Wie cocodibu gemeinsam mit der It Works Group und der Pelorus Jack Foundation eine branchenweite DOOH-Kampagne für den Regenwaldschutz entwickelte.

Wir haben die Mediabranche vereint, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen

Autor

Bruna Santos

Datum

28.05.2026

Herbstspaziergang entlang einer von Bäumen gesäumten Promenade mit gelben Blättern, Fluss und modernen Gebäuden im Hintergrund.
Herbstspaziergang entlang einer von Bäumen gesäumten Promenade mit gelben Blättern, Fluss und modernen Gebäuden im Hintergrund.

Klassische B-to-B-PR für ein Tool? Das ist meist gar nicht so einfach. Der Kernnutzen ist häufig abstrakt und für Journalisten schwer greifbar.  Also: hauchen wir der Technologie einfach mal viel Leben ein und verbinden das mit echtem ökologischen Nutzwert. Dann wird das Thema für Journalisten plötzlich viel anschaulicher. 

Genau das war unsere Grundüberlegung, als wir die It Works Group und die Pelorus Jack Foundation zusammengeführt haben. Zwei Organisationen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten: eine NGO im Bereich Umweltschutz und ein Unternehmen, das Marken durch Out-of-Home-Kampagnen im öffentlichen Raum in ganz Deutschland sichtbar macht.

Das Ergebnis habt ihr wahrscheinlich bereits gesehen: eine bundesweite Kampagne auf digitalen Screens in den größten Städten des Landes mit dem Ziel, Spenden für die Organisation des Schauspielers und Aktivisten Hannes Jaenicke zu erzielen.

Die Aktion hatte einiges an Vorlauf. Und es ist auch noch ein bisschen komplexer. Wir hatten erfahren, dass das IDOOH, die zentrale Interessenvertretung für die digitale Außenwerbung, sich bzw. seine Mitglieder unter dem Motto “Jungle” auf der Dmexco Jahr präsentiert. Das war im vergangenen Jahr. Jungle, Regenwald, bingo. Denn genau dieses tropische Ökosystem ist die Heimat zahlreicher, bedrohter Tierarten. Ein Beispiel dafür sind die Orang-Utans auf Borneo. Aber wie macht man auf das Leid der Tiere aufmerksam? Am besten durch eine aufmerksamkeitsstarke Werbekampagne - die idealerweise nachweislich kreativ ist, aber nichts kostet. 

Auf der DMEXCO-Bühne

Der erste Schritt führte die Idee auf die Bühne der DMEXCO im September 2025. Dort nahm die Kampagne im Rahmen des „Creative Check Battle“, einem von It Works initiierten Wettbewerb, erstmals Gestalt an. Neben der Suche nach dem passenden Kreativpartner zeigte das Format, wie sich künstliche Intelligenz und menschliche Kreativität sinnvoll miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig wurde das Potenzial von „Neurons“ sichtbar, der KI-Lösung der It Works Group, zur Echtzeitanalyse von Werbewirkung und kreativer Performance. “Neurons” war der eigentliche Auslöser für die gesamte Kampagne. 

Stefan Krüger, Lars Kirschke und Markus Hoffmann auf der Bühne der DMEXCO während des Creative Check Battle.

Stefan Krüger, Lars Kirschke und Markus Hoffmann auf der DMEXCO

Moderiert wurde das Creative Check Battle von unserem Geschäftsführer Stefan Krüger, der hier die Diskutanten Lars Kirschke (CPO, It Works Group) und Markus Hoffmann (Creative Director und Head der Agentur HYGH) auf dem Podium begrüßte.  Das Gewinnermotiv wurde von Add2 entwickelt. 

Ein erster konkreter Einsatz des Partners Institute for Digital Out of Home (IDOOH) erfolgte schon während der DMEXCO. Gemeinsam mit Cynapsis stellte IDOOH eine 15,5 x 3 Meter große LED-Fläche im Zentrum des Messegeländes zur Verfügung. Wer vor Ort war, erinnert sich sicherlich daran. 

Motiv der Kampagne, präsentiert von IDOOH während der DMEXCO

Doch dabei ist es natürlich nicht geblieben. 

In den darauffolgenden Monaten wurde die Kampagne weiterentwickelt und konsequent ausgebaut. Gemeinsam mit dem IDOOH gewann die It Works Group zusätzliche Medienpartner, um eine großflächige Ausspielung zu ermöglichen. 

Unterstützt wurde das Projekt von Planus Media und Weischer.OOH sowie von Cittadino, ECN, Eisbach.media, Inovisco, Ocean Outdoor, Rechargy, TV-Wartezimmer, UNICUM TV und WallDecaux, die ihre Flächen kostenfrei zur Verfügung stellten. Auch Deutsche Hochschulwerbung und das grüne Außenwerbenetz climAD beteiligten sich – und machten die Kampagne zu einer echten branchenweiten Initiative für den Klimaschutz.

„Alle freuen sich auf ihr Zuhause. Einer hat keines mehr.“ 

Dieser Satz bringt die Idee der Kampagne auf den Punkt. Im Fokus steht ein universelles Gefühl: der Wunsch, nach Hause zu kommen. Nach einem langen Tag, nach all den Anforderungen des Alltags, einfach ankommen, zur Ruhe kommen, sich sicher fühlen. 

Genau dieses Gefühl greift die Kampagne auf und übersetzt es in ein starkes visuelles Motiv: Ein erschöpfter Orang-Utan sitzt in einem Bus und versucht, nach Hause zu gelangen – in ein Zuhause, das durch die Zerstörung seines natürlichen Lebensraums zunehmend verschwindet.

Und wie bringt man so eine Kampagne an den Start?

Mit einer klassischen Pressekonferenz? In einem geschlossenen Raum, unter kontrollierten Bedingungen? Klingt sinnvoll. War aber nicht unser Plan.

Stattdessen haben wir Journalistinnen und Journalisten an einen Ort eingeladen, der besser kaum passen könnte: eine Bushaltestelle im Herzen Münchens, am Odeonsplatz. 

Dort kamen Projektbeteiligte sowie Medienvertreter u.a. von BUNTE, Abendzeitung München, MEEDIA und Mares Media zusammen, um die Kampagne erstmals live zu erleben. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Verantwortlichen, darunter auch Hannes Jaenicke selbst.

Was zunächst vielleicht ungewöhnlich klang, erwies sich vor Ort als absolut stimmig. Denn genau hier entfaltet die Kampagne ihre volle Wirkung: im Alltag, draußen in der Stadt – und genau dort, wo Menschen auf ihren Bus warten.

Larissa Theile, Nadja und Hannes Jaenicke posieren vor dem Kampagnenmotiv an einer Bushaltestelle in München, während Fotografen Bilder aufnehmen.

Larissa Theile (It Works Group), Nadia Abou El Ela (IDOOH) und Hannes Jaenicke (Pelorus Jack Foundation) beim Pressetermin der Kampagne in München.

Mit der Kampagne konnten Spenden in Form von Geld und Medienleistungen im Gesamtwert von rund einer Million Euro generiert werden. Ziel ist es, eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen und über QR-Codes direkte Unterstützung für die Pelorus Jack Foundation zu ermöglichen. 

Bereits 3 Euro reichen aus, um einen Quadratmeter Regenwald zu schützen. Es braucht also nicht viel, um einen Unterschied zu machen.

Die Kampagne ist noch bis Juni deutschlandweit zu sehen. Wenn ihr also irgendwo einem Orang-Utan begegnet, der nach Hause will, helft mit und erzählt uns, wo ihr ihm begegnet seid. 

Unser kleines PR-Fazit: eigentlich ging es zuerst nur um B-toB-PR für ein Tool (Neurons), und selbst damit kann man die Welt ein bisschen besser machen.