM 2016 haben nicht nur Fußballfreunde fett im Kalender angestrichen – auch für Werbetreibende bietet das Event in Frankreich Grund zum Jubeln. Sport-Großereignisse eignen sich schließlich hervorragend, die eigene Marke emotional aufzuladen. Wer es nicht allzu plump anstellt, kann die Identifikation der Fans mit ihrem Team für sich nutzen.
Auch dieses Jahr haben wieder zahlreiche Marken und Agenturen tief in die Kreativitäts-Kiste gegriffen, um mit großartigen Spots etwas von der EM-Euphorie für sich abzuzweigen. Allerdings überzeugen bei weitem nicht alle EM-Kampagnen – viele Spots bieten höchstens das Unterhaltungslevel eines 0:0 im Test-Länderspiel gegen die Färöer-Inseln.
cocodibu präsentiert die Tops und Flops der Werbespots zur Euro 2016.

Volltreffer – diese Spots begeistern selbst Sportmuffel

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Bilder in Spielfilmqualität, mitreißende Musik und Gänsehaut-Atmosphäre von der ersten Sekunde. Dazu mit #vivelamanschaft ein viraler Hashtag – Mercedes Benz zeigt, wie man die Emotionen des Stadions in einem Werbespot bündelt. Auffällig: Autos sucht man beinahe über die gesamte Dauer des Spots vergebens. Hier ist Content definitiv King! Umgesetzt wurde der Spot von der Agentur Antoni.
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Wer nicht die Emotionskeule auspacken will, nimmt die EM 2016 mit Humor. Lufthansa und Kolle Rebbe stecken einen englischen Fußballfan in ein deutsches Flugzeug nach Paris. Was folgt, ist schlichtweg zum brüllen: Blaskapelle, Kuckucksuhr und Würstchen mit Sauerkraut – dem Passagier von der Insel bleibt kein deutsches Klischee erspart. Unbedingt bis zum Ende schauen, die Pointe ist göttlich.
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Über 37 Millionen Klicks sprechen eine klare Sprache: Die beste Kampagne zur Europameisterschaft liefern Nike und die Agentur Wieden + Kennedy Portland mit „The Switch“. Nach einem Zusammenstoß wachen Cristiano Ronaldo und ein junger Fan im Körper des jeweils anderen auf – es folgt ein Kurzfilm auf Kinoniveau, der die Emotionen des Sports nutzt und gleichzeitig mit einem Augenzwinkern versieht.

Im Abseits – wie man es besser nicht machen sollte

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Wettanbieter Tipico zerrt mal wieder Lieblings-Testimonial Oliver Kahn vor die Kamera. Dieser ist im 30-Sekünder mit Michael Konsel und Geert De Vlieger, Ex-Nationaltorhüter Österreichs und Belgiens, zum Fußball-Golf verabredet. Peter Schmeichel, der viele Jahre das dänische Tor hütete, möchte ebenfalls mitspielen – die flache Pointe: Er darf nicht, weil Dänemark nicht zur Euro qualifiziert ist. Kann man so machen, wenn nur die Dialoge nicht so unfassbar hölzern ausfielen. Ebenfalls rätselhaft: Warum fliegt am Anfang des Spots ein Heißluftballon durchs Bild? Tipico hat die Kampagne inhouse kreiert. Eine externe Agentur hätte das sicher besser hinbekommen – darauf würde ich sogar wetten.
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Persil ist das offizielle „Waschmittel der Nationalmannschaft“. Die DFB-Partnerschaft hat sicher eine Stange Geld gekostet, logisch, dass der Waschmittelherteller dann auch zur EM damit wirbt. Schade nur, dass das Ergebnis so gezwungen wirkt. „Bei der Europameisterschaft in Frankreich erwarten uns tausend verschiedene Flecken“, kommentiert eine Sprecher aus dem Off, nachdem sich der „Persil-Waschexperte“ sein Trikot mit einem Marmeladen-Crossaint und Champagner versaut. Mein Vorschlag an Henkel und DBB Düsseldorf fürs nächste Turnier: Eine Helden-Story rund um den Zeugwart der Nationalelf, der die weißen Trikots nach einem umkämpften Spiel nur sauber bekommt, weil er auf Persil vertraut.
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Eigentlich ist es fies, Nivea Men in diese Liste aufzunehmen. Denn mit dem modebewussten Jogi Löw, hat das Unternehmen im Grunde den perfekten Markenbotschafter – ein echter Kerl, dem ein gepflegtes Äußeres offenbar genauso wichtig ist wie gepflegtes Kurzpassspiel. Alles prima also, würde der Nationaltrainer nicht öfter von TV-Kameras beim Nasebohren erwischt werden. Noch schlimmer: Beim deutschen Auftakt zur EM 2016 war zu sehen, wie Löw sich erst in den Genitalbereich greift, um wenige Augenblicke später an seiner Hand zu riechen. Klar, dass ein solcher Faupax im Netz mit reichlich Spott bedacht wird. Nivea Spots mit Jogi Löw kann man aktuell also nur noch bedingt ernst nehmen. Da kann das Unternehmen nichts für, ein klassischer Fall von „dumm gelaufen“.