cocodibu gehört zu den Top-PR-Agenturen in Deutschland! Dazu gratulieren uns die von uns eigentlich geschätzte Zeitschrift Business Punk und das Statistikportal  Statista. Wow, super, oder? Als wir die Nachricht per Mail bekamen, haben wir uns wirklich gefreut. Das ganze Team. Schließlich haben wir unsere Kunden viele Wochen vorher gebeten, uns bei der Umfrage zu bewerten.

Aber die Freude währte nur kurz. Und aus Freude wurde Ärger. Denn am Tag darauf kam das Belegexemplar der Business Punk und ein Anschreiben. Im Belegexemplar findet sich das „Ranking“ der Top PR-Agenturen: Es ist eine alphabetische Liste von insgesamt 150 PR-Agenturen. Selbst das ernstzunehmende Umsatzranking von Gerhard Pfeffer listet derzeit nur 117 PR-Agenturen. Kein Wort über eine Bewertung der einzelnen Agenturen. Das mag als Marktübersicht vielleicht nützlich sein, nicht aber als qualitatitiver Maßstab.

Die eigentliche Enttäuschung kommt aber noch. Denn Statista und Business Punk versenden gleich eine Urkunde mit und ein Schreiben, in dem sie den Agenturen anbieten, das „Gütesiegel“ als „Top PR-Agentur Deutschlands“ auch werblich zu nutzen. Kostenpunkt: 7000 € pro Jahr zzgl. Mehrwertsteuer. Dadurch, so die Argumentation von Gruner + Jahr, könne man sich „klar von den Wettbewerbern differenzieren“ und „die Strahlkraft der Marke Business Punk nutzen“. Ja, genau.

Das mag ein kreatives Geschäftsmodell Marke Bauernfänger sein. Den beiden vergebenden Marken dürfte es eher schaden. Wenn ihr also demnächst eine PR-Agentur seht, die damit wirbt, dass Business Punk sie zu den „Top PR-Agenturen Deutschlands“ gekürt hat, sendet ihr unser Mitgefühl. Sie wirbt mit einem Preis, der seinen Preis nicht wert ist. 

3 Comments

  1. Tapio Liller Antworten

    Danke, Christian für die klaren Worte. Die Liste ist zu wenig mehr Nütze, als eine Google-Hilfe. Es ist enttäuschend, dass angesichts des Aufwands, den Business Punk und Statista den teilnehmenden Agenturen zugemutet haben (immerhin wurden wir gebeten, unsere Kunden zu bitten, sich persönlich zu registrieren und nicht wenig Zeit für einen eher mittelmäßigen Fragebogen zu investieren), indiskutabel.

    Es bleibt der fade Nachgeschmack, für eine BizDev-Aktion eines klammen Verlags missbraucht worden zu sein.

    • Christian Faltin

      Christian Faltin Antworten

      Danke, Tapio, ja dieser Nachgeschmack bleibt. Es sei denn, die Beteiligten reagieren noch mal.

  2. Oliver Lindner Antworten

    Das gleiche Geschäftsmodell existiert leider auch bei „Die besten Arbeitgeber Deutschlands“ von Focus Business und kununu.

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