Unsere Kollegin Anastasia von Spreti gibt uns Einblicke in ihren zweiten Arbeitsplatz, die Stuck Kantine.
Zwischen Büroalltag und Schlemmer-Oase: Die zwei Leben unserer Office Managerin
Autor
Bruna Santos
Datum
12.10.2026
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An einem sonnigen Nachmittag lassen wir das Büro und den Münchner Verkehrslärm hinter uns und betreten einen wunderschönen Garten, der uns mit seinem Kaffeeduft anlockt. So beginnt unser Besuch in der Stuckkantine, wo wir Anastasia von Spreti treffen. Sie ist bei cocodibu für das Office Management zuständig - zumindest die eine Hälfte ihrer Arbeitswoche. Seit Mai teilt sie ihren Arbeitsalltag zwischen unserem Büro und dem Café der Villa Stuck auf. Bei cocodibu kümmert sie sich um Rechnungen, Excel-Tabellen und alles, was dafür sorgt, dass der Laden läuft. In der Stuckkantine wechselt sie zwischen Küche und Service.
„Die Abwechslung in meinem Arbeitsleben liebe ich sehr, gerade habe ich das Gefühl von allem etwas zu bekommen. Das quirlige, kreative, lebendige, das die Gastronomie immer mit sich bringt und die strukturierte Arbeit im Büro. Klar sind das zwei unterschiedliche Welten, aber in beiden sind es die Menschen, mit denen ich gerne arbeite.“

Die im Mai 2026 eröffnete Stuckkantine ist ein Projekt von Sandra Forster und Angela Bauer aus dem Team des Ausbildungsrestaurants Roecklplatz. Das Konzept verbindet gutes Essen mit sozialem Engagement: Junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen bekommen hier die Möglichkeit, die Arbeit in der Gastronomie kennenzulernen und neue berufliche Perspektiven zu entwickeln.
Für Anastasia bedeutet die Zusammenarbeit mit Sandra auch, an eine langjährige gemeinsame Geschichte anzuknüpfen. „Wir kennen uns schon lange, ich hatte einen meiner ersten Jobs vor ca. 20 Jahren bei ihr. […] Nach der Zusage der Villa Stuck, habe ich natürlich sofort ja gesagt. Mich beeindruckt das soziale Engagement und die Liebe zu gutem Essen in ihren Läden.“
Und wer sagt eigentlich, dass Agentur und Küche nichts gemeinsam haben? Auch Anastasia findet, dass das sorgfältige Arbeiten mit Zahlen und Lebensmitteln durchaus Parallelen haben. Am meisten überrascht ist sie allerdings vom Aufwand, einen Cappuccino zuzubereiten. „Einen vernünftigen Cappuccino aus einer Siebträgermaschine zu bekommen ist eine Kunst, ich hatte keine Ahnung, wie schwierig das zu Anfang ist. Die genauen Gramm gemahlene Bohne, die Zeit, in der das Wasser durch den Kaffee läuft, die aufgeschäumte Milch und passende Tassen… Das ist Präzisionsarbeit.“

Den Cappuccino haben wir diesmal nicht probiert - klar, es war schon Nachmittag. Aber unser Geschäftsführer Stefan Krüger gönnt sich nach seinem Sandwich einen Espresso. Unsere Trainee Bruna Santos entscheidet sich für eine Gazpacho mit Sauerteigbrot und anschließend für einen Zitronenkuchen. Die kalte Suppe passt perfekt zum sonnigen Tag und schmeckt, genauso wie der Kuchen, hervorragend.
Das Mittagessen im Garten der Villa Stuck gehört definitiv zu den Höhepunkten unseres Besuchs. Doch die gesamte Atmosphäre ist schon einen Abstecher wert: Die Architektur der Villa, das Grün und die Ruhe lassen den Trubel der Stadt für einen Moment in die Ferne rücken. Eine Mittagspause, in der man wirklich durchatmen kann. Oder, wie Anastasia den Ort beschreibt: „Ein kleiner Garten Eden, in dem nach Herzenslust geschlemmt werden darf.“

Der Besuch muss dabei nicht am Tisch enden. Die Villa wurde 1897/98 nach den Entwürfen des Malers, Grafikers und Bildhauers Franz von Stuck als Wohn- und Arbeitsort errichtet. Zu den erhaltenen historischen Räumen gehören das Vestibül, der Empfangssalon, der Musiksalon, das Treppenhaus und das Atelier, die der Künstler bis ins kleinste Detail selbst gestaltete. Heute bietet das Museum neben den historischen Räumen und seiner Sammlung auch Wechselausstellungen und Führungen.
Bevor wir gehen, fragen wir Anastasia, was man auf der Speisekarte auf keinen Fall verpassen sollte. Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Der baskische Käsekuchen mit Salzkaramell! Dieser Kuchen ist fantastisch, dazu einen Kaffee, es gibt nichts besseres.“
Damit haben wir schon einen guten Grund, wiederzukommen.




