Warum ist der erste Eindruck so wichtig?

01.12.2016 München. 08:00 Uhr. Universität. Studium. Medien- und Kommunikationswissenschaften…

Eine Gruppe von Studenten bekommt eine auf den ersten Blick unlösbare Aufgabe: im Rahmen eines Forschungsprojektes an der LMU München zum Thema „Beratungsresistenz in der PR-Beratung“ Interviews mit PR-Beraterinnen und PR-Beratern durchzuführen und (PR-) Beratung aus Sicht der Systemtheorie und des funktionalistischen Ansatzes darzustellen. Klingt kompliziert? Dann brauche ich nicht zu erklären, wie kompliziert es tatsächlich war, dieses unrealisierbare Projekt zu realisieren!  PR-Beratungsresistenz – derzeit immer noch ein Tabuthema. cocodibu war die einzige PR-Agentur, die komplett offen war, das Interview mit mir durchzuführen – mehr als 50 Dienstleister hatten wir dafür angefragt.

So hat cocodibu vor fünf Jahren mein Forschungsprojekt gerettet und mit dem Interview einen wissenschaftlichen Beitrag geleistet. Was ich im Rahmen des Projektes gelernt habe: Agenturen stresst vor allem das fehlende Verständnis der Kunden für PR und eine unrealistische Erwartung an den Berater bzw. die Agentur. Aber das war natürlich nur die Theorie. Meine erste Begegnung mit cocodibu und somit mein erster Eindruck waren bleibender als ich dachte. Es hat mich dazu bewegt, den Kontakt mit der Agentur wiederaufzunehmen und jetzt bin ich hier – PR-Volontärin bei cocodibu.

Mein bisheriger Lebensweg fängt in Tbilisi, Georgien an, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Studium im Ausland? – Ehrlich gesagt, das war nie mein Traum. Demgegenüber kann ich Medien- und Kommunikationswissenschaften als meinen Traumstudiengang bezeichnen. Das ist der wichtigste Grund warum ich seit meinem siebzehnten Lebensjahr in Deutschland lebe. Studium im Ausland sowie das Leben in Deutschland waren aus einer spontanen Idee geboren. Aber gut, die Entscheidung war gefallen, jetzt musste also ein wenig improvisiert werden. So bin ich ganz spontan in einem Land namens Deutschland und in einer Stadt namens München gelandet.

München ist die Stadt, die mich warmherzig aufgenommen hat, wo ich sechs Jahre lang studiert habe und im September 2020 meinen Master mit der Fachrichtung Interkulturelle Kommunikation abgeschlossen habe. Warum Presse – und Öffentlichkeitsarbeit? Das Ansehen einer Marke zu verändern, neue Zielgruppe zu erreichen, Meinungen zu bilden sowie dem Kunden richtig zuzuhören und seine Wünsche richtig zu erkennen – dies sind besonders interessante und herausfordernde Aufgaben für mich.

Bevor ich mich verabschiede, möchte ich noch zehn Blitzfragen beantworten und meine Persönlichkeit in diesem Format kurz zusammenfassen:

Kochen oder bestellen? … bestellen

Gitarre oder Klavier? … Klavier

Rucksack oder Koffer? … Koffer

Berge oder Strand? … Strand

Tag oder Nacht? …Tag

Chaos oder Ordnung? …Ordnung im Chaos

Schwarz oder weiß? … keine

Improvisieren oder einem Plan folgen? …improvisieren

Regeln folgen oder brechen? …lernen zu folgen, um sie gezielt zu brechen

Zukunft oder Vergangenheit?… Zukunft!

Eines habe ich jetzt schon beim Verfassen dieses Artikels gelernt: Über sich selbst zu schreiben, ist verdammt schwer. Alles was man über sich sagt, ist Werbung. PR ist das, was andere über einen sagen…

 

 

 

 

 

 

…wer möchte das nicht? Vor allem dann, wenn es sich um die Träume oder Herzenswünsche von Kindern handelt. Unser Kunde Aktion Kindertraum kümmert sich tagtäglich dank zahlreicher Spenden um solche Themen.  Die gemeinnützige GmbH aus Hannover fokussiert sich hierbei auf die Bedürfnisse von gesundheitlich beeinträchtigten Kindern und deren Geschwister. Seit 1998 konnten Geschäftsführerin Ute Friese und ihr Team schon über 3000 Wünsche erfüllen.

Über eine dieser Erfüllungen freuen wir coco’s uns aber besonders, da sie mit unserer Spende realisiert werden konnte: Der siebenjährige Ziani aus Thüringen erhielt eine Playstation 5 – heiß begehrt und schwer zu bekommen!
Ursprünglich wollte er mit seiner Familie eine kleine Reise mit dem Wohnwagen auf einen Campingplatz unternehmen, aber wegen der Corona-Pandemie ist das unglücklicherweise auf unbestimmte Zeit nicht möglich. Daher überlegte sich Ziani, was er sich stattdessen in der aktuellen Situation wünscht – eine PS5 mit Zubehör.

Ziani erkrankte vor vier Jahren an Leukämie und erlitt 2019 erneut einen Rückfall. Seit dem 01. September 2019 war der Junge fast ausschließlich im Krankenhaus, doch nun ist ein Ende dieser schweren Zeit abzusehen. Ziani freute sich riesig, als er einmal wieder von einem Krankenhausaufenthalt für ein paar Tage heimkam und die Playstation vorfand.

Wir hoffen auf möglichst schnelle Genesung und wünschen Ziani und seiner Familie nur das Beste für die Zukunft.

Einmal Traumerfüller sein… ein gutes Gefühl

PS: Kleiner Funfact am Rande – das Geld für die Spende haben wir uns erspielt. Keine Sorge, wir coco’s betreiben kein Glücksspiel – zumindest nicht im Casino-Stil. Wir haben intern ein digitales Xmas-Quiz ausgerichtet und pro richtiger Antwort Geld gesammelt. Wir sind sehr stolz auf die Summe, die wir erreichen konnten und vor allem, für was wir sie genutzt haben.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze der reichweitenstärksten Politiker auf LinkedIn, weiterhin nur eine Frau in den Top-10 und ein Kandidat für den CDU-Parteivorsitz neu im Ranking – das sind Kernergebnisse unseres aktuellen „LinkedIn-Polit-Check“. Die aktuelle Analyse für Dezember 2020 legt interessante Details offen. Weiterlesen

Immer mehr Kanäle, kürzere Aufmerksamkeitsspannen, weniger Zeit, mehr Aufgaben. Es gab schon entspanntere und einfachere Zeiten für PR-Verantwortliche. Und Corona ist lediglich ein Turbo für viele Entwicklungen, die uns 2021 beschäftigen werden.

Keine Angst, ihr müsst Pressemitteilungen auch 2021 nicht auf TikTok vortanzen. Aber dem nächsten CEO, der einen flotten Move dort auf die Platte legt, ist jede Menge Öffentlichkeit gewiss. Kann man machen, werden jedoch die wenigsten tun. Unabhängig davon, wie viel Mut Unternehmen und Unternehmer für PR-Stunts haben: Es wird zunehmend härter, in der Vielfalt der Kanäle und der anschwellenden Lautstärke von Meinungsäußerungen mit eigenen Botschaften noch durchzudringen. Hier kommen ein paar Entwicklungen in der PR-Welt, auf die sich Unternehmen und Marken einstellen sollten. Weiterlesen

von

Tasse Kaffee, ordentliches Hemd oder Oberteil über die Joggingshose gezogen und dann ab an den Rechner. So oder ähnlich starten viele von uns alleine im Home Office. Der Morgen daheim braucht ein bißchen Unterstützung und Zusammengehörigkeitsgefühl, haben wir uns gedacht. Als kleiner Morning-Push für alle cocos an den heimischen Laptops (und im Büro natürlich) haben wir die „HOMOVATION“-Initiative gestartet. Ein Best-of-Album für Lerchen und Eulen, das uns wirklich jede Menge gute Laune gebracht hat. Und hier kommt die einzigartige, einmalige, LetmeSmile  „Home Office MOtivation Playlist“ von cocodibu (zusammengestellt von allen cocos): Weiterlesen

cocodibu-Geschäftsführer Christian Faltin war bisher eigentlich gerne bei LinkedIn. Das hat sich geändert. Warum das so ist, beschreibt er in seinem offenen Brief an das Business-Netzwerk. 

Liebes LinkedIn,

vorweg: Eigentlich mag ich Dich. Als ich Dich zum ersten Mal gesehen habe, hab ich kurz darauf mit Facebook Schluss gemacht. Du warst einfach die bessere Partie. Ich fühlte mich in Deiner Gesellschaft ganz wohl. Und Du hast mich lange Zeit mit wirklich inspririerenden Menschen bekannt gemacht – und das auch auf der ganzen Welt. Deine Freunde hatten ein vernünftiges Bild. Man hatte das Gefühl, das man sich mit tatsächlichen Menschen virtuell gut unterhält und nicht mit Mausi4711 und holgerthehorse. Und Deine Posts haben lange Zeit ein gewissen Niveau nur selten unterschritten.

Aber, LinkedIn, wir müssen reden. Ich habe das Gefühl, dass unsere Beziehung gerade in einer echten Krise steckt. Und ich weiss, das sehen ein paar Menschen in meiner Umgebung – mit denen ich schon über Dich gesprochen habe – ähnlich. Als Du mich kennengelernt hast, weil ich Dir viel über mich als Person erzählt habe, hast Du mich noch nett behandelt. Das änderte sich in den vergangenen Monaten. Das Niveau unseres Bekanntenkreises hat echt abgenommen. Weil ich eine Firma habe und nicht Kleidergröße XS trage (was man im Profilbild sieht), wollen mir haufenweise Fitnesstrainer und Body Coaches an die Wäsche. Sie wollen mir beibringen, wie ich nachhaltig mein Gewicht reduziere. Das haben schon viele versucht, gewirkt hats noch nie.

Viel schlimmer aber sind die ganzen Sales-Helden, Performance-Profis und Personal Branding-Flachpfeifen. Deine Verwandtschaft will mir mühelose Leads zu fantastischen Kunden verkaufen, die nur darauf warten, wann sie mich anrufen dürfen. Und wie machen das die Verakufsprofis? Mit einer Wundersoftware, die schon tausendfach bewiesen hat, dass sie Außergewöhnliches leistet. Hey, LinkedIn, für wie blöd hälst Du mich eigentlich? Und ich will auch von ungewöhnlich hübschen New- Business-Damen keine Developer aus Osteuropa kennenlernen, die den Tagessatz eines Paketboten verlangen. Echt schade, ich hätte mir nie gedacht, dass Du mich mal auf eine digitale Kaffeefahrt schleifst. Fehlen nur noch die Heizdecken.

Und Du hast Dir viele falsche Freunde angelacht. Fake Profile, die schwachsinnigen Quatsch, Hetze und rechte Propaganda verbreiten. Hey LinkedIn, Du bist doch auch für Dein Netzwerk verantwortlich, oder? Oder willst Du ähnlich enden wie Facebook?

Eigentlich hast Du das doch gar nicht nötig. Ich würde uns beiden gerne eine neue Chance geben. Aber dann schmeiss bitte die Hyperverkäufer raus, lösch die Fakeprofile und gibt den Hetzern keine weitere Plattform. Wie gesagt: Eigentlich mag ich Dich doch, aber so kann es nicht weitergehen. Oder was meinst Du, LinkedIn?

Foto: Adobe

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch das Weihnachtsgeschäft. Und so zuverlässig wie die Lebkuchen im August im Supermarkt-Regal auftauchen, erscheinen auch die Weihnachtsspots der Marken im November. Sie gehören mittlerweile fest zum Fest. Ob traditionell, lustig oder emotional – die Kreativen lassen sich stets einiges einfallen, um den Verbrauchern ein wohliges Vorweihnachtsgefühl zu bescheren. Und auch wenn dieses Jahr alles anders ist – Corona spielt zumindest in unserer Spot-Auswahl ausnahmsweise einmal keine Rolle.

Insgesamt 12 Werbefilme haben wir begutachtet. Wir haben gelacht, geweint und mit dem Fuß gewippt. Am Ende haben wir uns entschieden. Hier kommen sie die Top 3-Weihnachtspots von cocodibu:

#1 Kaufland – Das Schönste an Weihnachten: Essen

Braten, Blaukraut, Plätzchen: Neben Familie und Besinnlichkeit ist natürlich das Essen an Weihnachten ein wichtiger Wohlfühl-Faktor. Wir freuen uns vielleicht sogar so sehr auf all die Leckereien, dass wir am liebsten eine flotte Sohle aufs Parkett legen möchten. So geht es auch der Familie im Kaufland-Spot: Mama, Papa, Kinder, Oma und sogar der kleine Lebkuchenmann schwingen glücklich das Tanzbein, bevor sie es sich gemeinsam am üppig gedeckten Tisch bequem machen. Unsere Nummer 1 macht nicht nur hungrig, sondern vor allem gute Laune! 😊

#2 ALDI – Kevin’s out in the cold. Will he get home in time for Christmas?

Der ALDI-Weihnachtsmann erzählt die Geschichte von Kevin, dem Karottenmann, der weit weg von Zuhause inmitten eines Schneesturms gestrandet ist. Seine Karotten-Familie wartet jedoch sehnsüchtig auf ihn – denn es ist Weihnachten! Ein freundlicher Igel, der zu früh aus seinem Winterschlaf erwacht ist, hilft ihm, pünktlich nachhause zu kommen. Die beiden verirren sich zunächst, landen dann aber glücklicherweise vor Santas Haus. Auf seinem fliegenden Fahrrad transportiert der Weihnachtsmann die Verschollenen dann sicher ins traute Heim. Wir finden: süße Story!

#3 Disney – Familie ist das schönste Geschenk

Natürlich darf unter den Top drei wenigstens ein emotionaler Spot nicht fehlen. Unsere Erwartungen erfüllt Disney mit einem animierten Werbefilm über die Beziehung zwischen einer Großmutter und ihrer Enkelin. Die beiden sind ein Herz und eine Seele, im Teenageralter verliert die Enkelin kurz den Draht zur Oma, nähert sich ihr aber schließlich wieder an. Am Ende genießen beide die Zweisamkeit, zusammen mit der von Generation zu Generation weitervererbten Mickey Mouse und den selbst gebastelten Sternen, die immer wieder den Weg zurück zur Familie weisen sollen. Die Story ist zwar nicht neu, wird aber auch nie alt werden. Unser Tipp: Ruft doch mal wieder bei Oma und Opa an 😉

Fazit der cocos: Die cocodibu-Top 3-Weihnachtsspots haben alles, was das Herz begehrt. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, gelegentlich der tristen Realität zu entfliehen – und wie kann das besser gelingen als mit stimmungsvollen Weihnachtsspots voll von Glückmomenten, Emotionen und ein paar Klischees?

Mein Name ist Lilly Sarisakal. Auch wenn mein Name es nicht unbedingt sofort vermuten lässt, bin ich ein bayrisches Original. Ich wurde in Dachau geboren, habe meine Kindheit im Münchner Umland verbracht und lebe jetzt seit knapp 15 Jahren auf dem Land. Ich genieße dort vor allem die Nähe zu meiner Familie und die Möglichkeit, meiner Hündin Frida traumhafte Spaziergänge zu ermöglichen.

Bevor ich zur den cocos gekommen bin, habe ich fünf Jahre lang Wirtschaftspsychologie mit den Schwerpunkten Marketing und Kommunikation studiert und im September 2020 meinen Master abgeschlossen. Für meine schulische und studentische Laufbahn zog es mich immer wieder in die bayrische Landeshauptstadt zurück. Dieser „Ausgleich“ zwischen der Ruhe auf dem Land und dem Trubel in der City hat mir immer sehr gefallen, deswegen war schnell klar, dass es mich auch beruflich nach München verschlagen wird. Ich war mir schon zu Schulzeiten sicher, dass die Welt des Werbens mit all ihren Facetten genau meine Welt ist – vor allem PR hatte es mir im Studium schnell angetan. Deshalb war es klar, wohin meine Reise danach gehen sollte.

Ich hatte jedoch auf diesem Gebiet bisher kaum nennenswerte Erfahrung und wollte daher zunächst nach Praktikumsstellen im PR-Bereich suchen. Das Corona-Virus machte mir da aber einen Strich durch die Rechnung, denn es waren zu diesem Zeitpunkt in München ungefähr 3,5 Stellen in Management-Positionen für PR ausgeschrieben. Ich habe über viele Wochen jeden Tag den Arbeitsmarkt gefilzt und bin endlich auf eine Anzeige von cocodibu gestoßen: Ein Volontariat wurde angeboten – mein persönlicher Jackpot! Und als ich im Zuge meiner Bewerbung die Homepage und das Team gesehen habe, wusste ich: DA MUSS ICH HIN! Ich bewarb mich also und durfte mich nur wenige Tage danach persönlich vorstellen. Mein anfängliches Gefühl wurde dadurch nur noch bestärkt und ich war überglücklich, als ich eine Woche später meine Vertragsunterlagen erhielt. Seit Oktober diesen Jahres bin ich jetzt Teil der cocos und fühle mich hier pudelwohl.

In meiner freien Zeit bin ich, wann immer es Zeit und Geld zulassen, auf Reisen. Am liebsten fliege ich in ferne, warme Länder, aber auch bei Kurztrips in mein zweites Wohnzimmer „Europapark“ kommt der Spaß selten zu kurz. Außerdem liebe ich gutes Essen – vor allem asiatisches – und trockenen Wein, denn wie schon Elke Heidenreich zu sagen pflegte: „Weinlesen macht nicht betrunkener als Büchertrinken belesener macht.“

In diesem Sinne bis bald!

von

In der Politkommunikation bleibt die Plattform LinkedIn weiter eine Männer-Domäne: Unter den zehn reichweitenstärksten Accounts deutscher Politiker platziert sich als einzige Frau Dorothee Bär. Mit knapp über 5.000 Followern liegt die Digitalisierungsbeauftragte der Bundesregierung vor Oliver Luksic (CDU) auf Rang neun. Führend auf dem Netzwerk bleibt Altkanzler Gerhard Schröder. Er vereint auf der Plattform inzwischen mehr als 31.000 Follower hinter sich, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann mit einem Wachstum von 32 Prozent im Oktober den zweiten Platz zurückerobern. Das sind Kernergebnisse des aktuellen „LinkedIn-Polit-Check“ der Kommunikationsberatung cocodibu.

Mit der Untersuchung analysiert cocodibu monatlich die Performance deutscher Politiker auf dem gerade in Wirtschaftskreisen so wichtigen Netzwerk LinkedIn. Kriterien hierfür sind die Anzahl der Follower sowie das prozentuale bzw. absolute Wachstum innerhalb des Untersuchungszeitraums vom 01. Oktober bis 01. November 2020. Daraus wird jeweils ein Top Ten Ranking erstellt.

Zum Stichtag 1. November 2020, so legt der „LinkedIn-Polit-Check“ offen, verzeichnet das LinkedIn-Profil Schröders 31.418 Follower. Auf Platz zwei folgt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit 23.154 Followern. Roderich Kiesewetter (CDU), der Zweitplatzierte im September, rutscht mit 18.751 Followern auf Platz drei. Die neue Reihenfolge spiegelt unmittelbar das stark durch Corona geprägte Nachrichtengeschehen wider. So nutzt Spahn das Netzwerk, um grundsätzlich über die Pandemie und die damit verbundenen Vorkehrungen zu informieren. Zudem gewährt er seinen Followern private Einblicke: So meldete sich der zwischenzeitlich an Covid 19 erkrankte CDU-Politiker mit einem Video aus der Quarantäne. Der Post ging innerhalb kürzester Zeit viral und verzeichnet inzwischen fast 200.000 Views, 6.500 Reaktionen und mehr als 400 Kommentare. Der Clip ließ die Followerzahl steil ansteigen.

Mit einem Wachstum von 32 Prozent liegt Jens Spahn im Oktober damit vor Gerhard Schröder, der auf ein Plus von 25 Prozent kommt. In absoluten Zahlen muss sich der Gesundheitsminister dem Altkanzler allerdings geschlagen gebe: Spahn legt 5.613 Follower zu, während Schröder 6.273 neue Anhänger verzeichnet. Mit Abstand folgt Thomas Jarzombek (CDU) mit einem Wachstum von knapp neun Prozent (+ 563 Follower). Letzter im Wachstumsranking ist diesmal Omid Nouripour mit einer Steigerung von unter einem Prozent.  

„Politik und Social Media – viele denken da zuerst an den Kurznachrichtendient Twitter. Tatsächlich wird LinkedIn hierfür immer wichtiger. Deutsche Spitzpolitiker erkennen zunehmend die Bedeutung der Plattform – wie aktuell etwa Friedrich Merz, der auf LinkedIn im Oktober sein Debüt gab“, so cocodibu-Geschäftsführer Stefan Krüger.

von

Wenn Unternehmen mit Technologie, Software oder einem erklärungsbedürftigen Produkt an den Start gehen, ist PR ein wichtiges Element im Kommunikations- und Marketing-Mix. Das gilt auch für  InsurTech-Unternehmen, die häufig Hard- und Software dazu einsetzen, neue Dienstleistungen im B2B-Segment oder auch Produkte für den Endkunden anbieten. Wie macht man PR in der Versicherungswirtschaft, einer Branche, die durch die Digitalisierung vor dem größten Umbruch ihrer bisherigen Geschichte steht? 

Als Einstieg haben wir 10 Tipps für die InsurTech-PR zusammengestellt:

  1. InsurTech ist nicht gleich InsurTech
    In den letzten Jahren sprießen zahlreiche InsurTechs aus dem Boden, die thematisch alles andere als homogen sind: Da gibt es Unternehmen, deren Angebote sich an den Endkunden richten (B2C) und Firmen, die als Dienstleister für Versicherer oder Maklerverbünde arbeiten (B2B). Und es gibt InsurTechs, die sowohl B2B als auch B2C abdecken. Auch was die Produkte betrifft, gibt es große Unterschiede: von passgenauen Vermittlungs-Plattform, über digitale Sammelbecken für diverse Policen und Verträge, bis hin zu hochspezialisierten Plattformen, die zur Digitalisierung des Versicherungswesens beitragen sollen. Je bekannter ein  Versicherungsprodukt beim Konsumenten, umso geringer ist der Erklärungsbedarf! Je  innovativer eine neue technologische Lösung, desto mehr muss das InsurTech erklären und um Vertrauen werben. Deshalb gibt es auch nicht die EINE PR-Strategie für InsurTechs, sondern sinnvollerweise nur individuelle Lösungen.
  2. Verstehen kommt vor Vertrauen
    Wer bei normalem Versicherungsdeutsch nach kurzer Zeit gedanklich aussteigt, wird erst recht keinen Zugang zum InsurTech-Kosmos finden. Die InsurTech-Szene ist eine eigene Welt mit einschlägigen Fachmedien, Blogs und Podcasts, in denen exzessives Fachchinesisch gepflegt wird: Von API bis Machine Learning, von IoT bis Leadmanagement. Der „normale“ Versicherungskunde versteht dieses Vokabular nicht. In einem Land, in dem Versicherungen immer noch als notwendiges Übel und als langweilig gelten, müssen InsurTech-Unternehmen immer ein wenig Gattungsmarketing mit ihrer Außenkommunikation betreiben, um den Markt und die Menschen von ihren Angeboten zu überzeugen. Bevor Vertrauen in das Unternehmen oder die Marke aufgebaut werden kann, müssen – gerade wenn Endkunden die gewünschte Zielgruppe sind – die Menschen den zentralen Service des InsurTechs verstehen. Und das in einem Halbsatz!
  3. Personalisierung und Geschichten erzählen
    „Es waren einmal drei Freunde, die kannten sich von der Uni. Einer war ein Nerd, der Zweite ein genialer Verkäufer und der Dritte ein Organisationsgenie.“ Sie ahnen, was jetzt kommt? Die Boygroup-Gründerstory eines Start-Ups. Xmal in den Medien erzählt, trotzdem immer wieder gern genommen. Interessanter aber lesen sich neue Geschichten rund um FirmengründerInnen. Fragen Sie mal Miriam Wohlfahrt oder Verena Pausder. Am Trend zur Personalisierung in den Medien kommen auch InsurTechs nicht vorbei. Wer zudem Storytelling als Stilmittel der PR nicht beachtet, verschenkt Potential für den Markenaufbau. Also, erzählen Sie rund um Ihr Unternehmen und Ihr Management gute Geschichten, aber keine Märchen.
  4. Vertrauen ist gut, Reichweite nötig(er)
    Versicherungen sind für die Deutschen normalerweise kein Thema mit Priorität. Natürlich finden wir es grundsätzlich wichtig, aber wir beschäftigen uns viel zu wenig damit. Und wenn, dann vertrauen wir vor allem traditionell starken Marken, also alteingesessenen Versicherern beispielsweise der Versicherungskammer Bayern, der HUK Coburg, den VPV Versicherungen oder der Allianz. Neuartigen digitalen Lösungen im Versicherungsbereich begegnen viele Menschen (und darunter sind auch noch viele Journalisten) daher noch mit einer gehörigen Portion Skepsis. Gleichzeitig wollen die jungen Firmen unter den InsurTechs mit ihren PR-Aktivitäten möglichst viele Menschen in kurzer Zeit erreichen, überzeugen und vor allem für die neuen Services gewinnen. Bei diesem Spagat zwischen langfristigem Markenaufbau und schnellem Vertrieb scheitern viele Kommunikationsansätze. PR alleine kann diesen Spagat nicht bewältigen. Dazu benötigt es einen intelligenten Mix aus Owned, Paid, Earned und Social Media.
  5. Das Medienspektrum ist begrenzt – Themenfindung daher umso wichtiger
    Firmen wie Apple, Google und Co. haben es leicht: Haben sie Neuigkeiten, stürzt sich so ziemliches jedes Medium aus nahezu jeder Branche darauf. InsurTechs haben es da deutlich schwerer. Nicht nur, dass die Themen hochspezialisiert sind, auch das Angebot an Fachmedien ist begrenzt. PR-Aktivitäten stoßen daher schnell an ihre Grenzen, wenn einfach jedes Medium innerhalb kürzester Zeit mehrmals bedacht wurde. InsurTechs sollten daher weniger auf Geschwindigkeit und Masse bei der PR-Arbeit abzielen, sondern die richtigen Themen zur richtigen Zeit spielen. Eine gute Zusammenarbeit mit Journalisten beruht auch darauf, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt werden.
  6. Der Kommunikationsmix muss stimmen
    Wirtschafts- und Fachmedien, Social Media, Online-Foren und -Communitites, Influencer und Blogger bis hin zum TV-Spot: Es gibt viele Möglichkeiten für InsurTechs, sichtbar zu werden. Wie der beste Kommunikationsmix für Ihr InsurTech-Unternehmen aussieht, hängt maßgeblich von Ihren Zielgruppen und deren Mediennutzung ab. In der Regel werden Sie selten lange nur mit einem Kanal erfolgreich sein. Deshalb sollten Marketing, PR und Social Media Hand in Hand gehen und sich eng abstimmen.
  7. Multiplikatoren und Influencer spielen eine wichtige Rolle
    In der InsurTech-Szene haben Influencer einen großen Stellenwert für die Meinungsbildung. Denn auch spezialisierte Journalisten informieren sich in den Blogs, Podcasts oder Newslettern der Experten und Meinungsführer. Allerdings müssen Sie Multiplikatoren und Influencer anders ansprechen als klassische Journalisten. Pressemitteilungen sind da wenig hilfreich. Gefragt sind, Sie ahnen es, individuelle Ideen.
  8. Zuhören statt ausschließlich aussenden
    Um besser einschätzen zu können, wie Journalisten und Multiplikatoren, aber auch der normale Nutzer, über Ihr Segment oder Produkt denken, sollten Sie aktiv Themen-Monitoring betreiben. In den Medien aber auch in den sozialen Netzwerken. Dazu gibt es mittlerweile bezahlbare Tools, die gute und hilfreiche Ergebnisse liefern – und außerdem eine Einschätzung geben, wie populär Ihr Thema, Ihr Produkt oder Ihr Unternehmen und Ihre Wettbewerber bereits sind. Ein bisschen Hirnschmalz brauchen Sie aber beim Aufsetzen des Monitoring, denn „InsurTech“ als alleiniges Keyword liefert Ihnen beispielsweise viel zu viel Input.
  9. Liefern Sie Basisdaten
    Journalisten in Deutschland lieben Zahlen und Statistiken. Nutzen Sie die Möglichkeiten von repräsentativen Meinungsumfragen und Marktanalysen, um für Ihr Segment relevante Daten zu liefern. Denn mit Umsatzzahlen werden Sie in der Regel anfangs nicht punkten können.
  10. Je digitaler das Produkt, desto mehr Gesicht zeigen
    Messen, Workshops, Meetups oder Konferenzen – für die InsurTech-Szene gibt es normalerweise (zu Nicht-Corona-Zeiten) zahlreiche Veranstaltungen und Events, die einen Besuch lohnen. Entweder als Referent, um das eigenen Unternehmen vorzustellen, oder als Netzwerk-Basis, um  wertvolle Kontakte zu Journalisten, Investoren und Entscheidern oder interessierten Kunden zu knüpfen. In der digitalen Welt entsteht Vertrauen immer noch durch den persönlichen Kontakt. Und je digitaler Ihr Produkt ist, desto mehr Gesicht sollten Sie als Unternehmen zeigen.

Unabhängig davon, wie viele der Tipps Sie beachten und umsetzen. PR ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf auf Treppen, bei dem sie Stufe für Stufe nehmen müssen. Darauf sollte Ihr Businessplan Rücksicht nehmen.